Warum schreibst du?
Schreibst du, um gescheit zu wirken?
Oder schreibst du, um verstanden zu werden?
Warum schreibst du?
Schreibst du, um gescheit zu wirken?
Oder schreibst du, um verstanden zu werden?
Vor einem Zusammentreffen mit einem Menschen, das dich sehr belastet, hilft es, sich folgende Formel vor Augen zu halten:
80% des Erfolges entsteht bereits in dem Moment, wo du dich der Begegnung stellst und nicht mehr davonläufst.
Auf 90% Erfolgsaussicht kommst du, wenn du während der Begegnung ehrlich und offen über das sprichst, was dich bewegt. Wenn du nicht zurückhältst und wenn du dich als Mensch mit Gefühlen und Ängsten zeigst.
Die restlichen 10% liegen nicht in deiner Hand. Aber wenn du 90% des Weges zu einer Begegnung von Mensch zu Mensch gegangen bist, wird dein Gegenüber meist bereitwillig die restlichen 10% beitragen.
Sagt Steven Pressfield. Nicht, weil die Menschen gemein zu dir sind, sondern weil sie einfach sehr viel zu tun haben.
Was zunächst furchtbar deprimierend klingt, ist bei genauerer Betrachtung sehr befreiend.
Weil: Wenn du davon ausgehst, dass grundsätzlich niemandem interessiert, was du schreibst, dann musst du dich besonders anstrengen, damit es doch jemand liest.
Du schreibst nur, was wirklich relevant ist. Du schreibst kurz, klar, verständlich. Und du fragst dich bei jedem Satz: „Ist das hilfreich für meinen Leser, oder stehle ich ihm damit nur seine wertvolle Lebenszeit?“
Philipp Maderthaner sagt: Mit seinem Business nach Erfolg und Erfüllung zu streben, das ist die Königsdisziplin.
Der Bedürfnispyramide von Abraham Maslow folgend, meint er: Zuerst kommt das Streben nach materiellem Erfolg. Wenn dieser Erfolg erreicht ist, entsteht neue Energie für Wachstum. Viele Unternehmer stellen sich dann die Sinnfrage und beginnen die Suche nach ihrem Purpose.
Das sind sehr spannende Überlegungen. Ich frage mich: Was ist mit den High Achievern, die Erfolg und Erfüllung gleichzeitig suchen? Sind die auf dem Königsweg unterwegs – oder auf dem Holzweg?
Professionelle Beziehungen basieren auf Transaktionen. Jemand braucht etwas, jemand anderer kann es geben und wird dafür bezahlt. In transaktionalen Beziehungen, also professionellen Beziehungen, geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten.
In amateurhaften Beziehungen überlagert das Persönliche das Geschäftliche. Da gibt es persönliche Enttäuschungen, da bleiben die Konditionen und Erwartungen schwammig. Da sind Mutmaßungen und Annahmen im Spiel.
Das ist nicht nur unprofessionell, sondern auch sehr anstrengend.
Es gibt für mich kaum ein beglückenderes Erlebnis als den Moment, wo ich etwas Entscheidendes begreife.
Danach ist nichts mehr wie zuvor.
Es ist sehr schwierig, die Gedanken in meinem Kopf in einen anderen Kopf zu bringen.
Wenn ich will, dass ich so verstanden werde, wie ich es gemeint habe, dann muss ich versuchen, mich ganz präzise auszudrücken.
Präziser Ausdruck kommt von klaren Gedanken. Wenn der Gedanke noch nicht klar ist, dann wird auch die Formulierung nicht klar sein.
Ich sehe es nicht, also ist es nicht da.
Ich höre es nicht, also wird nicht darüber gesprochen.
Ich spüre es nicht, also gibt’s kein Problem.
Wer sich selbst als einzig gültigen Maßstab nimmt, der wird das Wichtigste im Leben nicht mitbekommen.
Der Unterschied zwischen 10% besser und 10x besser ist wie der Unterschied zwischen Tag und Nacht.
“Ein bisschen besser” holt niemanden hinterm Ofen hervor. “Ein bisschen besser” motiviert niemanden, zu deinem Angebot zu wechseln. “Ein bisschen besser” wird oft nicht mal wahr genommen.
“Gewaltig besser” ist der Weg, um Kunden klar zu machen: Mein Angebot ist nicht 08/15. Bei mir bekommst du den Unterschied, der wirklich einen Unterschied für dich machen wird.
Das Leben kommt selten eindeutig daher. Wir haben oft die Wahl, welche Interpretation wir für wahr halten wollen – und welche nicht.
Dafür müssen wir alternative Sichtweisen aber erst einmal wahrnehmen können.
Reframing ist daher eines der besten Hilfsangebote, die ein Berater anbieten kann.
Statusdenken im Business zu berücksichtigen, ist extrem wichtig. Letztenendes dreht sich alles um unseren Status, unser Image in der Gruppe, unseren Platz in der Hierarchiepyramide.
Ziel wäre, das eigene Statusdenken als Solopreneur ganz zurück zu stellen und sich voll und ganz auf das Statusstreben der Kunden zu konzentrieren. Statussignale werden in dem Fall nur dann gesetzt, wenn es dem Kunden hilft.
Beispiel: Ein teuer eingerichtetes Wartezimmer bei einer Ärztin hilft dem Patienten, an die Kompetenz des Arztes und die Wirksamkeit der Behandlung zu glauben. Es dient nicht dazu, dem Ego der Ärztin zu schmeicheln.
Es ist eines der schönsten und gleichzeitig eines der schwierigsten Gründundungsprojekte, wenn das Hobby zum Business werden soll.
In dem Moment verändern sich nämlich die Spielregeln. Komplett.
Die Kunst ist, die Freude und Leichtigkeit des Hobbys zu bewahren, während professionelle Erlösstrukturen aufgebaut und erhalten werden müssen.
Und das ist alles andere als trivial.
Es gibt eine Gemeinsamkeit ganz vieler Lifestyle Businesses, so unterschiedlich ihre Ausrichtung auch sein mag: Alles dauert immer viel länger, als man denkt.
Es ist möglich, aber unwahrscheinlich, von Anfang an von seinem Lifestyle Business leben zu können. Der Anspruch, ein Lifestyle Business aufzubauen, das existenzsichernd ist, ist an sich schon hoch gegriffen.
Der Anspruch, dass das ab dem ersten Tag gelingen muss, ist schlichtweg realitätsfremd.
Ein sehr schlauer Gründer hat heute ein Problem vieler Solopreneure mit der Digitalisierung auf den Punkt gebracht:
„Sie glauben, sie schaffen sich eine neue Einkommensquelle, dabei schaffen sie sich ein neues Problem.“
Wie wahr.
Die Vision, die BWL zu demokratisieren, begleitet und fasziniert mich seit 15 Jahren. Die Demokratisierung der BWL ist zu einem Herzensprojekt von mir geworden.
Um diese Vision zu verwirklichen, sind drei gleichermaßen wichtige Aufgaben zu erfüllen:
Jeder Lifestyle Entrepreneur braucht zumindest einen Menschen in ihrem/seinem Leben, der/die die mitunter verrückten Ideen, die wir haben, ernst nimmt. Oder zumindest nicht darüber lacht, wenn wir ihm/ihr unseren neuesten Spleen anvertrauen.
Wenn du so einen Menschen in deinem Leben hast: Er/Sie zählt zu deinem wertvollsten Vermögen.
Halt ihn/sie gut fest!
Eine schlaue Beobachtung von Stefanie Kneisz:
Viele Unternehmer*innen warten, dass jemand reagiert. Sie warten, dass jemand auf ihre Website kommt. Alles ist vorbereitet – und sie warten.
„Mein Gott, man wird mich schon finden.“ Nein, niemand wird dich einfach so finden.
Wer wartet, verliert.
Alle Berater*innen haben zwei Herausforderungen gemeinsam:
Welche dieser beiden Herausforderungen die größere ist, hängt vom Standpunkt ab.
Einfach ist keine davon.
Wer am Markt willkommen ist, braucht sich keine großen Gedanken über Marketing etc. machen. Es reicht, den Stein ins Rollen zu bringen.
Wer am Markt willkommen ist, rollt seinen Stein bergab.
Ich beobachte immer wieder, wie schwer sich Gründer*innen tun, die „Über mich“-Seite ihrer Website zu schreiben.
Über sich selbst zu schreiben, ist viel schwieriger, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Wer kennt einen besser als man selbst, also wer sollte besser geeignet sein, über sich selbst zu schreiben?
Das Gegenteil ist der Fall. Selbst sehr geschickte Texter*innen tun sich zehnmal leichter, über andere zu schreiben als über sich.
Obwohl wir bereits unser gesamtes Leben mit uns verbringen, wissen wir im Grunde nichts über uns. Kein Wunder, dass wir dann auch nicht die richtigen Worte finden.
Da ist es meist besser, die „Über mich“-Seite von jemand anderen schreiben zu lassen. Das kommt unserem öffentlichen Ich viel näher als das, was wir dafür halten.