Gute Beratung ist keine Garantie für den Erfolg als Lifestyle Entrepreneur, aber sie erhöht die Chance darauf.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Gute Beratung ist keine Garantie für den Erfolg als Lifestyle Entrepreneur, aber sie erhöht die Chance darauf.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Es gibt Gründer*innen, die könnten einen Turbo gebrauchen. Die unterschätzen, wie viel Arbeit und Zeit es kostet, ein Unternehmen professionell wettbewerbsfähig aufzustellen.
Und dann gibt es Gründer*innen, denen würde ein bisschen weniger Geschwindigkeit gut tun. Ein bisschen verschnaufen, ein bisschen links und rechts schauen.
Gute Gründngsberater*innen haben ein Gespür dafür, ob Bremsen oder Beschleunigen angesagt ist und können wie ein Dirigent den passenden Takt vorgeben.
Ich habe heute einen ganzen Tag damit verbracht, Berichte zu schreiben. Das wäre an sich nicht schlimm, wenn ich nicht den hartnäckigen Verdacht hätte, dass diese Berichte niemand lesen wird.
Ich akzeptiere das Berichteschreiben als Teil meiner Arbeit. Wie jeder Profi erledige ich auch die Aspekte professionell, die mir eigentlich wenig Spaß machen, aber die eben “dazugehören”.
Aber man fragt sich halt schon…
Manchmal merke ich, wie meine Gründer*innen sich indirekt meine “Erlaubnis” abholen wollen für eine Entscheidung, die Sie getroffen haben.
Dabei habe ich hier nichts zu erlauben. Genauso wenig, wie ich etwas zu verbieten, zu fordern oder zu vergeben hätte. Es ist nicht mein Projekt, um das es hier geht, sondern um das Projekt meiner Gründer*innen.
Eh klar. Trotzdem bedarf es immer wieder einer Erinnerung.
Günter Faltin im Gespräch mit Sven Ripsas (2015); Entrepreneurship.de Podcast vom 24. März 2018
(mehr …)Es ist hart, Unternehmer*in zu werden, es ist hart, Unternehmer*in zu sein, und es ist hart, Unternehmer*in zu bleiben.
Jede Unternehmerin und jeder Unternehmer, die ein Unternehmen über mehrere Jahre führen oder geführt haben, verdienen unseren Respekt für diese Leistung.
Es ist nämlich nicht so einfach, wie es vielleicht aussieht.
Wir Berater reden gerne. Das ist auch gut so, denn schließlich ist es unsere Aufgabe, unseren Kund*innen mit unserem Wissen neue Blickwinkel zu eröffnen.
Es ist allerdings heilsam, sich ab und zu zu vergegenwärtigen, dass es auch Kund*innen gibt, die uns einfach reden lassen, sich ihren Teil denken und den Herrgott einen guten Mann sein lassen.
Nicht alles, was wir sagen, wird auch Gehör finden.
Ich finde, schlaue Konzepte gehören zu den nützlichsten Dingen auf dieser Welt. Ein gutes Konzept hilft uns, Dinge über die Welt, in der wir leben, zu sehen und zu verstehen, die uns sonst verborgen geblieben wären.
Wir sollten dabei aber niemals vergessen, dass ein Konzept nicht die Wirklichkeit ist. Ein Konzept ist eine bestimmte Sichtweise auf die Wirklichkeit, eine Vereinfachung, die auch viel weglässt. So wie auch eine Landkarte nicht die echte Welt da draußen darstellt.
Gefährlich werden Konzepte dann, wenn wir uns nicht die Mühe machen, sie wirklich zu durchschauen und wenn wir sie daraufhin mit der Wirklichkeit verwechseln. Dann werden Konzepte zu unförmigen Konzeptbatzen, die nur unser Gehirn verpicken.
Das Schöne und das Ernüchternde an meiner Arbeit als Gründungsberater: Ich sehe hoffnungsvolle Projekte entstehen, und ich sehe ehemals hoffnungsvolle Projekte wieder verschwinden.
Es ist ein Kommen und Gehen. Wie alles im Leben.
Erfolg mit Leidenschaft Podcast S3E3 vom 7. Februar 2018
(mehr …)Productized Service Podcast #172 vom 21. April 2020
(mehr …)Lewis Hyde sagt sinngemäß: Wenn uns aus irgendeinem Grund die Empathie für etwas oder jemandem fehlt, dann können wir diese fehlende Empathie auch nicht mit gutem Willen wettmachen.
Bloßer guter Wille nimmt dem, was wir tun, jede Lebendigkeit. Wir sind bemüht, aber was wir tun ist künstlich, unnatürlich, starr.
Wenn Energie und Empathie erschöpft sind, hilft selbst ehrlich gemeintes Bemühen nicht weiter
Ein Gratis-Angebot ist ein Geschenk, das du deinen Kund*innen machst. Du schenkst jemandem deine Zeit, dein Know-How, deine Empathie etc.
Also ist es auch dein Recht, ja deine Pflicht, dieses Geschenk so zu gestalten, dass du es immer und immer wieder geben kannst. 30 intensive Beratungsminuten sind mindestens so wertvoll wie 60 Minuten Beratung, von denen du aber nur 45 Minuten in deiner Kraft bist.
Wähle also, was für dich passt, und beeindrucke deine Kund*innen in dieser Zeit, die dir zur Verfügung steht!
Inside Strategic Coach Podcast vom 7. Jänner 2020
(mehr …)Eine gute Geschäftsidee zu haben, ist ein Geschenk des Himmels. Mit diesem Geschenk ist jedoch auch eine Verpflichtung verbunden.
Indem der Empfänger dieses Geschenk annimmt, verpflichtet er sich, die Idee nach besten Kräften in die Welt zu bringen. Er verpflichtet sich, alles zu tun, um diese Idee tatsächlich umzusetzen.
Diese Verpflichtung sollte man nicht leichtfertig eingehen. Die Aufgaben, die damit verbunden sind, sind nicht alle angenehm und einfach. Im Gegenteil: Viele davon werden anstrengend, mühsam und hart sein. Aber all das ist Teil des Geschenks.
Wer nicht bereit ist, das Geschenk einer guten Idee mit all seinen Verpflichtungen anzunehmen, sollte die Idee lieber wieder freigeben, sodass sie jemand anderen finden kann, der ihr tatsächlich gewachsen ist.
In der Beratung ist sind “Abgrenzung” und “Professionalität” immer wieder ein Thema: Wie kann man seine Rolle als Berater*in bestmöglich erfüllen, ohne von all den großen und kleinen privaten Problemen der Kund*innen überwältigt zu werden?
Gerade in der Beratung von Lifestyle Entrepreneuren ist diese Trennung besonders schwierig. Denn per definitionem ist ein Lifestyle Business sehr stark verknüpft mit dem Privatleben des Lifestyle Entrepreneurs, und eine klare Trennung ist nicht nur nicht möglich, sie ist auch alles andere als sinnvoll.
Das Ziel wäre, den Lifestyle Entrepreneuren mit professioneller Herzlichkeit gegenüber zu treten: Wir arbeiten zusammen wie Profis (und nicht wie Amateure), und gleichzeitig anerkennen wir, dass sich hier zwei Menschen gegenüber sitzen – mit all ihrer individuellen Stärke und Verletzlichkeit.
Ich sehe als Gründungsberater so viele Angebote da draußen, wo sich Gründer*innen über das Gründen informieren können: Kompakte Infos in Form von Booklets, Videos, Webinaren und Live-Workshops.
So viele dieser Angebote kümmern sich fast ausschließlich um die technischen Aspekte der Gründung: Administrative To-Dos, Steuern, Sozialversicherung, Rechtsformen und so weiter.
So viele dieser Angebote haben deswegen weder Herz noch Seele. Nicht, dass sie inhaltlich nicht gut wären, aber sie holen die Gründer*innen nicht dort ab, wo die Gründung eigentlich beginnt: Bei ihren Emotionen, bei ihren Träumen und Unsicherheiten.
Die meisten Gründer*innen gründen ihr Unternehmen, weil es ihr Herzensprojekt ist. Dieses Herz sollte auch in den Angeboten für Gründer*innen spürbar sein – nicht als Nice-to-have, sondern als Ausgangspunkt für alles, was danach an (notwendigen) technischen Infos folgt.
Nicht oft, aber hin und wieder habe ich ein schlechtes Gefühl, wenn ich eine*n Gründer*in in die Selbständigkeit “entlasse”. Ich habe den Eindruck, dass ich da jemanden sehenden Auges aus sein/ihr Unglück zusteuern lasse.
Es fällt mir nicht leicht, damit umzugehen. Einerseits weiß ich, dass ich mich irren könnte. Nur, weil mein Gefühl nicht gut ist, heißt das nicht, dass der/die Gründer*in nicht seinen/ihren Weg finden und Erfolg haben wird. Was weiß denn ich schon?
Andererseits sehe ich es als meine Verantwortung als Berater, das zu artikulieren, was ich wahrnehme – ganz besonders dann, wenn da jemand böse auf die Nase fallen könnte. Wozu hat man denn einen Berater?
Ich entscheide mich dann meistens dafür, den Dingen seinen Lauf zu lassen und auf das Leben zu vertrauen. Ganz im Sinne von Dan Sullivan: Entweder stellt sich der Erfolg in Form von Umsatz ein, oder er stellt sich in Form dessen ein, was man aus dem Misserfolg gelernt hat.
Beides ist okay, beides hat seinen Wert.
Ein nützlicher Zugang für Beratungen aller Art: Jede Kundin, jeder Kunde ist ein vollkommen unbeschriebenes Blatt. Jede Beratung beginnt vollkommen von Neuem – ohne dass Vorurteile, Vorerfahrungen oder Vorgeschichten der Berater*innen eine Rolle spielen.
Jede Kundin und jeder Kunde hat es verdient, die unvoreingenommene Aufmerksamkeit ihrer Berater*innen zu bekommen, sodass diese wirklich sie oder ihn wahrnehmen und nicht ein von Vor-Stellungen entstelltes Zerrbild.
Dieses Ideal wird natürlich nie vollständig gelingen, aber das Bemühen darum ehrt und lohnt jede*n Berater*in.
Vielleicht ist der Sinn einer Gründungsberatung, den Gründer*innen dabei zu helfen, eine “innere Story” zu finden, die sie motiviert, stärkt und ermächtigt.
Eine Story über ihre Unternehmung, die ihnen Kraft gibt. Eine Story, die sie gerne von sich erzählen. Eine Story, die sowohl das Herz als auch das Hirn anspricht.
Vielleicht ist es tatsächlich nicht mehr – aber auch nicht weniger. Vielleicht ist das tatsächlich schon sehr viel. Vielleicht ist es sogar alles, was im Rahmen einer Gründungsberatung möglich ist.