Tag#notetoself

Kopf in den Sand

K

Angenommen, du hast vor Wochen ein Telefonat für heute vereinbart, auf das du jedoch überhaupt keine Lust hast. Es ist dir unangenehm, es passt dir überhaupt nicht in den Kram, du würdest es am liebsten absagen.

Wie reagierst du?

Schaltest du dein Handy aus, tauchst unter und reagierst auch nicht auf Sprachnachrichten und eMails – in der Hoffnung, dass sich das Problem von selbst lösen wird?

Oder stehst du zu dem, was du vereinbart hast, nimmst den Anruf an, kämpfst dich tapfer durch und kannst dich danach mit Würde in den Spielgel schauen.

Was soll es sein, Selbstwürde oder Selbstsabotage? Die Wahl liegt bei dir.

Wissen teilen

W

Ich erlebe es immer und immer wieder bei mir: Es fühlt sich gut an, mein Wissen mit anderen Menschen zu teilen. So gut!

Ich freue mich, wenn andere Menschen etwas, das ich sage, schreibe oder tue her nehmen und für sich selbst verwenden. Wenn sie etwas, das ich geben kann, für sich aufgreifen, weiterentwickeln und dann wieder an den*die Nächste*n weitergeben. Was für ein wunderschöner Kreislauf von Lernen und Lehren, der da entsteht!

Großzügig mit Wissen und Erfahrung umzugehen, ist in sich selbst schon die größte Belohnung.

Grantig

G

Wie reagierst du, wenn etwas nicht nach deinem Willen läuft? Was sind die Emotionen, die da in dir hoch kommen?

Im österreichischen Deutsch gibt es das schöne Wort „Grant“, eine Mischung aus Ärger, Wut, Trotz und Rachsucht in veränderlichen Teilen. Das Wort ist wie dafür geschaffen, meine Reaktion darauf zu beschreiben.

Darauf bin ich nicht stolz, und dennoch ist mein Grant ein Teil von mir, mit dem ich meinen Frieden finden muss.

So paradox es klingen mag: Je herzlicher ich meinen Grant willkommen heiße, desto rascher wird er sich auch wieder verabschieden.

Das Offensichtliche sehen (2)

D

Die Tatsache, dass das Offensichtliche jenen verborgen bleibt, die mit der Nase davor stehen, hat folgende Konsequenz:

Ich sehe das Offensichtliche ebenfalls nicht.

Wenn wir jemand das Offensichtliche sagen oder zeigen möchte: post at schmatzberger punkt com

Danke im Voraus!

Engel und Teufel

E

Da ist dieses Lied, “Broken Radio” von Jesse Malin, ein Duett mit Bruce Springsteen (Youtube). Im Refrain heißt es: “The angels love you more than you know.”

Das hat mich auf folgende Idee gebracht: Was, wenn alles, was wir in unserem Leben als Benachteiligung, als Ungerechtigkeit oder als Schwierigkeit empfinden, in Wirklichkeit genau das Gegenteil ist? Was, wenn alles, was uns geschieht, in Wahrheit uneingeschränkt zu unserem Vorteil ist? Was, wenn alles in unserem Leben letztlich zu unseren Gunsten passiert? Was, wenn wir uns darauf bedingungslos verlassen könnten?

Ich glaube, wir wären viel, viel mutiger mit dem, was wir aus dem Leben, das wir geschenkt bekommen haben, machen.

Es geht zu langsam!

E

Ungeduld ist ein Gefühl, das viele Gründer*innen begleitet. Die Youtube-Abonnenten werden nicht schnell genug mehr, die Newsletter-Liste wächst nicht rasch genug, beim Webinar waren nicht so viele Teilnehmer*innen wie erwartet.

Wir Unternehmer*innen unterschätzen regelmäßig, wie lange der Beziehungsaufbau mit unseren Kund*innen dauert. Wie viel wir investieren müssen, bis es zu einem Return On Investment kommt. Wie viel Zeit vergehen kann, bis unsere Kund*innen (endlich) kaufen.

Wenn alles einfach und schnell ginge, würde ja jede*r Unternehmer*in werden.

Gitarre spielen

G

Ich habe nie gelernt, Gitarre zu spielen. Ich kann Keyboard spielen, leidlich gut, aber Gitarre… leider nicht.

Und so passiert es immer wieder, dass ich jemanden sehe, der/die voll Hingabe Gitarre spielt und ich mir denke: “Ach, Gitarre spielen… das hätte ich auch gerne gelernt. Schade, dass ich es nicht kann. Aber immerhin… ich kann ja Keyboard spielen. Auch nicht schlecht.”

Es stimmt schon: Wir dürfen durchaus dankbar sein für das, was wir an Kompetenzen bisher im Leben gesammelt haben. Aber warum hier stehen bleiben? Warum nicht auch Gitarre spielen lernen? Etwa, weil es dafür zu spät wäre?

Hammer und Nagel

H

Als Gründungsberater beobachte ich folgendes Phänomen immer wieder: Die Leute nehmen sich zu viel vor – nämlich zu viel gleichzeitig.

Jeden Tag sage ich mindestens einem Gründer/einer Gründerin, dass es besser ist, sich auf eine Idee wirklich zu konzentrieren und alle Energie da reinzulegen, als zwei oder drei Ideen gleichzeitig zum Laufen bringen zu wollen.

Stell dir vor, du hast einen Hammer. Was ist gescheiter: Mit dem Hammer mit voller Kraft auf einen Nagel zu schlagen oder zu versuchen, drei gleichzeitig einzuschlagen?

PS: Erst heute habe ich wieder einen Unternehmer an das Hammer-Prinzip erinnert – nämlich mich selbst.

Ehrlichkeit

E

Die Dinge beim Namen nennen. Sagen, wie es ist. Nicht beschönigen, nicht herumlavieren. Verantwortung übernehmen. Nichts sagen, von dem man weiß, dass es falsch ist.

„Ehrlich währt am längsten“, sagt man.

Es hat fast vierzig Jahre gedauert, bis ich kapiert habe, wie essenziell Ehrlichkeit in allen Bereichen und allen Beziehungen meines Lebens ist.

Zuvorkommend

Z

Es ist schon gut, wenn du versuchst, Probleme schnell und unkompliziert zu lösen. Es ist auch gut, wenn du zu diesem Zweck ein, zwei Schritte auf den anderen zugehst und so dafür sorgst, dass das eine oder andere Problem erst gar nicht entsteht.

Die Schwierigkeiten entstehen dann, wenn sich die anderen darauf zu verlassen beginnen. Wenn sie die zwei Schritte, die sie eigentlich gehen müssten, nicht mehr gehen, weil sie darauf warten, dass du sie für sie gehen wirst.

Der Grad zwischen “zuvorkommend sein” und “ausgenützt werden” ist (wie so Vieles im Leben) sehr schmal. Daher ist es gerade an sehr zuvorkommenden Menschen, diese Grenze immer wieder aufzuzeigen – zum Wohle aller Beteiligten.

Langweilig (3)

L

Notiz an mich: Wenn du Gespräche haben willst, in denen es um etwas geht, dann fang du damit an, solche Gespräche zu führen.

Oder wie der unsterbliche Georg Danzer sagt: „Besser di, dann bessert sich die Welt.“

Erfolge

E

Note to self: Wenn du schon mal Erfolg hast, wenn etwas tatsächlich so klappt, wie du es dir vorgestellt hast, wenn rundum Zufriedenheit mit dem Ergebnis herrscht…

… dann geh nicht gleich wieder zur Tagesordnung über.

Du hast lange darauf hingearbeitet. Es war schwer genug. Gönn dir die paar Momente in der Sonne.

Wehleidig

W

“Wir sind alle unwahrscheinlich wehleidig”, sagt Erziehungsberaterin Martina Leibovici-Mühlberger und meint damit die wohlstandsgewöhnten Menschen des 21. Jahrhunderts, die “ständig auf Kuschelkurs” sind.

Ich glaube, wir Lifestyle Entrepreneure sollten für uns selbst besonders klar unterscheiden können, wann wir vor echten Problemen stehen und wann wir wie ein verwöhntes Kind unserer Wehleidigkeit nachgeben.

Niemand hat gesagt, dass es leicht werden würde, Lifestyle Entrepreneur zu sein. Ein Lifestyle Business ist kein Ponyhof, also benimm dich auch wie ein Erwachsener!

Sich frei geben

S

Manchmal ist es die beste Maßnahme, die du als Lifestyle Entrepreneur setzen kannst, dir selbst frei zu geben – einen Abend, einen Tag oder eine Woche.

Ja, du lebst für dein Business. Aber manchmal brauchst du einfach eine Pause davon.

Mühsames Feedback

M

Das Feedback auf deinen Vorschlag, das du gestern bekommen hast… Empfindest du es deswegen als mühsam, weil es sachlich nicht gerechtfertigt ist?

Oder behagt es dir eher deswegen nicht, weil es für dich zusätzliche Arbeit bedeutet? Weil es dir nicht in den Kram passt? Weil du nochmal zurück an den Start musst?

Es ist völlig in Ordnung, Feedback zu ignorieren. Wir müssen nicht jede Meinung über unsere Arbeit für bare Münze nehmen. Aber unsere Arbeit nur deswegen nicht besser zu machen, weil es mühsam wäre…

Ist das wirklich Grund genug?

Tun, ohne zu fragen

T

Es geschieht oft aus den besten Absichten: Wir tun etwas, weil wir glauben, dass wir dem Anderen damit helfen.

Dabei wäre die beste Hilfe zu fragen: “Wie kann ich dir helfen?”, statt einfach davon auszugehen, dass wir die Antwort eh schon kennen.

Das würde uns auch davor bewahren, dass wir beleidigt sind, wenn unsere ungefragte Hilfe nicht den Dank erhält, den wir selbstgerechter Weise erwartet hätten.

Viel oder wenig?

V

Ich lese zwei bis drei Bücher pro Monat, meist Sachbücher rund um das Thema Lifestyle Entrepreneurship.

Ist das viel oder wenig?

Das ist eine völlig unnütze Frage. Diese Frage bringt uns überhaupt nicht weiter. Wesentlich interessanter wäre zu fragen:

  • Was hast du im letzten Buch über dich, dein Business und/oder dein Leben gelernt?
  • Was hast du aufgrund dieser Lektüre in deinem Business und/oder deinem Leben konkret verändert?
  • Wenn du nichts verändert hast, warum hast du das Buch dann überhaupt gelesen?
  • Was aus diesem Buch hast du anderen Menschen weiter gegeben? Wie hast du ihnen dadurch konkret geholfen?

Unschuldsvermutung

U

Die Unschuldsvermutung gilt auch für dich!

Es ist nicht legitim, dass du ganz automatisch zu dem Schluss kommst, dass es wahrscheinlich deine Schuld gewesen ist. 

Innere Dämonen

I

Woher kommt eigentlich dein Antrieb, dich in deinem Lifestyle Business zu verwirklichen? Woher kommt deine Motivation, erfolgreich zu sein?

Häufig sind es unsere Inneren Dämonen, die uns zu Höchstleistungen antreiben und die dafür sorgen, dass wir in Beruf und Karriere Erfolg haben. Unser Antrieb kommt oft aus dunklen Quellen, aus Kränkungen, aus Verletzungen, aus einem Gefühl des geringen Selbstwertes und des Mangels. 

Kennst du deine Inneren Dämonen? Blickst du hinter ihre Maske?

[Zum Podcast über Innere Dämonen]