Tag#Marketing

Mehr Substanz für mehr Vertrauen

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Die “Vertrauensrezession” – also die Tatsache, dass Menschen skeptischer kaufen und länger überlegen – führt gerade zu interessanten Phänomenen am Coaching- und Beratungsmarkt.

Viele Menschen haben in den letzten Jahren schlechte Erfahrungen gemacht mit Online-Kursen und -Programmen. Das führt dazu, dass diese Menschen vorsichtiger geworden sind. Sie kaufen nicht mehr irgendwas, sondern nur noch das, was wirklich funktioniert.

Das bedeutet: Ein durchdachtes Angebot schlägt zehn halbgare Schnellschüsse. “Weniger, aber besser” könnte der Weg sein, um auf dem Markt langfristig bestehen zu können. Also auf Qualität zu setzen, nicht auf Volumen.

Das ist aber keine leichte Aufgabe – gerade für jene halbgaren “Kolleg:innen” da draußen, die noch versuchen, mit Lautstärke zu kompensieren, was ihnen an Substanz fehlt.

Ein ganz normales Leben

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Alain de Botton sagt: Der Wunsch, bekannt und berühmt zu sein, ist eigentlich kein gutes Zeichen. 

Es ist für ihn ein Zeichen, dass man keine besonders gute Kindheit hatte. Eine glückliche Kindheit würde seiner Meinung nach nämlich dazu führen, dass man als Erwachsene:r nichts Besonderes mehr sein will, weil man die voll auf sich konzentrierte Aufmerksamkeit in seiner Kindheit (als Baby, als Kleinkind) „abgefrühstückt“ hat. 

Nichts Besonderes sein zu wollen, mit einem „ganz normalen Leben“ zufrieden zu sein — das ist eine sehr schwierige Aufgabe. Und es ist definitiv nicht en vogue in unserer Aufmerksamkeitsökonomie.

Aber möglicherweise ist es genau das, was wir uns in der Tiefe unseres Herzens eigentlich wünschen.

Hohe Erwartungen

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Du stellst ein Angebot auf die Website und wartest auf die Anmeldungen. Du sagst ein paar Leuten Bescheid und hoffst auf Weiterempfehlungen. Du suchst nach jemandem mit 20.000 Followern, der den Link zu deinem Angebot an seine Liste schicken soll – und erwartest dir davon ein Dutzend Kunden.

Aber so funktioniert es nicht.

Bei uns Solopreneuren ist die Erwartungshaltung oft viel zu hoch. Wir überschätzen systematisch, was einzelne Maßnahmen bringen.

Die Realität ist nüchterner: Je mehr du investierst, desto mehr bekommst du. Aber nicht sofort, sondern mit der Zeit. Es gibt keine Abkürzungen. Nur aktiven, kontinuierlichen Einsatz. Geduldiges Aufbauen. Wieder und wieder präsent sein.

Das ist für viele Solo-Selbständige ernüchternd. Es kann aber auch befreiend sein. Denn wenn du die Erwartungen runterschraubst, kannst du endlich anfangen, kontinuierlich und strukturiert zu arbeiten – statt auf den großen Durchbruch zu warten.

Die Macht des Benennens

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Seth Godin sagt: When you name an idea, you earn power over how you will engage with it. 

Wer seiner Idee einen Namen gibt, definiert den Diskurs darüber. Seth Godin hat mit “Permission Marketing” nicht einfach einen Begriff beschrieben. Er hat sich damit die Deutungshoheit über eine ganze Denkrichtung gesichert. Und jede:r, der oder die über diese Art des Marketings spricht, kommt an seinem Begriff nicht vorbei.

Unbenannte Ideen verschwimmen. Sie werden von anderen definiert, umgedeutet, mitunter sogar vereinnahmt. Benannte Ideen hingegen bleiben bei dir. Sie sind greifbar, zitierfähig, verteidigungsfähig. Du bestimmst, was sie bedeuten und was nicht. Du kontrollierst die Konversation darüber.

Viele Solopreneure denken, ihre Arbeit würde für sich sprechen. Aber: Wer seine Ideen nicht benennt, überlässt anderen die Definitionsmacht.

Das ist keine Bescheidenheit, das ist eine verpasste Chance.

Das Label ist nicht so wichtig

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Bryan von Visual Thinkery arbeitete jahrelang erfolgreich, konnte aber nicht erklären, was er eigentlich macht. “Visual Thinker” sagte er. “Cartoonist” auch mal. Beides fühlte sich nicht richtig an. Bis ein Kunde das Wort “Sensemaking” in den Raum warf.

Auf einmal ging ihm ein Licht auf. Plötzlich ergab alles einen Sinn.

Vielen Solopreneuren geht es wie Bryan. Sie starten mit einer Idee, experimentieren, passt an, findest heraus, was funktioniert und was nicht. Die Arbeit läuft. Die Kund:innen sind zufrieden. Aber die Frage “Was machst du eigentlich?” bringt sie ins Schwitzen.

Und das ist vollkommen in Ordnung.

Die Bezeichnung ist das Letzte, was du brauchst – nicht das Erste. Solopreneurship ist ein organischer Prozess, bei dem die Arbeit definiert, wer du als Solopreneur bist. Manche finden ihr Label nach drei Monaten. Andere nach drei Jahren. Bryan brauchte “many moons”. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Arbeit in der Zwischenzeit weniger wertvoll war.

Mach deine Arbeit. Das Schild kannst du später anbringen.

Niemand verliert gegen die Konkurrenz

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Die meisten Solopreneure verlieren nicht gegen die Konkurrenz. Sie verlieren gegen sich selbst. Gegen die Dinge, die sie für unwichtig halten, weil sie nicht direkt mit dem Produkt zu tun haben. Kommunikation. Erwartungsmanagement. Messaging. Erreichbarkeit… fallen mir ein.

Es sind viele Kleinigkeiten, aber diese Kleinigkeiten summieren sich. Nicht sofort. Aber über die Zeit.

Mein Tipp: Mach jeden Tag eine kleine Sache besser in deinem Solo-Business. Nicht (nur) besser für dich, sondern für deine Kund:innen. Denn auch diese kleinen Verbesserungen werden sich über die Zeit summieren.

Dialogfähig

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Ich glaube, E-Mail-Marketing funktioniert, wenn es sich anfühlt wie Post von jemandem, der dich kennt. Nicht wie Corporate Communication.

Wer Dialog will, muss dialogfähig sein. Das bedeutet: Eine Absender-Adresse, auf die man antworten kann. Eine Sprache, die nach Mensch klingt.

Alles andere ist kein Dialog. Das ist Spam mit besserer Verpackung.

Forschen am Markt

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Katharina Lewald sagt: Die Schnellen kommen weiter. Nicht die Gründlichen, nicht die Fleißigen. Die Schnellen.

Warum? Weil jedes Angebot, das du rausbringst, eigentlich ein Experiment ist. Du testest eine Hypothese am Markt. Der Markt gibt dir eine Antwort, denn Märkte sind Gespräche. Während andere noch in ihrem stillen Kämmerlein konzipieren, hat der Schnelle schon vier Hypothesen getestet, Antworten bekommen, Umsatz gemacht und weißt, was funktioniert.

Das stille Kämmerlein ist kein Labor. Das stille Kämmerlein ist ein Wartezimmer.

Der Markt ist dein Labor.

Achtung: Geschenk!

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Im aktuellen brand eins gibt es gerade sehr leiwande Artikel über die Geschenke-Ökonomie und ihre Tücken.

Denn: Geschenke können für den Beschenkten sehr teuer werden – selbst, wenn der Schenkende die besten Absichten hat. Darüber habe ich schon mal gebloggt.

Ein aktuelles Beispiel kommt von Philipp Maderthaner, der mir in seinem Newsletter schreibt:

Ich unterstelle Philipp Maderthaner nichts als die besten Absichten, und dennoch weiß ich: fragphilipp.ai ist für mich nicht kostenlos, egal was er sagt.

Denn: Mit jeder Frage, die ich dem KI-Philipp stelle, lernen KI und Philipp von mir. Ich gebe ihnen kostenlose Informationen von mir. Sie erfahren, was mich beschäftigt, und sie können (und werden) diese Daten dazu nutzen, mir an anderer Stelle kostenpflichtige Angebote zu machen.

Das ist nicht an und für sich verwerflich. So funktioniert Online-Business. Aber gerade im Online-Business sollten wir sehr achtsam sein, wenn uns etwas gratis angeboten wird.

Das Budget ist schon da

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Der Unterschied zwischen B2B (Business to Business) und B2E (Business to Entrepreneur, also wenn du mit Selbstständigen, Freelancer:innen etc. arbeitest) ist nicht nur die Personengruppe. Es gibt einen fundamentalen Unterschied im Geschäftsmodell.

Bei B2B verwalten deine Gesprächspartner:innen meist ein vordefiniertes Budget. Die Frage ist nicht, ob sie Geld ausgeben, sondern für wen sie das Budget verwenden. Sie werden sicher jemanden beauftragen. Das Geld ist da, die Entscheidung steht fest. Es geht “nur” mehr darum, dass sie das Geld bei dir ausgeben.

Bei B2E ist die Frage nicht, für was oder an wen gezahlt wird, sondern erstmal ob überhaupt. Deswegen kommt B2E-Marketing oft so pushy rüber: Du brauchst Funnels! Eine Personal Brand! Diese Methode garantiert dir Erfolg! Weil die Selbständigen erst mal davon überzeugt werden müssen, überhaupt Geld auszugeben, müssen permanent Probleme geweckt, Dringlichkeit geschürt, FOMO erzeugt werden.

Das ist anstrengend.

Im B2B läuft das anders. Die grundsätzliche Entscheidung fürs Geldausgeben ist bereits gefallen.

Das ändert alles.

[Danke Katrin Gildner für diesen Gedanken.]

Deine USP

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Ich finde, die USP (unique selling proposition) ist bei einem Ein-Personen-Unternehmen ein völlig überschätztes Konzept.

Es wäre ein unglaublich hoher Anspruch, als einer von tausenden Unternehmensberater:innen, Fotograf:innen oder Psychotherapeut:innen eine echte USP zu haben – also wirklich unique zu sein..

Es gibt nichts Neues unter der Sonne, heißt es schon in der Bibel. Viele Gründer:innen quälen sich damit, ein Alleinstellungsmerkmal zu finden, und kommen drauf: Alles wurde schon irgendwann mal gedacht, gemacht, angeboten.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Deine USP als Solopreneur sind deine Kontakte. Punkt. Insbesondere die Resonanz-Beziehungen, die du im Laufe deines Lebens (in deiner Ausbildung, als Angestellte:r, im privaten Umfeld) hergestellt hast und noch herstellen wirst.

Diese Resonanzbeziehungen sind dein wahres Asset. Die kann dir niemand wegnehmen.

Es sind die anderen Menschen, die dich einzigartig machen – nicht du selbst.

Wer nicht passt, passt nicht

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Die meisten Gründer:innen haben eine einigermaßen klare Vorstellung davon, wen sie als Kund:in gewinnen wollen. Welche Branche, welche Größe, welches Problem.

Aber frag mal nach den Kriterien, nach denen sie potenzielle Kund:innen ablehnen. Da kommt meistens sowas wie: “Naja, wenn’s Bauchgefühl nicht passt.” Oder: “Wenn die Chemie nicht stimmt.”

Das ist interessant. Denn das Disqualifizieren ist mindestens genauso wichtig wie das Qualifizieren von Kund:innen. Vielleicht sogar noch wichtiger. Ein Kunde, der nicht passt, kostet dich Energie, Zeit und Nerven – oft mehr, als er einbringt.

Trotzdem arbeiten die wenigsten mit expliziten Ausschlusskriterien. Sie sagen Ja, wenn’s sich gut anfühlt. Und merken erst Wochen später, dass es ein Fehler war.

In der klassischen Verkaufslogik geht’s ums Gewinnen, nicht ums Ablehnen. Aber als Solopreneur bist du keine Verkaufsmaschine. Du hast begrenzte Kapazität. Und die füllst du am besten mit den richtigen Menschen.

Der redliche Kaufmann

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Günter Faltin nennt die Arbeit seiner Teekampagne “redlich”. Ein Wort, das man im Business-Kontext selten hört. Zu altmodisch vielleicht, zu wenig sexy. Dabei trifft es etwas Wesentliches.

Faltin definiert Redlichkeit so: Fair zu allen Beteiligten. Du verkaufst, was du versprichst. Du zahlst faire Preise. Du machst keine halben Sachen. Kein Theater, keine aufgeblasenen Claims, keine künstliche Verknappung.

Der “redliche Kaufmann” ist für uns Solopreneure womöglich das bessere Ideal als der “disruptive Entrepreneur”.

Redlichkeit braucht keine Werbelyrik. Sie spricht für sich. Und sie zeigt sich in dem, was du tust – nicht in dem, was du darüber erzählst.

Leere Tanzfläche

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Meine Beobachtung: LinkedIn ist leer.

Ich scrolle durch meinen Feed und sehe kaum Beiträge von Leuten aus meinem Netzwerk. Es gibt offenbar sehr wenige Producer dort. (Oder der Algorithmus versteckt sie vor mir.)

Zweite Beobachtung: Ich sehe fast keinen informativen Content zu Gründung, Selbständigkeit oder Solopreneurship. Nur Corporate-Blabla und Motivationssprüche.

Das bedeutet: Auf LinkedIn ist noch viel Platz.

Während alle auf Instagram und TikTok um Aufmerksamkeit kämpfen, liegt eine der wichtigsten Business-Plattformen praktisch brach. Zumindest für authentischen Unternehmer:innen-Content.

Wer dort als Solopreneur regelmäßig echte Gedanken teilt, hat wenig Konkurrenz. Die Chance, gesehen zu werden, ist wahrscheinlich ziemlich groß.

Aber warum nutzen so wenige diese Gelegenheit?

Wenn Archetypen auf verwundete Psychen treffen

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Tad Hargrave stellt eine interessante These auf: Das Problem mit den Archetypen Artist und Entrepreneur ist nicht, dass sie existieren. Das Problem ist, dass wir sie heute fast nur noch in ihren übertriebenen Formen wahrnehmen.

Der vergeistigte, selbstbezogene Künstler, der sich um kommerzielle Realität nicht schert. Der globale, herzlose, profitmaximierende Unternehmer, dem Menschen egal sind.

Beide Zerrbilder sind abstoßend. Keiner will so sein.

Hargrave sagt: Those two energies are fundamentally repulsive to people. Und wenn diese verzerrten Bilder auf die verwundeten Seelen der heutigen Menschen treffen – was soll da Gutes rauskommen?

Die meisten Solopreneure, die ich kenne, wollen weder weltfremde Künstler noch Bro-Marketer sein. Sie suchen nach einem dritten Weg, finden ihn aber nicht – weil sie glauben, zwischen zwei Übeln wählen zu müssen.

Aber die Wahl ist falsch gestellt. Der Künstler und der Unternehmer in ihrer gesunden Form sind weder vergeistigt noch herzlos. Sie sind zwei Haltungen, die es beide in einem Business braucht.

Das Problem ist nicht der Archetyp. Das Problem ist die Karikatur.

Eine durchgängige Story

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Wenn du Dinge verändern willst – die großen wie die kleinen –, dann ist es ganz entscheidend, welche Story du darüber erzählst.

Eine durchgängige Story, warum die Dinge sind, wie sie sind. Wie die Dinge in einer besseren Zukunft sein könnten. Und was dafür zu tun ist, wann und von wem.

Natürlich kannst du auch versuchen, ohne so eine Story zu führen, zu lehren oder zu beraten.

Aber: Die durchgängige, stimmige Story ist extrem nützlich.

Zweifache Sichtbarkeit

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Sichtbarkeit hat zwei Richtungen.

Die eine kennt man: Sichtbarkeit nach außen. Wie du dich präsentierst, wie du verkaufst, wie andere dich wahrnehmen. Das klassische Marketing-Thema. Daran arbeiten die meisten.

Die andere ist entscheidender: Sichtbarkeit nach innen. Wie gut du dich selbst kennst. Wie klar du siehst, wo du strahlst. Ob du überhaupt weißt, was du zeigen willst.

Denn was nützt die beste Außen-Präsentation, wenn du nicht weißt, wer du eigentlich sein willst?

[Danke Carolin Anne Schiebel für diese Unterscheidung]

Der Reiz des Unspektakulären

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Der Installateur kommt, macht seine Arbeit, stellt die Rechnung. Kein Drama. Keine revolutionäre neue Herangehensweise an Sanitärtechnik. Keine LinkedIn-Posts über seine “transformative Customer Journey”. Er hat ein “Boring Business“, wie es Maggie Patterson nennt: vorhersehbare Kund:innen, vorhersehbare Probleme, vorhersehbare Lösungen. Und genau das macht ihn erfolgreich.

Aber uns Solopreneuren wird eingeredet, wir müssten fancy sein. Thought Leader. Disruptor. Game Changer. Jeder Launch eine Revolution, jedes Angebot ein Signature Program.

Die ganze Online-Business-Welt schreit: Sei spektakulär – oder stirb! Und wir glauben das. Brennen aus für die Performance, während der Installateur um 16 Uhr Feierabend macht.

Das wirklich Rebellische heute wäre, ein “langweiliges” Business zu haben. Eines, wo du weißt, was nächsten Monat passiert. Wo deine Kund:innen wiederkommen, weil du solide Arbeit machst – nicht weil du sie mit dem neuesten Funnel-Automatisierungs-Hack geködert hast. 

Predictable ist das neue sexy. Auch wenn’s auf Instagram niemand liken würde.

Die Lauten kaufen nicht

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Björn Tantau sagt: Die “lauten” Follower auf Social Media sind meist nicht die Leute, die bei dir kaufen.

Deine Fans, die alles liken, die kaufen meistens nichts. Die tun vielleicht deinem Ego gut, weil sie dich leiwand finden, aber Umsatz machst du mit ihnen nicht.

Deine Kunden sind die “Stillen”. Die schauen sich an, was du machst, aber sie haben gar kein Interesse daran, irgendwas zu liken oder zu kommentieren. Sie wollen, dass du ihnen bei ihrem Problem hilfst — nicht, dass sie von dir entertaint werden.

“Kaufbereite Menschen sind oft still — aber aufmerksam!” Sie interessieren sich aber nicht für deinen Like-Zähler, sondern für deinen Tonfall, für deine Haltung und für deinen einzigartigen Point of View.

Namen merken

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Ich habe jedes Jahr ca. 150 neue Student:innen. Und jedes Jahr setze ich mir das Ziel, mir die Namen dieser jungen Menschen zu merken. Um zu zeigen: Für mich bist du nicht nur eine Matrikelnummer. Ich nehme dich als Menschen wahr.

Das ist keine leichte Aufgabe, die ich mir da stelle, und ich schaffe es längst nicht, mir jeden Namen zu jedem Gesicht zu merken.

Ein Muster ist mir dabei aufgefallen: Am leichtesten merke ich mir die besonders Guten und die besonders Schlechten. Mit der Mitte tue ich mir am schwersten.

Was herausragt, wird leichter gemerkt. Was in der Mitte liegt, geht in der Masse unter. So geht es mir beim Namen-Merken, und so geht es den Kund:innen auf einem Markt.