Es gibt einen Unterschied zwischen jemandem, der über Selbständigkeit redet, und jemandem, der sie lebt.
Die Wirtschaftskammer hat angestellte Gründungsberater:innen. Die Fachhochschulen haben hauptberufliche Lehrbeauftragte, die Entrepreneurship unterrichten. Alles gut ausgebildete Leute mit solidem Wissen. Aber: Sie sind angestellt. Sie kennen die Selbständigkeit aus Büchern, Studien und Konzepten – nicht aus der eigenen Realität.
Was fehlt? Der Stallgeruch. Das Wissen, wie es sich anfühlt, wenn du selbst dafür verantwortlich bist, wie viel Geld reinkommt. Die Erfahrung, dass du deine Sozialversicherung selbst zahlst. Der Moment, wo du merkst, dass niemand außer dir entscheidet, ob du heute arbeitest oder nicht.
Die Zukunftsforscher-Familie Horx nennt das in einem anderen Kontext Doing Future – nicht nur über Zukunft reden, sondern in ihr leben.
Für Gründungsberatung würde das heißen: Doing Selbständigkeit. Wie Prof. Günter Faltin mit seiner Teekampagne. Theoretisches Wissen ist wichtig. Aber wenn du jemandem erklären willst, wie Entrepreneurship funktioniert, solltest du es selbst erlebt haben. Nicht als Experiment, sondern als Realität.
Doing Selbständigkeit ist der Unterschied zwischen Gründungsberatung, die sich richtig anfühlt, und Gründungsberatung, die nur richtig klingt.
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