AutorGünter Schmatzberger

Im Wettbewerb

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Manchmal sind wir mit Anderen im Wettbewerb. Das ist auch in Ordnung.

Dann gilt es einfach besser zu sein als die Anderen. 

Die Wege des Algorithmus

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Ich poste seit ein paar Tagen meine Daily Blogs auch auf TikTok.

Dabei passieren erstaunliche Dinge. Manche meiner Videos haben hunderte Aufrufe, manche null. Und ich habe keine Ahnung, wieso. Ich habe keine Ahnung, was da im Hintergrund abläuft. Ich weiß nur, dass es sehr wenig mit mir zu tun hat.

Deswegen werde ich nicht euphorisch, wenn ein Video durch die Decke geht, weil das nächste Video schon wieder ein kompletter Reinfall sein kann.

Der Algorithmus hat’s gegeben, der Algorithmus hat’s genommen.

Fast ein religiöses Motiv.

Social Media Überforderung

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Eine der größten Herausforderungen, die die älteren Generationen (also 40+) mit Social-Media-Plattformen wie TikTok haben:

Wir sind in geschlossenen, stabilen Systemen aufgewachsen und haben uns daran gewöhnt, dass alles verlässlich und berechenbar abgeht.

Wir können mit der Dynamik von Instagram, TikTok etc. einfach nicht umgehen. Wir kommen mit dem Chaos nicht zurecht, und wir sind frustriert, dass wir so wenig Einfluss und Kontrolle darauf haben, was dort passiert und wie wir dort “performen”.

Wir sind überfordert mit der Fülle der Möglichkeiten und wissen gar nicht, wo wir anfangen sollen.

Dabei wäre der richtige Zugang: Diese Fülle ist eine Riesenchance! Genieß die Freiheit, dass ALLES möglich ist! Such dir deinen ganz persönlichen Zugang, drück ganz konsequent aus, wer du bist und wofür du stehst – und dann schmeiß dich auf das Surfboard und reite die Welle!

[Danke Martin Schmidt für diesen erhellenden Gedanken.]

Willst du springen?

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Die meisten Menschen werden sich ihr ganzes Leben lang nicht selbständig machen.

Viele Menschen werden ihr ganzes Leben lang darüber reden, dass sie sich “irgendwann” selbständig machen – und es nie tun.

Unter diesen Menschen wird es einige geben, die sich nie trauen zu springen. Die nie den Mut oder die Gelegenheit finden, mit ihrem Traum Ernst zu machen.

Aber noch mehr Menschen machen sich nie selbständig (obwohl sie immer davon reden), weil sie sich insgeheim nicht eingestehen können oder wollen: Ich rede zwar immer wieder davon, weil es gut klingt und weil es eine schöne Vorstellung ist, aber… In Wahrheit werde ich nie springen. Weil ich eigentlich gar nicht springen will. Mir taugt es eh im Job.

Das ist voll okay. Wir brauchen Menschen, die gute Angestellte sind mindestens so sehr wie Menschen, die gute Unternehmer sind. Niemand muss sich selbständig machen.

Aber vielleicht wäre es eine gute Idee, damit aufzuhören, sich selbst zu belügen.

[Danke Philipp Maderthaner für diesen Gedanken.]

Erfolgsgesellschaft

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Es heißt immer wieder mal, wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Das beschäftigt mich immer wieder, z.B. da und da und da.

Unlängst habe ich einen neuen spannenden Gedanken zu diesem Thema gehört: Wir bewegen uns von einer Leistungsgesellschaft hin zu einer Erfolgsgesellschaft.

Es geht also nicht (mehr) so sehr um die Leistung, sondern um den Erfolg. Was bedeutet, dass wir zwar (immer noch) den Erfolg wollen, aber die Anstrengung, die Leistung als Weg dort hin hat nicht mehr den Stellenwert wie früher. Jede Abkürzung zum Erfolg ist uns recht, und wenn wir Erfolg haben können ganz ohne Leistung, umso besser.

Wenn diese Hypothese stimmt, dann könnten Gründungsberatung und Hochschullehre sehr spannend werden in den nächsten Jahren.

Frustrationspunkte

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Heute Früh habe ich mich hingesetzt und alle Punkte aufgeschrieben, die mich im Moment in meinem Business frustrieren.

Es sind sieben geworden.

Hat irgendwie gut getan.

Der Koffer gibt die Richtung vor

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Vor ewigen Zeiten, in einem Hotel in Karlsruhe. 

Ich beobachte einen Hotelgast beim Check-in, der mit seinem offensichtlich sehr schweren Koffer zu kämpfen hat. Aus irgendeinem Grund rollt der Koffer dem Gast ständig davon. Der Koffer macht mit ihm, was er will. Der Check-in verläuft alles andere als entspannt.

Wenn ein Koffer schwer ist, lässt er sich auch nur schwer unter Kontrolle halten. Er entwickelt eine Eigendynamik, die einem so nicht recht sein kann. Man hechelt dem Koffer hinterher. Man folgt dem Koffer, nicht umgekehrt.

Ist man ständig im reaktiven Modus, setzt man sehr viel Energie ein, die Kontrolle nicht ganz zu verlieren.

Was, wenn wir einen leichteren Koffer hätten?

Oder gar keinen?

Solopreneure im Glück

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Glück ist definitiv ein Erfolgsfaktor in jedem Lifestyle Business. Ein paar Gedanken dazu:

  • Wenn man Glück hat, muss man auch erkennen (können), dass man gerade Glück hat.
  • Viel Glück zu haben bedeutet nicht, dass man auch eine gute Strategie hat.
  • Wenn man Glück hat, lohnt die Frage: Warum habe ich Glück gehabt?
  • Wenn man Glück hat, entsteht gleichzeitig die Einladung, das Glück nicht nur Glück sein zu lassen, sondern auf dem Glück aufzubauen.
  • Glück ≠ die Belohnung für deine harte Arbeit. Glück ist einfach nur Glück.

Pamela Slim: Body of Work (2013) 📙

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Eine Empfehlung von Seth Godin. Eh ein gutes Buch. Aber ganz klar ist mir nicht geworden, worauf Pamela Slim genau hinaus will. Es ist aber auf jeden Fall eine Sammlung von hilfreichen Konzepten, von denen ein paar wirklich Knüller sind.

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Wille zur Form

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Michael Köhlmeier hat mir einen ganz spannenden Gedanken geschenkt: 

Die Schöpfungsgeschichte in der Bibel beginnt damit, dass Gott aus dem Tohuwabohu (dem Chaos) etwas geschaffen hat. Es war alles schon da, aber er hat es in eine Form, eine Ordnung gebracht.

Und das machen wir auch, wenn wir schöpferisch/künstlerisch tätig sind. Wir bringen etwas in eine Form. Vorher war (scheinbar) nichts, und wir bringen (daraus) etwas in die Welt.

Köhlmeier sagt, der Kern der Kunst ist der „Wille zur Form“.

Die Inhalte der Kunst bleiben über die Jahrhunderte im Wesentlichen gleich, aber die Form müssen wir Künstler:innen immer wieder neu der jeweiligen Zeit anpassen.

Ein Business, das läuft

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Die allermeisten Lifestyle Entrepreneure kennen diese Momente, wo wir uns denken: Das wird doch nie was!

Wir alle träumen von einem “Business, das läuft”. Wo irgendwann der Punkt erreicht ist, wo wir keine Sorgen mehr haben. Wo stetig Geld reinkommt und wo wir uns nicht mehr (so sehr) anstrengen müssen. Ein Business, wo alles Gute quasi von selber daherkommt und wir keine Probleme mehr haben.

Ich glaube: Die Idee, dass das Business irgendwann so “läuft”, ist ein Schmäh.

Oder eine Momentaufnahme, bestenfalls.

Mach dich unbeliebt

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Steh für was – und mach dich unbeliebt bei denen, die eine andere Sicht haben.

Und zur Not auch bei denen, die gar keine Sicht haben.

Zwei Paar Schuhe tragen

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Es käme nie jemandem in den Sinn, zwei Paar Schuhe gleichzeitig tragen zu wollen.

Es ist ganz klar, dass man die Schuhe anzieht, die im Moment am besten passen und alle anderen im Schrank lässt, bis deren Zeit gekommen ist. Was hätte es auch für einen Sinn, zwei Paar Schuhe gleichzeitig zu tragen?

Aber wenn es darum geht, unsere Arbeit zu machen, tragen wir oft drei Paar Schuhe gleichzeitig. Es würde Sinn machen, sie nacheinander zu tragen, aber wir glauben, dass wir besser dran sind, wenn wir sie gleichzeitig tragen.

Schon komisch, oder?

Ein Geschäftskonzept

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Eine Sammlung von einzelnen Punkten ergibt noch kein Geschäftskonzept.

Ein Geschäftskonzept, das tatsächlich eine Strategie darlegt, ist von vorne bis hinten durchdacht. Es hat einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss. Es hat einen Spannungsbogen, und es ist nicht an einem Nachmittag hingefetzt.

Aber auch das allerbeste Geschäftskonzept hat mit einer Sammlung von einzelnen Punkten begonnen.

Die Anderen haben auch Angst

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Ich muss nur das eine kleine bisschen weniger Angst haben als die meisten Anderen. 

Dann kann ich Großes schaffen. 

Social Media wie Elvis

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Elvis Presley war am Anfang seiner Karriere sehr unsicher und hatte Lampenfieber vor seinen Auftritten. Später war er eine Rampensau.

„But all his stage presence developed from him noticing the things the audiences reacted to and doing more of them“, sagt Andrew Hickey

Was in den 1950er-Jahren für Elvis funktioniert hat, kann auch heute noch eine tadellose Social-Media-Strategie für uns Lifestyle Entrepreneure sein.

Tödlicher Hit

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Unlängst habe ich im großartigen Podcast “A History Of Rock Music in 500 Songs” von Andrew Hickey Folgendes über das Musik-Business gelernt: „Nothing is more deadly to the indie label than a hit.“

Das klingt vollkommen paradox. Ist ein Hit nicht genau das, was sich jede Plattenfirma wünscht?

Nein, nicht unbedingt. Denn das Problem ist: Cashflow

Der Distributor, der deine Musik vertreibt, will 100.000 Stück deiner neuesten Single. Das klingt super, aber er bezahlt dich erst Monate später (wenn überhaupt). In der Zwischenzeit musst du aber den Hersteller der Single bezahlen, damit du die Singles überhaupt liefern kannst. Aber du bist ja nur ein Indie-Label mit einem entsprechend schmalen Bankkonto…

So ging es Sun Records, als sie plötzlich Hits mit Elvis Presley hatten. Und so geht es vielen Kleinunternehmen, die auf einmal mit einem Riesenauftrag konfrontiert sind.

Große Aufträge muss man sich leisten können. Und es kann sein, dass sich ein Riesenauftrag nicht als das beste, sondern das tödlichste für dein Lifestyle Business herausstellt.

Denn: „The last thing you want as an indie is to have a hit.“

Sorgen verstehen

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Meine Sorgen entspringen meiner Sicht der Dinge. Es ist unwahrscheinlich, dass sie von anderen Menschen geteilt werden. (“Kommunikation ist unwahrscheinlich”, sagt Niklas Luhmann.)

Es ist genauso unwahrscheinlich, dass du die Sorgen eines Anderen wirklich verstehst. Es entsteht die Illusion des Verstehens, wenn deine und ihre Sorgen ähnlich sind. Aber ähnlich ist nicht gleich. 

Aber oft ist ähnlich gut genug.