Tag#BWL

Ein Geschäftskonzept

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Eine Sammlung von einzelnen Punkten ergibt noch kein Geschäftskonzept.

Ein Geschäftskonzept, das tatsächlich eine Strategie darlegt, ist von vorne bis hinten durchdacht. Es hat einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss. Es hat einen Spannungsbogen, und es ist nicht an einem Nachmittag hingefetzt.

Aber auch das allerbeste Geschäftskonzept hat mit einer Sammlung von einzelnen Punkten begonnen.

Tödlicher Hit

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Unlängst habe ich im großartigen Podcast “A History Of Rock Music in 500 Songs” von Andrew Hickey Folgendes über das Musik-Business gelernt: „Nothing is more deadly to the indie label than a hit.“

Das klingt vollkommen paradox. Ist ein Hit nicht genau das, was sich jede Plattenfirma wünscht?

Nein, nicht unbedingt. Denn das Problem ist: Cashflow

Der Distributor, der deine Musik vertreibt, will 100.000 Stück deiner neuesten Single. Das klingt super, aber er bezahlt dich erst Monate später (wenn überhaupt). In der Zwischenzeit musst du aber den Hersteller der Single bezahlen, damit du die Singles überhaupt liefern kannst. Aber du bist ja nur ein Indie-Label mit einem entsprechend schmalen Bankkonto…

So ging es Sun Records, als sie plötzlich Hits mit Elvis Presley hatten. Und so geht es vielen Kleinunternehmen, die auf einmal mit einem Riesenauftrag konfrontiert sind.

Große Aufträge muss man sich leisten können. Und es kann sein, dass sich ein Riesenauftrag nicht als das beste, sondern das tödlichste für dein Lifestyle Business herausstellt.

Denn: „The last thing you want as an indie is to have a hit.“

Von Apple lernen

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Apple wird gerne in allen möglichen Kontexten als gutes Beispiel für alles Mögliche herangezogen. Man spricht mit Bewunderung von den Produkt-Innovationen, vom genialen Marketing, von der unglaublichen Visionskraft eines Steve Jobs.

Aber was können wir Ein-Personen-Unternehmen wirklich von Apple lernen?

Ich behaupte: Gar nichts. Niente. Nada. Apple taugt einfach nicht als Vorbild für uns.

Die Grafikerin, die seit zehn Jahren selbständig ist. Der Frisiersalon, der seit 1991 besteht. Der Burgerladen, der nach drei Jahren immer noch im Business ist.

DAS sind unsere Vorbilder. An IHNEN sollten wir uns ein Beispiel nehmen.

Non-profit overhead

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Welche Overheadkosten tragen bei dir gar nichts dazu bei, dass du deine potenziellen Kund*innen erreichst, für sie nützlich bist und am Ende Umsatz machst?

Welche Rechtfertigung hat dieser Overhead dann überhaupt?

Zuckersteuer

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Bei den Lebensmitteln kann man ein interessantes Phänomen beobachten: Gesunde Lebensmittel sind recht teuer, dafür sind die billigen Lebensmittel oft sehr ungesund.

Für mich als Betriebswirt ist das schwer nachvollziehbar, vor allem dann, wenn man sich nicht nur die Herstellungskosten der Lebensmittel anschaut, sondern vor allem die externalisierten (= ausgelagerten) Kosten von ungesunden Lebensmittel. Es ist nämlich so, dass durch ungesunde Lebensmittel (insbesondere durch Lebensmittel mit viel Zucker) viel mehr Schaden entsteht als durch gesunde. Die Kosten für die ungesunde Ernährung und für die daraus folgenden Krankheiten tragen aber nicht die Hersteller der ungesunden Lebensmittel, sondern die Allgemeinheit. Der Preis der ungesunden Lebensmittel ist daher viel zu niedrig im Verhältnis zu ihren tatsächlichen Kosten.

Man müsste also hergehen und diese externalisierten Kosten in den Kaufpreis der Lebensmittel einpreisen. Ungesunde Lebensmittel würden dadurch viel teurer, dafür könnten gesunde Lebensmittel im Gegenzug viel leistbarer werden.

Dadurch entstünde ein Steuerungseffekt: Besonders Menschen, die beim Lebensmitteleinkauf aufs Geld schauen müssen, würden zu den gesünderen Lebensmitteln greifen, weil sie billiger sind. Und durch die gesündere Ernährung würden die Folgekosten im Gesundheitssystem sinken. Eine Win-Win-Situation.

In 117 Ländern der Welt gibt es bereits eine Zuckersteuer, in Österreich nicht.

Mich würde interessieren, was die Gründe dafür sind. Und zwar die wirklichen Gründe.

Zombie companies

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Das sind Unternehmen, die nicht einmal genug Geld hatten, um ihre Zinszahlungen in den letzten drei Jahren zu begleichen, die aber immer wieder frisches Fremdkapital ins Haus geholt haben.

Ruchir Sharma sagt, in den USA wird deren Anteil auf bis zu 20 % geschätzt.

Überkorrektur

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Wenn wir vor etwas Angst haben – und Ängste sind bei der Gründung und in der Selbständigkeit ein ständiger Begleiter –, dann versuchen wir natürlich, alles zu unternehmen, damit diese Angstsituation nicht eintritt.

Mitunter passiert es dabei aber, dass wir damit überkorrigieren bzw. überkompensieren. In der Absicht, das Risiko zu minimieren, schießen wir über das Ziel hinaus und treffen Gegenmaßnahmen, die in keiner vernünftigen Relation mehr zur Bedrohung stehen: Ein übermäßig großer Sicherheitspolster, ein dreifach abgeschliffener Marketing-Text oder elf Feedbacks, wenn auch drei gereicht hätten.

Überkorrekturen bringen ihre eigenen Herausforderungen mit sich, nicht zuletzt deshalb, weil Überkorrektur sehr teuer ist. Oft tatsächlich im finanziellen Sinn, aber sicher in emotionaler Hinsicht.

Schau, dass du in deinem Risikomanagement Überkorrekturen aufdeckst und auf ein vernünftiges Maß reduzierst.

Das macht Ressourcen und Energie frei für das, worum es dir eigentlich geht.

Buchverkäufe

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Seth Godin hat unlängst eine spannende Grafik über den Buchmarkt in den USA geteilt:

In den USA erscheinen pro Jahr mehr als 450.000 Bücher. Davon verkaufen nur 163 Bücher mehr als 100.000 Stück. Mit anderen Worten: Nur 0,04 % aller Neuerscheinungen sind echte Bestseller.

Noch spannender ist die untere Hälfte der Grafik: 85 % aller Neuerscheinungen verkaufen weniger als 5.000 Stück. Und: Die allermeisten Neuerscheinungen würden heilfroh sein, wenn sie überhaupt dreistellige Verkaufszahlen erreichen könnten – oder überhaupt mehr als ein Exemplar verkaufen.

Als jemand, der schon mal ein Buch geschrieben hat, kann ich sagen: Das ist eine Mordshack’n. Aber es lohnt sich. Man lernt viel dabei.

Aber wenn du ein Buch schreiben willst in der Hoffnung, damit ein ordentliches Knedl zu machen oder weltberühmt zu werden, dann würde ich sagen: Träum weiter.

Finanzkapital und Humankapital

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Spannender Gedanke von Scott Galloway:

Es gibt Branchen, die haben ein overinvestment in human capital.  Mit anderen Worten: In diesen Branchen gibt es zu viele Menschen, die ihr Know-How und ihre Arbeitskraft einbringen, sodass der “Marktwert” dieser Menschen und ihrer eingebrachten Leistungen nicht besonders hoch ist.

Das mag vielleicht nur eine fancy Art sein zu sagen: Such dir eine Branche, in der du nicht so viel Konkurrenz hast. Aber bei mir hat in dieser Aussage noch ein weiterer Aspekt resoniert, nämlich den Blickwinkel des Kapitals.

Man sagt ja oft, dass es Solopreneure gut haben, weil sie für den Start ihres Business nicht viel Kapital brauchen. Was man damit eigentlich meint: Sie brauchen nicht viel Finanzkapital (sprich: Geld), um ihr Business zu starten. Aber: Jedes Business braucht Kapital-Investment, und Solopreneure investieren halt ihr Humankapital.

Es gibt also Branchen, in denen steckt viel Finanzkapital, und es gibt Branchen, in denen steckt viel Humankapital. Letztere sind Branchen, die besonders attraktiv für Solopreneure sind.

Schlau wäre aus unternehmerischer Sicht, als Selbständiger in einem Markt (in einer Branche) zu arbeiten, in der es viel Finanzkapital, aber wenig Humankapital gibt. Dann tut man sich wahrscheinlich leicht, Aufträge zu bekommen.

In der Tat arbeiten aber viele Selbständige in Branchen mit wenig Finanzkapital, aber viel Humankapital. Das Problem dabei: Wenn es in einer Branche bereits viel Humankapital gibt, kommt man mit mehr Humankapital nicht weiter. Man bräuchte Finanzkapital, um entscheidende unternehmerische Fortschritte auf diesem Markt zu machen.

Und genau das bringen viele Solopreneure ja per definitionem nicht ein – und schaffen sich damit automatisch das Dilemma, das im schlimmsten Fall im Präkariat endet.

FOMO als Geschäftsmodell

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Es gibt Businesses, die verdienen ihr Geld mit der Angst der Menschen, etwas zu verpassen.

Beispiel: Anlageberater, Finfluencer, Konzertveranstalter, Social Media Plattformen.

FOMO ist mächtig. Und mit FOMO lässt sich gut Geld verdienen, weil viele Menschen aus FOMO sehr unvernünftige (finanzielle) Entscheidungen treffen.

Trotzdem sage ich: Ein Business, dessen Geschäftsmodell auf Angst basiert, wird wenig gesellschaftlich Wünschenswertes beitragen.

Zahlen lügen nicht

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Das hört man Betriebswirte gerne sagen.

Aber das stimmt nur zum Teil. Eine Zahl ist zunächst mal nur eine Zahl. Interessant wird eine Zahl erst durch die Geschichte, die wir rund um die Zahl spinnen, um die Zahl zu “erklären”.

Und Geschichten… Die können durchaus eingebildet, erfunden oder geflunkert sein.

Vermarktwirtschaftlichung der Bildung

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Heute vor 3 Jahren, am 8. April 2021, ist einer meiner großen Vorbilder als Lehrer und Denker gestorben: Erich Ribolits.

Ein großes Anliegen war ihm stets, dass Bildung (und insbesondere das gesellschaftlich organisierte Lernen an Schulen, Hochschulen und in der Erwachsenenbildung) der Emanzipation der Menschen dienen soll. Bildung in seinem Verständnis war immer die Idee, dass Menschen befähigt werden sollen, ihr Leben in Würde zu leben.

Was er immer kritisiert hat: Dass die Bildungsinstitutionen als reine Zulieferer für “die Wirtschaft” gesehen werden. Und, dass in der Folge der Bildungssektor selbst immer mehr zu einem profitorientierten Wirtschaftszweig wird.

Welche negativen und teilweise grotesken Auswirkungen die von Ribolits kritisierte “Vermarktwirtschafltichung der Bildung” hat, habe ich als Lehrer in verschiedensten Formen immer wieder beobachten müssen.

Auch, wenn ich nur ein kleines Rädchen im Bildungswesen bin, bestärkt mich Erich Ribolits bis heute, in meinem Unterricht die Würde des Menschen an die erste Stelle zu stellen.

Obwohl (oder gerade weil) ich BWL unterrichte, weiß ich: Es geht letztenendes immer um die Menschen. Alles Andere führt uns in die Irre.

Gebrauchtwagenpreise

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Autoscout24 berichtet, dass in Österreich die Preise für Gebrauchtwagen seit 2020 um bis zu 48% gestiegen sind. Das Angebot habe sich verringert, die Nachfrage sei gestiegen. Ergo der Preisanstieg.

Die Frage ist, was das bedeutet. Nämlich sowohl für Käufer als auch für Verkäufer von Gebrauchtwagen. Denn im Grunde lässt sich fragen, ob diese Nachricht überhaupt einen Informationswert hat.

Denn einerseits ist es zwar möglicherweise interessant, die Großwetterlage des Preisgefüges am Markt zu kennen. Andererseits ist der Kauf bzw. Verkauf eines Gebrauchtwagens immer ein Deal zwischen den zwei ganz individuellen Vertragspartnern. Und diese Deals folgen nur sehr selten den errechneten Durchschnittspreisen auf den Euro genau.

Und außerdem darf man nicht vergessen, dass der Markt auf solche Nachrichten selbst auch wieder reagiert. Möglicherweise denken sich jetzt mehr Gebrauchtwagenbesitzer, dass es ein guter Zeitpunkt wäre, das alte Auto zu verkaufen, weil man ja jetzt eh einen guten Preis bekommt. Mehr Angebot würde dann auch wieder sinkende Preise bedeuten.

Oder es könnte auch passieren, dass sich Menschen, die sich eigentlich einen Gebrauchtwagen kaufen wollten, angesichts der hohen Preise denken: Alter, wenn die Gebrauchtwagen so teuer sind, dann kann ich mir gleich einen Neuwagen kaufen. Hab ich mehr davon. Und das würde dann zu weniger Nachfrage am Gebrauchtwagenmarkt führen – und zu niedrigeren Preisen.

Was ich damit sagen will: Diese Nachricht gibt die Preisentwicklung der Vergangenheit (hoffentlich korrekt) wieder. Aber daraus Voraussagen für die Zukunft abzuleiten, ist (höflich ausgedrückt) gewagt.

Das funktioniert an der Börse nicht, und das funktioniert auch am Markt für Gebrauchtwagen nicht.

Lebensfrohe Manager*innen

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Unlängst hat mir ein Student folgende spannende Frage gestellt:

Wenn man als Manager arbeitet und dabei immer versucht, Risiken zu erkennen bzw. zu vermeiden und immer auf den Worst Case vorbereitet zu sein – kann man dann überhaupt noch optimistisch auf’s Leben blicken?

Meine Antwort: Ja. Das ist so ähnlich wie vor einer Prüfung. Je besser man sich vorbereitet hat, desto entspannter wird man vor der Prüfung sein. Und desto optimistischer wird man der Prüfung entgegensehen.

Brunch-Aktion

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Mein Lieblings-Fußballverein Admira Wacker hat sich unlängst etwas einfallen lassen für seine Fans:

Wer zum Match am Sonntagvormittag kommt und einen Spritzer kauft, bekommt ein Brezel gratis dazu.

Abgesehen davon, dass mit knapp zehn Grad plus nicht gerade ein Spritzer-Wetter war: Schon klar… Da hat man einen neuen Sponsor, einen Winzer-Verbund, und man will dessen Produkte promoten.

Und dennoch sage ich: Nein, das war keine gute Idee. Das Timing passt nicht. Die Botschaft fühlt sich falsch an. Die Zielgruppe ist ziemlich eingeschränkt.

Da wäre mehr gegangen, wenn man wirklich eine leiwande Brunch-Aktion hätte machen wollen.

Organisierte Dummheit

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Immer, wenn du dich fragst: Wie kann es sein, dass eigentlich sehr gescheite Leute in Organisationen vollkommen hirnrissige Dinge tun?, ist das die wahrscheinlichste Antwort:

Aus Egoismus und/oder Narzissmus.

Unverbindlichkeit

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Die Leute melden sich an, aber sie kommen einfach nicht.

Das ist ein Rieseproblem, weil unnötig Ressourcen vorgehalten werden und damit auch viel Energie verschwendet wird.

Kostenbeiträge, Pönalen, Strafen etc. helfen, aber vielen ist sogar das (verlorene) Geld wurscht.

Pädagogik erfordert Entscheidungen

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Mir ist wichtiger, dass meine Studierenden BWL mögen, als dass sie BWL können.

Das ist eine kontroverse Meinung, und das kann man auch ganz anders sehen.

Aber mein Zugang ist: Wenn jemand BWL mag, dann hat er immer die Motivation, das zu lernen, was er/sie noch nicht weiß.

Hingegen: Wenn jemand BWL kann, aber nicht mag, wird er/sie keinen Beruf wählen, in dem er/sie seine/ihre BWL-Kenntnisse anwenden können würde. Wer will sich in seinem Job schon ständig selber quälen?

[Danke Dave Cormier für diesen Gedanken.]

Exzellentes Management

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Eine gute Geschäftsidee verdient ein gutes Management.

Exzellentes Management kann die Welt verändern.

Funktionale BWL-Analphabeten

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Es gibt Kinder, die können nach vier Jahren Volksschule nicht sinnesfassend lesen. Das heißt, sie können einzelne Wörter sehr wohl lesen, aber sie tun sich schwer, den Sinn eines Textes zu verstehen – besonders dann, wenn es sich um kompliziertere Texte wie Arztbriefe und um “Amtsdeutsch” handelt. Dabei wären gerade diese Dokumente wichtig zu verstehen.

Meine Beobachtung: Es gibt auch Studierende, die nach drei Jahren wirtschaftlichem Studium funktionale BWL-Analphabeten sind. Sie haben zwar einzelne Konzepte der BWL verstanden, aber die Zusammenhänge sind ihnen verschlossen geblieben. Deshalb werden sie sich schwer tun, in einem komplexen wirtschaftlichem Umfeld kompetent agieren zu können. Mit anderen Worten: Es wird nicht viel werden aus der erhofften Karriere.

Beide Fälle sind extrem frustrierend, für alle Beteiligten. Es wurde viel Zeit, viel Geld und viel Mühe verwendet, um Lernen zu ermöglichen, das dann im Endeffekt nicht stattgefunden hat.

Und das Allerfrustrierendste aus meiner Sicht: Es gibt nicht den einen Grund, woran das liegt. Es gibt ein Dutzend Gründe. Jede*r einzelne*r funktionale BWL-Analphabet*in ist eine*r zu viel, aber Lösung fällt mir leider auch keine andere ein, als weiterhin mein Bestes zu geben.