Tag#notetoself

Der große Bogen

D

Wenn du am Ende deines Lebens Bilanz ziehst und zurückschaust, dann wird es völlig egal sein, ob du dieses Todo heute erledigt hast oder morgen oder gar nicht. Es wird wurscht sein, ob du dieses Projekt angegangen bist oder jenes oder keines davon. Es wird dich nicht interessieren, wie gut oder schlecht dein Umsatz im Februar 2024 war.

Was an diesem Tag für dich zählen wird, ist nicht was du getan hast, sondern wie du es getan hast. Mit welcher Intention du an die Dinge herangegangen bist, die du gemacht hast. Aus welchen Gründen du deine Entscheidungen getroffen hast. Wie du mit den Menschen, die dich auf deinem Lebensweg begleitet haben, umgegangen bist.

Es wird zählen, wie du deine Ideale, deine Werte und deine Fähigkeiten in deinem Leben zum Ausdruck gebracht hast. Nicht im Detail, denn Details sind irrelevant. Sondern im großen Bogen, der sich von deinem ersten Atemzug bis zu deinem letzten spannt.

Auf diesen Bogen wirst du zurückschauen. Und dieser Bogen wird aus Wie-Bausteinen, nicht aus Was-Bausteinen gebaut.

Vergiss das nicht, Günter.

Ruhe geben

R

Ich kann’s nicht.

Selbst, wenn mein Körper die Patschen streckt, will mein Kopf immer noch durch die Wand.

Ruhe geben. Meine Frau meint, ich muss es lernen.

Wahrscheinlich wäre es sogar das wichtigste Lernziel für 2024.

So unfair

S

Niemand hat endlos Kraft. Niemand kann pausenlos arbeiten. Niemand ist unbesiegbar.

Außer natürlich ich.

Das ist die Hybris, der wir Solopreneure immer wieder zum Opfer fallen: Wir glauben, wir sind unsterblich.

Und wenn ich dann plötzlich mit meiner Menschlichkeit konfrontiert werde und drauf komme: Hey, ich habe doch nicht endlos Kraft! Ich glaube, ich brauche eine Pause…

Dann bin ich völlig von den Socken und jammere: Das ist sooo unfair! Ich habe gerade sooo viel vor! Das passt mir grad überhaupt nicht rein!

Dem Leben sind meine Pläne natürlich vollkommen wurscht. Und je mehr ich mich wehre, desto schlimmer wird es für mich.

Es ist nicht unfair, sondern die ultimative Fairness: Wir sind alle nur Menschen.

Die wahre Kunst

D

Für alle, die sich gerade Ziele für 2024 zurechtlegen:

Dinge haben zu wollen, ist keine Kunst. 

Die wahre Kunst ist es, die Arbeit und die Konsequenz reinzulegen, die es braucht, um diese Dinge zu erreichen.

Das Spiel entscheidet sich daher nicht im Jänner beim Ziele-Setzen, sondern irgendwann im Juni oder so, wo man merkt: Jössas, das ist ja viel mühsamer als gedacht.

Also überleg dir jetzt, im Jänner, schon mal: Was wirst du in der Situation tun? Welche Geschichte wirst du dir dann erzählen? Und: Ist dein Ziel stark genug, um die Mühen der Ebene zu überstehen?

Pfeif drauf!

P

Manchmal ist die beste Lösung eines Problems, das Problem nicht zu lösen.

Einfach zu sagen: Geh, pfeif doch drauf!

Wir müssen sehr genau aufpassen, ob ein Drauf-Pfeifen das Problem auch tatsächlich löst. Ob ein Drauf-Pfeifen eine legitime Lösung für das Problem ist. Denn: Längst nicht jedes Problem ist für’s Drauf-Pfeifen geeignet.

Aber mehr, als wir mitunter denken.

Langer Atem

L

Es ist ein typisches Phänomen von Gründer*innen, dass sie lang über die Gründung nachdenken.

Das heißt für mich als Gründungsberater (und mein Geschäftsmodell): Ich brauche einen langen Atem.

Es kann sein, dass jemand mir Jahre folgt, bevor er/sie sich (endlich) entschließt, jetzt zu gründen und meine Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Der kritische Erfolgsfaktor ist, dass ich zur Stelle bin, wenn dieser Moment eintritt. Und bis dahin mache ich mit meinem Marketing konsequent weiter und vertraue darauf, dass dieser Moment, wo ich um Hilfe gebeten werde, tatsächlich irgendwann kommen wird.

Durch die Wüste

D

Viele Gründer*innen können den sprichwörtlichen “Weg durch die Wüste” nur deswegen nicht gehen, weil sie die Straße nicht finden.

Diesen Menschen kann geholfen werden.

Diesen Menschen kann ich helfen.

Unsicherheit

U

Das Gefühl, das die Entwicklung deines neuen Podcasts oder den Launch deines Newsletters begleitet. Das Gefühl, wenn du dir wieder mal überlegst, ob dein neues Angebot wirklich eine gute Idee ist. Das Gefühl, wenn du lieber in den Untiefen des Internet abtauchst, statt den Text für die neue Website zu erstellen.

Dieses Gefühl, das du da erlebst und das dir Schmerzen bereitet, ist wahrscheinlich einfach Unsicherheit.

Un-Sicherheit. Weil das Ergebnis nicht sicher ist, nicht sicher sein kann. Niemand kann die Zukunft voraussagen.

Es kann daher nicht darum gehen, die Unsicherheit wegzukriegen. Das Ziel muss sein: Handlungsfähig bleiben trotz Unsicherheit.

Oder, anders formuliert: Unsicherheit spüren, aushalten – und trotzdem weitermachen.

Ziemlich simpel

Z

Es kommt nicht darauf an, was du weißt.

Es kommt darauf an, was du daraus machst.

So komme ich nicht weiter

S

Wenn ich immer einspringe, wenn Not am Mann ist, weil ich als Selbständiger “eh daheim bin” und ich es mir “ja einteilen kann”…

… dann komme ich nicht weiter.

Ich leide unter der gleichen Herausforderung wie ganz viele Lifestyle Entrepreneure da draußen: Einerseits will ich ein Papa und Ehemann sein, der verfügbar ist und der aktiv am Familienleben teilnimmt. Und gleichzeitig will ich mein Business voranbringen, was viel und intensive Arbeit bedeutet.

Ich versuche die Quadratur des Kreises und merke, dass ich in Wahrheit nur im Kreis laufe.

Black Friday

B

Bevor du den “Jetzt kaufen”-Button drückst, vergiss nicht:

Wir kaufen, was wir sein wollen.

Kopf, Hand und Herz

K

Wenn du wieder mal wach liegst und grübelst, ob du so tun sollst oder anders…

Dann wende dich den Menschen zu, denen du helfen willst. Raus aus deinem eigenen Kopf und rein in die Probleme, die du für diese Menschen lösen willst. Hör in dein Herz hinein, und dann nimm deine zwei gesunden Hände, um die Dinge zum Besseren zu verändern.

Weniger Kopf, mehr Herz und mehr Hand. Das hilft fast immer.

Das Problem der Lifestyle Entrepreneure

D

Wir Lifestyle Entrepreneure sind gute Menschen, aber schlechte Unternehmer. Wir kümmern uns zu wenig um unser Business.

Das ist eine Norm in dieser Community, die sich irgendwie eingebürgert hat und die wir teilen. Kein Gesetz, schon gar kein Naturgesetz, sondern etwas, das wir auch wieder verändern können.

Ich trete an, um diese Norm zu ändern. Zum Wohle aller, weil diese Norm nicht gut für uns Lifestyle Entrepreneure ist.

In Wirklichkeit nützt sie nämlich nur unseren Gegnern, die auch alles dafür tun, dass das möglichst lange so bleibt.

Gehmeditation

G

Vor vielen Jahren habe ich mal bei einer Gehmeditation teilgenommen.

Die Idee dabei ist, dass man achtsam einen Schritt vor den anderen setzt, ganz langsam und bewusst. Im besten Fall wird dadurch eine so alltägliche Tätigkeit wie das Gehen zu einer unkomplizierten Achtsamkeitsübung.

So zumindest die Theorie. Wenn da der monkey mind, der Affe im Kopf, nicht wäre.

Es war nämlich so: Diese Gehmeditation fand in einer Gruppe statt. Wir sind im Kreis gegangen, einer hinter der anderen. Und während der gesamten Gehmeditation war ich ständig in der Sorge, ob ich eh nicht zu langsam gehe und damit alle hinter mir aufhalte. Soll ich lieber ein bisschen schneller gehen, damit ich die anderen bei ihrer Meditation nicht behindere? Was, wenn mir jemand auf die Ferse steigt, weil ich so langsam dahinschleiche? Und so weiter, und so weiter. Die ganze Zeit lang.

Und damit war natürlich sämtliche Achtsamkeit beim Teufel. Weil mein Kopf wieder mal mit einem Problem beschäftigt war, das es ausschließlich in meinem Kopf gegeben hat. Denn meine Mit-Meditierenden hätten leicht an mir vorbei gehen können, wenn sie das gewollt hätten. Hat niemand gemacht. Alles nur in meinem Kopf.

Und, in welcher “Gehmeditation” bist du jetzt gerade wieder unterwegs?

Eine gute Leistung

E

An manchen Tagen läuft’s nicht rund.

Kann sein, dass du nicht gut geschlafen hast. Kann sein, dass das Wetter mitspielt. Kann sein, dass dich andere Menschen irritieren. Was auch immer, ist eigentlich egal.

An solchen Tagen ist es schon eine gute Leistung, seine Aufgaben professionell über die Bühne zu bringen und dafür zu sorgen, dass die Karre nicht vollkommen auseinanderfliegt.

Für diese gute Leistung darfst du dir auch an solchen miesen Tagen auf die Schulter klopfen.

Wasser predigen, Wein trinken

W

Es ist eine Sache, Dinge gut erklären zu können. Gut lehren zu können.

Und es ist eine vollkommen andere Sache, diese Dinge auch wirklich selber immer konsequent anzuwenden.

Vergiss daher nie: Auch deine besten Lehrer sind nur Menschen – und damit genauso fehlbar wie du.

Nimm dir Zeit zum Verkaufen

N

Wenn du dir schon so viel Zeit nimmst für deine Social-Media-Posts. Wenn du dir schon so viel Mühe gibst bei deinem Podcast. Wenn du schon bei jedem Webinar eine Stunde lang wirklich guten Content hergibst.

Dann nimm dir auch die Zeit, über diese Plattformen zu verkaufen.

Sprich über dein Angebot. Sprich darüber, wie man mit dir zusammenarbeiten kann. Mach dein Angebot attraktiv und schmackhaft.

Es gibt nur zwei Gründe, warum du darauf verzichten kannst:

  1. Du hast eh schon mehr als genügend Kund*innen bzw. Aufträge.
  2. Du willst gar kein Business haben, sondern ein Hobby.

Aber ansonsten gilt: Verkaufen ist im Lieferumfang eines Lifestyle Business einfach dabei.

Also nimm dir auch die Zeit dafür, verdammtnochmal.

Das Leben ist nicht unfair zu uns

D

Wir Lifestyle Entrepreneure verfolgen den Traum, dass wir unser Lebensmodell und unser Geschäftsmodell in Einklang bringen. Dass sich Arbeit (meistens) nicht wie Arbeit anfühlt und unser Lifestyle Business einen Teil zu unserem Lebensglück beiträgt.

Und gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, was Seth Godin so wunderbar auf den Punkt bringt:

“So the most important thing that I would say to a professional is this:
You are not entitled to the business that you want. All you’re entitled to is understanding what is working in the market and do that.”

Seth Godin, The Freelancer Course

Wenn wir mit unserem Lifestyle Business keinen Erfolg haben sollten, dann ist das nicht, weil die Welt ungerecht ist. Sondern weil wir (noch) nicht verstanden haben, was unser Beitrag auf dem Markt wirklich sein sollte, damit wir maximal hilfreich sind.

Müde (2)

M

Du bist müde. Die Hälfte deiner Emotionen kannst du ignorieren, weil es nicht deine Emotionen sind. Es ist dein Geist, der dir Emotionen vorgaukelt – weil er eben müde ist.

Hör einfach nicht hin. Was morgen, wenn du ausgeschlafen ist, davon noch da ist, das kannst du dir genauer ansehen.

Traue deinen Gefühlen nicht, wenn du müde bist. 

Hochpreis-Strategie

H

Hochpreis-Strategie? Von mir aus. 

Aber vergiss nicht: Kein Kunde der Welt möchte sich veräppelt fühlen!

Eine Hochpreis-Strategie braucht viel, viel Nachdenken, einen extrem hohen Wert und ein sehr, sehr gutes Konzept.