Entrepreneurship fĂŒr unsere Zukunft đŸ™‹â€â™‚ïž

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GĂŒnter Faltin: Entrepreneurship fĂŒr unsere Zukunft – KI verteilt die ökonomischen Chancen neu

Über KI: “Sie bekommen eigentlich das Wissen dieser Welt auf Klick zur VerfĂŒgung. Ein Menschheitstraum! Und das verĂ€ndert das GrĂŒnden radikal. Davon bin ich fest ĂŒberzeugt.”

“Sie alle bekommen einen großen Bruder, der Ihnen hilft.”

  • Ja, KI ist ein big brother.
  • Aber es ist auch ein “Wahnsinnswerkzeug”.

FrĂŒher war die Idee: Ideen gibt es viele, aber das Problem ist die Umsetzung. (vgl. Derek Sivers)

  • Mit KI Ă€ndert sich das. Die execution wird von einer KI ĂŒbernommen — wie von einem “Sklaven”, wie es sich die Antike nicht hĂ€tte ertrĂ€umen können.
  • Das ist ein massiver ProduktivitĂ€ts-Sprung!

“Die ökonomischen Chancen der Welt werden gerade neu verteilt. Das ist kein geringer Satz.”

GĂŒnter Faltin zeigt, wie er mit KI die Firma Mars mit seinem höchst ungesunden Riegel “angreifen” wĂŒrde.

  • Die Idee des “Angreifens” scheint fĂŒr Faltin zentral zu sein. Er sucht sich einen Player am Markt aus, der angreifbar ist (weil man seine Arbeit bzw. sein Produkt besser machen könnte; weil diese Firma nur seinen eigenen Vorteil im Blick hat) und den man ruhig auch angreifen kann (bei der Mars-Familie trifft es keine Armen).
  • Das ist ja auch die Grundidee der Teekampagne.
  • Und wahrscheinlich ist das auch das zentrale Motiv seines Buches David gegen Goliath = Wir sind das Kapital.
  • Faltins Aufruf ist “ein StĂŒck weit nicht völlig friedlich”, aber eine Chance fĂŒr junge Unternehmer:innen und “eine Chance fĂŒr die Gesellschaft”.

“Wenn Sie der Reichste auf dem Friedhof sind
 Kein geglĂŒcktes Leben!”

“Die Frage nach dem Sinn
 Das ist etwas sehr Entscheidendes.” Weil GrĂŒnden ist ein Marathon — “in Wirklichkeit noch mehr”.

  • “Aber wenn Sie Sinn in Ihrer Arbeit erkennen, dann sind Sie ausdauernder.”
  • Sinn steigert die Chancen — erstens selber durchzuhalten, und zweitens UnterstĂŒtzung zu bekommen.

“Wir stehen an der TĂŒr zum Paradies.” Warum? “Wir haben die Maschinen, die uns die Arbeit abnehmen. Wir stehen vor einer Ökonomie, die weitgehend automatisierbar ist. Wir haben alles. Ein Menschheitstraum geht in ErfĂŒllung.”

  • Aber: “Es sieht alles so aus, als wĂŒrden wir es vermasseln.” Wir gehen nicht durch die TĂŒr, sondern tun das Gegenteil davon.

“Genug ist genug.” – vgl. Sufficiency. Wir haben eigentlich alles.

  • Karl Marx: Vom “Reich der Notwendigkeit” zum “Reich der Freiheit”. Das wĂ€re heute möglich. Was wĂ€re das fĂŒr ein wunderbares Leben!
  • Warum schaffen wir es nicht, durch die TĂŒr zu gehen?
  • Weil die Unternehmen weiterhin im “kapitalistischen Schwungrad” des immer mehr Umsatz/Gewinn laufen. “Es ist gar nicht so einfach, dieses Schwungrad zu bremsen. Aber wir mĂŒssen es bremsen. Wir mĂŒssen aktiv werden mit unseren Unternehmen!” → Wir mĂŒssen “Breschen schlagen” in dieses ökonomische Schwungrad.
  • Gewinne sind okay. Man braucht sie fĂŒr schlechtere Zeiten. Aber man muss sie nicht immer maximieren.
  • Auch die Politik ist in diesem Schwungrad gefangen. Es ist systemisch. Auch die Politik sorgt sich um das Wachstum, weil sonst ArbeitsplĂ€tze verloren gingen, die Pensionen nicht mehr finanzierbar seien und so


Wir mĂŒssen nicht auf den “besseren Menschen” warten. Es gibt sie bereits. Es gibt viel mehr Menschen als frĂŒher, die nicht mehr diese “brutale wirtschaftliche Orientierung” haben.

  • Er redet damit indirekt dem Wassermann-Zeitalter bzw. dem Wassermann-Unternehmer das Wort.

GĂŒnter Faltins These: Mit höherem Einkommen werden nicht bessere, sondern schlechtere Entscheidungen getroffen. Die CEOs der großen Konzerne treffen gerade schlechte Entscheidungen, weil sie “verwurzelt sind in der alten Ökonomie” (der “Fische-Ökonomie”).

  • Faltin meint damit, dass die “großen Wirtschaftslenker” out of touch sind. Ihre Lösungen sind vergangenheitsorientiert und werden an der Zukunft (oder bereits an der Gegenwart) zerschellen.

Carsten Waldeck: GrĂŒnden mit Purpose

Alles hat Purpose. Auch Gewinnmaximierung ist ein Purpose. Die Frage ist: Welchen Purpose verfolgen wir? Wie wichtig ist dieser Purpose?

Die Frage ist auch nicht: Profit oder nicht? Die Frage ist: Was tut man mit dem Profit? WofĂŒr verwendet man den erwirtschafteten Gewinn?

Auch Carsten Waldeck spricht von einem “Shift”, der auf uns zukommt, und meint damit (ebenfalls, sinngemĂ€ĂŸ) den Übergang vom Fische- zum Wassermann-Unternehmer.

Weitere Gedanken aus anderen VortrÀgen

Aus der Eröffnung:

  • “Alle reden von KI, also tun wir’s natĂŒrlich auch.”
  • In der Stiftung Entrepreneurship arbeiten “sieben kleine people”.

Bodo Jansen fragt (mich): WofĂŒr bin ich heute hier? Was möchte ich?

  • Die Intention, die Absicht ist entscheidend.

Man kann GefĂŒhle “bewirtschaften” â€” ganz besonders die Angst. Man kann mit Angst sehr gut GeschĂ€fte machen, in der Wirtschaft und in der Politik. Besonders dann, wenn eine diffuse Angst angesprochen wird. (Harald Welzer)

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