AutorGünter Schmatzberger

Profi oder Amateur? (4)

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Ein Profi nutzt sein Smartphone als Werkzeug und legt es weg, wenn es ihm nicht dient.

Ein Amateur ist Sklave seines Handys.

Bist du ein Profi, oder bist du ein Amateur?

Profi oder Amateur? (3)

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Ein Profi ist da, wo er ist, voll und ganz – egal, ob Beruf oder Familie.

Ein Amateur ist in der Arbeit im Gedanken bei der Familie, und wenn er bei der Familie ist, ist er im Gedanken bei der Arbeit.

Bist du ein Profi, oder bist du ein Amateur?

Profi oder Amateur? (1)

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Bist du ein Profi, oder bist du ein Amateur?

Ein Profi entscheidet – auch auf die Gefahr hin, dass er sich irrt. Weil er weiß, dass jede Entscheidung besser ist als keine Entscheidung.

Ein Amateur zögert und zaudert und wartet auf irgendeine Eingebung oder auf bessere Zeiten oder dass jemand anderer für ihn entscheidet.

Entscheiden

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Viele deiner Probleme lassen sich dadurch lösen, dass du endlich eine Entscheidung triffst.

Welche Entscheidung, ist völlig zweitrangig. Jede Entscheidung ist besser als das Zögern und das Grübeln fortzusetzen.

Gönn dir das Gefühl der Befreiung, das dir eine Entscheidung schenkt. Nur Mut! Du kannst deine Entscheidung bei Bedarf jederzeit korrigieren, aber entscheide dich endlich!

Warum nicht gleich, jetzt, sofort?

Die Verantwortung eines Hits

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Joe Elliott, der Sänger von Def Leppard, sagt: Wenn du die Verantwortung nicht aushältst, die ein Hit mit sich bringt, dann schreib keinen!

Soll heißen: Wenn du nicht damit klar kommst, dass die Menschen deinen Hit immer und immer wieder hören wollen werden (auch 30 oder 40 Jahre später), wenn du nicht damit klar kommst, dass du deinen Hit immer und immer wieder spielen wirst müssen (auch zum tausendsten Mal), wenn du nicht damit klar kommst, dass du immer wieder an deinem Hit gemessen werden wirst (auch wenn dir deine neuen Songs viel besser gefallen)…

… dann überleg dir gut, ob du überhaupt einen Hit schreiben willst. Denn: Ein Hit ist nicht nur ein Privileg, er ist auch eine Verpflichtung den Menschen gegenüber, die deinen Song zum Hit gemacht haben.

Feig

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Das Angebot, das du auf deiner Website präsentierst…

Die Art und Weise, wie du beschreibst, was du tust…

Die Kompromisse im Design, die du eingehst…

Warum ist das alles so, wie es ist? Ist es deswegen, weil du auf diese Art und Weise deinen Kund*innen am besten helfen kannst? Weil sie auf diese Art am besten verstehen, worum es dir geht und was deine Angebote für sie leisten können?

Oder ist es doch eher so, dass du versuchst, möglichst vielen zu gefallen, möglichst niemanden zu verstören – und du im Grunde zu feige bis auf den Punkt zu bringen, wofür du stehen würdest, wenn du keine Angst hättest?

Gelassenheit

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Heute sagte ein Gründer zu mir, als wir die finanzielle Seite seiner Geschäftsidee diskutierten: “Es ist überhaupt keine Angst dabei!”

Kann man sich mehr wünschen?

Fachwissen reicht nicht

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Fachwissen bedeutet, dass sich jemand Wissen über ein bestimmtes Gebiet angeeignet hat und dieses Wissen (im besten Fall) so weit verinnerlicht hat, dass er/sie es in einfachen Worten an einen Dritten weitergeben könnte.

Fachwissen garantiert aber noch nicht, dass dieser Jemand sein Wissen auf einen neuartigen Kontext umgelegen kann. Der Transfer von Wissen von einem Fachgebiet auf ein anderes ist eine ganz eigene, sehr anspruchsvolle Kompetenz.

Gemeinhin wird angenommen, dass jemand, der Faktenwissen hat, auch Transferkompetenz hat. Meine Erfahrung: Mitnichten ist das der Fall.

Dabei wäre Transferkompetenz die viel nützlichere Fähigkeit. Fachwissen, das sich jemand anderer angeeignet und aufbereitet hat, auf die eigene Situation umzulegen und die richtigen Schlüsse ziehen zu können…

Was könnte in der Wissensökonomie des 21. Jahrhunderts wichtiger sein?

Gibt es einen Bericht?

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Wo steht das in der Richtlinie?

Kommt das zum Test?

Was sagt der Abteilungsleiter dazu?

Alles keine nützlichen Fragen für Lifestyle Businesses. Aber wenn wir es mit Bürokratien zu tun haben, dann kommt es genau auf diese Fragen an.

Qualitätsvolle Arbeit bedeutet, die tatsächlichen Bedürfnisse eines Kunden zu erfüllen – und nicht das, was wir selbst für wichtig halten.

Kaiser

K

Jedes Unternehmen hat ein Problem, das es einfach nicht gelöst bekommt.

Wenn du daher kommst und dieses Problem lösen kannst, dann bist du der Kaiser.

Alles schon da

A

Du kannst davon ausgehen, dass alles, was du für den nächsten Schritt brauchst, schon jetzt – in Überfluss! – vorhanden ist.

Vielleicht noch nicht für den übernächsten, aber für den nächsten Schritt ist jetzt schon alles da.

Worauf wartest du noch?

Werte sind Entscheidungen

W

Für welchen Wert entscheidest du dich, wenn du nicht mehr komplett freie Wahl hast?

Für welchen Wert entscheidest du dich unter Druck?

Für welchen Wert entscheidest du dich in der Versuchung?

Für welchen Wert entscheidest du dich im Mangel?

Für welchen Wert entscheidest du dich, wenn keiner hinschaut?

Welchem Gott

W

Wir alle dienen einem Gott. Welchem Gott dienst du?

Dem Gott des Geldes?

Dem Gott des Prestige?

Dem Gott des Lobes?

Dem Gott der Bequemlichkeit?

Kind

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Wäre dein achtjähriges Ich stolz auf das, was du heute tust?

Leistung

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Wir in der Leistungsgesellschaft glauben, dass wir uns sogar unsere Schicksalsschläge verdient haben müssen.

Wir-Gefühl

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Ein Gründer, geläutert von jahrzehntelanger Arbeit in einem dysfunktionalen Unternehmen, hat die Misere vieler Betriebe heute auf den Punkt gebracht:

Am Anfang gibt’s ein Wir-Gefühl – wenn’s um’s Geld geht, dann nicht mehr.

Sobald Geld ins Spiel kommt, ändern sich die Spielregeln. Caveat emptor.

Großzügig Fehler zulassen

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Ich kann Gründer*innen nicht vor ihren Fehlern bewahren, wenn sie nicht verstehen (wollen oder können), was ich sage bzw. was ich von ihnen will.

Ich kann aber der großzügige Lehrer sein, der auch schmerzhafte Fehler gütig zulässt.