Civic Professionalism

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Von Bethany Morrison kommt die spannende Idee des Civic Professionalism.

Es ist die Idee, dass Menschen ihre beruflichen Fähigkeiten und ihre Berufsidentität nutzen, um zivilgesellschaftlich aktiv zu werden. Also darum, nicht eine abstrakte Rolle als Bürger, sondern die konkrete Berufsrolle als Anker für gesellschaftliche Verantwortung zu nutzen. Nach dem Motto: Ich bin nicht nur Unternehmer, sondern auch Bürger mit Fachexpertise. Diese Expertise setze ich gesellschaftlich relevant ein – in Verbänden, Beiräten, öffentlichen Stellungnahmen etc.

Mir gefällt diese Idee sehr gut, weil sie eine konkrete Form unternehmerischer Verantwortung ist, die über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinausgeht. Sie macht unsere gesellschaftliche Verantwortung als Solopreneure konkret und sagt: Setz dich dort ein, arbeite dort für das Gute, wo du eh schon bist.

Civic Professionalism funktioniert auch über Verbände. Man könnte auch sagen: Wenn man eh schon Kammermitglied ist, wenn man eh schon einer Fachgruppe zugeordnet ist, wenn man eh schon bei einem Berufsverband registriert ist… Warum dann nicht dort aktiv werden und was bewegen? Warum nicht mitreden und mitbestimmen? Warum nicht was beitragen?

Und nicht zuletzt: Wer gründet, sollte eigentlich wissen, welche Berufsverbände und Interessenvertretungen für ihn relevant sind – und was diese fordern oder verhindern.

Civic Professionalism muss nicht groß sein, aber er ist wertvoll und bringt uns als Gesellschaft weiter.

Wo könntest du deinen Teil beitragen?


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