Tag#Lebensfragen

Upgrade

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Seth Godin sagt: Viel besser, als ein neues Fahrrad zu kaufen, wäre es, den Sattel des bestehenden Fahrrads besser einzurichten.

Wir alle haben in unserem Leben Bereiche, die längst ein Upgrade benötigen würden. Aber die Lösung ist meistens nicht, die Dinge komplett auszutauschen, sondern das Bestehende auf neue Beine zu stellen, das Bestehende neu zu denken oder das Bestehende mit neu gewonnener Wertschätzung wahrzunehmen.

Das entscheidende Upgrade vollzieht sich nämlich nicht in den Dingen an sich, sondern in unserer Einstellung gegenüber den Dingen.

Der Spitzengastronom

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Für die einen ist ein Spitzengastronom ein begnadeter Koch.
Für die anderen ist es ein super Wirt.
Für wieder andere ist es ein innovativer Unternehmer.
Und für andere ist es ein geschickter Manager.

Was ist er nun? Alles davon? Nichts davon? Oder je nachdem?

Was das Leben von dir will (5)

W

Das Leben will, dass du gesund und stark bist.

Damit du dich wehren kannst gegen die Widrigkeiten des Lebens.

Und damit du die Möglichkeiten ergreifen kannst, die dir das Leben bietet.

Was das Leben von dir will (2)

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Das Leben will, dass du deine Gaben, deine Talente annimmst, sie mehrst und sie zum Wohle deiner Nächsten gibst.

Dir wurde geschenkt, damit du geben kannst.

Was das Leben von dir will (1)

W

Das Leben will, dass du mithilfst, den Himmel auf Erden mit zu verwirklichen.

Mit deinen Gedanken, deinen Worten und Werken. Mit all deinem Herzen, deinem Verstand und deiner Kraft. Mit allem, was du hast, bist und kannst.

Jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde deines Lebens. No hurry, no pause.

Was will das Leben von dir?

W

Wir versuchen oft, dem Leben noch ein Projekt und noch eines und noch eines abzupressen. Was passt noch alles rein von dem, was wir erledigt haben wollen, bevor unsere Zeit um ist?

Hast du dich schon mal gefragt: Nicht, was willst du vom Leben, sondern was will das Leben eigentlich von dir?

Die Antwort könnte dich überraschen.

Nein sagen

N

Wenn wir unsere Arbeit gerne machen, dann machen wir sie gut. Wenn wir unsere Arbeit gut machen, dann entstehen Gelegenheiten. Und wenn sich Gelegenheiten ergeben, dann ich es wichtig, die besten Gelegenheiten auszuwählen.

Wenn wir auswählen müssen (oder dürfen, je nach Perspektive), dann müssen/dürfen wir auch “nein” sagen zu vielen Gelegenheiten – auch zu sehr guten Gelegenheiten.

Wenn wir nicht (genug) nein sagen, dann werden wir über kurz oder lang unsere Arbeit nicht mehr gerne machen. Sie ist dann auch nicht mehr so gut, und die Gelegenheiten nehmen von selbst ab.

Übrig bleiben die Gelegenheiten, zu denen wir von Anfang an hätten “nein” sagen sollen.

Porsche

P

Neid ist eine sehr mächtige Emotion. Im besseren Fall motiviert sie uns, im schlechteren (und häufigeren) Fall zerfrisst sie uns und macht uns blind für alles Gute, das wir haben.

Spürst du auch manchmal diesen Anflug von Neid, wenn du jemanden aus einem nagelneuen Porsche aussteigen siehst? Wenn ja, wie können wir am besten mit dieser Emotion umgehen?

Folgendes lohnt den Versuch: Wie wäre es, wenn wir statt mit Neid mit Freude reagieren? Freude darüber, dass wir heute so ein schönes Auto zu sehen bekommen haben. Freude darüber, dass wir uns nicht (wie der Besitzer) ständig Sorgen machen müssen, dass dem teuren Auto was passiert oder es gestohlen wird. Freude darüber, dass es Menschen gibt, die ihr Geld im Kreislauf der Wirtschaft halten.

Und schließlich Freude darüber, dass wir uns an etwas erfreuen können, ohne es besitzen zu müssen.

Der erste Schritt

D

Der erste Schritt zur Lösung eines Problem ist, das Problem überhaupt zu erkennen – es wahrzunehmen und anzunehmen.

Das klingt vielleicht banal, ist aber alles andere als das. Ein Problem zu erkennen ist viel schwieriger, als man denkt. Die allermeisten Probleme bleiben ungesehen und daher ungelöst.

Wer ein Problem erkennen und benennen kann, hat tatsächlich den größten Schritt zur Lösung des Problems bereits getan.

Nicht wichtig oder nicht angenehm?

N

Manchmal übergehen wir eine Frage, weil wir glauben, sie wäre nicht wichtig.

Bei genauerem Hinsehen könnte sich jedoch herausstellen, dass die Frage sehr wohl wichtig wäre. Wir übergehen die Frage allein deswegen, weil die Auseinandersetzung damit mühsam oder aufwendig oder unangenehm wäre.

Bevor wir uns allzu sehr inkonvenieren, lassen wir es lieber bleiben. Das ist keine Gewohnheit, die jemand haben sollte, der*die ernsthaft anderen Menschen helfen möchte.

Kopf in den Sand

K

Angenommen, du hast vor Wochen ein Telefonat für heute vereinbart, auf das du jedoch überhaupt keine Lust hast. Es ist dir unangenehm, es passt dir überhaupt nicht in den Kram, du würdest es am liebsten absagen.

Wie reagierst du?

Schaltest du dein Handy aus, tauchst unter und reagierst auch nicht auf Sprachnachrichten und eMails – in der Hoffnung, dass sich das Problem von selbst lösen wird?

Oder stehst du zu dem, was du vereinbart hast, nimmst den Anruf an, kämpfst dich tapfer durch und kannst dich danach mit Würde in den Spielgel schauen.

Was soll es sein, Selbstwürde oder Selbstsabotage? Die Wahl liegt bei dir.

Mein Äußeres

M

Es gibt Menschen, die sind sehr auf ihr Äußeres bedacht. Sie legen Wert auf ihre Kleidung, sie gehen regelmäßig zum Frisör, sie leisten sich Maniküre, Pediküre und wer weiß was sonst noch, um sich und ihren Körper im besten Licht zu präsentieren.

Mir waren diese Menschen immer suspekt, weil ich sie in erster Linie für eitel gehalten habe. Eitelkeit war mir stets verdächtig, weil sie für mich mit einer inneren Unsicherheit einhergeht. Wer selbstsicher ist, so mein Gedanke, hat keinen Grund, eitel zu sein – weil ihm/ihr das Urteil anderer ja egal sein kann.

Ich beginne aber, umzudenken. Was, wenn manche Menschen deswegen so viel Wert auf ihr Äußeres legen, nicht weil ihnen wichtig ist, was andere von ihnen denken, sondern das, was sie selbst von sich denken? Was, wenn das, was oberflächlich wie Eitelkeit aussieht, in Wirklichkeit eine Form von Selbstfürsorge, Selbstliebe und Selbstachtung ist?

Wert legen auf mein Äußeres, weil ich es mir wert bin… ?

Erfolgreich geirrt

E

Mit dem Erfolg ist es nicht so einfach. Erfolg ist ein zweischneidiges Schwert.

Wir denken oft, dass alles, was erfolgreich ist, auch gleichzeitig gut ist. Nach dem Motto: Der Erfolg gibt dir recht. Aber das ist nicht so, da muss man aufpassen.

Man kann nämlich auch sehr erfolgreich das Falsche machen – und keinem fällt es auf.

Loben

L

Wir werden alle viel zu wenig gelobt.

Es gibt wahrscheinlich kaum eine größere Freude, die man jemandem machen kann, als wenn wir jemandem beglückwünschen, danken oder loben für etwas, das er*sie getan oder gesagt oder erreicht hat.

Das gilt auch für vermeintlich sehr erfolgreiche Menschen. Wir sind alle, alle hungrig nach Anerkennung.

Meinung

M

Was braucht es, damit du deine Meinung änderst?

Reicht ein gutes Gegenargument? Oder ist es nicht vielmehr so, wenn du ehrlich bist, dass du deine Meinung sowieso nicht ändern würdest, egal welche Argumente, Beispiele und Erklärungen du zu hören bekommst?

Und wenn das so ist: Warum hältst du dich dann überhaupt noch länger mit der Frage auf?

Grantig

G

Wie reagierst du, wenn etwas nicht nach deinem Willen läuft? Was sind die Emotionen, die da in dir hoch kommen?

Im österreichischen Deutsch gibt es das schöne Wort „Grant“, eine Mischung aus Ärger, Wut, Trotz und Rachsucht in veränderlichen Teilen. Das Wort ist wie dafür geschaffen, meine Reaktion darauf zu beschreiben.

Darauf bin ich nicht stolz, und dennoch ist mein Grant ein Teil von mir, mit dem ich meinen Frieden finden muss.

So paradox es klingen mag: Je herzlicher ich meinen Grant willkommen heiße, desto rascher wird er sich auch wieder verabschieden.