Tag#notetoself

Solve et coagula

S

Das ist ein Konzept aus der Spagyrik: Zuerst werden die Einzelteile aus der Pflanze herausgelöst (in 3 Schritten), und dann werden die reinen Einzelteile wieder zusammengemischt. So wieder zusammengesetzt, entsteht etwas, das viel potenter ist als das originale Gemisch.

So ähnlich ist es bei mir auch: Ich seziere zuerst die BWL, löse die einzelnen Konzepte heraus, bilde sie in möglichst reiner Form ab – damit ich sie gut verstehe und auseinander halten kann.

Und dann setze ich sie für meine Schüler*innen in neuer Form zusammen, um eine neue, viel potentere Wirksamkeit zu erreichen.

Trigger

T

Es gibt Menschen, die machen mich ohne böse Absicht grantig.

Weil sie (unbewusst) die richtigen Knöpfe bei mir drücken. Weil sie durch ihre Art oder ihre Worte etwas in mir triggern.

Ich bemühe mich dann immer nach Kräften, auf diese Trigger nicht anzuspringen. Sie zwar bewusst wahrzunehmen, aber dann tief durchzuatmen und ihnen nicht nachzugeben.

Das gelingt mal besser, mal weniger.

Angemessene Handlungen (2)

A

Manchmal geht der Schuss auch nach vorne los.

Das können wir uns mitunter nur schwer vorstellen, aber: Möglich wär’s!

Deadlines

D

Das Problem ist nicht die Größe unserer Ziele.

Das Problem sind die viel zu kurzen Deadlines, die wir uns für diese Ziele setzen! 

[Danke Dan Sullivan für diesen Gedanken.]

Übermotiviert

Ü

Es gibt einen Unterschied zwischen motiviert und übermotiviert.

Motivation bringt dich zum Handeln. Motivation führt zu Ergebnissen.

Übermotivation hingegen ist eine Vermeidungsstrategie. Du bist euphorisch, aber in Wirklichkeit lenkst du dich nur ab von Dingen, wo du lieber nicht hinsehen willst.

[Danke Petra Bock für den Gedanken]

Schatzkarte

S

Jede Krise ist eine Chance.

Es kann allerdings sein, dass diese Chance weit außerhalb deiner Komfortzone liegt. Du müsstest Anstrengung und Hirnschmalz investieren, um den Schatz zu heben.

Gibst du dir die Kraft dafür? Oder bleibst du lieber ein nasser Sack? 

Zuschauer mit Popcorn

Z

Die Zuschauer deines Lebens sitzen da oben auf der Tribüne, mit ihrem Popcorn, und schauen dir zu, wie du in der Arena stehst, kämpfst und dabei Fehler machst.

Und natürlich machst du mehr Fehler als die Zuschauer da oben. Sie haben ordentlich was zu lachen.

Deshalb brauchst du viel Mitgefühl mit dir selbst.

[Danke Veit Lindau für diesen Gedanken.]

Unsere erste Aufgabe

U

Unsere erste und wichtigste Aufgabe als Unternehmer*innen ist es, uns um unsere Kund*innen zu kümmern.

Hinzuhören, was sich unsere Kund*innen wünschen. Und natürlich dafür zu sorgen, dass wir immer wieder neue Kund*innen gewinnen. Und das nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern mithilfe eines systematischen, durchdachten und für unser Unternehmen passenden Prozesses.

Bei vielen Solopreneuren gerät diese Aufgabe jedoch unter die Räder. Solange sie mit Aufträgen ausgelastet sind, sehen sie nicht die Notwendigkeit, sich regelmäßig (sprich: täglich!) um Kundengewinnung zu kümmern. Doch dann, wenn die Aufträge nachlassen und sie plötzlich nichts zu tun haben, sollen plötzlich “aus dem Stand” neue Kund*innen daher kommen.

So funktioniert das natürlich nicht. Kundengewinnung ist eine regelmäßige strategische Aufgabe. Das Akquise-Werkl nur dann anzuwerfen, wenn die Kund*innen fehlen, ist nicht nur unglaublich anstrengend, sondern funktioniert auch nur mittelmäßig.

Es wäre viel besser, jeden Tag eine halbe Stunde dem Marketing, der Werbung und anderen Aufgaben der Kundengewinnung zu widmen. Jeden Tag eine halbe Stunde macht 2,5 Stunden in der Woche und 10 Stunden im Monat. Nicht die Welt, aber auch nicht nichts. Und wahrscheinlich 10 Stunden mehr als die meisten Solopreneure dafür investieren.

Und wenn wir schon dabei sind: Diese halbe Stunde am Tag findet natürlich nicht am Ende eines langen kräftezehrenden Arbeitstages statt. Nein, diese halbe Stunde ist die erste (weil wichtigste) Aufgabe des Tages. Deshalb wird sie auch gleich am Morgen erledigt, wenn das Energielevel bei 100 % liegt.

Unsere Kund*innen stehen an erster Stelle – und zwar nicht nur die bestehenden, sondern auch die zukünftigen.

Nicht so verbissen

N

Wenn du gerade sehr verbissen bist, wenn alles irgendwie verkrampft wirkt und dir die Leichtigkeit verloren gegangen ist, dann leg eine Pause ein.

Versuche, wieder mehr spielerisch an deine Arbeit heranzugehen.

Zeit für Auszeit

Z

Ein sicheres Zeichen, dass du dringend eine Auszeit brauchst:

Du bekommst eine e-Mail von einem deiner größten Mentoren mit der Bitte um Hilfe. Doch anstatt, dass du dich freust, dass du auch mal was zurück geben kannst, denkst du dir nur: “Oh nein, noch mehr Arbeit. Wie soll ich denn das auch noch unterbringen?”

In dem Fall brauchst du dringend Abstand, weil sich deine Prioritäten komplett verschoben haben.

Es wird Zeit, dass du dich wieder mehr um die wirklich wichtigen Dinge im Leben kümmerst.

Aufgeschoben

A

Es ist extrem umprofessionell, wenn ich etwas zusage und dann bis auf den letzten Drücker (und darüber hinaus) vor mich her schiebe.

Ich mag das nie mehr machen.

Wirtschaftspädagogik

W

Ich bin Wirtschaftspädagoge.

Auch wenn ich nie Wirtschaftspädagogik studiert habe.

Durchgetaktet

D

Heute habe ich wieder mal davon gesprochen, wie durchgetaktet meine FH-Studierenden sind. Dass sie mit dem Studium eigentlich einen Fulltime-Job haben. Dass viele von ihnen nebenbei noch arbeiten. Oder sich irgendwo engagieren. Oder Freifächer besuchen. Dass sie kaum Freiraum haben zum Reflektieren und zum Durchschnaufen.

Etwas später habe ich mir dann meinen Kalender für die nächsten Wochen angesehen und kleinlaut zugeben müssen: “Verstanden. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.”

Schwere Übung

S

Empfohlen von Derek Sivers:

1. Versuche das Gegenteil dessen zu finden, was du für gut und richtig hältst.

2. Denk wirklich darüber nach. Könnte das stimmen? Was davon stimmt – und warum?

Beispiel: Lifestyle Entrepreneure sind keine richtigen Unternehmer.

Mach das 20 Minuten lang. Und dann schau, was dabei raus kommt.

Verliebt

V

Verlieb dich nicht so sehr in deine eigenen Ideen, dass du sie nicht mehr loslassen kannst.

[Danke Gordon Schönwälder für diesen Hinweis.]

Mut zum Risiko

M

Echte Differenzierung braucht Mut.

Viele Content Marketer nehmen zu wenig Risiko. Sie trauen sich nicht, eine kontroverse Position einzunehmen. Sie trauen sich nicht, Stellung zu beziehen. Sie trauen sich nicht, auch mal jemanden zu provozieren.

Viele Content Marketer hätten die Chance, durch Differenzierung einen echten Unterschied zu machen – und ziehen den Schwanz ein, wenn sich die Möglichkeit dafür bietet.

Teppich

T

Wenn du dir einen neuen Teppich für dein Büro kaufen willst, dann hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Du kaufst einen fix-fertigen Teppich, in Standardmaßen. Lagernd, abholbereit, sofort zum Mitnehmen. Geht schnell und ist günstig. Allerdings wird es wahrscheinlich so sein, dass der Teppich nicht hundertprozentig ins Büro passt. Da ein bisschen zu lang, dort ein bisschen zu kurz – und bei der Tür zu dick, sodass sie nicht mehr problemlos aufgeht.
  2. Du überlegst vorher ausführlich, misst alles genau aus und lässt dir einen Teppich nach Maß liefern. Der Maßteppich passt natürlich super ins Büro, alles ist am rechten Platz. Das verlangt mehr Nachdenken, mehr Planung, es dauert länger und ist wahrscheinlich auch teurer.

Beide Möglichkeiten haben was für sich. Pass halt nur auf, dass deine Lösung auch zu deinem Anspruch passt.

Storno

S

Wenn du dich darüber freust, dass ein geplanter Beratungstermin mit einer Kundin ausfällt, dann läuft etwas schief.

Denk mal nach, was.

Spaziergang

S

Wie gut doch ein Spaziergang tut! Ist gut für Herz, Hirn und Seele.

Das stelle ich immer wieder überrascht fest und nehme mir dann vor, öfter spazieren zu gehen.

Und dann kommt alles wie immer.

Feine Mischung

F

Von meinem Vater habe ich das Ruhige. Die Ernsthaftigkeit, die Beständigkeit und auch den Wunsch, gerne für mich allein zu sein.

Von meiner Mutter habe ich die Neugierde und die Abenteuerlust. Sie hat mir die Gabe mitgegeben zu erkennen, wie ich hilfreich sein kann.

Ich finde, das ist eine gute Mischung.