Niemand will sechs Coaching-Sessions kaufen.
Aber jemand kauft vielleicht: Endlich mehr Kundenanfragen.
Beschreibe das Ergebnis, nicht die Leistung.
Niemand will sechs Coaching-Sessions kaufen.
Aber jemand kauft vielleicht: Endlich mehr Kundenanfragen.
Beschreibe das Ergebnis, nicht die Leistung.
Von Bethany Morrison kommt die spannende Idee des Civic Professionalism.
Es ist die Idee, dass Menschen ihre beruflichen Fähigkeiten und ihre Berufsidentität nutzen, um zivilgesellschaftlich aktiv zu werden. Also darum, nicht eine abstrakte Rolle als Bürger, sondern die konkrete Berufsrolle als Anker für gesellschaftliche Verantwortung zu nutzen. Nach dem Motto: Ich bin nicht nur Unternehmer, sondern auch Bürger mit Fachexpertise. Diese Expertise setze ich gesellschaftlich relevant ein – in Verbänden, Beiräten, öffentlichen Stellungnahmen etc.
Mir gefällt diese Idee sehr gut, weil sie eine konkrete Form unternehmerischer Verantwortung ist, die über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinausgeht. Sie macht unsere gesellschaftliche Verantwortung als Solopreneure konkret und sagt: Setz dich dort ein, arbeite dort für das Gute, wo du eh schon bist.
Civic Professionalism funktioniert auch über Verbände. Man könnte auch sagen: Wenn man eh schon Kammermitglied ist, wenn man eh schon einer Fachgruppe zugeordnet ist, wenn man eh schon bei einem Berufsverband registriert ist… Warum dann nicht dort aktiv werden und was bewegen? Warum nicht mitreden und mitbestimmen? Warum nicht was beitragen?
Und nicht zuletzt: Wer gründet, sollte eigentlich wissen, welche Berufsverbände und Interessenvertretungen für ihn relevant sind – und was diese fordern oder verhindern.
Civic Professionalism muss nicht groß sein, aber er ist wertvoll und bringt uns als Gesellschaft weiter.
Wo könntest du deinen Teil beitragen?
Red Bull gibt rund 30 % seines Umsatzes für Marketing aus. Coca-Cola ca. 10 %.
Und du?
Wenn du ständig mit erhöhtem Blutdruck herumläufst, dann ist das für deine Organe einfach sehr anstrengend.
Und für dein Lifestyle Business auch.
Eigentlich kommt es selten schlechter.
Wieso haben wir dann so viel Angst vor der Veränderung?
Mir ist unlängst aufgefallen: Es nervt mich, wenn jemand alles lustig machen will. Wenn er (und es sind meistens Männer) zu allem einen Schmäh macht — besonders dann, wenn der Schmäh uns daran hindert, ein Gespräch tief werden zu lassen.
Wirklich witzige Menschen haben das Timing des Humors drauf. Sie wissen, wann es ernst ist und wann es lustig ist. Das ist ein Skill!
Jemand, der immer lustig ist (oder sein will), ist nicht lustig. Sondern nervig.
Der Glaube, es alleine schaffen zu können, ist ein fundamentaler Antreiber für ganz viele Ein-Personen-Unternehmer:innen.
Deswegen wollen sie ja auch EPU sein: Um ihre eigenen Ideen und Vorstellungen umzusetzen. Ohne dass ihnen jemand dreinredet. Ohne Mitarbeiter. Allein gegen den Rest der Welt.
Aber: Du musst es nicht alleine schaffen. Du kannst dir Hilfe holen. Das ist in Ordnung. Das ist würdig und recht.
Es ist schiach zuzuschauen, wenn man jemandem nicht helfen kann.
Aber man muss erkennen können, wenn man nichts (mehr) tun kann.
Man kann nur tun, was man kann. Und wenn’s nicht geht, dann geht’s nicht.
Für uns Selbständige gilt: Wenn wir konsequenzenlos handeln können, werden wir nicht besser.
Unsere unternehmerische Freiheit ist nur dann wertvoll, wenn wir direktes und hartes Feedback (von den Kunden, vom Markt) bekommen. Und daran wachsen.
Freiheit ohne Feedback-Schleife ist Beliebigkeit.
Unlängst bei der Greifvögelvorführung auf der Rosenburg beobachtet:
Wenn der Steppenfalke rausfliegt, dann sucht er sich eine Aufwärtsthermik, weil er sich da viel leichter tut. Er fliegt nicht gleich los, sondern wartet und schaut, wo er Aufwind hat. Und genau dort lässt er sich dann mit minimalem Aufwand in höchste Höhen tragen.
In der Natur passiert nichts gegen die Natur.
Die Story „nach diesem Projekt / diesem Kunden / diesem Monat wird es weniger” ist meistens falsch.
Und das weißt du eigentlich schon selbst.
Die KI, eine VA oder Notion werden dich nicht retten.
Ohne klare Strukturen und Prozesse kann man keine Aufgaben sinnvoll delegieren.
Und genau in diesem Punkt haben wir Solopreneure häufig unsere Achillesferse. Wir machen immer alles von vorne, ohne uns nachhaltige Strukturen (Vorlagen, Prozesse, Automatisierungen etc.) aufzubauen.
Das, was im Solo-Business anstrengend ist, sind nicht die Stunden, die man arbeitet. Sondern dass man sich kaum was aufbaut, das nachhaltig trägt.
Eigenverantwortung bedeutet, die Versprechen, die ich mir selbst gebe, einzuhalten. Oder eben auch nicht.
Versprechen an sich selbst sind der Kern von Selbstführung.
In meiner Arbeit mit Gründer:innen taucht das Thema Selbstverpflichtung ständig auf: Businesspläne, die nicht umgesetzt werden. Vorhaben, die nur im Kopf bleiben. Strategien, die auf halbem Weg verlassen werden.
Wer Businesspläne schreibt und dann nicht umsetzt, bricht zuerst ein Versprechen an sich selbst – nicht gegenüber dem Markt.
Hand aufs Herz:
Warum willst du deine neue Weiterbildung wirklich buchen?
Brauchst du sie wirklich für die Arbeit mit deinen Kund:innen? Oder ist sie eher ein subtiler Trick, um dich von den wesentlichen Dingen in deinem Business abzulenken?
Vielleicht eine der größten Geißeln von Solopreneuren:
Bereits getroffene Entscheidungen werden immer wieder hinterfragt.
Erfolg ist für uns Solo-Selbständige wahrscheinlich keine plötzliche Explosion, sondern eher wie eine Perlenkette.
Es sind viele kleine schöne Momente, für die man’s macht und die man wie Perlen auf einer Schnur auffädelt.
Und am Ende kann man dann auf eine sehr schöne Perlenkette zurückschauen.
Wäre schade, wenn wir diese vielen kleinen Perlen übersehen würden.
Eine hilfreiche Checkliste von Katharina Lewald, um herauszufinden, ob dein Innerer Kritiker in deinem Business das Sagen hat:
Wenn du dich ertappt fühlst, dann sei nicht zu streng mit dir. Das ist nicht deine persönliche Unzulänglichkeit, sondern das sind typische Muster, die ganz, ganz, ganz vielen Solopreneueren zu schaffen machen.
Wir Solopreneure investieren tendenziell zu wenig in unser Business.
Es gibt Ausnahmen, aber die meisten von uns geben für ihr Business zu wenig Geld aus.
Weil uns der Mut und das Vertrauen fehlen.
Jede Person, die bei mir einen Gründungs-Checkup bucht, schenkt mir viel Vertrauen.
Sie macht sich verletzlich und setzt sich meiner Experten-Meinung aus. Sie riskiert, dass das, was ich über ihre Gründungsidee zu sagen habe, ungemütlich werden könnte. Und über sich selbst und seine Idee zu reden, ist ganz allgemein keine einfache Aufgabe.
Und sie bucht mich trotzdem!
Das ist erstaunlich! Und etwas, das ich nie für selbstverständlich halten will.
Unlängst habe ich von einer Geschäftsführerin eine sehr leiwande Definition von “Qualität” gehört:
“Qualität heißt: Wir machen keine halben Sachen.”
Das dürfen wir Solopreneure sehr gerne für uns übernehmen. Die Folgen wären erstaunlich!