Tag#notetoself

Ein guter Coach (1)

E

Du brauchst jemanden, die es als ihre Aufgabe sieht, dich zu unterstützen.

Ein guter Coach arbeitet für dich. Er ist dein Mitstreiter und hat daneben überhaupt keine Eigeninteressen, keine eigene Agenda. 

Ein guter Coach ist ein professioneller Unterstützer. Für einen bestimmten Zeitrahmen, vielleicht für einen knappen Zeitrahmen, ist sie voll und ganz für dich da.

Ein guter Coach, das ist keine Mastermind-Gruppe. 

Das eigene Wasser trinken

D

Unlängst hat mich ein guter Freund gefragt, ob ich eigentlich selbst auch das Wasser trinke, das ich in meinem Podcast predige.

Völlig berechtigte Frage. Meine ehrliche Antwort konnte nur lauten: Manchmal ja, manchmal nein.

Es ist das Eine zu wissen, was zu tun ist. Und es ist etwas völlig Anderes, es tatsächlich auch zu tun.

Das gilt natürlich auch für Gründungsberater, und das gilt ganz sicher auch für mich.

Einfach nur da sein

E

Ich brauche einfach nur da sein.

Ich muss nichts leisten.

Ich brauche einfach nur offen sein, aufmerksam sein, präsent sein.

Dann werde ich erkennen, was zu tun ist. 

Ich muss keine Erwartungen erfüllen. Es gibt keine Erwartungen an mich. Das kommt nur aus meinem Ego.

Setze das Ego auf Pause und lass das Herz die Führung übernehmen.

Nur jetzt, nur für diesen einen Tag.

Selbst Pumuckl

S

Die Studierenden meiner Kostenrechnungs-Lehrveranstaltung an der FH St. Pölten hatten die Aufgabe, Erklärvideos zu Begriffen aus der Kostenrechnung zu produzieren.

In einem dieser Videos hat eine Studentin einen Satz gesagt, der mit Kostenrechnung direkt nichts zu tun hat, aber der das Dilemma vieler Lifestyle Entrepreneure im Marketing einfängt:

Selbst Pumuckl hat Hater!

Auch wenn wir die besten Absichten haben: Wir können es nicht allen Recht machen.

Das müssen wir endlich kapieren.

Überkorrektur

Ü

Wenn wir vor etwas Angst haben – und Ängste sind bei der Gründung und in der Selbständigkeit ein ständiger Begleiter –, dann versuchen wir natürlich, alles zu unternehmen, damit diese Angstsituation nicht eintritt.

Mitunter passiert es dabei aber, dass wir damit überkorrigieren bzw. überkompensieren. In der Absicht, das Risiko zu minimieren, schießen wir über das Ziel hinaus und treffen Gegenmaßnahmen, die in keiner vernünftigen Relation mehr zur Bedrohung stehen: Ein übermäßig großer Sicherheitspolster, ein dreifach abgeschliffener Marketing-Text oder elf Feedbacks, wenn auch drei gereicht hätten.

Überkorrekturen bringen ihre eigenen Herausforderungen mit sich, nicht zuletzt deshalb, weil Überkorrektur sehr teuer ist. Oft tatsächlich im finanziellen Sinn, aber sicher in emotionaler Hinsicht.

Schau, dass du in deinem Risikomanagement Überkorrekturen aufdeckst und auf ein vernünftiges Maß reduzierst.

Das macht Ressourcen und Energie frei für das, worum es dir eigentlich geht.

In die Zukunft gedacht

I

Matthias Horx sagt: Wenn wir über die Zukunft nachdenken, dann denken wir in Wirklichkeit in unserer Vergangenheit. Wir kramen in unseren Erinnerungen und schustern uns daraus eine vorstellbare Zukunft zusammen.

Wir können uns unsere Zukunft also nicht frei von der Vergangenheit vorstellen.

Denk mal, was in deiner Zukunft alles möglich wäre, wenn du deine Vergangenheit vollständig hinter dir lassen könntest!

Der beste ROI

D

Jede Minute, die du mit (potenziellen) Kund:innen verbringst und ihnen wirklich zuhörst und versuchst, sie als Menschen zu verstehen und von ihnen zu lernen, wie du noch besser helfen kannst, bringt dir die besten Zinsen der Welt.

Es gibt keinen besseren Return On Investment.

Und damit meine ich nicht nur den ROI, den man in Geld messen kann.

Geisterbahn

G

Thomas Müller sagt: Die Menschen im 21. Jahrhundert gehen “in einer militanten Art und Weise” allen Situationen aus dem Weg, die ihnen Angst machen könnten. Deswegen haben heute so viele Menschen Angst wie nie zuvor.

Mutig wirst du nicht dadurch, dass du der Angst aus dem Weg gehst. Durch Angst-Vermeidung wird es dir nicht besser gehen, sondern du wirst nur noch ängstlicher werden.

Mutig wirst du dadurch, dass du dich angsteinflößenden Situationen stellst und durch sie hindurch gehst.

Immer und immer wieder. 

Volle Hose

V

Wenn du dir nicht sicher bist, woran es liegt, dass du auf der Stelle trittst und nicht weiterkommst…

Geh davon aus, dass es deine Resistance ist. Du machst dir einfach in die Hosen.

More often than not wirst du damit richtig liegen.

Nachdenken ohne Geld

N

Wenn Geld kein Thema wäre, würdest du dich genauso entscheiden?

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würdest du dann genauso handeln?

Wenn für deine materielle Sicherheit gesorgt wäre, würdest du dich mit diesem Thema überhaupt beschäftigen?

Die Krone richten

D

Man kann es nicht oft genug hören und sagen:

Es gibt keine Abkürzungen im Business. Wir alle müssen die gleichen Schritte gehen.

Und gerade am Anfang werden die allermeisten Dinge nicht funktionieren – außer, man hat Glück.

Entscheidend ist, dass wir dranbleiben. Dass wir uns von Misserfolgen oder fehlender Resonanz nicht entmutigen lassen, sondern lösungsorientiert bleiben und uns fragen:

  • Was hat nicht funktioniert?
  • Warum hat es nicht funktioniert?
  • Was kann ich beim nächsten Mal anders/besser machen?

[Danke Tanja Lenke für diesen Gedanken.]

So viele Hürden!

S

Der Start in die Solo-Selbständigkeit ist ein bisschen wie ein Hürdenlauf: Sobald eine Hürde überwunden ist, taucht die nächste auf.

Jede einzelne Hürde verlangt von uns Anstrengung und Selbst-Motivation. Und jede einzelne Hürde hat das Potenzial, uns abzuwerfen. Nach dem Motto: Ach Gott, nicht das auch noch! Ich kann nicht mehr! Ich will nicht mehr! Mir reicht’s, ich steige aus!

Jede neue Hürde könnte also unsere letzte Hürde sein. Nicht deswegen, weil die Hürden irgendwann alle überwunden sind (die Hürden im Business hören nie auf!), sondern weil wir irgendwann vom Hürdenlauf endgültig genug haben und unser Solo-Business an den Nagel hängen.

Erfolgreiche Solopreneure haben eines gemeinsam: Sie haben bisher jede Hürde irgendwie (!) überwunden. Wir glauben vielleicht, die erfolgreichen Unternehmer:innen hätten weniger Hürden gehabt, aber das stimmt nicht. Sie hatten genauso viele wie wir (vielleicht sogar mehr), aber sie sehen jede Hürde als ihren Freund.

Eine Hürde als Freund? Ja. Denn jede neue Hürde wird verlässlich wieder einige ihrer Mitbewerber:innen abwerfen.

Mit jeder Hürde, die du überwindest, hast du auch ein bisschen weniger Konkurrenz.

Willst du wirklich aufsteigen?

W

Ein Problem, wenn du Aufstiegs-Ambitionen hast:

Sobald du dich festgelegt hast und entsprechend zu handeln beginnst, kann man dir dabei zuschauen, ob du es schaffst oder ob du scheiterst.

Sobald du über dein Ziel in der Öffentlichkeit zu sprechen beginnst, bekommst du vereinzelte Unterstützung, aber auch ungebetene Ratschläge und mitunter sogar Häme mit auf den Weg.

Und das ist alles nicht angenehm. Kein Wunder, dass du dir manchmal denkst: Bin ich wirklich sicher, dass ich aufsteigen will? Ist es nicht eh ganz angenehm in der 2. Liga – und wesentlich bequemer?

Ambitionierte Ziele haben immer das Risiko in sich, dass man sie nicht erreicht. Das geht der Admira so, das geht mir so, das geht jedem so.

Aber was ist die Alternative? Zufrieden in der 2. Liga?

Aufstiegs-Ambitionen

A

Die Admira sagt, sie will in der nächsten Saison den Aufstieg schaffen. Das sei alternativlos.

Wenn du sagst, du willst aufsteigen, dann musst du auch einen Kader zusammenstellen, mit dem ein Aufstieg möglich ist. 

Dafür wird es nötig sein, dass du Geld in die Hand nimmst.

Nicht unvernünftig viel Geld. Es geht nicht darum, das Geld zum Fenster hinaus zu werfen. Aber es geht darum, an den richtigen Stellen zu investieren, um bisherige Schwächen der Mannschaft zu kompensieren und die Mannschaft insgesamt schlagkräftiger zu machen. 

Genug Geld, um dem Ziel Aufstieg eine realistische Chance zu geben.

Wenn es tatsächlich alternativlos ist, dann musst du es ernst meinen. Und wie ernst du es meinst, wird man auch an deiner Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ablesen können.

Altersweisheit

A

Unlängst ist ein guter Freund von mir 50 geworden.

Als einen der Vorteile des Älterwerdens nannte er: “Du musst niemandem mehr was beweisen. Mach einfach, was dir taugt.”

Was, wenn du so frech wärst und dir diese Freiheit jetzt schon erlauben würdest – und nicht erst, wenn dir die Erfahrung deines Lebensalters bewiesen hat, dass diese Art von “Frechheit” immer siegt?

Wenn ich alles richtig machen will

W

Ein Projekt, ein Risiko, eine Unwegbarkeit erzeugt ein ungutes Gefühl. Ich bin mir unsicher, ob ich das richtige tue und welche Auswirkungen das hat. Ich will alles richtig machen – aber was ist das Richtige? 

    Das Erfolgsrezept wäre:

    1. Vertrau deiner Intuition. Bleib authentisch. Handle beherzt. 
    2. Verzichte auf den Narrativ. Bleib bei den Fakten. Das reicht. 
    3. Lerne aus deinen Erfahrungen. Sei dankbar. 

    Ich weiß, dass dieses Rezept stimmt. Das weiß ich aus vielen Jahren Erfahrung.

    Jetzt muss ich mich nur noch daran halten.

    Das will ich auch!

    D

    Unlängst bin ich (auf LinkedIn) auf eine Unternehmerin gestoßen, die ein halbes Jahr in Berlin und die andere Hälfte des Jahres auf Fuerteventura arbeitet.

    Und ich habe mir gedacht: Das will ich auch!

    Diese Unternehmerin sagt, sie macht einen Umsatz von 500.000 Euro pro Jahr.

    Und ich habe mir gedacht: Das will ich auch!

    Neid ist wirklich ein verlässlicher Begleiter. Aber er ist ein schlechter Ratgeber. Den Winter auf Fuerteventura zu verbringen, klingt zwar gut, aber in Wirklichkeit müsste ich dafür meine Kinder für ein halbes Jahr aus der Schule nehmen. Oder ein halbes Jahr ohne sie verbringen. Und beides würde ich aber sowas von überhaupt nicht wollen.

    Und 500.000 Euro Umsatz? Ja, eh. Aber die 3 Mitarbeiter:innen und 8 Freelancer:innen, die diesen Umsatz möglich machen, möchte ich nicht haben.

    Genau hier liegt die ewige Herausforderung im Lifestyle Business: Immer beim eigenen Lifestyle zu bleiben. Was willst du wirklich? Was passt zu deiner Persönlichkeit, deiner Familie, deinen Bedürfnissen am besten?

    Und sich nicht ablenken oder blenden zu lassen von den lifestyle choices, die andere Selbständige für sich treffen.

    Bleib bei dir.

    Ich erlaube mich

    I

    Ich erlaube mir meine Träume, meine Fehler, meine Unsicherheiten, meine Liebenswürdigkeiten, meine Talente, meine Sehnsüchte, meine Unausstehlichkeiten, meine Verrücktheiten, meine Begeisterung, mein Desinteresse. 

    Es gibt wohl kein größeres Geschenk, das ich mir selbst machen könnte, als mir mich selbst zu erlauben.

    Wandergruppe

    W

    Auch wenn du ein Solo-Business hast: Dein Weg ist kein Solo-Projekt. Andere Menschen gehen ihn mit dir.

    Lass sie nicht zurück!

    Selbstironie vs. Güte

    S

    Selbstironie ist schon okay. Selbstironie ist ein deutlicher Schritt weg vom Ego.

    Aber Güte wäre besser. Denn Güte ist ein großer Schritt hin zum Anderen.