Not-Gründungen 2026

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Zum heutigen Tag der Arbeit…

Es mag ein subjektiver Eindruck sein, aber: Ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit die Zahl der “Not-Gründungen” steigt.

Eine “Not-Gründung” ist eine Gründung, die mangels Alternativen erfolgt. Soll heißen: Die Gründer:innen kriegen keinen Job am Arbeitsmarkt, also bleibt die Gründung als vermeintlich einziger Ausweg.

“Not-Gründungen” gab es immer schon, besonders in Bevölkerungsgruppen, die es immer schon schwer hatten am Arbeitsmarkt, z.B. Wiedereinsteigerinnen, Menschen 55+, Migrant:innen.

Aber in letzter Zeit ist eine neue Gruppe dazugekommen: Junge, gut ausgebildete Menschen aus der Kreativbranche. Ein Gamedesigner Anfang 30, der nirgends in Österreich eine Anstellung bekommt. Die Artdirektorin Ende 30, die gekündigt wurde und am Arbeitsmarkt keine adäquate Stelle findet.

Die Kreativbranche ist unter Druck, nicht zuletzt wegen KI. Die Frage ist halt, ob eine Selbständigkeit darauf eine brauchbare Antwort ist.

Man wird sehen.


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