Tag#Gründungsberatung

Die neuen Selbstlerner

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Wir leben in einer Zeit, in der die traditionelle Bildungsinstitutionen wie Schulen, Hochschulen, Erwachsenenbildungszentren an ihre Grenzen stoßen.

Wir Lifestyle Entrepreneure spüren das besonders deutlich: An welcher Schule kann man lernen, wie man ein Lifestyle Business entwirft? An welcher Hochschule kann man Lifestyle Entrepreneurship studieren? Wo kann ich einen Abendkurs finden, der mir beibringt, wie ich ein passendes Geschäftsmodell für mein Lifestyle Business entwickle?

Nirgends. Wir Lifestyle Entrepreneure sind eine große Gruppe von Selbstlernern, die sich ihre Informationen aus verschiedensten Quellen selbst zusammenstellen. Jeder von uns entwickelt sein/ihr eigenes Curriculum. Das Internet bietet dafür auch die besten Voraussetzungen: Wir können uns unser Wissen von den besten Experten auf der ganzen Welt holen. Es war nie leichter, sich sein ideales Studium selbst zusammenzubasteln.

Und doch würden wir uns mitunter wünschen, uns nicht ganz allein auf diesem Weg zu fühlen. Von den Erfahrungen anderer Lifestyle Entrepreneure lernen zu können. Im Austausch mit anderen Lifestyle Entrepreneuren bessere Ideen entwickeln zu können.

Vielleicht ist die Zeit reif für eine “Universität für Lifestyle Business und Lifestyle Entrepreneurship”?

Der Lackmustest

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In Zeiten der Unsicherheit, wenn Dinge in Bewegung kommen und Altbewährtes in Frage gestellt wird, zeigt sich auch, was “echt” ist und was nicht.

Coaches, denen es mehr um ihr Business geht als um ihre Klienten, werden entlarvt. Bei Unternehmensgründern, die von Anfang an unsicher waren, ob sie den Schritt in die Selbständigkeit wagen sollen, wird diese Unsicherheit verstärkt. Wer zuvor sein Business auf sandigem Boden gebaut hat, kann die Risse nun nicht mehr übersehen.

Krisen lösen oft die Dinge nicht aus, sondern sie verstärken sie, wirken als Katalysator für Prozesse, die längst im Gang sind.

Insofern ist eine Krise immer auch die Chance wahrzunehmen, welche unserer Projekte in ihren Grundfesten erschüttert werden, aber auch welche Projekte wie ein Fels in der Brandung bestehen bleiben.

Tun, ohne zu fragen

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Es geschieht oft aus den besten Absichten: Wir tun etwas, weil wir glauben, dass wir dem Anderen damit helfen.

Dabei wäre die beste Hilfe zu fragen: “Wie kann ich dir helfen?”, statt einfach davon auszugehen, dass wir die Antwort eh schon kennen.

Das würde uns auch davor bewahren, dass wir beleidigt sind, wenn unsere ungefragte Hilfe nicht den Dank erhält, den wir selbstgerechter Weise erwartet hätten.

Verstanden werden

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Nur, weil jemand (d)einen Gedanken nicht versteht, muss er nicht falsch gewesen sein. „Richtig” und „falsch” sind überhaupt wenig hilfreiche Kategorien in diesem Zusammenhang.

In vielen, vielen Fällen gibt es gar kein „richtig” oder „falsch”, sondern nur verschiedene mehr oder weniger plausible Interpretationen einer Situation.

Auch, wenn deine Interpretation nicht verstanden wird oder eine andere Interpretation attraktiver ist (aus welchem Grund auch immer), hast du dennoch den Mut gehabt, deinen Gedanken auszudrücken.

Das ist an sich schon wertvoll, weil du damit zur Konversation beigetragen hast.

Zuspruch

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Worte des Zuspruchs, der Hoffnung und des Glaubens and eine gute Sache sind vielleicht das Wertvollste, was ich als Gründungsberater geben kann.

Das Licht am Ende des Tunnels anzünden. 

Thinking about thinking

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Dan Sullivan sagt, es gibt “four levels of thinking”:

  1. thinking about things 
  2. thinking about people
  3. thinking about thoughts (of other people)
  4. thinking about thinking 

Die allermeisten Menschen sind mit 1 und 2 beschäftigt und tun ihr ganzes Leben nichts anderes. (Social Media liefern dafür täglich den Beweis.)

3 ist die Voraussetzung dafür, dass jemand Lehrer oder Professor oder Experte werden kann. Aber es sind immer die Gedanken von anderen Menschen, die diese Menschen beschäftigen.

4 machen nur sehr wenige. “Thinking about thinking” bedeutet nämlich, immer wieder innezuhalten und sich zu fragen: “Ja, was denke ich denn eigentlich über diese diese Situation/diese Gelegenheit/dieses Problem? Was wäre, wenn ich darüber anders denken würde? Wie kann ich das anders denken?”

Über sein eigenes Denken nachzudenken ist eine sehr lohnenswerte Tätigkeit für jede/n Gründer/in und Lifestyle Entrepreneur – vielleicht sogar die beste Investition überhaupt.