Tag#Marketing

Forschen am Markt

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Katharina Lewald sagt: Die Schnellen kommen weiter. Nicht die Gründlichen, nicht die Fleißigen. Die Schnellen.

Warum? Weil jedes Angebot, das du rausbringst, eigentlich ein Experiment ist. Du testest eine Hypothese am Markt. Der Markt gibt dir eine Antwort, denn Märkte sind Gespräche. Während andere noch in ihrem stillen Kämmerlein konzipieren, hat der Schnelle schon vier Hypothesen getestet, Antworten bekommen, Umsatz gemacht und weißt, was funktioniert.

Das stille Kämmerlein ist kein Labor. Das stille Kämmerlein ist ein Wartezimmer.

Der Markt ist dein Labor.

Achtung: Geschenk!

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Im aktuellen brand eins gibt es gerade sehr leiwande Artikel über die Geschenke-Ökonomie und ihre Tücken.

Denn: Geschenke können für den Beschenkten sehr teuer werden – selbst, wenn der Schenkende die besten Absichten hat. Darüber habe ich schon mal gebloggt.

Ein aktuelles Beispiel kommt von Philipp Maderthaner, der mir in seinem Newsletter schreibt:

Ich unterstelle Philipp Maderthaner nichts als die besten Absichten, und dennoch weiß ich: fragphilipp.ai ist für mich nicht kostenlos, egal was er sagt.

Denn: Mit jeder Frage, die ich dem KI-Philipp stelle, lernen KI und Philipp von mir. Ich gebe ihnen kostenlose Informationen von mir. Sie erfahren, was mich beschäftigt, und sie können (und werden) diese Daten dazu nutzen, mir an anderer Stelle kostenpflichtige Angebote zu machen.

Das ist nicht an und für sich verwerflich. So funktioniert Online-Business. Aber gerade im Online-Business sollten wir sehr achtsam sein, wenn uns etwas gratis angeboten wird.

Das Budget ist schon da

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Der Unterschied zwischen B2B (Business to Business) und B2E (Business to Entrepreneur, also wenn du mit Selbstständigen, Freelancer:innen etc. arbeitest) ist nicht nur die Personengruppe. Es gibt einen fundamentalen Unterschied im Geschäftsmodell.

Bei B2B verwalten deine Gesprächspartner:innen meist ein vordefiniertes Budget. Die Frage ist nicht, ob sie Geld ausgeben, sondern für wen sie das Budget verwenden. Sie werden sicher jemanden beauftragen. Das Geld ist da, die Entscheidung steht fest. Es geht “nur” mehr darum, dass sie das Geld bei dir ausgeben.

Bei B2E ist die Frage nicht, für was oder an wen gezahlt wird, sondern erstmal ob überhaupt. Deswegen kommt B2E-Marketing oft so pushy rüber: Du brauchst Funnels! Eine Personal Brand! Diese Methode garantiert dir Erfolg! Weil die Selbständigen erst mal davon überzeugt werden müssen, überhaupt Geld auszugeben, müssen permanent Probleme geweckt, Dringlichkeit geschürt, FOMO erzeugt werden.

Das ist anstrengend.

Im B2B läuft das anders. Die grundsätzliche Entscheidung fürs Geldausgeben ist bereits gefallen.

Das ändert alles.

[Danke Katrin Gildner für diesen Gedanken.]

Deine USP

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Ich finde, die USP (unique selling proposition) ist bei einem Ein-Personen-Unternehmen ein völlig überschätztes Konzept.

Es wäre ein unglaublich hoher Anspruch, als einer von tausenden Unternehmensberater:innen, Fotograf:innen oder Psychotherapeut:innen eine echte USP zu haben – also wirklich unique zu sein..

Es gibt nichts Neues unter der Sonne, heißt es schon in der Bibel. Viele Gründer:innen quälen sich damit, ein Alleinstellungsmerkmal zu finden, und kommen drauf: Alles wurde schon irgendwann mal gedacht, gemacht, angeboten.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Deine USP als Solopreneur sind deine Kontakte. Punkt. Insbesondere die Resonanz-Beziehungen, die du im Laufe deines Lebens (in deiner Ausbildung, als Angestellte:r, im privaten Umfeld) hergestellt hast und noch herstellen wirst.

Diese Resonanzbeziehungen sind dein wahres Asset. Die kann dir niemand wegnehmen.

Es sind die anderen Menschen, die dich einzigartig machen – nicht du selbst.

Wer nicht passt, passt nicht

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Die meisten Gründer:innen haben eine einigermaßen klare Vorstellung davon, wen sie als Kund:in gewinnen wollen. Welche Branche, welche Größe, welches Problem.

Aber frag mal nach den Kriterien, nach denen sie potenzielle Kund:innen ablehnen. Da kommt meistens sowas wie: “Naja, wenn’s Bauchgefühl nicht passt.” Oder: “Wenn die Chemie nicht stimmt.”

Das ist interessant. Denn das Disqualifizieren ist mindestens genauso wichtig wie das Qualifizieren von Kund:innen. Vielleicht sogar noch wichtiger. Ein Kunde, der nicht passt, kostet dich Energie, Zeit und Nerven – oft mehr, als er einbringt.

Trotzdem arbeiten die wenigsten mit expliziten Ausschlusskriterien. Sie sagen Ja, wenn’s sich gut anfühlt. Und merken erst Wochen später, dass es ein Fehler war.

In der klassischen Verkaufslogik geht’s ums Gewinnen, nicht ums Ablehnen. Aber als Solopreneur bist du keine Verkaufsmaschine. Du hast begrenzte Kapazität. Und die füllst du am besten mit den richtigen Menschen.

Der redliche Kaufmann

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Günter Faltin nennt die Arbeit seiner Teekampagne “redlich”. Ein Wort, das man im Business-Kontext selten hört. Zu altmodisch vielleicht, zu wenig sexy. Dabei trifft es etwas Wesentliches.

Faltin definiert Redlichkeit so: Fair zu allen Beteiligten. Du verkaufst, was du versprichst. Du zahlst faire Preise. Du machst keine halben Sachen. Kein Theater, keine aufgeblasenen Claims, keine künstliche Verknappung.

Der “redliche Kaufmann” ist für uns Solopreneure womöglich das bessere Ideal als der “disruptive Entrepreneur”.

Redlichkeit braucht keine Werbelyrik. Sie spricht für sich. Und sie zeigt sich in dem, was du tust – nicht in dem, was du darüber erzählst.

Leere Tanzfläche

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Meine Beobachtung: LinkedIn ist leer.

Ich scrolle durch meinen Feed und sehe kaum Beiträge von Leuten aus meinem Netzwerk. Es gibt offenbar sehr wenige Producer dort. (Oder der Algorithmus versteckt sie vor mir.)

Zweite Beobachtung: Ich sehe fast keinen informativen Content zu Gründung, Selbständigkeit oder Solopreneurship. Nur Corporate-Blabla und Motivationssprüche.

Das bedeutet: Auf LinkedIn ist noch viel Platz.

Während alle auf Instagram und TikTok um Aufmerksamkeit kämpfen, liegt eine der wichtigsten Business-Plattformen praktisch brach. Zumindest für authentischen Unternehmer:innen-Content.

Wer dort als Solopreneur regelmäßig echte Gedanken teilt, hat wenig Konkurrenz. Die Chance, gesehen zu werden, ist wahrscheinlich ziemlich groß.

Aber warum nutzen so wenige diese Gelegenheit?

Wenn Archetypen auf verwundete Psychen treffen

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Tad Hargrave stellt eine interessante These auf: Das Problem mit den Archetypen Artist und Entrepreneur ist nicht, dass sie existieren. Das Problem ist, dass wir sie heute fast nur noch in ihren übertriebenen Formen wahrnehmen.

Der vergeistigte, selbstbezogene Künstler, der sich um kommerzielle Realität nicht schert. Der globale, herzlose, profitmaximierende Unternehmer, dem Menschen egal sind.

Beide Zerrbilder sind abstoßend. Keiner will so sein.

Hargrave sagt: Those two energies are fundamentally repulsive to people. Und wenn diese verzerrten Bilder auf die verwundeten Seelen der heutigen Menschen treffen – was soll da Gutes rauskommen?

Die meisten Solopreneure, die ich kenne, wollen weder weltfremde Künstler noch Bro-Marketer sein. Sie suchen nach einem dritten Weg, finden ihn aber nicht – weil sie glauben, zwischen zwei Übeln wählen zu müssen.

Aber die Wahl ist falsch gestellt. Der Künstler und der Unternehmer in ihrer gesunden Form sind weder vergeistigt noch herzlos. Sie sind zwei Haltungen, die es beide in einem Business braucht.

Das Problem ist nicht der Archetyp. Das Problem ist die Karikatur.

Eine durchgängige Story

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Wenn du Dinge verändern willst – die großen wie die kleinen –, dann ist es ganz entscheidend, welche Story du darüber erzählst.

Eine durchgängige Story, warum die Dinge sind, wie sie sind. Wie die Dinge in einer besseren Zukunft sein könnten. Und was dafür zu tun ist, wann und von wem.

Natürlich kannst du auch versuchen, ohne so eine Story zu führen, zu lehren oder zu beraten.

Aber: Die durchgängige, stimmige Story ist extrem nützlich.

Zweifache Sichtbarkeit

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Sichtbarkeit hat zwei Richtungen.

Die eine kennt man: Sichtbarkeit nach außen. Wie du dich präsentierst, wie du verkaufst, wie andere dich wahrnehmen. Das klassische Marketing-Thema. Daran arbeiten die meisten.

Die andere ist entscheidender: Sichtbarkeit nach innen. Wie gut du dich selbst kennst. Wie klar du siehst, wo du strahlst. Ob du überhaupt weißt, was du zeigen willst.

Denn was nützt die beste Außen-Präsentation, wenn du nicht weißt, wer du eigentlich sein willst?

[Danke Carolin Anne Schiebel für diese Unterscheidung]

Der Reiz des Unspektakulären

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Der Installateur kommt, macht seine Arbeit, stellt die Rechnung. Kein Drama. Keine revolutionäre neue Herangehensweise an Sanitärtechnik. Keine LinkedIn-Posts über seine “transformative Customer Journey”. Er hat ein “Boring Business“, wie es Maggie Patterson nennt: vorhersehbare Kund:innen, vorhersehbare Probleme, vorhersehbare Lösungen. Und genau das macht ihn erfolgreich.

Aber uns Solopreneuren wird eingeredet, wir müssten fancy sein. Thought Leader. Disruptor. Game Changer. Jeder Launch eine Revolution, jedes Angebot ein Signature Program.

Die ganze Online-Business-Welt schreit: Sei spektakulär – oder stirb! Und wir glauben das. Brennen aus für die Performance, während der Installateur um 16 Uhr Feierabend macht.

Das wirklich Rebellische heute wäre, ein “langweiliges” Business zu haben. Eines, wo du weißt, was nächsten Monat passiert. Wo deine Kund:innen wiederkommen, weil du solide Arbeit machst – nicht weil du sie mit dem neuesten Funnel-Automatisierungs-Hack geködert hast. 

Predictable ist das neue sexy. Auch wenn’s auf Instagram niemand liken würde.

Die Lauten kaufen nicht

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Björn Tantau sagt: Die “lauten” Follower auf Social Media sind meist nicht die Leute, die bei dir kaufen.

Deine Fans, die alles liken, die kaufen meistens nichts. Die tun vielleicht deinem Ego gut, weil sie dich leiwand finden, aber Umsatz machst du mit ihnen nicht.

Deine Kunden sind die “Stillen”. Die schauen sich an, was du machst, aber sie haben gar kein Interesse daran, irgendwas zu liken oder zu kommentieren. Sie wollen, dass du ihnen bei ihrem Problem hilfst — nicht, dass sie von dir entertaint werden.

“Kaufbereite Menschen sind oft still — aber aufmerksam!” Sie interessieren sich aber nicht für deinen Like-Zähler, sondern für deinen Tonfall, für deine Haltung und für deinen einzigartigen Point of View.

Namen merken

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Ich habe jedes Jahr ca. 150 neue Student:innen. Und jedes Jahr setze ich mir das Ziel, mir die Namen dieser jungen Menschen zu merken. Um zu zeigen: Für mich bist du nicht nur eine Matrikelnummer. Ich nehme dich als Menschen wahr.

Das ist keine leichte Aufgabe, die ich mir da stelle, und ich schaffe es längst nicht, mir jeden Namen zu jedem Gesicht zu merken.

Ein Muster ist mir dabei aufgefallen: Am leichtesten merke ich mir die besonders Guten und die besonders Schlechten. Mit der Mitte tue ich mir am schwersten.

Was herausragt, wird leichter gemerkt. Was in der Mitte liegt, geht in der Masse unter. So geht es mir beim Namen-Merken, und so geht es den Kund:innen auf einem Markt.

Mit List und Tücke

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Gordon Schönwälder teilte unlängst folgende spannende Beobachtung:

Auf den Websites seiner Klient:innen findet er nur „mit viel List und Tücke“ das Formular zum Eintragen in den Newsletter. Als ob sie den Newsletter vor den Besuchern verstecken wollten.

Mal ganz abgesehen davon, ob ich mich da nicht auch selbst ein bisschen angesprochen fühle: Das ist wieder mal ein schönes Beispiel dafür, was passiert, wenn wir Solopreneure ein Marketing-Sammelsurium, aber keine Marketing-Strategie haben.

Eine Strategie zu haben bedeutet nämlich, das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden zu können. Und aus dieser Unterscheidung ergibt sich die Fähigkeit, Prioritäten abzuleiten.

Das würde im Fall des Newsletters erlauben zu sagen: Entweder ist der Newsletter in meiner Marketing-Strategie nicht wichtig – dann kann ich ihn aber auch gleich weglassen. Oder der Newsletter ist wichtig, dann muss er auch prominent in die Auslage.

Aber eben nicht irgendwas dazwischen.

Die Lösung ist nicht das Problem

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Solo-Expert:innen-Businesses scheitern meist nicht daran, dass ihre Lösung schlecht wäre. Sie scheitern daran, dass ihre Kund:innen ihr Problem in der Marketing-Message nicht wiedererkennen.

Du sagst: “Wir helfen dir, online sichtbar zu werden.” Deine Kund:in beschäftigt aber: “Ich verliere ständig Aufträge an die Konkurrenz.” Du sagst: “Change Management für dein Team.” Sie fürchtet: “Meine Leute stehen kurz davor zu kündigen.” Du redest über Konzepte. Sie erleben konkrete Probleme.

Deine Kund:innen haben viel um die Ohren. Sie wollen nicht rätseln, ob du ihnen helfen kannst. Sie wollen ihr Problem in deinen Worten wiedererkennen – sofort, ohne Umweg, ohne eigene Übersetzungsleistung.

Wenn das nicht passiert, wird alles schwerer. Erstgespräche ziehen sich, weil sie nicht verstehen, warum sie dich brauchen. Empfehlungen bleiben aus, weil niemand weiß, wann er jemanden zu dir schicken soll. Networking wird zäh, weil dein “Ich helfe”-Satz mehr über dich sagt als über sie.

Ein Problem in der Sprache deiner Kund:innen auszudrücken ist kein Marketing-Trick, keine Manipulation. Es ist das sprachliche Fundament deines Business. Ohne das bleibt alles Folgende Glückssache.

[Danke Michelle Mazur für diesen Gedanken.]

Zeichen setzen

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Meine Beobachtung: Die meisten Solo-Selbständigen sind viel zu bescheiden mit dem, was sie nach außen zeigen.

Man kennt’s: Ein Projekt läuft richtig gut. Das Kundenfeedback ist durchwegs positiv. Die Zusammenarbeit hat super funktioniert. Aber auf LinkedIn oder der eigenen Website? Kein Wort darüber.

„Ich will nicht angeben”, denken sich viele.

Was für ein Aberglaube!

Wenn du einen guten Job machst, dann ist das kein Angeben. Das ist eine Klarstellung. Du zeigst, dass du kompetent bist. Du machst sichtbar, was du leistest. Du gibst potenziellen Kunden einen Grund, dir zu vertrauen.

Aber wir Österreicher haben ein seltsames Verhältnis zum Erfolg-Zeigen. Als würde man sich selbst disqualifizieren, wenn man zugibt, dass man gut ist in dem, was man tut. Das beginnt in der Schule und setzt sich in der Selbständigkeit nahtlos fort.

Wenn du als Solopreneur nicht zeigst, was du drauf hast, macht es niemand für dich. Du hast keinen Marketing-Manager. Du hast keine PR-Abteilung. Du bist dein eigener Verkäufer.

Und ein Verkäufer, der seine Erfolge versteckt, ist ein schlechter Verkäufer.

Also: Zeig, was du geschafft hast. Erzähl von deinen Kunden. Sprich über deine Projekte. Nicht, weil du ein Wunderwuzzi bist, sondern weil es dein Job ist!

[Danke Justin Welsh für diesen wichtigen Reminder.]

Das Problem erklärt

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Für ganz viele Probleme gibt es einen Haufen Erklärungen, aber keine Lösung. 

Ein Problem zu erklären, also zu erklären, wo es herkommt und warum es so ist und nicht anders… Das ist noch keine Lösung.

Deine Kund:innen haben nicht viel davon, wenn sie durch dich ihr Problem verstanden haben, sich aber immer noch fragen: Und was mache ich jetzt dagegen?

Wenn deine Kund:innen ein Problem haben, dann suchen sie bei dir ziemlich sicher nach einer Lösung, nicht (nur) nach Erklärungen.

Marketing-Ursulas

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So nennt Larissa Fessl die Frauen auf Instagram, „die dann immer so sagen, du musst das und das machen“, wenn du mit deinem Business Erfolg haben willst.

Die dir sagen: “Du brauchst einen Online-Kurs. Und dann musst du hier einen Funnel aufbauen. Und e-Mail-Marketing machen und irgendwie tausend e-Mail-Sequenzen schreiben.“

Die “Marketing-Ursulas” sagen dir genau, wie’s geht. Und trotzdem spürst du: Da stimmt was nicht. „Ich hab auch irgendwie jetzt festgestellt: Ich kauf das ja selber nicht, wenn ich solche e-Mails bekomme!“, sagt Larissa Fessl.

Nimm dich in Acht vor den “Marketing-Ursulas”. (Es ist gar nicht leicht, ihnen zu entkommen.)

Erdnüsse nach Bangkok

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Eine der entscheidendsten Überlegungen in deinem Solo-Business: Was verkaufst du eigentlich – und was kauft dein Kunde?

Stell dir vor, eine Fluglinie würde so werben: “Economy Class: Sitzgröße DIN A4, Beinfreiheit 12 cm, 3 Erdnüsse.”

Das macht keine Airline. Die werben mit: “Bangkok ab 699 €”

Sie verkaufen nicht die Erdnüsse. Sie verkaufen Bangkok.

Wir Solopreneure reden meistens über unsere Erdnüsse. Über Features, Methoden, Zertifikate. Über das, was wir tun.

Aber der Kunde kauft Bangkok. Er kauft, wo er nachher sein wird. Die Transformation. Das Ergebnis. Die Methode ist ihm wurscht. Das Ziel zählt.

Wenn du Menschen von A nach B bringst, dann fokussiere auf B. Alles andere sind nur Erdnüsse.

[Danke Matthias Barth für diesen Gedanken.]

Argumente verkaufen

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„Argumente soll man nie verkaufen“, sagt Matthias Horx.

Soll heißen (glaube ich): Wenn du ein gutes Argument hast, dann kann das für sich stehen.

Du musst nichts unternehmen, um es anderen Menschen “schmackhaft” zu machen. Meistens nimmst du dem Argument dadurch nämlich Schärfe, Stärke und Genauigkeit.