Ein Vortrag von Veit Lindau darüber, dass wir uns mehr trauen dürfen. Plakativ, stellenweise derb, aber (deshalb) auch sehr einprägsam.
(mehr …)#underconsumption
Das ist ein Trend auf Social Media.
Die Idee dahinter: In einer Gesellschaft, die stark konsumgetrieben ist, werden Kaufgewohnheiten hinterfragt. Denn: Wer weniger Geld ausgibt für den alltäglichen Überfluss im Kleiderschrank, im Bad-Kastl oder im Kühlschrank, dem bleibt mehr Geld für größere Projekte wie Hauskauf, Ausbildung oder Altersvorsorge.
Diese Idee ist natürlich nicht neu. Aber dieser Trend wird hauptsächlich von jungen Menschen, der Generation Z, getragen. Es geht ihnen nicht um altfaderische Sparsamkeit, sondern um eine bewusste Entscheidung gegen den Überfluss. Es geht um einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen – und darum, Dinge zu tun, die für uns tatsächlich langfristig wichtig sind.
Vielleicht auch für ältere Semester ein Impuls, sich öfters mal (wieder) zu fragen: Brauche ich das wirklich?
Didi Kühbauer: Zwischen Selbstanalyse und Selbstzweifel 🎙️
Ö3 Frühstück bei mir, 21. Oktober 2018
(mehr …)Weisheit und Mut
Beides braucht es in jeder Beziehung – und bei jeder Unternehmung.
Weisheit, um kluge Entscheidungen zu treffen.
Mut, um diese Entscheidenden umzusetzen und durchzuhalten.
[Danke für diesen schönen Gedanken, Sarah Spiekermann!]
Enabling Spaces
Wenn man sich weiterentwickeln will, braucht man einen Raum dafür. Einen Rahmen. Man kann sich nicht ins Grenzenlose hinein entwickeln. Es braucht Leitlinien und Orientierung, Anfänge und Enden.
Diese Räume müssen nicht perfekt sein. Sie können ruhig ein bisschen chaotisch und improvisiert sein, aber die Intention der Raum-Geber muss gut (righteous) sein.
Sitzen wir alle im selben Bus, ist es wurscht, wenn der Bus ein bisschen holprig daher kommt, solange wir alle in dieselbe Richtung unterwegs sind.
Radikale Freundlichkeit
Spannende Gedanken von Nora Blum zum Thema Freundlichkeit:
In unserer Gesellschaft wird Freundlichkeit oft mit Schwäche und Nachgiebigkeit gleichgesetzt.
In Wirklichkeit ist Freundlichkeit aber Zuwendung, Offenheit, Respekt, Verbundenheit und Wohlwollen.
Freundlichkeit bedeutet nicht, dass man sich ständig auf den Schädel sch***en lässt. Im Gegenteil: Klare Grenzen sind freundlich sich selbst und den Anderen gegenüber. Clear is kind.
Radikale Freundlichkeit bedeutet, auch dann freundlich zu sein, wenn es einem nicht leicht fällt.
Das Spielfeld abstecken
Du brauchst dich nicht um alles kümmern. Du bist nicht für alle(s) zuständig.
Wähle weise!
Trauerspiel
Manchmal denke ich mir, der liebe Gott hat mich zum Admira-Fan werden lassen, damit ich regelmäßig üben kann, mit Enttäuschungen umzugehen.
Nehmen Sie Hilfe an!
Das sagte einmal unser Nachbar zu uns.
Nicht als Frage formuliert wie „Kann ich Ihnen helfen?”
Sondern als Aufforderung: “Lassen Sie sich helfen!”
Meine geliebten Ideen
Ich mag meine Ideen. Manchmal bin ich sogar in sie verliebt.
Es bereitet mir regelmäßig Schmerzen, wenn mir bewusst wird, dass ich nicht jede meiner geliebten Ideen umsetzen können werde. Dafür ist mein Leben schlicht zu kurz.
Mache meiner Ideen lasse ich los, aber die meisten halte ich fest. In der Hoffnung, dass sich irgendwann doch noch irgendwo ein Zeitfenster für sie auftun wird.
Die Hoffnung ist meist vergebens. Aber wie jedem Menschen fällt es mir schwer, das aufzugeben, was man liebt.
Jung im Herzen
Für mein Alter interessiere ich mich ziemlich stark für junge Menschen.
Aushalten lernen
Mein Freund Camillo meinte unlängst in seinem daily journal:
“Aushalten ist eine Fähigkeit, die in unserer schnellen, lösungsorientierten Welt kaum noch Platz hat – vielleicht genau deshalb wieder neu gelernt werden muss. Besonders in einer Welt (und vielleicht einer Generation), die gelernt hat, alles sofort zu lösen, ist das eine stille, aber kraftvolle Praxis.”
Damit hat er natürlich recht. Ich möchte aber einen Gedanken ergänzen:
Unsichere Situationen oder generell die Unvorhersehbarkeit des Lebens auszuhalten, war in allen Generationen der Menschheit eine Riesenherausforderung – nicht nur in unserer.
Was unsere Situation aber besonders herausfordernd macht, ist, dass wir viele Strategien aufgegeben haben, welche den Menschen früherer Generationen geholfen haben, diese Unsicherheit zu managen – ich denke da besonders an die Großfamilie, die Dorfgemeinschaft oder die Kirche.
Das Problem dabei: Wir haben diese bewährten Strategien durch keine neuen tauglichen Strategien ersetzt.
Ohne Besucher
Was ist eine Kunstsammlung wert, wenn man sie nicht herzeigen kann?
Wehleidigkeiten
Es gibt einen Unterschied zwischen Bedürfnissen und Befindlichkeiten.
Deine Bedürfnisse, die nimm ernst. Achte gut auf dich.
Aber deine Befindlichkeiten (die oft nichts Anderes sind als Selbstmitleid), die verstellen dir nur den Weg zu deinen Kund:innen – und damit zu deinem Erfolg.
Flöhe und Läuse
Es ist wichtig, die Ursachen eines Problems zu kennen — auf einer möglichst tiefen Ebene. Wenn wir auf der tiefsten Ebene (= bei uns selbst) ansetzen, dann handeln wir am richtigen Ort.
Kann schon sein, dass es zusätzlich noch Probleme im Außen gibt. Kann schon sein, dass es auch noch Probleme gibt, die gar nichts mit uns selbst zu tun haben.
„Man kann ja Flöhe und Läuse haben“, sagt Stefanie Stahl.
Erwachsene Kinder
Wir sind alle nur erwachsene Kinder.
Unsere Dramen spielen sich halt jetzt nicht mehr am Spielplatz oder im Schulhof ab, sondern im Büro. Am Arbeitsplatz. Im Business. Aber die Themen sind im Wesentlichen die gleichen geblieben.
Viel größer (im Sinne von reifer) sind wir nicht geworden.
Niemals in Pension
Ein Held meiner Kindheit war Peter Rapp.
Er war im besten Sinn des Wortes ein “Schmähführer” – sehr oft grenzwertig, aber nie langweilig. Und er hat meine Lieblingssendung moderiert: den Wurlitzer, jeden Nachmittag auf FS2.
Was ich nicht wusste: Peter Rapp und ich hatten was gemeinsam, nämlich unsere Einstellung zum Thema “in Pension gehen”. Er hat nämlich mal gesagt:
Pension ist etwas für Angestellte, Arbeiter und Beamte.
Künstler gehen nicht in Pension.
RIP Peter Rapp
Ordnung und Chaos
In einem Lifestyle Business wechseln einander Phasen der Ordnung (Klarheit) und Phasen des Chaos ab.
Das ist ganz normal. Das geht jedem so. Denn so entwickeln sich Systeme (wie dein Lifestyle Business) weiter.
Wenn du das Gefühl hast, dass in deinem Business endlich alles auf Schiene ist, dann liegt in dieser Klarheit bereits die Saat für neue Probleme (= das nächste Chaos) begraben.
Aber das ist nichts, was du verhindern könntest Dein Lifestyle Business entwickelt sich zyklisch weiter:
Chaos → Ordnung → Chaos → Ordnung …
Der ewige Kreis.
Ein gutes Gefühl geben
Ich will als Berater meinem Gegenüber nicht das Gefühl geben, dass ich ihm zuhöre.
Nein, ich will ihm wirklich zuhören! Ich will nicht ein Gefühl erzeugen, sondern echtes Interesse haben am Gegenüber und an der gemeinsamen Suche nach einer Lösung.
Dann entsteht das gute Gefühl im Gegenüber quasi von selbst.
Seth Godins Vermächtnis
Aus einem Gespräch von Seth Godin mit Brian Koppelman:
BK: Do you still find it scary ever, yourself, to do the work?
SG: Yeah, only on days when I am working hard. On days when I’m being lazy it’s not scary at all.
BK: But when it’s lazy you’re annoyed with yourself…
SG: Yeah, because I’m not really doing the work!
BK: And how do you kick yourself into gear?
SG: Because I remind myself that I’m living on borrowed time – and I don’t want to waste it.
BK: And you think about legacy?
SG: No. I think about what the people I teach will teach other people. But I don’t want to be known for what they teach other people. I want THEM to be known for what they teach other people.