Tag#Gesellschaft&Politik

Brain Drain

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Unlängst hatte ich ein spannendes Gespräch mit einem sehr smarten Gründer.

Dabei hat er mir von seiner Beobachtung erzählt, dass immer mehr middle-aged professionals (also Fachkräfte 35+) Österreich verlassen, um im Ausland zu arbeiten. Aus der Überlegung heraus, dass es in Österreich wahnsinnig schwer geworden ist, sich mit Erwerbsarbeit etwas aufzubauen. Man muss z.B. sehr lange arbeiten oder gewaltig viel verdienen, um sich ein Eigenheim leisten zu können. Im Ausland ist das Einkommen oft besser und wird v.a. nicht so hoch besteuert.

Bisher habe ich Brain Drain eher mit Ländern in Osteuropa in Verbindung gebracht, nicht mit Österreich.

Da war ich wohl ein bisschen naiv.

Gründen in Österreich

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Wenn man z.B. versucht, ein ausländisches Unternehmen in Österreich anzusiedeln… Welche guten Argumente hat man da?

Ja, da ist die tolle Lebensqualität. Das Gesundheitssystem ist gut, das Bildungssystem ebenso. Aber sonst?

Im Vergleich zum Ausland gibt’s in Österreich einige gravierende Nachteile:

  • Österreich ist nicht gerade innovationsfreundlich (dieses Problem teilt sich aber eh die ganze EU).
  • Du hast – von Anfang an! – viele und strenge Auflagen von den verschiedensten Behörden und Ämtern zu befolgen.
  • Es kann in Österreich viele Monate dauern, bis eine Behörde eine Entscheidung trifft – z.B. bei der Erteilung eines Gewerbescheins oder bei der Betriebsanlagengenehmigung.
  • Ohne Deutsch geht kaum was, besonders nicht auf den Behördenwegen.
  • Die Steuerlast ist erheblich (auch im Vergleich mit anderen EU-Ländern).

Die Liste könnte noch fortgesetzt werden, aber man auch so schon relativ rasch zur Erkenntnis: Von außen betrachtet, spricht relativ wenig für eine Gründung in Österreich.

So ehrlich muss man sein.

Not-Gründungen 2026

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Zum heutigen Tag der Arbeit…

Es mag ein subjektiver Eindruck sein, aber: Ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit die Zahl der “Not-Gründungen” steigt.

Eine “Not-Gründung” ist eine Gründung, die mangels Alternativen erfolgt. Soll heißen: Die Gründer:innen kriegen keinen Job am Arbeitsmarkt, also bleibt die Gründung als vermeintlich einziger Ausweg.

“Not-Gründungen” gab es immer schon, besonders in Bevölkerungsgruppen, die es immer schon schwer hatten am Arbeitsmarkt, z.B. Wiedereinsteigerinnen, Menschen 55+, Migrant:innen.

Aber in letzter Zeit ist eine neue Gruppe dazugekommen: Junge, gut ausgebildete Menschen aus der Kreativbranche. Ein Gamedesigner Anfang 30, der nirgends in Österreich eine Anstellung bekommt. Die Artdirektorin Ende 30, die gekündigt wurde und am Arbeitsmarkt keine adäquate Stelle findet.

Die Kreativbranche ist unter Druck, nicht zuletzt wegen KI. Die Frage ist halt, ob eine Selbständigkeit darauf eine brauchbare Antwort ist.

Man wird sehen.

Die Tragik der Kakao-Bauern

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Schokolade ist ein Produkt, das eine extrem lange Wertschöpfungskette hat. Es sind viele Hände im Spiel, jeder will etwas verdienen.

Die kleinen Kakaobauern in Côte d’Ivoire und Ghana sind in diesem Spiel die ärmsten Hunde. Sie verdienen meist gerade genug, um zu überleben. Aber sie haben kein Geld für Investitionen, um etwas an ihrer Situation zu ändern (Anbaumethoden, Klimawandel, Schädlinge etc.).

Warum? Weil diese Bauern zu vereinzelt sind. Sie haben als kleiner Familienbetrieb keine Verhandlungsmacht gegen die Big Player. Ein Weg da heraus wäre, Kooperativen und Genossenschaften zu stärken, in denen sich diese Bauern zusammentun. Durch die econmies of scale, die dabei entstünden, könnten sie sich gemeinsam z.B. eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung leisten.

Solange sie allein bleiben und sich gegenseitig als Konkurrenten sehen, wird sich an ihrer prekären Situation nichts ändern.

(Und was für die Kakaobauern in Westafrika gilt, gilt ohne Abstiche auch für EPUs in Österreich.)

PS: Don’t buy cheap chocolate – auch nicht zu Ostern.

Ohne Stimme

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EPU können sich keine Lobbyisten leisten.

Das ist ein Problem.

Die neue Leistungsgesellschaft

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Wolf Lotter schreibt: “Die Mühen der Ebenen bestehen darin, herauszufinden, was wir wollen.” Das ist aus seiner Sicht gefordert in einer “neuen Leistungsgesellschaft”: Nicht mehr Fleiß, nicht mehr Disziplin, nicht mehr Durchhaltevermögen – sondern Klarheit.

Ich sehe das täglich in der Beratung. Solopreneure kommen mit Umsatzproblemen, mit Positionierungsfragen, mit Marketingthemen. Aber wenn wir graben, liegt darunter fast immer dieselbe ungeklärte Frage: Was will ich eigentlich? Nicht: Was sollte ich wollen. Nicht: Was wäre klug. Nicht: Was erwarten andere von mir. Sondern: Was will ich.

Das ist die härteste Prüfung im Solopreneurship. Denn diese Frage kann dir niemand beantworten. Kein Berater, kein Coach, kein Podcast. Du musst sie selbst klären. Und zwar nicht einmal, sondern immer wieder. Weil sich die Antwort ändert, wenn du dich veränderst.

Viele Solo-Businesses scheitern nicht am Markt. Sie scheitern an dieser ungeklärten inneren Frage. Sie rennen los, ohne zu wissen wohin. Sie bauen Business auf fremden Fundamenten.

Und wundern sich dann, warum es sich falsch anfühlt, obwohl sie doch alles “richtig” gemacht haben.

Fragen der Gerechtigkeit

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Der Obmann der Fachgruppe “Unternehmensberatung und IT” der Wirtschaftskammer NÖ, Mathias Past, hat sich im Magazin “Wirtschaft in NÖ” unlängst Gedanken gemacht, was “Fragen der Gerechtigkeit für die Leistungsträger dieses Landes” angeht.

Ganz konkret geht es ihm um das Pensionssystem. Er meint: “Pensionszahlungen stellen eine Versicherungsleistung dar. Wer mehr einzahlt, soll mehr herausbekommen.” Bei der derzeitigen Entwicklung des Pensionssystems sieht er “Leistungsträger klar benachteiligt” und fürchtet, dass die Gesellschaft “von einer Leistungsgesellschaft in eine Anspruchsgesellschaft abzudriften” droht.

Herrn Pasts Gedankengänge sind aus seiner Sicht nachvollziehbar. Sie entspringen einem neoliberalen Weltbild, das in der WKO bzw. dem dort dominierenden ÖVP-nahen Wirtschaftsbund weit verbreitet ist: Wer viel leistet, soll auch viel (“gerecht”) zurückbekommen.

Diese Sichtweise hat aber einen Denkfehler eingebaut. Sie unterstellt, dass Leistung immer gerecht bezahlt wird. Oder, anders formuliert: Dass hohes Einkommen gleichbedeutend mit hoher Leistung ist.

Das stimmt aber nicht. Es gibt in unserer Gesellschaft keine Gerechtigkeit beim Einkommen. Sehr wertvolle und anstrengende Tätigkeiten werden schlecht bezahlt (Stichwort: Elementarpädagog:innen, Pfleger:innen), während Menschen mit unklaren gesellschaftlichen Beiträgen über ein sehr hohes (Lohn-)Einkommen verfügen (Stichwort: Investment-Banker, WKO-Präsident:innen).

Die Elementarpädagogin leistet Großartiges, sie wird aber trotzdem nicht viel aus dem Pensionssystem herausbekommen. Weil eben am Arbeitsmarkt keine “gerechten” Löhne bezahlt werden. Da kann sie “leisten”, was sie will.

Dieses Detail wird bei solchen Leistungs- und Gerechtigkeits-Diskussionen leider oft (bewusst?) übersehen.

Und das regt mich jedes Mal auf. Nichts für ungut, Herr Past.

Am falschen Dampfer

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Der VKI hat unlängst eine spannende Studie zur Nachhaltigkeit veröffentlich. Darin findet sich folgende Grafik:

Sie zeigt die Einschätzung der Österreicher:innen, welche Konsumbereiche den größten Einfluss haben auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz etc. Daneben sieht man die Einschätzung von Expertinnen, welche tatsächlich die größten Hebel wären.

Kurz gefasst: Die Österreicher:innen denken, wenn sie brav Müll trennen, dann leisten sie einen großen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die Expert:innen sagen hingegen: Liebe Österreicher:innen, ihr müsstet euch zuerst mal vollkommen anders ernähren und dann euer Reiseverhalten umstellen, wenn ihr wirklich was zur Nachhaltigkeit beitragen möchtet.

Wenn du zum Frühstück, zu Mittag und zum Abendessen Fleisch isst, kannst du das auch nicht damit ausgleichen, dass du brav Papier und Plastik von der Schinkenverpackung auseinanderkletzelst.

Dein Fokus liegt auf der vollkommen falschen Sache – aber du glaubst, du tust das Richtige.

Ein folgenschwerer Irrtum, den ich als Gründungsberater, aber auch in meinem eigenen Solo-Business nur allzu gut kenne.

Die unsichtbare Gehaltsformel

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Im Kapitalismus werden jene Berufe am besten bezahlt, die am meisten Profit für andere erwirtschaften.

Für mich war das unlängst ein Aha-Erlebnis. Nicht weil ich’s nicht gewusst hätte, sondern weil diese Formulierung aus dem Podcast “Wohlstand für alle” so präzise trifft, wie unser kapitalistisches Wirtschaftssystem tickt.

Als Pfleger:in, Lehrer:in oder Hortpädagog:in arbeitest du in Branchen, in denen du von der Profitmaximierung strukturell ausgenommen bist. Du leistest gesellschaftlich wertvollen Beitrag, bist “systemrelevant”, aber deine Aufgabe ist es nicht, zum Gewinn der Organisation, für die du arbeitest, beizutragen.

Aber: Dass du in deinem Job von Umsatzdruck und Gewinnmaximierung konsequent befreit bist, bezahlst du mit deinem Einkommen.

Oona Horx-Strathern: Kindness Economy (2023) 📙

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Ein sehr spannendes Thema, aber das Buch kann dem Potenzial leider nicht gerecht werden. Oona Horx-Strathern ist keine Ökonomin, und wahrscheinlich deswegen bekam das Buch für mich nie richtig Tiefgang. Ein bisschen mehr Struktur hätte auch nicht geschadet. Kurz: Kann man lesen, muss man aber nicht. 

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Der Dämon, der bleibt

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Unlängst saß ich mit Sonja im KHM vor einem Altarbild von Peter Paul Rubens. Ignatius von Loyola treibt dort Dämonen aus – hoch dramatisch, wie immer bei Rubens.

Sonja erzählt mir dabei von einer Party, wo jemand von einem bevorstehenden Retreat geschwärmt hat. Ziel: die eigenen Dämonen nähren. Nicht besiegen, nicht austreiben wie in diesem Altarbild – nähren. Mit ihnen in Dialog treten, sie verstehen, mit ihnen leben lernen.

Und Sonja fragt mich: Warum sollte man seine Dämonen nähren wollen – und nicht austreiben?

Meine spontane Antwort: Weil sich mit einem Dämon, der nie ganz verschwindet, länger Geschäft machen lässt.

Das ist keine Kritik an dieser spirituellen Praxis, dafür verstehe ich davon viel zu wenig. Es geht mir um ein strukturelles Muster: Systeme, die von Problemen leben, haben oft wenig Interesse an endgültigen Lösungen. Ein ausgetriebener Dämon ist ein verlorener Kunde. Ein genährter Dämon kommt zum nächsten Workshop und bucht das Follow-up-Retreat.

Das gilt für Coaching, für Therapien – und auch für Gründungs- und Unternehmensberatung. Und nicht zuletzt für einen großen Teil dessen, was wir “Selbstoptimierung” nennen.

Die Frage ist nicht, ob der Ansatz funktioniert. Die Frage ist: Wer profitiert davon?

Good Companies

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Transparenz ist der simpelste Lackmustest für Good Companies. Wer transparent sein kann, hat nichts zu verbergen. Wer nicht transparent sein kann – weil ihm sonst Gegenwind entgegen blasen würde – der kann keine Good Company sein. So einfach ist das.

Good Companies müssen nichts verstecken. Keine fragwürdigen Lieferketten, keine ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, keinekreative Buchführung. Sie können ihre Zahlen zeigen, ihre Prozesse offenlegen, ihre Entscheidungen erklären.

Nicht, weil sie besonders mutig sind, sondern weil es schlicht nichts gibt, wofür sie sich genieren müssten..

Genug

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Echte unternehmerische Freiheit beginnt, wenn du “genug” für dich definiert hast. Nicht das nächste Umsatzziel – sondern der Punkt, an dem du sagst: Das reicht.

Wer “genug” hat, rebelliert gegen ein System, das auf ewigem Wachstum, permanenter Unzufriedenheit und Konsum aufbaut. Nicht durch laute Parolen, sondern durch eine bewusste persönliche Grenzziehung.

Du spielst einfach nicht mehr mit. Das ist radikaler, als es klingt.

Nur ned hudeln

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Seit letzten Mittwoch hat die Österreichische Wirtschaftskammer (WKO) eine neue Chefin: Martha Schultz – ursprünglich die Übergangslösung nach dem Abgang von Harald Mahrer.

Bei ihrer Bestellung kündigte Martha Schultz (erneut) Reformen für die WKO an. Eine Reformgruppe habe bereits ihre Tätigkeit aufgenommen, sagt sie. Sie soll „Strukturen und Prozesse weiterentwickeln und die Wirtschaftskammer effizienter auf die Bedürfnisse der Betriebe ausrichten.“

„Ich will keine Zeit verlieren”, sagt sie außerdem. „Ziel bleibt, erste Ergebnisse im Juni im Wirtschaftsparlament zu präsentieren.“

Im Juni? Erste Ergebnisse?

Na bumm, da geht’s ja ordentlich dahin in der WKO mit der neuen Chefin.

Was man nicht lehren muss

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Wenn man von Entrepreneurship Education in Schulen spricht, könnte man meinen, es ginge darum, wie man den Kindern Unternehmertum am besten beibringen könnte. Aber das ist die falsche Frage. Die richtige Frage wäre: Wie verhindern wir, dass wir es ihnen systematisch austreiben?

Kinder sind von Natur aus unternehmerisch. Sie probieren aus, sie basteln Lösungen, sie handeln. Ein Kind, das Bücher und Kuscheltiere am Flohmarkt verkauft, hat nicht vorher eine Vorlesung über Geschäftsmodelle gehört. Oder einen Online-Kurs über sein Money Mindset. Es hat eine Idee und macht einfach. Der Unternehmergeist ist da.

Aber: Was passiert, wenn unseren Kinder über Jahre eingetrichtert wird, dass es eine richtige Lösung gibt? Dass es immer jemanden gibt, der diese richtige Lösung kennt und deine Lösung beurteilt? Und dass du erfolgreich bist, wenn du immer die erwarteten Antworten gibst?

Niemand muss Kindern beibringen, unternehmerisch zu sein. Man muss ihnen nur erlauben, es zu bleiben.

Ein Weihnachtswunsch

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Heute möchte ich einen Aufruf von Joscha Sauer von Nichtlustig.de teilen:

Für Künstler und Künstlerinnen ist es momentan nicht leicht. Für andere Berufsgruppen sicher auch nicht, aber diese hier steht mir eben besonders nah. Für viele kreative Dinge gibt es leider kein funktionierendes Geschäftsmodell mehr, und durch bekloppte Algorithmen und eine Flut von KI-generiertem Quatsch wird es immer schwieriger, als Künstler überhaupt gesehen oder gehört zu werden.

Daher meine Bitte zum Ende des Jahres:

Unterstützt einen Künstler oder eine Künstlerin, deren Arbeit Ihr mögt. Und damit meine ich nicht unbedingt mich.

Viele Kollegen und Kolleginnen nutzen Patreon, Steady oder andere Plattformen, über die Ihr sie unterstützen könnt. Gerade bei Berufen, die kein konstantes Einkommen bringen, ist das eine tolle Möglichkeit, das Leben etwas planbarer zu machen.

Und ansonsten kann man natürlich auch dadurch unterstützen, dass man Tickets für eine Show, ein Buch oder ein Shirt kauft. Alles hilft und zeigt, dass Euch etwas an menschengemachter Kunst liegt.

Ich bin mir sicher, dass es auch für Euch Musiker, Comedians, Zeichner, Podcaster und andere Künstler gibt, deren Arbeit Euer Leben bereichert. Und die sich gerade in Zeiten von KI freuen, wenn das gewürdigt wird. Selbst wenn es nur ein bisschen ist.

Ich habe heuer Joscha Sauer, Andreas Sator und Andrew Hickey unterstützt.

Und du?

Achtung: Geschenk!

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Im aktuellen brand eins gibt es gerade sehr leiwande Artikel über die Geschenke-Ökonomie und ihre Tücken.

Denn: Geschenke können für den Beschenkten sehr teuer werden – selbst, wenn der Schenkende die besten Absichten hat. Darüber habe ich schon mal gebloggt.

Ein aktuelles Beispiel kommt von Philipp Maderthaner, der mir in seinem Newsletter schreibt:

Ich unterstelle Philipp Maderthaner nichts als die besten Absichten, und dennoch weiß ich: fragphilipp.ai ist für mich nicht kostenlos, egal was er sagt.

Denn: Mit jeder Frage, die ich dem KI-Philipp stelle, lernen KI und Philipp von mir. Ich gebe ihnen kostenlose Informationen von mir. Sie erfahren, was mich beschäftigt, und sie können (und werden) diese Daten dazu nutzen, mir an anderer Stelle kostenpflichtige Angebote zu machen.

Das ist nicht an und für sich verwerflich. So funktioniert Online-Business. Aber gerade im Online-Business sollten wir sehr achtsam sein, wenn uns etwas gratis angeboten wird.

Der Türöffner

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Catharina Bruns sagt: Durch die Digitalisierung hat sich der Zugang zum Unternehmertum demokratisiert. Das ist ein Riesenschritt hin zu einer neuen Arbeitswelt.

Warum? Weil heute weniger Startkapital notwendig ist. Der Einstieg ist einfacher möglich geworden – und zwar für viel mehr Menschen als früher. Das verändert fundamental, wer überhaupt unternehmerisch tätig werden kann.

Man muss auch nicht sofort kündigen, um sich unternehmerisch auszuprobieren. Das war in der Generation meiner Eltern noch anders. Selbständigkeit muss heute kein Sprung ins kalte Wasser mehr sein.

Allerdings: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Österreich sind leider nicht auf der Höhe der Zeit. Die nebenberufliche Selbständigkeit wird einem nicht gerade leicht gemacht, Stichwort doppelte Sozialversicherung SVS/ÖGK, niedrige Gewinngrenzen bei der Ausnahme aus der Vollversicherung etc.

Da gäbe es viel zu wünschen für Weihnachten.