AutorGünter Schmatzberger

Deine USP

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Ich finde, die USP (unique selling proposition) ist bei einem Ein-Personen-Unternehmen ein völlig überschätztes Konzept.

Es wäre ein unglaublich hoher Anspruch, als einer von tausenden Unternehmensberater:innen, Fotograf:innen oder Psychotherapeut:innen eine echte USP zu haben – also wirklich unique zu sein..

Es gibt nichts Neues unter der Sonne, heißt es schon in der Bibel. Viele Gründer:innen quälen sich damit, ein Alleinstellungsmerkmal zu finden, und kommen drauf: Alles wurde schon irgendwann mal gedacht, gemacht, angeboten.

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Deine USP als Solopreneur sind deine Kontakte. Punkt. Insbesondere die Resonanz-Beziehungen, die du im Laufe deines Lebens (in deiner Ausbildung, als Angestellte:r, im privaten Umfeld) hergestellt hast und noch herstellen wirst.

Diese Resonanzbeziehungen sind dein wahres Asset. Die kann dir niemand wegnehmen.

Es sind die anderen Menschen, die dich einzigartig machen – nicht du selbst.

Lebenswert

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Ein Gedanke von vorgestern beim Aufwachen:

Im besten Fall wäre mein Leben eine Sammlung lebens-werter Dinge.

Das Hobby namens Kaufen

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Unlängst ist mir aufgefallen: Die Frage “Brauchst du das wirklich?” ist komplett sinnlos geworden. Nicht weil die Leute keine ehrliche Antwort geben würden, sondern weil die Frage selbst das Thema verfehlt.

Wir kaufen nicht mehr, um etwas zu haben. Wir kaufen, weil das Kaufen selbst zur Tätigkeit geworden ist. Zur Freizeitbeschäftigung. Manche gehen wandern, andere scrollen durch Online-Shops. Beides strukturiert den Tag, beide geben einem das Gefühl, etwas zu tun. Der Unterschied: Nach dem Wandern hast du müde Beine, nach dem Shopping hast du Pakete.

Das ist keine moralische Anklage gegen Konsument:innen. Es ist eine strukturelle Beobachtung: Wenn die Wirtschaft darauf angewiesen ist, dass wir ständig mehr kaufen (nicht weil wir mehr brauchen, sondern weil sonst das System kollabiert), dann wird aus dem Einkaufen zwangsläufig eine Dauerbeschäftigung. Die Frage ist nicht mehr “Was fehlt mir?”, sondern “Was mache ich jetzt gerade?” – und eine mögliche Antwort lautet: Schauen, was es Neues gibt.

Baudrillard hat das Logik des Überflusses genannt, aber das klingt zu akademisch für das, was tatsächlich passiert. Es ist simpler: Wir füllen Zeit mit Kaufakten, weil die Zeit gefüllt werden muss und das System dafür perfekte Infrastruktur bereitstellt. Jederzeit verfügbar, endlos optimiert, immer mit dem Versprechen: Das hier könnte interessant sein.

Kein Wunder, dass “Brauchst du das?” nicht mehr funktioniert. Die Antwort war noch nie “Ja”. Die Antwort war immer schon: “Darum geht’s nicht.”

Das Talent, das durch alle Berufe geht

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Scott Adams nannte sich selbst einmal einen “world-class simplifier”. Jemand, der Komplexität herunterbrechen kann. Genau das sei das Geheimnis seiner Dilbert-Comics gewesen.

Dieses Talent, meinte er, ziehe sich durch alle seine Berufe und Projekte. Es ist seine zentrale Fähigkeit.

Die meisten Menschen definieren sich über ihre Domäne. “Ich bin Installateur.” “Ich bin Beraterin.” “Ich bin Designer.” Aber die wirkliche Frage wäre: Was ist das Talent, das sich durch alles zieht, was du tust? Das, was deine Arbeit gut macht, egal in welchem Kontext?

Vielleicht bist du jemand, der Struktur in Chaos bringt. Oder jemand, der Vertrauen aufbaut. Oder jemand, der Dinge zu Ende bringt, die andere liegen lassen.

Ich bin Gründungsberater, Lehrbeauftragter an Hochschulen und schreibe diesen Daily Blog. Das klingt nach drei verschiedenen “Jobs”. Aber das Talent dahinter ist dasselbe: Konzepte und Ideen so runterzubrechen, dass sie spannend sind und jemand ohne Vorwissen sie versteht und nutzen kann.

Und du? Was ist dein Meta-Talent?

Unvermittelbare Ideen

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Du hast eine brillante Idee. Wirklich gut durchdacht. Vielleicht sogar innovativ. Und sie liegt jetzt da, in deinem Kopf, in deinen Notizen, in deinem Konzeptpapier.

Und nichts passiert.

Weil eine Idee sich nicht von selbst aktiviert. Sie braucht Vermittelbarkeit. Sie muss in eine Form gegossen werden, die andere Menschen “greifen” können. Solange deine Idee nur in ihrer vollen Komplexität existiert – mit allen Nuancen, allen Vorbehalten, allen Abhängigkeiten – bleibt sie umverfügbar.

Das Problem ist nicht die Idee. Das Problem ist die fehlende Übersetzung, die fehlende Zugänglichkeit. Du musst sie so weit reduzieren, dass jemand anderes sie versteht, ohne dein komplettes Vorwissen zu haben. Damit jemand sagen kann: “Ach, das ist wie X, nur für Y.” Erst dann wird aus deinem Gedanken eine Idee, die Wirkung entfalten kann.

Die Idee allein hat keine Power. Die Kraft liegt in der Form, die du ihr gibst.

Other things suffered

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Wenn Tad Hargrave gefragt wird, wie er es geschafft hat, sich sein Business aufzubauen, ist seine ehrliche Antwort: “Other things suffered.”

Ich denke, damit ist alles gesagt.

Außer vielleicht noch: “And the less we ask for help, the more we suffer.”

Wanda: Ende nie (2024)

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Album der Woche: KW 49 // Dezember 2025

Kontext: Ich würde nicht sagen, dass ich ein Fan bin, aber ich beobachte Wanda mit Aufmerksamkeit und Interesse. Eilig hatte ich es offensichtlich nicht mit dem Anhören ihres aktuellen Albums, aber jetzt ist es soweit.

Playlist-Tipps: keine

Fazit: Nein, Wanda im Homeoffice, das hat gar nicht funktioniert. Wahrscheinlich liegt’s daran, dass Sie auf Deutsch singen, das kann ich nur ganz schwer ausblenden. Die Songs sind an und für sich eh okay, aber als Begleitmusik im Homeoffice waren sie leider gänzlich ungeeignet.

Wertung: ⭐️

Wer nicht passt, passt nicht

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Die meisten Gründer:innen haben eine einigermaßen klare Vorstellung davon, wen sie als Kund:in gewinnen wollen. Welche Branche, welche Größe, welches Problem.

Aber frag mal nach den Kriterien, nach denen sie potenzielle Kund:innen ablehnen. Da kommt meistens sowas wie: “Naja, wenn’s Bauchgefühl nicht passt.” Oder: “Wenn die Chemie nicht stimmt.”

Das ist interessant. Denn das Disqualifizieren ist mindestens genauso wichtig wie das Qualifizieren von Kund:innen. Vielleicht sogar noch wichtiger. Ein Kunde, der nicht passt, kostet dich Energie, Zeit und Nerven – oft mehr, als er einbringt.

Trotzdem arbeiten die wenigsten mit expliziten Ausschlusskriterien. Sie sagen Ja, wenn’s sich gut anfühlt. Und merken erst Wochen später, dass es ein Fehler war.

In der klassischen Verkaufslogik geht’s ums Gewinnen, nicht ums Ablehnen. Aber als Solopreneur bist du keine Verkaufsmaschine. Du hast begrenzte Kapazität. Und die füllst du am besten mit den richtigen Menschen.

Was der Job kostet

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Die meisten Angestellten wissen, was sie verdienen. Aber nicht, was ihr Job kostet.

Der Kaffee am Weg, das Mittagessen in der Kantine, die Fahrtzeit, die Anzüge, die Wohnung in Büronähe. Manche Jobs verlangen noch mehr: die richtige Tasche, die stylische Frisur, ein Auto, das passt.

Würde man das zusammenrechnen, dann würde auch sichtbar, wie wenig eigentlich vom Gehalt übrig bleibt.

Der Küchentisch

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Einige der erfolgreichsten Solopreneur:innen arbeiten vom Küchentisch aus. Oder vom Sofa. Oder vom Kaffeehaus um die Ecke.

Aber mache Gründer:innen schämen sich dafür.

Sie meinen, das wäre nicht professionell. Nicht seriös. Nicht “echtes, ernstzunehmendes Business”. Also mieten sie ein Büro oder einen Coworking-Space oder richten sich das Homeoffice aufwendig her.

Aber: Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, dass deinen Kund:innen komplett wurscht ist, wo du arbeitest. Wenn du nicht gerade ein Ladengeschäft oder eine Praxis hast, dann werden deine Kunden deinen Arbeitsplatz nie zu Gesicht bekommen. Deine Kund:inne sind an deinen Ergebnissen interessiert, nicht an deinem Bürosessel.

Der Küchentisch ist keine Notlösung, sondern eine einfache, günstige und meistens auch produktive Lösung für dich als Solopreneur:in – am Anfang, und später auch noch.

Die Rechnung, die niemand macht

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Die meisten Solopreneur:innen zählen nie zusammen, was ihr Business tatsächlich kostet. Der Coworking-Space, die Tools, die Networking-Events, die Website-Überarbeitung. Sie wissen ungefähr, was reinkommt. Aber was rausgeht? Da wird’s vage.

Nicht, weil sie es nicht könnten. Sondern weil diese Rechnung unangenehm wäre.

Sie würde zeigen, dass deutlich weniger übrig bleibt als gedacht. Und dass vieles, wofür sie Geld ausgegeben, ihr Business nicht voranbringt.

Also wird nicht zusammengezählt. Weil man dann nicht damit konfrontiert ist, was man wirklich verdient.

Die besten Lehrer arbeiten gratis

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Wer seine Fehler vor Publikum macht, bekommt kostenlose Lehrer.

Das ist keine Metapher. Wenn du etwas falsch machst und andere können zusehen, steigt die Wahrscheinlichkeit exponentiell, dass dir jemand sagt, wie es richtig geht. Du erstellst einen LinkedIn-Post mit einem Denkfehler? Drei Leute werden dich korrigieren. Du baust dein Produkt öffentlich und übersieht etwas Grundlegendes? Die Community zeigt dir den besseren Weg. Du schreibst einen Newsletter mit einer schiefen Analogie? Jemand wird dir präzisere Sprache anbieten.

Das funktioniert nur, wenn du bereit bist, dich zu exponieren. Viele Solopreneure warten jedoch, bis alles sitzt. Bis die Website perfekt ist, das Konzept wasserdicht, die Strategie ausgereift. Nur: In der Zwischenzeit lernen sie nichts.

Öffentliches Scheitern ist also kein Risiko, sondern ein Vorteil gegenüber denen, die erst dann starten, wenn nichts mehr schiefgehen kann.

Was natürlich niemals der Fall sein wird.

Der redliche Kaufmann

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Günter Faltin nennt die Arbeit seiner Teekampagne “redlich”. Ein Wort, das man im Business-Kontext selten hört. Zu altmodisch vielleicht, zu wenig sexy. Dabei trifft es etwas Wesentliches.

Faltin definiert Redlichkeit so: Fair zu allen Beteiligten. Du verkaufst, was du versprichst. Du zahlst faire Preise. Du machst keine halben Sachen. Kein Theater, keine aufgeblasenen Claims, keine künstliche Verknappung.

Der “redliche Kaufmann” ist für uns Solopreneure womöglich das bessere Ideal als der “disruptive Entrepreneur”.

Redlichkeit braucht keine Werbelyrik. Sie spricht für sich. Und sie zeigt sich in dem, was du tust – nicht in dem, was du darüber erzählst.

Paul Heaton: The Mighty Several (2024)

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Album der Woche: KW 48 // November 2025

Kontext: Paul Heaton ist großartig. Der Mastermind von The Beautiful South schreibt großartige Texte und eingängige Melodien. Prettiest Eyes wird für immer eines meiner absoluten Lieblingslieder bleiben. Seit dem Ende von The Beautiful South ist Paul Heaton solo unterwegs, mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Playlist-Tipps: Fish ‘N’ Chip Supper

Fazit: Naja… Eh okay für’s Homeoffice, bleibt unaufdringlich im Hintergrund. Aber es bleibt halt auch kaum ein Song wirklich hängen. Da werde ich mich wohl auch in Zukunft lieber an die alten Beautiful South-Alben halten.

Wertung: ⭐️⭐️

Thanksgiving 2025

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Gestern wurde in den USA Thanksgiving gefeiert.

Auch für mich wieder ein schöner Anlass, besonders dankbar zu sein.

Diesmal bin ich besonders dankbar für das Vertrauen, das in den verschiedensten Formen meine Welt am Laufen hält.

Das Vertrauen meiner Frau und meiner Kinder, das unsere Familie möglich macht. Das Vertrauen meiner Studierenden, das sie in meinen Unterricht setzen und in die Hoffnung, dass das, was ich sie lehre, sie bereichern wird. Das Vertrauen meiner Gründer:innen, die sich mit ihren Gründungsideen an mich wenden, um meinen Rat zu hören.

Das Vertrauen meiner Freunde, im Business und privat. Das Vertrauen, das ich in die Versprechen anderer Menschen setzen kann. Das Vertrauen, dass es die meisten Menschen auf der Welt gut meinen.

Und schließlich das Vertrauen, dass ich von guten Mächten wunderbar geborgen bin.

Leere Tanzfläche

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Meine Beobachtung: LinkedIn ist leer.

Ich scrolle durch meinen Feed und sehe kaum Beiträge von Leuten aus meinem Netzwerk. Es gibt offenbar sehr wenige Producer dort. (Oder der Algorithmus versteckt sie vor mir.)

Zweite Beobachtung: Ich sehe fast keinen informativen Content zu Gründung, Selbständigkeit oder Solopreneurship. Nur Corporate-Blabla und Motivationssprüche.

Das bedeutet: Auf LinkedIn ist noch viel Platz.

Während alle auf Instagram und TikTok um Aufmerksamkeit kämpfen, liegt eine der wichtigsten Business-Plattformen praktisch brach. Zumindest für authentischen Unternehmer:innen-Content.

Wer dort als Solopreneur regelmäßig echte Gedanken teilt, hat wenig Konkurrenz. Die Chance, gesehen zu werden, ist wahrscheinlich ziemlich groß.

Aber warum nutzen so wenige diese Gelegenheit?

Alles nicht gewollt

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Ich kenne da diesen Mann, Mitte vierzig. Er ist verheiratet mit einer feschen Frau, hat drei liebe Kinder und ein Haus.

Nur: Das alles wollte er nicht. Er hat ein vermeintlich gelungenes Leben, nur ist es überhaupt nicht das, was er sich von seinem Leben erträumt hatte.

Und so steht er quasi mit leeren Händen da, obwohl ihm viele gute Dinge passiert sind.

Wenn Archetypen auf verwundete Psychen treffen

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Tad Hargrave stellt eine interessante These auf: Das Problem mit den Archetypen Artist und Entrepreneur ist nicht, dass sie existieren. Das Problem ist, dass wir sie heute fast nur noch in ihren übertriebenen Formen wahrnehmen.

Der vergeistigte, selbstbezogene Künstler, der sich um kommerzielle Realität nicht schert. Der globale, herzlose, profitmaximierende Unternehmer, dem Menschen egal sind.

Beide Zerrbilder sind abstoßend. Keiner will so sein.

Hargrave sagt: Those two energies are fundamentally repulsive to people. Und wenn diese verzerrten Bilder auf die verwundeten Seelen der heutigen Menschen treffen – was soll da Gutes rauskommen?

Die meisten Solopreneure, die ich kenne, wollen weder weltfremde Künstler noch Bro-Marketer sein. Sie suchen nach einem dritten Weg, finden ihn aber nicht – weil sie glauben, zwischen zwei Übeln wählen zu müssen.

Aber die Wahl ist falsch gestellt. Der Künstler und der Unternehmer in ihrer gesunden Form sind weder vergeistigt noch herzlos. Sie sind zwei Haltungen, die es beide in einem Business braucht.

Das Problem ist nicht der Archetyp. Das Problem ist die Karikatur.

Immer weniger leiwand

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Jetzt ist schon wieder was passiert bei der WKO.

Eines der leiwandsten Angebote der Wirtschaftskammer Wien sind die kostenlosen Meeting-Räume für EPU. Zentral gelegen am Praterstern sind diese Räume ein Segen für alle Solopreneure, die eigentlich im Homeoffice arbeiten und gelegentlich einen repräsentativen Raum brauchen, um Kund:innen oder Partner:innen zu treffen. Eine wirklich gute Idee und ein gerne genutztes Angebot, auch von mir.

Guess what? Dieses Service wird mit 1. Jänner 2026 eingestellt. Einfach so. Sang- und klanglos, ohne Alternative.

Quelle: Wirtschaftskammer Wien

Warum? Weiß kein Mensch. Findet die WKW auch nicht der Mühe wert zu erklären.

Es mag ja gute Gründe dafür geben, aber es ist diese Art der Kommunikation, die mich an der WKO so wahnsinnig stört. Sie tun und entscheiden, aber sie scheinen sich wenig Gedanken zu machen über die Wirkung, die sie damit bei ihren betroffenen Kammermitgliedern auslösen.

Ganz besonders bei uns EPU.

Das unendliche Solo-Spiel

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Viele (vielleicht die meisten) Solopreneure wollen mit ihrem Business etwas beweisen. Sie wollen Kund:innen “gewinnen” oder die Konkurrenz “schlagen”. Aber: Business ist kein Fußballmatch mit Schlusspfiff. Es ist ein unendliches Spiel.

Simon Sinek hat das schön ausgearbeitet: Du kannst etwas im Business gewinnen, aber nicht Business an sich. Das Spiel hat kein Ende. Die Akteure wechseln, aber gespielt wird immer weiter.

Mit einem finite mindset denkst du in Quartalen und Exit-Strategien. Du willst schnell groß werden, alle überholen und dann… ja, was dann?

Mit einem infinite mindset fragst du: “Wie kann ich das Spiel am Laufen halten?” Das führt zu völlig anderen Entscheidungen. Du investierst in langfristige Beziehungen statt schnelle Gewinne. Du baust Vertrauen auf, statt andere übers Ohr zu hauen. Du entwickelst dich persönlich weiter, statt ständig nur dein Business zu optimieren.

Seth Godin sagt: Für Ein-Personen-Unternehmen ist das besonders relevant, denn: Als Solopreneur bist du das Spiel.

Die Frage ist also nicht: “Wann habe ich gewonnen?” Sondern: “Wie bleibe ich im Spiel?”