Tag#LifestyleBusiness

Ein bisschen Liebe

E

Ein bisschen Liebe bei dem, was wir Lifestyle Entrepreneure in unserem Business tun, kann einen großen Unterschied machen.

Ich bekomme bei meinen Gründungsberatungen leider auch sehr viel Liebloses zu sehen. Texte, Websites, Designs usw., die zwar ihren Zweck erfüllen, aber auch nicht viel mehr.

Ein bisschen Liebe könnte alles verändern. Dinge, die mit Liebe gemacht sind… Das ist spürbar, das ist sichtbar. Und wenn wir diese Liebe selber nicht aufbringen können, dann sind wir aufgerufen jemanden zu finden, der/die das kann.

Business braucht Leidenschaft!?

B

Es stimmt schon: Jedes Business – und ganz besonders jedes Lifestyle Business – braucht die Leidenschaft ihrer Gründer*innen, die mit Herzblut bei der Sache sind und die auch an ihre Geschäftsidee glauben, wenn es sonst keiner tut.

Aber da gibt es einen fatalen Irrtum, dem ich immer wieder begegne – nämlich dem Glauben: “Wenn ich etwas mit Leidenschaft tue, dann kommt das Geld ganz von selbst.”

Das stimmt einfach nicht. Das ist naiv. Ja, Leidenschaft ist wichtig, aber sie ist nur einer von drei essenziellen Bausteinen, die deinen Geschäftserfolg ausmachen:

  1. Leidenschaft
  2. Menschen mit Problembewusstsein, die dein Angebot gut finden.
  3. Diese Menschen müssen eine Zahlungsbereitschaft mitbringen.

Wenn nur einer dieser drei Bausteine fehlt, bricht dein Geschäftsmodell wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Besserer Tee

B

Ich trinke seit vielen Jahren viel und gerne Tee. Schwarztee vor allem, aber auch grünen.

Aber erst seit vor Tagen habe ich begonnen, mich wirklich für Tee zu interessieren. Ich habe gelernt, wo Tee herkommt, wie er verarbeitet wird, was guten Tee ausmacht und wie unterschiedlich Tee an verschiedenen Orten der Welt getrunken wird. Es ist eine faszinierende Welt, die Welt des Tees.

Daraus habe ich für mich folgenden Schluss abgeleitet: Je mehr wir über eine Sache wissen, desto weniger wurscht wird uns diese Sache. Wir geben uns nicht mehr mit dem Erstbesten zufrieden, weil wir lernen, das Gute vom Schlechten zu unterscheiden. Es ist, als würden uns die Augen geöffnet – endlich.

Zu sehen und zu verstehen, hilft uns dabei, bessere Entscheidungen zu treffen – für unser Lifestyle Business, aber auch für unser Leben insgesamt. So wertvoll!

[Tipp: Der Zauber des Tees, Dokumentation auf Youtube]

Intellektuelle Herausforderung

I

Die Gründung eines Lifestyle Business ist (auch) eine intellektuell spannende und anregende Aufgabe.

Es ist ein Projekt, das komplex genug ist, um den Verstand über einen längeren Zeitraum herauszufordern. Es sind Kreativität und Logik und Problemlösungskompetenz gleichermaßen gefordert. Kurz: Es macht einfach Spaß, über sein eigenes Lifestyle Business nachzudenken.

Die Gefahr dabei: Dass es beim Nachdenken darüber bleibt. Dass die vielen Gedanken und guten Ideen nie den Weg ans Licht der Umsetzung finden.

Ja, ein Lifestyle Business ist eine spannende intellektuelle Herausforderung – aber nicht nur.

Bühnen

B

Auch wenn du kein Schauspieler oder keine Sängerin bist, hast du als Lifestyle Entrepreneur viele Bühnen, auf denen du auftrittst.

Deine Website ist eine dieser Bühnen. Wie du dich auf auf deiner Website präsentierst, wie du sie inszenierst und welche Rolle du dir dabei auf den Leib schreibst… das alles wird von deinem Publikum wahrgenommen.

Wie geht es dir denn, wenn du an deine Website denkst? Bist du stolz auf diese Bühne und eine Performance darauf? Oder wäre es längst an der Zeit, die Requisiten abzustauben und ein aktuelleres Stück auf deinen Spielplan zu setzen?

Mühlrad

M

Bis ein Mühlrad in Schwung kommt, dauert es eine Weile. Das geht nicht von heute auf morgen.

Wenn das Mühlrad aber erst einmal läuft, dann wirkt es fast mühelos und spielerisch. Es schaut überhaupt nicht mehr nach Arbeit aus.

Wenn das Wasser aber plötzlich versiegt, dann passiert etwas Interessantes: Der Antrieb ist zwar weg, aber das Mühlrad läuft noch ein bisschen weiter wie zuvor – als ob nichts geschehen wäre.

Das ist eine gefährliche Illusion: Auch im Business merken wir oft erst, dass das Wasser schon lange nicht mehr fließt, wenn unser Mühlrad gänzlich zum Stehen gekommen ist.

Keiner rennt, keiner pennt

K

Im amerikanischen Militär gibt es angeblich den Ausdruck “no hurry, no pause”. Gemeint ist damit, dass der beste Weg zum Ziel ist, stetig weiterzugehen. Nicht zu hetzen, aber auch keine Pausen einzulegen. Mein Bruder hat das übersetzt mit: “Keiner rennt, keiner pennt”. Sehr passend.

Ich denke, dieser Gedanke kann auch für uns Lifestyle Entrepreneure sehr hilfreich sein. Unsere Lifestyle Businesses sind “long games“, die sich am besten dadurch verwirklichen lassen, wenn wir konsequent an ihnen arbeiten, ohne aber Druck aufzubauen.

Don Miguel Ruiz hat diesen Gedanken wunderschön ausgedrückt:

„Die Wahrheit ist, dass es keine Rolle spielt, wie lange es dauert. Wir haben keine Eile, aber wir dürfen auch keine Zeit verlieren.”

Plan A

P

Was, wenn es sowas wie einen „Plan B“ gar nicht gibt, gar nicht geben kann?

Wenn alles schief geht, wenn nichts so funktioniert wie gedacht und man sich völlig neu orientieren muss… Was, wenn auch das immer noch der Plan A für dich ist, den das Leben für dich vorgesehen hat?

Play to win

P

Die Idee von “play to win” ist (im Business) folgende: Wenn du siehst, dass du mit deiner Unternehmung keinen Erfolg haben wirst, dann musst du konsequent damit aufhören und etwas Neues versuchen.

Wenn du merkst, dass du nicht gewinnen kannst, dann hör auf zu spielen und spiel ein anderes Spiel, in dem die Chancen besser stehen.

Dabei sehe ich ein Problem: Wir Lifestyle Entrepreneure definieren meist nur sehr ungenau, was mit “Erfolg” und “gewinnen” eigentlich gemeint ist:

  • Machst du dein Business nur für dich, völlig unabhängig davon, ob du damit Gewinn machst oder nicht?
  • Machst du dein Business in erster Linie für andere, weil sie brauchen, was du anbietest?
  • Machst du dein Business allein dafür, um damit Geld zu verdienen und Gewinn zu machen?

Klar: Je nachdem, wofür und für wen du dein Business machst, definieren sich auch “Erfolg” und “gewinnen” entsprechend.

Bei uns Lifestyle Entrepreneuren ist es aber meistens so, dass unser Business ein Mix aus allen drei Motiven ist: Wir machen das, was wir lieben, damit andere etwas davon haben und damit wir damit Geld verdienen.

Mit dieser Motiv-Verquickung sind eine Vielzahl von Problemen verbunden. Eines davon: Wie können wir jemals feststellen, ob wir “gewinnen”? Und ein weiteres: Wenn wir drauf kommen, dass wir mit unserem Lifestyle Business kein Geld verdienen… dann fällt es uns schwer, das Business loszulassen und was Neues zu versuchen – weil unser Herz dran hängt.

Vielleicht ist “play to win” auch das völlig falsche Konzept, um über Lifestyle Businesses nachzudenken. Vielleicht lässt sich ein Lifestyle Business gar nicht “gewinnen”.

Schlechte Erfahrungen

S

Das wirklich Schlechte an schlechten Erfahrungen ist allein, wenn man nichts daraus lernt.

Wenn man aus dem ersten Mal nichts lernt, dann stehen die Chancen gut, dass es auch ein zweites Mal passiert.

[Danke Dan Sullivan für die Inspiration.]

Kein Schwein

K

Heute sprach ich mit einer Gründerin über Sinn und Unsinn von Newslettern. Ihr Urteil: “Es interessiert doch kein Schwein, was da irgendjemand herumphilosophiert.” Wenn überhaupt, dann öffnet sie einen Newsletter nur, um schnell abzuchecken, ob irgendwas Nützliches für sie drinnen ist. Wenn nicht: Delete.

Ich glaube, sie hat vollkommen recht. Niemand braucht einen Newsletter, der “more of the same” bringt. Einen Newsletter, der lustlos geschrieben ist. Einen Newsletter, den man nicht einmal selbst lesen würde, bekäme man ihn von jemand anderem zugesendet.

Wenn schon Newsletter, dann sollte der Anspruch sein, dass man ihn vermissen würde, wäre er nicht mehr da.

Der richtige Preis

D

Eines der Themen, das ich am häufigsten mit meinen Gründer*innen bespreche: Der richtige Preis für die Angebote/Produkte/Dienstleistungen.

Es scheint eines der mit Abstand schwierigsten zu lösenden unternehmerischen Probleme zu sein. Das liegt unter anderem daran, dass es keine direkte Beziehung zwischen Preis, Wert und Nutzen gibt und dass unser Gehirn sehr irrational auf Preise reagiert. Der richtige Preis ist also ebenso sehr ein psychologisches wie ein rechnerisches Problem.

Es liegt aber auch daran, dass wir Unternehmer nur die Preise verlangen (können), die wir uns selbst erlauben. Der richtige Preis ist also immer auch die Frage nach dem eigenen Selbstwert und der subjektiv empfundenen Kompetenz, mit der man seinen Kund*innen gegenübertritt.

Die Frage nach dem richtigen Preis ist also zuallererst eine Frage der Glaubenssätze und erst an zweiter Stelle eine Excel-Formel.

Probleme formulieren

P

Ein Weg zum Erfolg: Das Problem deiner Kunden besser formulieren, als es deine Kunden selbst könnten.

Es ist eine Sache, ein Gefühl dafür zu haben, dass etwas schiefläuft. Eine ganz andere Sache ist es allerdings, dieses Unbehagen in Worte fassen zu können und auf den Punkt zu bringen. Genau diese Fähigkeit zeichnet echte Expert*innen aus.

Wenn du es also schaffst, das Problem deiner Kund*innen wirklich zu verstehen und das auch in der Sprache deiner Kund*innen klar und überzeugend zu formulieren, dann fühlen sich deine Kund*innen verstanden. Und von Menschen, von denen man sich verstanden fühlt, lässt man sich auch gerne helfen.

Genau so kann die Sogwirkung entstehen, die du dir für dein Lifestyle Business wünscht.

Arbeit und Freizeit

A

“Du arbeitest auch, wenn du nicht arbeitest.” Das ist ein Vorwurf, den wir Lifestyle Entrepreneure gerne mal zu hören bekommen.

Natürlich könnten wir in unserer Freizeit auch Netflix sehen, sinnlos im Internet surfen oder Social Media spielen – also das machen, was andere Menschen so als ihre Freizeit bezeichnen.

Aber wir können einfach auch das tun, was wir in unserem Lifestyle Business tun wollen – egal, ob wir das jetzt als Arbeit oder als Freizeit bezeichnen.

Der Fluch der Begeisterung

D

Ein Kollege von mir meinte heute zu einem Gründer: „Nur, weil du eine Eingebung hast, heißt das noch lange nicht, dass das der richtige Weg ist.“

Oft genug verlieben wir uns in eine Idee und werden von Wogen der Begeisterung erfasst. Und wie das halt so ist, wenn man verliebt ist: Man sieht die Welt nicht mehr 100% objektiv. Stichwort: Rosarote Brille.

Da hilft es, mit anderen Menschen – und speziell mit möglichen Kund*innen – zu reden und sich so wieder ein bisschen Bodenhaftung zu holen. Sonst kann es sein, dass der Liebeskummer sehr schmerzhaft wird.