Tag#LifestyleBusiness

EInzigartige Positionierung

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Einer der spannendsten Aspekte für mich in der Gründungsberatung ist es, gemeinsam mit meinen Gründer:innen ihren Platz am Markt zu finden.

Meine Erfahrung dabei ist, dass die einzigartige Positionierung am Markt eine Kombination der ganz individuellen Fähigkeiten, Wissen, Beziehungen, Erfahrungen, Netzwerke, Ressourcen… der jeweiligen Gründer:innen ist.

Wenn wir in diesen Prozess starten, dann ist alles, was wir für eine klare Positionierung brauchen, schon da. Wir müssen nichts hinzufügen, im Gegenteil:

Das Geheimnis ist, alles wegzulassen, was uns von der Einzigartigkeit der Gründerpersönlichkeit ablenkt. Es geht quasi darum, die Essenz eines Menschen freizulegen.

Aus der Einzigartigkeit eines Menschen ergibt sich dann quasi automatisch eine einzigartige Positionierung.

Zehn Jahre, oida!

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Bülent Ceylan hat unlängst in “Frühstück bei mir” davon erzählt, dass er zehn Jahre an seinem Durchbruch als Comedian gearbeitet hat.

Zehn Jahre!!! Nicht zehn Wochen, nicht zehn Monate… zehn JAHRE! Wer hätte dafür heute noch so lange die Geduld?

Zehn Jahre sind eine seeeehr lange Zeit. Sie können sich wie eine Ewigkeit anfühlen – besonders in den dunklen Momenten, wo man nicht weiß, ob der Durchbruch überhaupt irgendwann kommen wird und ob die ganze Mühe nicht vollkommen für die Fisch ist.

Aber diese lange Durststrecke hatte für Bülent Ceylan auch einen Vorteil: Als der Durchbruch dann endlich da war, hatte er einen riesigen Fundus an Material, aus dem er schöpfen konnte. Er hatte sich schließlich zehn Jahre auf seinen Erfolg vorbereitet.

Keine Anstrengung ist umsonst, solange du nicht das Vertrauen verlierst.

Erlaubnis zur Wachablöse

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Gentlemen, he said

I don’t need your organization, I’ve shined your shoes

I’ve moved your mountains and marked your cards

But Eden is burning, either getting ready for elimination

Or else your hearts must have the courage for the changing of the guards

Bob Dylan: Changing Of The Guards (1978)

So wie Bob Dylan empfinden viele Gründer:innen, die vorher in einer Anstellung waren: Ich habe mich für euch abgestrudelt, aber ihr habt mir nie die Wertschätzung zukommen lassen, die ich verdient hätte. No more! Jetzt arbeite ich für mich, dann habe ich wenigstens etwas davon!

Viele Angestellte jedoch bleiben viele Jahre frustriert in ihren Jobs, obwohl sie schon lange wissen, dass er nicht mehr passt, dass er ihnen nicht gut tut, dass er ihnen Tag für Tag nur noch Frust bringt. 

Sie bleiben trotzdem, weil ihnen eines fehlt: Die Erlaubnis zu gehen. Nämlich ihre eigene Erlaubnis. 

Die eigene Erlaubnis, das ist die neue große Markteintrittsbarriere unserer Zeit. Nicht „Was ist dir möglich zu unternehmen?“, sondern „Was erlaubst du dir zu unternehmen?“.

Qualität ist mehr

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Qualität bezieht sich nicht nur auf das, was wir liefern. Qualität ist vielschichtiger.

Es geht auch um Humor, Spaß, Freude, Abwechslung, Interaktion, Verpackung, usw. Also um Dinge vor oder nach der “Lieferung des Eigentlichen“.

Das ganze Drumherum also. Da entsteht Qualität.

[Danke Camillo Patzl für diesen Gedanken.]

Nur die Früchte zählen

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Wenn du wieder mal da sitzt und jammerst, wie viel Zeit und Energie du in dein Lifestyle Business investierst, dann frag dich mal ehrlich:

Wie viel deiner Zeit und deine Energie werden wirklich in Ergebnissen sichtbar? Was davon kommt wirklich bei deinen Wunschkund:innen an? Was davon wird auf deiner Website, auf Instagram oder in deinem Podcast “sichtbar”?

Es ist völlig egal, ob du dir bei deiner Arbeit leicht tust oder schwer, ob du gut drauf bist oder nicht. Was im Business zählt, sind die Ergebnisse. Du kannst den ganzen Tag g’schaftig sein – wenn du nichts Zählbares rausbringst, hast du nichts erreicht.

Es genügt nicht, guten Willens zu sein. Erfolg hast du nur, wenn du kontinuierlich Ergebnisse lieferst.

“An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen”, heißt es dazu in der Bibel.

Keine Zeit für die Gesundheit

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Die SVS bietet echt coole Gesundheitswochen an. Für einen ganz kleinen Kostenbeitrag kann man sich 10 bis 14 Tage intensiv an seiner Gesundheit widmen.

Und genau hier liegt das Problem: Die Gesundheitscamps sind nicht teuer, aber viele Selbständige können es sich leisten, sich so lange aus seinem Business rauszunehmen. Oder glauben das zumindest.

Es ist ein Jammer, welchen geringen Stellenwert viele Selbständige ihrer Gesundheit einräumen.

Gerade wir Lifestyle Entrepreneure stehen in der Verantwortung, es besser machen.

Nicht gleich die ultimative Lösung

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Wir Lifestyle Entrepreneure haben die Tendenz, gleich die ultimative Lösung liefern zu wollen. Dabei kommen Prozesse heraus, die sehr lange dauern und sehr teuer sind.

Wir bräuchten aber tatsächlich Lösungen, die am Anfang nicht viel Geld kosten und sich relativ schnell umsetzen lassen.

Besser werden können sie später immer noch.

Alles funktioniert

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Unlängst wieder hat mich eine Gründerin in einem Erstgespräch gefragt, welcher Marketing-Kanal der beste für sie wäre.

Meine Antwort auf diese Frage ist immer die gleiche: Alles funktioniert! Jeder Marketing-Kanal wird einen Effekt haben. Du kannst dich nicht falsch entscheiden. Du musst nur einen auswählen (der gut zu dir passt und der dir im besten Fall auch ein bisserl Spaß macht) – und dann dran bleiben.

Ich glaube, meine Gründer:innen denken sich dann manchmal: Das ist zu schön, um wahr zu sein. Das kann ich nicht recht glauben.

Aber lass es mich anhand einer Grafik erklären, die ich bei Lauftrainer Wilhelm Lilge kennengelernt habe:

Die Grafik zeigt Folgendes: Wenn man ein Anfänger beim Lauftraining ist, dann ist der Bereich, der “trainingswirksam” ist, sehr breit. Mit anderen Worten: Egal, auf welche Art du dich am Anfang bewegst, es wird ein Fortschritt sein. Weil praktisch jede Form von Bewegung besser ist als keine Bewegung.

Erst, wenn du mit deinem Lauftraining weiter fortgeschritten bist, wenn sich dein Körper an die Bewegung gewöhnt hat, wird es notwendig, dass du die Trainingsreize gezielter setzt. Dann wird es notwendig, dass du ganz strategisch und mit Plan vorgehst, damit du dich nicht unter- und nicht überforderst.

Und genauso ist es auch beim Marketing: Am Anfang ist jedes Marketing besser als kein Marketing. Du kannst bei deinem Marketing gar nicht so viel falsch machen, dass es nicht irgendeinen Effekt hätte.

Erst später, mit mehr Erfahrung und mehr Wissen über dich, dein Business und deine Kund:innen, macht es Sinn, Schritt für Schritt planvoller und strategischer zu werden.

Aber am Anfang gilt beim Laufen und beim Marketing gleichermaßen: Fang einfach mal irgendwo an – und hör nicht gleich beim ersten Gegenwind wieder auf!

Umsatz-Druck rausnehmen

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Manchmal unternehmen wir in unserem Lifestyle Business etwas, das nicht profitabel ist. Und egal, wie wir versuchen, das Projekt zu optimieren… es rechnet sich einfach nicht.

Das kann daran liegen, dass die Kosten höher sind als gedacht. Oder es kann daran liegen, dass die Kunden weniger zahlungsbereit sind als gedacht. Oft ist es beides zugleich.

Manchmal ist es dann eine gute Idee, den Druck rauszunehmen und von diesem Projekt nicht länger zu verlangen, dass es profitabel wird.

Das Gesamtmodell in deinem Lifestyle Business muss profitabel sein, aber nicht jedes einzelne Projekt.

[Danke Philipp Maderthaner für diesen Gedanken.]

Gegründet ist schnell

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Gründen an sich ist nicht kompliziert. Es gibt ein paar behördliche ToDos, ein paar Stellen, wo man sich melden muss, aber insgesamt ist das keine Raketenwissenschaft. Das kriegt man auch alleine hin.

Aber ein Business aufzubauen, das ist schon anspruchsvoll. Das intensive Nachdenken über die Geschäftsidee, die Entwicklung eines funktionierenden Geschäftsmodells, die Umsetzung der Vision an jedem einzelnen Tag, auch wenn’s mühsam ist…

Gegründet ist schnell, aber dadurch hast du noch kein Business.

[Danke Camillo Patzl für diesen Gedanken.]

Das #1-Problem

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Das #1-Problem der Selbständigen: Wie komme ich zu neuen Kunden/Aufträgen?

Ohne Umsatz ist alles andere egal. Ohne Einnahmen brauchst du dir über überhaupt nichts anderes Gedanken machen als über die Frage: Wie komme ich zu Umsatz? Wie komme ich zu Kunden?

Dieses Problem ist so wichtig, dass es ein System als Lösung verdient.

Klare Positionierung

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Es gibt einen Unterschied zwischen einer klaren Positionierung und einer guten Positionierung.

Anders gesagt: Nicht jede klare Positionierung ist auch eine gute Positionierung. 

(Andererseits: Klar ist eine Voraussetzung für gut.)

Technologie-Risiko

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Man geht als Solopreneur schon ein ziemliches Risiko ein, wenn man sich für eine Software entscheidet.

Seit ich mich z.B. für Notion als mein Notiz-Programm entschieden habe, denke ich mir: Hoffentlich wird’s Notion noch laaaange geben! Allein der Gedanke, dass ich mir irgendwann ein neues Notiz-Tool suchen müsste, weil Notion den Betrieb eingestellt hat, bereitet mir Kopfweh. Die ganzen Daten rauszubekommen! Die Daten wieder in ein anderes Tool zu importieren! Und dann klappt das sicher nicht reibungslos! Ein einziger Albtraum, mir das vorzustellen!

Deshalb scheuen sich viele Solopreneure davor, sich für eine Software zu entscheiden. Sie wollen die “beste” Option auswählen. Ist ja auch klar, denn das zeitliche und finanzielle Investment in das Tool hoch ist.

Mitunter stellt sich die Entscheidung für ein Tool im Nachhinein als nicht ideal heraus. Aber was wäre die Alternative? Stillsitzen und warten, bis das perfekte Toll daherkommt mit der Garantie, dass es ewig bestehen wird?

Natürlich nicht. Wir wählen unsere Business-Partner:innen mit Bedacht und nach bestem Wissen – Software genauso wie Menschen. Manchmal haben wir Glück, manchmal greifen wir ins Klo. Aber das geht den Anderen auch nicht anders.

brand eins hat Geburtstag

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Das Wirtschaftsmagazin brand eins feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen.

Ich mag brand eins. Ich bin Abonnent, und man könnte sagen: Ich bin ein Fan.

Ich wurde, wie alle Leser:innen, von brand eins (mehrmals) eingeladen, ein paar Geburtstags-Worte an den Verlag und die Redaktion zu senden. Es wäre ja auch nicht viel verlangt gewesen: Ein paar nette Worte an die tollen Leute, die das einzige Magazin machen, das ich abonniert habe und regelmäßig und gerne lese.

Ich hab’s nicht getan. Ich habe mir keine Zeit dafür genommen. brand eins ist mir wichtig, aber scheinbar doch nicht wichtig genug, um mich in Aktion zu bringen.

So, wie es mir mit brand eins geht, geht es mir oft. Und so, wie es mir mit brand eins geht, geht es vielen Menschen.

Gute Projekte und Initiativen werden dadurch mit Schweigen, Desinteresse und Apathie bestraft. Es kommt scheinbar nichts zurück, nicht mal bei besonderen Anlässen.

Und so geht es uns auch, wenn wir versuchen, für unser Lifestyle Business Aufmerksamkeit und engagement zu bekommen. Es ist verdammt schwer heutzutage, irgendein Feedback zu bekommen auf unsere Podcasts, Social-Media-Beiträge, Videos, Newsletter etc.

Aber lass uns nicht vergessen: Ich bin und bleibe Abonnent und Fan von brand eins. Das Magazin ist mir nicht wurscht. Ich habe nicht reagiert, aber das bedeutet nicht, dass es mir nicht wichtig ist.

Was du tust, kümmert viel mehr Menschen, als es scheint.

Im Wettbewerb

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Manchmal sind wir mit Anderen im Wettbewerb. Das ist auch in Ordnung.

Dann gilt es einfach besser zu sein als die Anderen. 

Social Media Überforderung

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Eine der größten Herausforderungen, die die älteren Generationen (also 40+) mit Social-Media-Plattformen wie TikTok haben:

Wir sind in geschlossenen, stabilen Systemen aufgewachsen und haben uns daran gewöhnt, dass alles verlässlich und berechenbar abgeht.

Wir können mit der Dynamik von Instagram, TikTok etc. einfach nicht umgehen. Wir kommen mit dem Chaos nicht zurecht, und wir sind frustriert, dass wir so wenig Einfluss und Kontrolle darauf haben, was dort passiert und wie wir dort “performen”.

Wir sind überfordert mit der Fülle der Möglichkeiten und wissen gar nicht, wo wir anfangen sollen.

Dabei wäre der richtige Zugang: Diese Fülle ist eine Riesenchance! Genieß die Freiheit, dass ALLES möglich ist! Such dir deinen ganz persönlichen Zugang, drück ganz konsequent aus, wer du bist und wofür du stehst – und dann schmeiß dich auf das Surfboard und reite die Welle!

[Danke Martin Schmidt für diesen erhellenden Gedanken.]

Willst du springen?

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Die meisten Menschen werden sich ihr ganzes Leben lang nicht selbständig machen.

Viele Menschen werden ihr ganzes Leben lang darüber reden, dass sie sich “irgendwann” selbständig machen – und es nie tun.

Unter diesen Menschen wird es einige geben, die sich nie trauen zu springen. Die nie den Mut oder die Gelegenheit finden, mit ihrem Traum Ernst zu machen.

Aber noch mehr Menschen machen sich nie selbständig (obwohl sie immer davon reden), weil sie sich insgeheim nicht eingestehen können oder wollen: Ich rede zwar immer wieder davon, weil es gut klingt und weil es eine schöne Vorstellung ist, aber… In Wahrheit werde ich nie springen. Weil ich eigentlich gar nicht springen will. Mir taugt es eh im Job.

Das ist voll okay. Wir brauchen Menschen, die gute Angestellte sind mindestens so sehr wie Menschen, die gute Unternehmer sind. Niemand muss sich selbständig machen.

Aber vielleicht wäre es eine gute Idee, damit aufzuhören, sich selbst zu belügen.

[Danke Philipp Maderthaner für diesen Gedanken.]

Frustrationspunkte

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Heute Früh habe ich mich hingesetzt und alle Punkte aufgeschrieben, die mich im Moment in meinem Business frustrieren.

Es sind sieben geworden.

Hat irgendwie gut getan.

Der Koffer gibt die Richtung vor

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Vor ewigen Zeiten, in einem Hotel in Karlsruhe. 

Ich beobachte einen Hotelgast beim Check-in, der mit seinem offensichtlich sehr schweren Koffer zu kämpfen hat. Aus irgendeinem Grund rollt der Koffer dem Gast ständig davon. Der Koffer macht mit ihm, was er will. Der Check-in verläuft alles andere als entspannt.

Wenn ein Koffer schwer ist, lässt er sich auch nur schwer unter Kontrolle halten. Er entwickelt eine Eigendynamik, die einem so nicht recht sein kann. Man hechelt dem Koffer hinterher. Man folgt dem Koffer, nicht umgekehrt.

Ist man ständig im reaktiven Modus, setzt man sehr viel Energie ein, die Kontrolle nicht ganz zu verlieren.

Was, wenn wir einen leichteren Koffer hätten?

Oder gar keinen?