Tag#notetoself

Schreiben

S

Warum schreibst du?

Schreibst du, um gescheit zu wirken?

Oder schreibst du, um verstanden zu werden?

Bis zum Ende zuhören

B

Eine Schwäche von mir: Ich urteile über Ideen und Meinungen, obwohl ich sie noch nicht als Ganzes und im Detail verstanden habe. Also viel zu früh.

Das ist unfair der Idee gegenüber, und das ist unfair dem Menschen gegenüber, die/der diese Idee mit mir teilt.

Ich will versuchen, mich auf Meinungen und Ideen besser einzulassen, besser zuzuhören und mir erst dann eine Meinung zu bilden.

Bis zum Ende zuzuhören heißt nicht, mit einer Meinung übereinzustimmen oder eine Idee gut zu finden.

Aber es drückt den Respekt aus, den sich die Idee verdient hat.

Zu viert

Z

Ich bin Lifestyle Entrepreneur, ich bin Solopreneur, und ich bin es gerne.

Und doch bin ich nicht alleine. Ich habe meine Familie.

Wir sind zu viert.

Vorbilder

V

Egal, wen du dir als Vorbild gewählt hast: Er/Sie hatte damals keine besseren Voraussetzungen als du heute. Er/Sie hatte es nicht leichter, du hast es nicht schwerer.

Er/Sie hat einfach getan, was zu tun war und ein paar der Möglichkeiten genützt, die sich am Weg aufgetan haben. Auch er/sie hatte Schwierigkeiten, auch er/sie hatte Zweifel, auch ihm/ihr war der Erfolg nicht garantiert.

Wir sehen bei unseren Vorbildern meist nur das Blumenbeet, nicht den Spaten.

Profi oder Amateur? (4)

P

Ein Profi nutzt sein Smartphone als Werkzeug und legt es weg, wenn es ihm nicht dient.

Ein Amateur ist Sklave seines Handys.

Bist du ein Profi, oder bist du ein Amateur?

Feig

F

Das Angebot, das du auf deiner Website präsentierst…

Die Art und Weise, wie du beschreibst, was du tust…

Die Kompromisse im Design, die du eingehst…

Warum ist das alles so, wie es ist? Ist es deswegen, weil du auf diese Art und Weise deinen Kund*innen am besten helfen kannst? Weil sie auf diese Art am besten verstehen, worum es dir geht und was deine Angebote für sie leisten können?

Oder ist es doch eher so, dass du versuchst, möglichst vielen zu gefallen, möglichst niemanden zu verstören – und du im Grunde zu feige bis auf den Punkt zu bringen, wofür du stehen würdest, wenn du keine Angst hättest?

Alles schon da

A

Du kannst davon ausgehen, dass alles, was du für den nächsten Schritt brauchst, schon jetzt – in Überfluss! – vorhanden ist.

Vielleicht noch nicht für den übernächsten, aber für den nächsten Schritt ist jetzt schon alles da.

Worauf wartest du noch?

Werte sind Entscheidungen

W

Für welchen Wert entscheidest du dich, wenn du nicht mehr komplett freie Wahl hast?

Für welchen Wert entscheidest du dich unter Druck?

Für welchen Wert entscheidest du dich in der Versuchung?

Für welchen Wert entscheidest du dich im Mangel?

Für welchen Wert entscheidest du dich, wenn keiner hinschaut?

Kind

K

Wäre dein achtjähriges Ich stolz auf das, was du heute tust?

Wir-Gefühl

W

Ein Gründer, geläutert von jahrzehntelanger Arbeit in einem dysfunktionalen Unternehmen, hat die Misere vieler Betriebe heute auf den Punkt gebracht:

Am Anfang gibt’s ein Wir-Gefühl – wenn’s um’s Geld geht, dann nicht mehr.

Sobald Geld ins Spiel kommt, ändern sich die Spielregeln. Caveat emptor.

Geschenk

G

Das größte Geschenk, das man einem Menschen geben kann:

Ich sehe dich.

Ich höre dich.

Ich nehme dich ernst.

Wer leidet wirklich?

W

Heute wurde ich gezwungen, einen Arbeitsprozess, an den ich mich gewöhnt hatte und den ich gut im Griff hatte, zu ändern. Es war nicht mein Wunsch, aber es bleibt mir nichts über.

Es war interessant zu beobachten, wie sich innerlich alles in mir gegen diese Änderung gesträubt hat. Mein Impuls war zu sagen: “So kann ich nicht arbeiten! So kann ich keine hochwertige Leistung für meine Kund*innen bringen!”

Dann, nach ein paar tiefen Atemzügen, nachdem der erste Ärger verflogen war, ist in mir die Frage heraufgedämmert: Wer leidet hier eigentlich wirklich unter dieser Veränderung?

  • Leidet tatsächlich meine Arbeit?
  • Leiden tatsächlich meine Kund*innen?
  • Oder leidet in erster Linie mein Ego, weil ich etwas tun soll, das nicht meine Idee war?

Drei Mal darfst du raten…

Wirklich um Rat fragen

W

Wenn du jemanden um Rat fragst, musst du alle Schwachstellen deiner Idee offen legen, damit der Rat tatsächlich Wert für dich haben kann.

Wenn du jemanden um Rat fragst, aber in Wirklichkeit keine Kritik hören willst, sondern nur dessen Zustimmung oder Schulterklopfen haben willst, hältst du nicht nur dich selbst zum Narren, sondern auch den Menschen, der dir wertvolles Feedback geben würde, wenn du es ihm/ihr erlauben würdest.

Es braucht echten Mut, wahrhaftig um Rat zu fragen.

Transaktionale Beziehungen

T

Wir halten es schlecht aus, wenn wir von jemandem etwas bekommen, aber nicht wissen, was er/sie dafür von uns will.

Transaktionale Beziehungen (also Beziehungen, die auf Geben und Nehmen beruhen), verstehen wir. Mit denen können wir umgehen. Wir wissen z.B., dass wir jedes Geschenk, das wir von einem Händler bekommen, auf die eine oder andere Weise wieder bezahlen werden oder bereits bezahlt haben.

Womit wir uns schwer tun, sind Beziehungen, wo die Transaktionalität nicht so klar ist. Was will jemand von uns, von dem wir was bekommen, der aber nie etwas dafür verlangt? Wie gehen wir mit jemand um, die scheinbar selbstlos gibt und gibt und gibt? Können wir ihr wirklich vertrauen?

Beziehungen, die gar keine Form von Transaktion, keine Form von Leistung und Gegenleistung ermöglichen, halten wir schlecht aus. Das sollten gerade wir Lifestyle Entrepreneure uns vor Augen halten: Es ist sehr löblich, wenn wir unseren potenziellen Kund*innen großzügig geben. Aber wenn wir dafür nie irgend etwas als Gegenleistung verlangen, werden sie früher oder später misstrauisch werden.

Nichts zu verlangen hilft niemandem.

Nicht wie gewünscht

N

Etwas funktioniert nicht wie gewünscht. Warum?

  1. Die Idee war schlecht.
  2. Die Idee war gut, aber die Umsetzung war schlecht.

Meistens liegt’s nicht an der Idee.

Im Kurs verstecken

I

Ein Kurs ist ein großartiger Ort, um sich zu verstecken.

Man hört doch immer wieder, wie notwendig es ist, sich ständig weiterzubilden, auf dem Laufenden zu bleiben, über den Tellerrand hinauszuschauen. Was könnte also besser sein, als möglichst viel Zeit für die eigene Weiterbildung zu investieren?

Es gibt etwas, das tatsächlich viel besser ist: Seine Zeit damit zu verbringen, das Gelernte auch wirklich auf sein eigenes Lifestyle Business umzulegen, anzuwenden und in die Tat umzusetzen – statt sich Hals über Kopf in den nächsten Kurs zu flüchten.

Fahrplan

F

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Und manchmal weiß man vor lauter To Dos gar nicht, mit welchem man anfangen soll.

Sich einen Fahrplan zu erstellen, ganz klassisch nach dem Wichtig-Dringend-Prinzip, ist in diesem Fall die smarteste Herangehensweise.

Zuerst der Plan, dann die Action.

Fehler (2)

F

Ein Paradox: Es ist wichtig, dass du Fehler machst. Fehler sind gut für dich.

Weil: Menschen, die keine oder selten Fehler machen, werden nicht gemocht. Ihre Perfektion provoziert, weil sie allen anderen ihre Fehlerhaftigkeit wie einen Spiegel vorhält. Das war in der Schule schon so, und das ist in der Arbeitswelt so.

Gelegentliche Fehler machen menschlich, machen zugänglich und machen sympathisch.

Guter Geschmack

G

Guten Geschmack zu haben, ist ein Segen und ein Fluch.

Der Segen: Wer guten Geschmack hat, legt Wert auf Schönheit. Schöne Dinge schaut man sich lieber an als hässliche. Wer schöne Dinge veröffentlichen kann, ist daher im Vorteil.

Der Fluch: Wer guten Geschmack hat, ist selten zufrieden. Es könnte immer noch ein bisschen schöner sein. Die Tatsache, dass etwas (noch) nicht so schön ist, wie man es gerne hätte, führt dazu, dann man nie etwas veröffentlicht.

Im Zweifelsfall ist etwas nicht so Schönes, aber Veröffentlichtes immer besser als etwas Schönes, das nie das Licht der Welt erblickt.

Taten > Worte

T

Es ist vollkommen irrelevant, was du am 1. Jänner ankündigst.

Das einzige, was zählt, ist das, was du bis 31. Dezember getan haben wirst.