Das Iron Law of the Market besagt: Ein Angebot, das nicht nützlich ist, wird vom Markt verschwinden.
Oft scheitern Angebote aber gar nicht so sehr daran, dass sie nicht nützlich wären.
Sie scheitern daran, dass sie nicht zugänglich sind.
Das Iron Law of the Market besagt: Ein Angebot, das nicht nützlich ist, wird vom Markt verschwinden.
Oft scheitern Angebote aber gar nicht so sehr daran, dass sie nicht nützlich wären.
Sie scheitern daran, dass sie nicht zugänglich sind.
Unlängst wurde ich unfreiwillig Zeuge von schlechtem Unterricht.
Ein Kind sollte den Unterschied zwischen Silben mit langen Vokalen und Silben mit kurzen Vokalen erkennen. Also: BIE-ne (langer Vokal, dann kurzer Vokal) vs. Pin-gu-in (lauter kurze Vokale).
Die Lehrerin war sehr bemüht und geduldig, das muss man ihr wirklich zugute halten. Aber das Problem war: In ihren Erklärungen haben alle Vokale gleich lang geklungen. Das Kind konnte den Unterschied zwischen den langen und den kurzen Vokalen nicht deutlich genug hören.
Mit anderen Worten: Der Kontrast zwischen den verschiedenen Möglichkeiten war nicht stark genug. Und das Ergebnis: Das Kind hat nichts gelernt, sondern bis zum Ende der Übung nur geraten. Weil es bis zum Schluss die Unterscheidung nicht hinbekommen hat. Für das Kind klang beides gleich.
So geht es übrigens auch unseren Kunden oft, wenn sie versuchen, verschiedene Angebote zu vergleichen. Es sieht nur so aus, als ob unsere Kunden sich nicht die Mühe machen wollten, sich genau zu informieren.
In Wirklichkeit bleibt auch ihnen nichts anderes übrig als zu raten, weil die Unterschiede einfach nicht deutlich genug erkennbar sind.
Ein Vortrag von Veit Lindau darüber, dass wir uns mehr trauen dürfen. Plakativ, stellenweise derb, aber (deshalb) auch sehr einprägsam.
(mehr …)Unlängst beobachtet im Urlaub an einem Gasthaus bei Salzburg:
Das beste Marketing ist ein gutes Produkt. Das Essen war super, und die experience war rundum leiwand.
Ja, sie haben auch einen coolen Slogan (“Hendl With Care”). Aber der ist nicht spielentscheidend.
Das beste Marketing ist ein gutes Produkt, und die beste Werbung ist der volle Parkplatz.
“Long after people forget the details, they’ll remember your kindness.” Seth Godins kurzes Büchlein ist ein Beitrag dazu, was es bedeuten könnte, in einer “Kindness Economy” zu arbeiten und zu leben. Super!
(mehr …)Du brauchst dich nicht um alles kümmern. Du bist nicht für alle(s) zuständig.
Wähle weise!
Einer der schönsten Aspekte am Marketing: Es gibt ganz, ganz viele verschiedene Wege zum Erfolg.
Aber eines haben die verschiedenen Wege gemeinsam: Es muss wirklich leiwand gemacht sein, und du musst den eingeschlagenen Weg durchhalten.
Meine bittere Erkenntnis: An der ersten Voraussetzung scheitern viele Solopreneur:innen, und an der zweiten scheitert dann der Rest.
Leidenschaft und Geduld, mehr braucht es im Marketing nicht. Aber auch nicht weniger.
Eine Kundin, die dir genau sagen kann, warum dein Angebot nicht passt für sie, ist mindestens so wertvoll wie ein Kunde, für den dein Angebot passt wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge.
Wir definieren unser Business nämlich nicht nur über unsere Wunschkund:innen (= unsere Fans), sondern auch anhand der Personen, die wir niemals als unsere Kund:innen gewinnen werden (= die Fans unserer Konkurrenz).
Social Media “is like doing laundry”, sagt Andréa Jones. “You do it every day, and there’s always more laundry to do.”
Es gibt kein Ende. Es gibt kein Entkommen. Auch nicht, wenn du auf Urlaub bist.
Daher: Wenn du Social-Media-Marketing machst, dann hab besser Spaß am Wäschewaschen.
Eine Gründerin hat mir unlängst erzählt, was ihr besonders taugt an den Workshops, die sie veranstaltet:
Dass die Teilnehmer:innen am Ende stolz darauf sind, was sie geschafft haben.
Kund:innen, die stolz nach Hause gehen, sind wahrscheinlich die beste Werbung.
Spannender Gedanke aus “The Dip” von Seth Godin:
Average feels safe, but it’s not. It’s invisible.
Im Gegensatz zur Schule wird Durchschnittlichkeit am Markt nicht belohnt, sondern bestraft. Wer durchschnittlich am Markt agiert, bekommt nicht auch durchschnittlich viel vom Kuchen – er bekommt gar nichts.
Wenn du auf einen Markt gehst, um safe zu spielen, dann kann es sein, dass dich der Markt mit Haut und Haaren verschluckt.
Seth Godin fordert uns auf, die besten der Welt zu werden — oder es bleiben zu lassen. Regt zum Nachdenken an, aber die Frage “Dranbleiben oder aufhören?” ist in der Praxis alles andere als eindeutig zu beantworten.
(mehr …)Wenn du, Hand auf’s Herz, deine eigenen Angebote nicht kaufen würdest oder gekauft hättest, dann hör heute damit auf, sie anzubieten. Heute!
Hör auf damit. Hör einfach auf damit!
Ich will meinen potenziellen Kund:innen nicht auf die Nerven gehen. Ich will ihnen nichts andrehen, und ich will sie zu nichts überreden.
Aber ich werde versuchen, ihnen den Nutzen meiner Angebote so gut ich nur irgendwie kann zu erklären.
Und: Ich will mich intensiv um sie bemühen.
Aus dem Film “A Complete Unknown” über den jungen Bob Dylan habe ich mir folgenden Satz mitgenommen:
Du kannst schön sein oder hässlich,
aber du darfst nicht durchschnittlich sein.
Wenn man den Film mit einem Satz zusammenfassen wollte, wenn man das “Theme” dieses Films auf den Punkt bringen wollte, dann wäre es wohl das.
Gute Verkäufer wissen, dass es ein gewisses Etwas braucht, um andere Menschen zum Kaufen zu bringen. Dieses gewisse Etwas lässt sich nicht herstellen, und es lässt sich nicht einstudieren. Dieses gewisse Etwas kommt aus der inneren Haltung des Verkäufers.
Aber was genau ist dieses gewisse Etwas?
Der ehemalige Box-Weltmeister George Foreman beschreibt es so: „Ich verliebe mich in jedes Produkt, das ich verkaufe. Das ist es, was sich verkauft. Genau wie beim Predigen.“
RIP George Foreman
Spannender Gedanke von Rory Sutherland:
Für Ökonomen ist der Preis eine Zahl. Aber für Konsumenten ist der Preis ein Gefühl.
Das würde bedeuten: Gib deinen Kund:innen nicht gute Argumente, sondern ein gutes Gefühl, wenn es um deinen Preis geht.
Kai Diekmann sagt: Wir interessieren uns nicht in erster Linie für Themen, sondern wir interessieren uns für Menschen.
Deswegen sind ja z.B. auch Menschen auf den Wahlplakaten und keine Parteiprogramme.
“Warum? Weil wir analoge Wesen sind, weil wir uns für den Anderen interessieren, wir dem Anderen vertrauen oder nicht vertrauen.”
Als Selbständiger hast du natürlich jedes Recht, diesen Umstand in deinem Marketing zu ignorieren.
Wirst eh sehen, was du davon hast.
Chris Williamson sagt: Gaunerei ist, wenn du was verkaufst (oder promotest), das du selber nie nützen würdest oder woran du selber nicht glaubst.
Hand auf’s Herz: Bist du ein Gauner?
Em Stewart ist ein Simplicy Coach.
Ich denke mir: Simplicity Coaches machen eine enorm wichtige Arbeit. Wenn dir jemand dabei hilft, dein Leben zu vereinfachen, sodass alles wieder ein bisschen lockerer von der Hand geht… Gold wert!
Und viele Menschen haben ja auch eine große Sehnsucht danach, dass ihr Leben (wieder) ein bisschen einfacher und übersichtlicher wird. Kommt ja nicht von ungefähr, dass sich Bücher wie Magic Cleaning oder die Simplify-Reihe so gut verkauft haben (und immer noch verkaufen).
Gleichzeitig denke ich mir aber auch: Ja, diese Dienstleistung ist wichtig, aber sie ist nicht dringend – und damit ist sie gar nicht so leicht zu vermarkten. Du wirst niemanden finden, der sagt: Nein, Einfachheit ist nichts für mich. Ich habe es viel lieber, wenn es schwer ist! Wird niemand sagen. Und trotzdem ist der Weg zur Einfachheit nicht leicht. Weil man zuerst viele Dinge hinterfragen und auf den Kopf stellen muss, um sie anschließend zu vereinfachen.
Auch Vereinfachung ist ein Veränderungsprozess. Und niemand verändert sich gerne, selbst dann nicht, wenn am anderen Ende des Regenbogens ein einfacheres Leben wartet.