Tag#Lebensfragen

Furchterregend und gefährlich

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Furchterregend und gefährlich ist nicht dasselbe.

Wir haben Angst vor Dingen, die eigentlich überhaupt nicht gefährlich sind. Wenn wir uns beispielsweise entscheiden, mit einem Blog, einem Podcast oder einem Video-Kanal “sichtbar” zu werden, so ist das in keiner Weise gefährlich. Weder Leib noch Leben sind bedroht. Dennoch reagieren wir so, als wäre genau das der Fall. Unser Körper reagiert, als wäre die Bedrohung real.

Gleichzeitig entscheiden wir uns die Dinge, die wirklich gefährlich sind, weitgehend zu ignorieren. Die Sprachlosigkeit in der Beziehung, der Stillstand im Business, die Erwärmung der Erde… da wäre es angebracht, alarmiert zu sein.

Aber wir fürchten uns lieber, statt uns um die wirklich gefährlichen Dinge zu kümmern.

Wir werden alle sterben

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Wenig im Leben ist so gewiss wie der eigene Tod. Und dennoch handeln wir tagein, tagaus so, als würde diese Tatsache ausgerechnet auf uns nicht zutreffen, als hätten wir ewig Zeit.

Im Leben gibt es keine Nachspielzeit.

Worauf wartest du eigentlich noch?

[Mein Podcast über den eigenen Tod]

Erfolge

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Note to self: Wenn du schon mal Erfolg hast, wenn etwas tatsächlich so klappt, wie du es dir vorgestellt hast, wenn rundum Zufriedenheit mit dem Ergebnis herrscht…

… dann geh nicht gleich wieder zur Tagesordnung über.

Du hast lange darauf hingearbeitet. Es war schwer genug. Gönn dir die paar Momente in der Sonne.

Anerkennung

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Wir alle stehen auf den Schultern von Riesen. Was wir denken, sagen und tun haben wir von Menschen gelernt, die uns auf besondere Weise beeinflusst haben.

Unseren besten Lehrern, unseren Förderern und Mentoren haben wir viel zu verdanken. Sie haben geholfen, uns dahin zu bringen, wo wir heute stehen.

Von diesen besonderen Lehrern ein Wort der Anerkennung und des Lobes zu bekommen, bedeutet uns wahrscheinlich gerade deswegen so besonders viel, weil wir eigentlich tief in ihrer Schuld stehen.

Die beste Art, wie wir uns bei unseren Lehrern bedanken können, ist, dass wir sie eines Tages übertreffen und noch besser werden als sie – und dass wir unsere Fähigkeiten dann wiederum an junge wissbegierige Schülerinnen und Schüler weitergeben, bis diese uns übertreffen.

Namen

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Wir können Dinge erst begreifen, wenn wir ihnen einen Namen gegeben haben. Solange etwas keinen Namen hat, können wir es nicht erfassen.

Deshalb reagieren viele Menschen, die sich krank fühlen, auch so erleichtert, wenn sie eine Diagnose bekommen. Wenn die Krankheit einen Namen hat, können sie auch damit umgehen (lernen).

Wir sollten also die Bedeutung der Namen, die wir vergeben und verwenden, nicht unterschätzen. Mit den Namen, den wir geben, definieren wir nämlich auch, wie wir handeln und wie wir behandelt werden wollen.

Was hast du vermisst?

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Jetzt, am Beginn der Rückkehr zur “neuen Normalität”, ist ein guter Zeitpunkt, eine erste Bilanz zu ziehen und zu fragen: Was hast du in den letzten Wochen wirklich vermisst? Was hat dir wirklich gefehlt?

Ich schätze, das sind nur einige wenige Dinge und/oder Personen. Von diesen Dingen hol dir mehr in dein Leben, weil sie dir gut tun und weil sie dich mit Freude und Energie erfüllen.

Alles andere lass einfach zurück. Es war ohnehin nur Ballast für dein Lifestyle Business.

Wer will das machen?

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Chancen entstehend da, wo es Verantwortung zu übernehmen gibt.

Es ist ein häufiges Phänomen: Menschen wollen Karriere machen, wollen Erfolg haben im Business, aber die Verantwortung, die damit verbunden wäre, die wollen sie nicht übernehmen. Viel Verantwortung liegt einfach herrenlos herum.

Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen, die aufzeigen und sagen “Hier, ich!”, wenn gefragt wird “Wer will sich darum kümmern?” – diese Menschen sind rar.

Wenn du bereit bist, Verantwortung zu übernehmen, wo sich alle anderen wegducken, dann wirst du unverzichtbar: Für deine Chefs genauso wie für deine Kunden. Es geht gar nicht anders, als dass deine Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen, immer mehr und immer besser werden – und dass damit auch deine Gelegenheiten und Chancen für Erfolg mitwachsen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

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Wie sollen wir wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um ein Projekt zu starten? Oder der richtige Zeitpunkt, um ein Projekt wieder zu beenden?

Esther Perel meint, dass es die „story of our lives” ist, dass wir unser Leben lang mit dem “richtigen Zeitpunkt” hadern. Dass wir uns manchmal wünschten, wir hätten uns früher getrennt, und dass wir uns ein anderes mal wünschten, wir wären länger dabei geblieben.

Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir unser Leben lang von den Zweifeln begleitet werden, ob der Zeitpunkt richtig war. Das wird uns nicht erspart bleiben.

“Life is a series of hellos and goodbyes”, singt Billy Joel. Das beste, was wir tun können, ist bewusste Entscheidungen zu treffen und Vertrauen in den gewählten Zeitpunkt zu haben.

[Mein Podcast über selbst-initiierte Trennungsprojekte]

Sollbruchstellen

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An Übergängen gehen Informationen verloren – das war immer schon so. In Krisenzeiten gilt das jedoch ganz besonders: Da fallen auch wichtige Informationen unter den Tisch. Nicht aus böser Absicht, sondern deswegen, weil so viel los ist, dass man einfach nicht alles unter Kontrolle haben kann. In Krisenzeiten ist das Leben schwer zu managen.

Darüber kann man sich ärgern, dafür kann man sich und andere geißeln und mit Kleinlichkeit quälen. Oder man kann zu sich und anderen großzügig sein und anerkennen, wenn sich jemand bemüht, in herausfordernden Zeiten trotzdem sein/ihr Bestes zu geben.

Wir leiden an uns selbst

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Wir schauen weg, wo wir hinschauen sollten.

Wir zaudern, wo wir mutig voranschreiten sollten.

Wir sind stolz, wo wir um Verzeihung bitten sollten.

Wir werden geschäftig, wo wir innehalten sollten.

Wir machen uns unser Leben wirklich nicht leicht. Wir schaffen uns unseren eigenen privaten Kreuzweg jeden Tag selbst.

Kreuzweg

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Wolfgang Kirchmayer sagt: Jeder will die Auferstehung, aber niemand will den Kreuzweg.

Der Schmerz gehört zur Freude, genau wie der Tod zum Leben gehört. Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir nur die “positiven Seiten” in unserem Leben wahrnehmen wollen. Wir ignorieren dadurch, dass der Keim des Neuen in der Vergänglichkeit des Alten liegt.

Zu Ostern hätten wir die Chance, innezuhalten und uns daran zu erinnern.

Du hast immer eine Wahl

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Auch wenn es dir in einem Personal Project so scheint, als hättest du keine Wahl: Einen gewissen Handlungsspielraum gibt es immer – und wenn dieser Handlungsspielraum “nur” darin liegt, wie du über dieses Projekt denkst.

Unterschätze nicht, wie viel Autorität du über dein Leben hast, wenn du deine Autorität über deine Gedanken wahrnimmst.

Wo sind die europäischen Denker und Gurus?

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Wenn wir uns umsehen, wo die Trends herkommen, wo die “Opinion Leader” herkommen, die Influencer und die Gurus, die meistgehörten Podcasts, die meistgelesenen Blogs… Die Chancen stehen gut, dass es aus den USA kommt.

Das liegt meiner Meinung nach nicht nur an der Tatsache, dass englische Blogs, Podcasts oder Tweets von mehr Menschen verstanden werden können als deutsche, italienische oder französische.

Es hat meiner Meinung nach sehr viel mit dem Selbstverständnis und dem Selbstvertrauen von uns Europäern zu tun. Obwohl wir auf eine jahrhundertelange und reichhaltige Geschichte von einflussreichen Denkern zurückblicken können, scheint alles derzeit Relevante aus dem angloamerikanischen Raum zu kommen.

Wie oft lese ich, dass wir in Europa “zwei bis drei Jahre” hinter den Amerikanern wären – gerade im Bereich Online-Business, Start-ups und dergleichen. Als ob es unhinterfragt erstrebenswert wäre, den amerikanischen Vorbildern hinterherzuhecheln.

Wo ist der genuin europäische Weg? Wo sind die europäischen Antworten auf die Fragen unserer Zeit? Warum sind die europäischen Denker so leise, während die amerikanischen so laut sind?

Was unsere europäische Denktradition immer schon ausgezeichnet hat, ist, dass sie mit Komplexität umgehen konnte, wo der amerikanische Ansatz die Vereinfachung zum Ziel hatte.

Es sind komplexe Zeiten, und deswegen wäre die Stimme der europäischen Denkerinnen und Denker heute wichtiger denn je – sofern sie sich auf ihre europäischen Stärken rückbesinnen und nicht billige Kopie des Amerikanischen sein wollen.

Der Lackmustest

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In Zeiten der Unsicherheit, wenn Dinge in Bewegung kommen und Altbewährtes in Frage gestellt wird, zeigt sich auch, was “echt” ist und was nicht.

Coaches, denen es mehr um ihr Business geht als um ihre Klienten, werden entlarvt. Bei Unternehmensgründern, die von Anfang an unsicher waren, ob sie den Schritt in die Selbständigkeit wagen sollen, wird diese Unsicherheit verstärkt. Wer zuvor sein Business auf sandigem Boden gebaut hat, kann die Risse nun nicht mehr übersehen.

Krisen lösen oft die Dinge nicht aus, sondern sie verstärken sie, wirken als Katalysator für Prozesse, die längst im Gang sind.

Insofern ist eine Krise immer auch die Chance wahrzunehmen, welche unserer Projekte in ihren Grundfesten erschüttert werden, aber auch welche Projekte wie ein Fels in der Brandung bestehen bleiben.

Der unbelehrbare Lehrer

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Wer sind die schwierigsten Schüler? Die Lehrer. Wer sind die beratungsresistentesten Kunden? Die Berater. Wer sind die schwierigsten Patienten? Die Ärzte.

Wer kennt aus seinem eigenen Umfeld nicht Geschichten wie die dieses Bekannten, der Zahnarzt ist und der immer, wenn er auf Besuch kommt, den Kindern Unmengen an Süßigkeiten mitnimmt?

Aus welchem Grund auch immer tun wir uns in unserem Leben genau mit den Dingen schwer, für die wir für andere Menschen die besten Ratschläge und Verhaltenstipps haben.

Jordan Peterson sagt: Set your house in perfect order before you criticise the world.

Eigentlich keine schlechte Idee, gerade für uns Lifestyle Entrepreneure.

Tun, ohne zu fragen

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Es geschieht oft aus den besten Absichten: Wir tun etwas, weil wir glauben, dass wir dem Anderen damit helfen.

Dabei wäre die beste Hilfe zu fragen: “Wie kann ich dir helfen?”, statt einfach davon auszugehen, dass wir die Antwort eh schon kennen.

Das würde uns auch davor bewahren, dass wir beleidigt sind, wenn unsere ungefragte Hilfe nicht den Dank erhält, den wir selbstgerechter Weise erwartet hätten.

Der erste Impuls

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Dein erster Impuls ist wahrscheinlich der richtige.

Nur die erste Formulierung dieses Impulses, dein erster Versuch, den Impuls in Worte zu fassen, ist wahrscheinlich wenig hilfreich.

Nimm dir die Zeit, die notwendig ist, die richtigen Worte zu finden, um klarer und wahrhaftiger sagen zu können, worum es dir eigentlich geht.

Unschuldsvermutung

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Die Unschuldsvermutung gilt auch für dich!

Es ist nicht legitim, dass du ganz automatisch zu dem Schluss kommst, dass es wahrscheinlich deine Schuld gewesen ist.