Tag#notetoself

Die Krone richten

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Man kann es nicht oft genug hören und sagen:

Es gibt keine Abkürzungen im Business. Wir alle müssen die gleichen Schritte gehen.

Und gerade am Anfang werden die allermeisten Dinge nicht funktionieren – außer, man hat Glück.

Entscheidend ist, dass wir dranbleiben. Dass wir uns von Misserfolgen oder fehlender Resonanz nicht entmutigen lassen, sondern lösungsorientiert bleiben und uns fragen:

  • Was hat nicht funktioniert?
  • Warum hat es nicht funktioniert?
  • Was kann ich beim nächsten Mal anders/besser machen?

[Danke Tanja Lenke für diesen Gedanken.]

So viele Hürden!

S

Der Start in die Solo-Selbständigkeit ist ein bisschen wie ein Hürdenlauf: Sobald eine Hürde überwunden ist, taucht die nächste auf.

Jede einzelne Hürde verlangt von uns Anstrengung und Selbst-Motivation. Und jede einzelne Hürde hat das Potenzial, uns abzuwerfen. Nach dem Motto: Ach Gott, nicht das auch noch! Ich kann nicht mehr! Ich will nicht mehr! Mir reicht’s, ich steige aus!

Jede neue Hürde könnte also unsere letzte Hürde sein. Nicht deswegen, weil die Hürden irgendwann alle überwunden sind (die Hürden im Business hören nie auf!), sondern weil wir irgendwann vom Hürdenlauf endgültig genug haben und unser Solo-Business an den Nagel hängen.

Erfolgreiche Solopreneure haben eines gemeinsam: Sie haben bisher jede Hürde irgendwie (!) überwunden. Wir glauben vielleicht, die erfolgreichen Unternehmer:innen hätten weniger Hürden gehabt, aber das stimmt nicht. Sie hatten genauso viele wie wir (vielleicht sogar mehr), aber sie sehen jede Hürde als ihren Freund.

Eine Hürde als Freund? Ja. Denn jede neue Hürde wird verlässlich wieder einige ihrer Mitbewerber:innen abwerfen.

Mit jeder Hürde, die du überwindest, hast du auch ein bisschen weniger Konkurrenz.

Willst du wirklich aufsteigen?

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Ein Problem, wenn du Aufstiegs-Ambitionen hast:

Sobald du dich festgelegt hast und entsprechend zu handeln beginnst, kann man dir dabei zuschauen, ob du es schaffst oder ob du scheiterst.

Sobald du über dein Ziel in der Öffentlichkeit zu sprechen beginnst, bekommst du vereinzelte Unterstützung, aber auch ungebetene Ratschläge und mitunter sogar Häme mit auf den Weg.

Und das ist alles nicht angenehm. Kein Wunder, dass du dir manchmal denkst: Bin ich wirklich sicher, dass ich aufsteigen will? Ist es nicht eh ganz angenehm in der 2. Liga – und wesentlich bequemer?

Ambitionierte Ziele haben immer das Risiko in sich, dass man sie nicht erreicht. Das geht der Admira so, das geht mir so, das geht jedem so.

Aber was ist die Alternative? Zufrieden in der 2. Liga?

Aufstiegs-Ambitionen

A

Die Admira sagt, sie will in der nächsten Saison den Aufstieg schaffen. Das sei alternativlos.

Wenn du sagst, du willst aufsteigen, dann musst du auch einen Kader zusammenstellen, mit dem ein Aufstieg möglich ist. 

Dafür wird es nötig sein, dass du Geld in die Hand nimmst.

Nicht unvernünftig viel Geld. Es geht nicht darum, das Geld zum Fenster hinaus zu werfen. Aber es geht darum, an den richtigen Stellen zu investieren, um bisherige Schwächen der Mannschaft zu kompensieren und die Mannschaft insgesamt schlagkräftiger zu machen. 

Genug Geld, um dem Ziel Aufstieg eine realistische Chance zu geben.

Wenn es tatsächlich alternativlos ist, dann musst du es ernst meinen. Und wie ernst du es meinst, wird man auch an deiner Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ablesen können.

Altersweisheit

A

Unlängst ist ein guter Freund von mir 50 geworden.

Als einen der Vorteile des Älterwerdens nannte er: “Du musst niemandem mehr was beweisen. Mach einfach, was dir taugt.”

Was, wenn du so frech wärst und dir diese Freiheit jetzt schon erlauben würdest – und nicht erst, wenn dir die Erfahrung deines Lebensalters bewiesen hat, dass diese Art von “Frechheit” immer siegt?

Wenn ich alles richtig machen will

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Ein Projekt, ein Risiko, eine Unwegbarkeit erzeugt ein ungutes Gefühl. Ich bin mir unsicher, ob ich das richtige tue und welche Auswirkungen das hat. Ich will alles richtig machen – aber was ist das Richtige? 

    Das Erfolgsrezept wäre:

    1. Vertrau deiner Intuition. Bleib authentisch. Handle beherzt. 
    2. Verzichte auf den Narrativ. Bleib bei den Fakten. Das reicht. 
    3. Lerne aus deinen Erfahrungen. Sei dankbar. 

    Ich weiß, dass dieses Rezept stimmt. Das weiß ich aus vielen Jahren Erfahrung.

    Jetzt muss ich mich nur noch daran halten.

    Das will ich auch!

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    Unlängst bin ich (auf LinkedIn) auf eine Unternehmerin gestoßen, die ein halbes Jahr in Berlin und die andere Hälfte des Jahres auf Fuerteventura arbeitet.

    Und ich habe mir gedacht: Das will ich auch!

    Diese Unternehmerin sagt, sie macht einen Umsatz von 500.000 Euro pro Jahr.

    Und ich habe mir gedacht: Das will ich auch!

    Neid ist wirklich ein verlässlicher Begleiter. Aber er ist ein schlechter Ratgeber. Den Winter auf Fuerteventura zu verbringen, klingt zwar gut, aber in Wirklichkeit müsste ich dafür meine Kinder für ein halbes Jahr aus der Schule nehmen. Oder ein halbes Jahr ohne sie verbringen. Und beides würde ich aber sowas von überhaupt nicht wollen.

    Und 500.000 Euro Umsatz? Ja, eh. Aber die 3 Mitarbeiter:innen und 8 Freelancer:innen, die diesen Umsatz möglich machen, möchte ich nicht haben.

    Genau hier liegt die ewige Herausforderung im Lifestyle Business: Immer beim eigenen Lifestyle zu bleiben. Was willst du wirklich? Was passt zu deiner Persönlichkeit, deiner Familie, deinen Bedürfnissen am besten?

    Und sich nicht ablenken oder blenden zu lassen von den lifestyle choices, die andere Selbständige für sich treffen.

    Bleib bei dir.

    Ich erlaube mich

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    Ich erlaube mir meine Träume, meine Fehler, meine Unsicherheiten, meine Liebenswürdigkeiten, meine Talente, meine Sehnsüchte, meine Unausstehlichkeiten, meine Verrücktheiten, meine Begeisterung, mein Desinteresse. 

    Es gibt wohl kein größeres Geschenk, das ich mir selbst machen könnte, als mir mich selbst zu erlauben.

    Wandergruppe

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    Auch wenn du ein Solo-Business hast: Dein Weg ist kein Solo-Projekt. Andere Menschen gehen ihn mit dir.

    Lass sie nicht zurück!

    Selbstironie vs. Güte

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    Selbstironie ist schon okay. Selbstironie ist ein deutlicher Schritt weg vom Ego.

    Aber Güte wäre besser. Denn Güte ist ein großer Schritt hin zum Anderen.

    Immer wieder einladen

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    Was machst du, wenn du deinen Arbeitskollegen schon dreimal eingeladen hast, dich mal daheim zu besuchen oder zu einem Abendessen vorbeizukommen – und dein Arbeitskollege ist dieser Einladung bei keinem Mal gefolgt. Immer ist irgendwas dazwischen gekommen, nie hat es gepasst.

    Wirst du ihn noch ein viertes Mal einladen? Oder sagst du dir: Jetzt habe ich ihn eh schon dreimal eingeladen, jetzt ist er dran. Er soll sich selber melden, wenn’s ihm irgendwann mal passt. Oder sonst soll er es halt bleiben lassen.

    Früher oder später geben wir das Einladen auf. Wir wollen ihm ja nicht auf die Nerven gehen. Und wir sind uns zu schade dafür, immer wieder eine Abfuhr zu bekommen.

    Genau hier liegt einer der schwierigsten Herausforderungen, wenn wir uns selbständig machen.

    In der Selbständigkeit sind wir nämlich aufgefordert, unsere potenziellen Kund*innen immer und immer und immer wieder einzuladen, mit uns zusammenzuarbeiten. Nicht dreimal, nicht dreißigmal, sondern dreihundertmal.

    Wir müssen lernen, die Ablehnungen und dem Nicht-Folgen unserer Einladungen nicht persönlich zu nehmen, sondern darauf zu vertrauen, dass es irgendwann schon passen wird.

    Und bis es soweit ist, sprechen wir unsere Einladungen aus. Immer und immer und immer wieder.

    Drama im Kopf

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    Marketing-Aktivitäten fühlen sich für viele Solopreneure anstrengend an. Aber nicht, weil die Arbeit an sich so mühsam wäre.

    Anstrengend macht Marketing das Drama, das wir uns im Kopf zu unserem Marketing dazu-phantasieren. Die Reaktionen, die wir damit auslösen könnten. Die Reaktionen, die vollkommen ausbleiben könnten. Die Kritik und die Ablehnung, die wir uns einhandeln könnten.

    Versuche, beim Marketing das eingebildete Drama wegzulassen oder zumindest für eine Zeit auf die Seite zu stellen.

    Es wird dir leichter fallen.

    Bellezza

    B

    Das italienische Wort für Schönheit.

    Salvatore, ein Jugend-Coach aus Italien, sagt, er legt Wert darauf, dass in seiner Arbeit mit den Jugendlichen bellezza wirkt. Dass etwas Schönes herauskommt. Schönheit des Resultats, aber auch Schönheit im Arbeiten selbst, im Prozess. 

    Bellezza kann es in jedem Bereich des Lebens geben.

    Was, wenn wir bellezza öfter mal zum Ideal unserer Arbeit machen würden?

    Phantomschmerzen

    P

    Die Angst vor dem Schmerz ist eigentlich schlimmer als der Schmerz selbst.

    Weil er das Leiden verlängert – und zwar unnötig. Es würde ja reichen, wenn wir uns um den Schmerz kümmern, wenn er da ist. Und es ist überhaupt nicht produktiv, gespannt darauf zu warten, wann den jetzt endlich der Schmerz einsetzen wird. Jetzt? Jetzt? Jetzt?

    Noch dazu wäre es ja möglich, dass der Schmerz, wenn er denn einsetzt, gar nicht so schlimm ist wie in unserer Vorstellung.

    Dann haben wir uns umsonst gefürchtet. Und wozu soll das bitte gut sein?

    Wunder gescheh’n – nicht

    W

    Du kannst davon ausgehen, dass kein Wunder geschehen wird. Wunder passieren ausgesprochen selten – sonst wären es ja keine Wunder.

    Stell dich lieber ein auf einen Marsch durch die Wüste. Es wird anstrengend. Tagelang wirst du einen Schritt vor den anderen setzen, und du wirst keinen Fortschritt erkennen. Es wird Tage geben, da möchtest du lieber umkehren – oder überhaupt aufgeben.

    Auch auf dem Marsch durch die Wüste werden keine Wunder passieren.

    Aber von Zeit zu Zeit wirst du in eine Oase kommen. Und dafür lohnt sich der Weg.

    Normalsterblich

    N

    Vergiss nicht: Auch du bist kein Wunderwuzzi. Auch du bis kein unsterblicher Superheld. Auch du hast deine Grenzen, und die werden dir mitunter schmerzlich aufgezeigt.

    Auch du hast Dinge, an denen du leidest. Auch du hast Menschen in deinem Leben, die nicht immer das Beste für dich wollen. Auch dir geht die Puste aus, wenn du dich überanstrengst.

    Willkommen in der Welt der Normalsterblichen.

    Sie ist die einzige Welt, die wir Menschen zur Verfügung haben.

    Alle von uns.

    Umzug

    U

    Mein Blog ist umgezogen. Neuer Server, neues Design, neue Struktur – das ganze Programm.

    Wie bei jedem Umzug ist nicht alles ganz ohne Schrammen abgelaufen. Aber insgesamt alles in grünen Bereich. A job well done.

    Dass ich das heute so stolz sagen kann, hat nur am Rande mit mir zu tun. Ich habe den Erfolg Josha, meinem freundlichen Helfern von WP Space, zu verdanken.

    Denn der Umzug wäre beinahe zu einer Vollkatastrophe geraten. In meiner grenzenlosen Selbstüberschätzung habe ich nämlich versucht, den Umzug ganz ohne Hilfe selbst zu machen. Kann ja nicht so schwer sein, oder?

    Der Versuch ist natürlich komplett schief gegangen. Nur das Einspielen eines Notfall-Backups hat das komplette Armageddon verhindert. Und gebraucht habe ich dafür… ewig.

    Wenn ein Experte wie Josha ran geht, ist in 20 Minuten alles erledigt und funktioniert so, wie es soll.

    Wenn’s wichtig ist, lass einen Experten ran.

    Als ob ich noch einen weiteren Beleg dafür gebraucht hätte…

    Wieder anfangen

    W

    Es ist relativ leicht, mit einer guten Gewohnheit aufzuhören.

    Es ist viel schwerer, mit dieser guten Gewohnheit wieder anzufangen.

    Note to self: Auch wenn die Laufrunde mühsam war wegen der langen Pause: Klopf dir auf die Schulter, denn heute bist du ein Held. Weil du wieder angefangen hast.

    Je später der Abend

    J

    … desto besser das Networking.

    Bei Events, wo es sich echt für dich “lohnt”, Menschen wirklich kennenzulernen, da bleib bis zum Schluss.

    Am Ende, wenn nur mehr wenige Leute da sind und die Stimmung gelöst ist, wird die größte Networking-Ernte eingefahren.

    Daher: Wenn du dir schon die Arbeit des Networkings machst, dann bleib auch bis zum Schluss. Gib nicht auf halber Strecke w.o. und vergib dir damit nicht den größten Lohn.

    Meckerverbot

    M

    Zu Beginn der Fastenzeit eine nützliche Faustregel für alle Problemdenker wie mich:

    Entweder du hast was Nützliches beizutragen, oder du hältst deinen Mund.