AutorGünter Schmatzberger

Wer tut so etwas?

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Jeden Tag passieren Dinge, die wir nicht ganz verstehen.

Aber manchmal passiert etwas, das für uns so unverständlich ist, dass wir uns keinen Reim darauf machen können. Dass wir überhaupt nicht kapieren, was da gerade läuft. Dass wir nur ungläubig zuschauen können.

Mach einfach deine Arbeit” ist auch in solchen Situationen eine gute Wahl.

Mach einfach deine Arbeit

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Wieder ein schlauer Gedanke von Seth Godin: Mach einfach deine Arbeit. Ohne das Drama. Ohne die ganzen inneren Storys und Kommentare. Ohne Ego.

Mach einfach deine Arbeit – und alles wird gut.

Mit Bordmitteln

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An einem Computer “mit Bordmitteln” zu arbeiten bedeutet, seine Arbeit mit der von Haus aus vorhandenen Software zu erledigen. Also keine zusätzliche Software zu installieren, sondern einfach mit dem zu arbeiten, was ohnehin schon da ist.

Auch in einem Lifestyle Business lässt sich erstaunlich viel “mit Bordmitteln” lösen. Alles, was du für die Lösung deiner Probleme brauchst, ist ziemlich sicher längst da.

Du brauchst nur mehr Mut und Tun.

Solopreneur (5)

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„Ein Solopreneur ist eine Person, die systematisch Probleme löst – mit Gewinnabsicht.“

Ohne Kunden kein Business. Ohne Umsatz kein Business. Ohne Gewinn kein Business.

Punkt.

Zeit zum Lernen

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In meinem Büro hängt ein kleines Plakat, wo drauf steht: „Was hast du heute gelernt?“

Das ist mein Reminder, dass ich nicht nur dahinberaten, sondern von Zeit zu Zeit auch innehalten soll. Damit ich nachdenke, was ich hier eigentlich tue – und warum.

Nur: Dafür muss ich mir auch die Zeit nehmen. Ein Tag, an dem das Lernen vor lauter Geschäftigkeit unter den Tisch fällt, ist eine verpasste Gelegenheit.

Schade drum.

Ut aliquod fiat

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“Hauptsache, es passiert etwas!” Das ist ein Leitspruch aus der Medizin: Wenn ein Arzt mit seinem Latein am Ende ist, wird er trotzdem irgendetwas unternehmen.

Der Arzt wird auf jeden Fall irgendeine Untersuchung machen oder irgendeine Therapie versuchen – denn nichts zu tun, wäre noch schlechter. Das würde dem Patienten nämlich den Eindruck vermitteln, dass entweder der Arzt inkompetent oder sein Fall hoffnungslos ist. Beides keine sehr ermutigenden Optionen.

Hauptsache, es passiert irgendetwas. Hauptsache, wir unternehmen irgendetwas – und sitzen nicht nur ratlos herum.

Das mag für Ärzte sinnvoll sein, aber in den seltensten Fällen auch für uns Lifestyle Entrepreneure.

Vielleicht bringt das irgendwas…

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“Ich mach jetzt noch diese Ausbildung, vielleicht bringt das ja irgendwas.”

Das sagte eine Gründerin zu mir, die kurz vor der Gründung stand, aber noch auf der Suche nach den nötigen Kund*innen war. Das ist natürlich keine geeignete Strategie, um Kund*innen zu gewinnen. Das ist das Prinzip Hoffnung. Ein Schuss ins Blaue.

Davon halte ich nichts, das ist wohl klar. Aber wie man überhaupt auf eine solche Idee kommen kann, das erstaunt mich immer wieder auf’s Neue.

Lehrer-Schüler-Beziehung

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Es ist kompliziert.

Früher dachte ich: Der Lehrer sagt, wo’s lang geht, die Schüler folgen – zumindest die schlauen. Den renitenten ist eh nicht zu helfen.

Mit jedem Jahr als Lehrer wird mir klarer: So einfach ist das nicht. Die Schüler beeinflussen den Lehrer mindestens so sehr wie umgekehrt. Oft ist in einer Lehr-Lern-Situation gar nicht eindeutig zu bestimmen, wer hier eigentlich Lehrer und wer Schüler ist.

Überall, wo Menschen zusammenarbeiten, gibt es Frustpotenzial. Lehrer und Schüler sind keine Ausnahme – im Gegenteil.

Solopreneur (4)

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„Ein Solopreneur ist eine Person, die systematisch Probleme löst – mit Gewinnabsicht.“

Es geht nicht darum, zufällig mal etwas Nützliches für einen Kunden zu tun. Es geht darum, immer und immer wieder mit gleichbleibender Qualität einen hohen Kundennutzen zu stiften.

Solopreneure arbeiten nicht nach dem Zufallsprinzip, sondern haben eine klare Strategie.

Für die Nörgler

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Wieder eine clevere Idee von Seth Godin: Schreib dir eine Liste mit all den Gegenargumente, mit denen irgendwelche Passanten (Andy Holzer) daher kommen könnten, warum dein Projekt, deine Idee, dein Produkt nicht funktionieren kann und wird.

Also überleg dir im Vorhinein schon eine möglichst vollständige Liste mit allen Einwänden. Dann kannst du nämlich ganz cool sagen:

“Danke für deinen Hinweis. Ich habe ihn bereits auf meiner Liste. Und, übrigens: Hier sind auch noch all die anderen Gründe, warum meine Idee nicht funktionieren könnte. Die habe ich hier alle zusammengefasst, als Service für dich.”

Irrelevant?

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Heute habe ich mich beiläufig gewundert: Gibt’s eigentlich ebay noch? Nutzt das überhaupt noch irgendwer?

Nachdem ich selbst schon ewig nichts mehr auf ebay gekauft oder versteigert habe, war meine intuitive Schlussfolgerung, dass ebay in den letzten Jahren insgesamt an Relevanz verloren haben muss. Wenn ich ebay nicht mehr nutze, dann wird das auch für den Rest der Welt gelten. Logisch!

Ein Blick auf die Unternehmenszahlen von ebay sagt jedoch, dass ebay heute größer ist denn je. Umsatz, Gewinn und Nutzerzahlen sind über die Jahre stetig gestiegen – auch ohne mich.

Es ist der klassische Denkfehler, von sich selbst auf die Allgemeinheit zu schließen. Das eigene Verhalten auf den Rest der Welt zu projizieren. Im Fall von ebay ist es mir aufgefallen, und ich habe meine Annahme bewusst hinterfragt. Aber: Wie oft bemerke ich nicht, dass meine subjektive Meinung nicht gleich die Wirklichkeit ist?

Wir wollen etwas bewirken

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Es gibt wohl kaum etwas Motivierenderes als das Gefühl, dass für das, was man denkt, sagt oder tut, bei anderen Menschen Interesse besteht.

Es ist nur bedingt erfüllend, Dinge für sich selbst zu tun. Selbst-Projekte sind schon okay, aber wirklich in die Kraft kommen wir oft erst, wenn durch unsere Projekte eine Beziehung zu anderen Menschen entsteht. Wenn wir im Anderen etwas bewirken.

Das gilt natürlich für Lehrer*innen und Berater*innen ganz besonders. Ihnen ist dieser Moment, wo sie dieses Interesse ihrer Schüler*innen bzw. Kund*innen spüren, oft mehr wert als das Geld, das sie mit ihrer Tätigkeit verdienen. (Was übrigens auch ein Grund ist, warum viele Lehrer*innen und Berater*innen schlecht bezahlt sind.)

Liquidität

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Am Ende des Tages geht es in jedem Unternehmen immer um die Liquidität: Wie viel Geld haben wir noch am Bankkonto? Wie lange wird dieses Geld reichen? Wo bekommen wir frisches Geld her?

Das ist nicht nur in Corona-Zeiten entscheidend für Wohl oder Weh der Unternehmen – aber jetzt eben ganz besonders. Gleichzeitig stelle ich fest, dass sich gerade Lifestyle Entrepreneure oft nicht (oder nicht ausreichend, nicht regelmäßig, nicht systematisch genug) um ihre Liquidität kümmern.

Die Liquidität im Auge zu haben, mag vielleicht nicht sexy sein. Aber die Insolvenz ist es auch nicht.

In guten Händen

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In jedem Beratungsprozess kommt irgendwann der Moment, in dem Kund*in und Berater*in Abschied nehmen. Der gemeinsame Weg ist zu Ende.

Der Abschied fällt dem Berater umso leichter, wenn er die Kund*innen in guten Händen weiß – sei es, weil ein Problem gelöst wurde, oder sei es, weil neue Begleiter*innen auf den Plan getreten sind, die den weiteren Weg übernehmen.

Oder sei es, weil der Berater intuitiv spürt, dass die Kund*innen gut aufgehoben sein werden, egal was passiert.

Solopreneur (3)

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„Ein Solopreneur ist eine Person, die systematisch Probleme löst – mit Gewinnabsicht.“

Ohne Problem, das zu lösen wäre, gibt’s kein Business. Der Solopreneur löst daher Probleme seiner Kund*innen – im besten Fall die großen, wirklich schmerzlichen Probleme, im häufigeren, aber viel schwierigeren Fall die kleineren Probleme mit nice-to-have-Lösungen.

Larry Smith sagt: Finde und löse WICHTIGE Probleme. Dann bist du ein Star in dieser chaotischen Welt.

Solopreneur (2)

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„Ein Solopreneur ist eine Person, die systematisch Probleme löst – mit Gewinnabsicht.“

Ein Solopreneur ist kein klassisches Unternehmen. Ein Solo-Business ist ganz stark verwoben mit der Persönlichkeit des Solopreneurs. Ja, oft kommt aus der Biographie des Solopreneurs überhaupt erst die Motivation und die Idee für das Business.

Um ein Solo-Business zu verstehen, braucht man mehr Wissen über Psychologie als über BWL.