Exzellenz bedeutet auch, dass man weiß, dass niemand in allem perfekt ist und sein kann.
Exzellenz entsteht durch das Zusammenwirken von vielen, die ihre Stärken einbringen.
Exzellenz bedeutet auch, dass man weiß, dass niemand in allem perfekt ist und sein kann.
Exzellenz entsteht durch das Zusammenwirken von vielen, die ihre Stärken einbringen.
Album der Woche: KW 3 // Jänner 2026
Kontext: Madrugada ist eine Indie-Rock-Band aus Norwegen. Ich kannte praktisch nichts von ihnen, außer Lift Me aus dem Jahr 2005, das ich sehr mag. Ich war neugierig, was sie aktuell so machen. Naja…
Playlist-Tipps: keine
Fazit: Dieses Experiment ist leider in die Hose gegangen. Nicht, dass das Album schlecht wäre. Nein, das Album kann man sich durchaus anhören. Aber… Madrugada-Songs sind seeeehr melancholisch. In dieser trüben Jänner-Woche, wo gefühlt kein einziger Sonnenstrahl die Südstadt berührt hat, bin ich mit dieser Schwerfälligkeit einfach nicht warm geworden. Vielleicht ein andermal…
Wertung: entfällt
Klaus Schwertner, Direktor der Caritas der Erzdiözese Wien, hat unlängst über das Spannungsfeld gesprochen, dass seine Familie für ihn immer an erster Stelle steht, dass er aber gleichzeitig auch seine Arbeit “sehr gern macht”.
Die Hingabe für seine Arbeit kann von außen so wirken, als würde seine Familie die zweite Geige spielen — z.B. wenn er in Kriegsgebiete in der Ukraine oder im Südsudan fährt.
Gleichzeitig glaube ich ihm vollkommen, wenn er sagt, seine Familie sei ihm das Wichtigste.
Es ist und bleibt ein Spannungsfeld. Er nennt es seine “Lebensaufgabe”, einen vernünftigen Ausgleich zwischen Beruf(ung) und Familie zu schaffen.
Als Lifestyle Entrepreneur weiß ich genau, wovon er spricht.
Die meisten Solopreneure verlieren nicht gegen die Konkurrenz. Sie verlieren gegen sich selbst. Gegen die Dinge, die sie für unwichtig halten, weil sie nicht direkt mit dem Produkt zu tun haben. Kommunikation. Erwartungsmanagement. Messaging. Erreichbarkeit… fallen mir ein.
Es sind viele Kleinigkeiten, aber diese Kleinigkeiten summieren sich. Nicht sofort. Aber über die Zeit.
Mein Tipp: Mach jeden Tag eine kleine Sache besser in deinem Solo-Business. Nicht (nur) besser für dich, sondern für deine Kund:innen. Denn auch diese kleinen Verbesserungen werden sich über die Zeit summieren.
Kathrin Gildner sagt: Viele Solopreneure spüren einen mentalen Overload durch die unendliche Anzahl an Dingen, die sie machen müssten, könnten, sollten. Noch ein Framework, noch eine Methode, noch eine Strategie auf der eh schon viel zu langen Liste.
Sie meint deshalb, dass die klassische “Hier sind 5 Schritte”-Pädagogik´ nicht mehr funktioniert, denn eine “neue Methode” wird nicht mehr als Hilfe, sondern als Last empfunden.
Was Solopreneure stattdessen brauchen: Reduktion, nicht Addition. Nicht “Was könnte ich noch machen?”, sondern “Was kann ich weglassen?” Nicht “Welche Strategie fehlt mir noch?”, sondern “Wie bekomme ich dorthin, wo ich eigentlich hin will?”
Die Antwort darauf ist nicht noch irgendein Online-Kurs, den keiner braucht. Das infinite game des Solopreneurship erfordert eine neue, eine andere Didaktik. Eine, die nicht ständig neue Baustellen aufmacht, sondern hilft, auf den bestehenden Baustellen voranzukommen.
Kathrin Gildner beobachtet in ihrer Community: Was gut ankommt, sind Treffen zum Austauschen und Umsetzen – Co-Working-Sessions statt Lern-Angebote.
Das könnte z.B. so ausschauen: Statt “SEO-Webinar: Lerne SEO-Grundlagen” könntest du besser eine “SEO-Stunde: Wir gestalten gemeinsam unsere Website-Startseiten um, damit sie SEO-freundlicher werden” anbieten. Das klingt nach einem kleinen Unterschied, as ist in Wirklichkeit ein großer Sprung im Leistungsversprechen
Aber es ist noch mehr. Was sich hier ändert, ist die grundsätzliche Rolle von Beratung und Bildung. Nicht mehr “Ich zeige dir, wie’s geht”, sondern “Wir machen’s gemeinsam”. Weg vn der reinen Wissensvermittlung, hin zu begleiteter Umsetzung und Mentoring. Das Versprechen ist nicht “Du lernst etwas Neues”, sondern “Am Ende ist ein konkretes Ding erledigt”.
Weniger Curriculum, mehr gemeinsame Umsetzungszeit. Das verändert, was Berater:innen und Bildungsanbieter leisten müssen. Nicht mehr Wissen vermitteln, sondern Räume schaffen, in denen Dinge passieren.
Kathrin Gildner berichtet aus ihrem Hexenzirkel – ihrer Community für Selbstständige – von einer bemerkenswerten Beobachtung: Neuer Input und neues Wissen stehen nicht mehr hoch im Kurs. Neue Strategien oder Methoden zu lernen fühlt sich nicht nach einer aufregenden Möglichkeit an, sondern nach noch einem To-Do auf der eh schon langen Aufgabenliste.
Das finde ich spannend – und deckt sich mit meiner eigenen Erfahrung. Wir leben in einer Zeit, in der noch nie so viel Wissen so leicht verfügbar war. Für praktisch jedes Business-Problem gibt es drei Podcasts, fünf Newsletter und sieben Kurse. Und genau das ist das Problem: Die Fülle an verfügbarem Wissen hat dessen gefühlten Wert auf nahezu null reduziert. Ein weiteres Framework zu lernen bedeutet nicht Fortschritt, sondern Ballast.
Der eigentliche Engpass für Solopreneure ist nicht mangelndes Wissen. Es gibt zu viel Wissen. Das Problem ist nicht Was sollte ich tun?, sondern Wie schaffe ich es, auch nur einen Bruchteil davon umzusetzen?
Die klassische Kurse-und-Webinar-Industrie scheint ein Problem geschaffen zu haben, das sie selbst nicht mehr lösen kann.
Mehr Input ist nicht die Lösung. Mehr Input ist das Problem.
Ich glaube, E-Mail-Marketing funktioniert, wenn es sich anfühlt wie Post von jemandem, der dich kennt. Nicht wie Corporate Communication.
Wer Dialog will, muss dialogfähig sein. Das bedeutet: Eine Absender-Adresse, auf die man antworten kann. Eine Sprache, die nach Mensch klingt.
Alles andere ist kein Dialog. Das ist Spam mit besserer Verpackung.
Bevor du in deinem Business etwas Neues startest:
Warum machst du nicht zuerst das Meiste aus dem, was du bereits hast?
Und ja, das könnte bedeuten, dass du noch ein bisschen mehr in diese Sache investieren musst: mehr Geld, mehr Sorgfalt oder mehr Liebe.
Album der Woche: KW 2 // Jänner 2026
Kontext: Ich habe eine besondere Vorliebe für Rockmusik aus Australien. The Preatures sind eine Rockband aus Australien, und deren Sängerin, Isabella “Izzi” Manfredi hat ein Solo-Album veröffentlich, das ich mir diese Woche zu Gemüte geführt habe.
Playlist-Tipps: Birthday Wish // Playing True // Sleepwalking
Fazit: Oh yeah, mate, das hat mir gefallen! Izzi ist zwar eher poppig als rockig, aber die Songs sind sehr gefällig und haben mich wunderbar durch die ersten Arbeitstage des Jahres 2026 begleitet. Auf dieser Wellenlänge darf es gerne weitergehen im neuen Jahr!
Wertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Unlängst hat Tad Hargrave in seinem Newsletter eine Beobachtung geteilt: Wenn er bei seinen Workshops fragt, wer das Gefühl kennt “Ich sollte schon viel weiter sein”, gehen fast alle Hände hoch.
Spannend, dass wir alle das gleiche Problem zu haben scheinen. Aber noch spannender ist die Frage: “Weiter sein” verglichen mit was genau?
Wir messen uns an einer fiktiven Version unserer selbst, die unter perfekten Bedingungen gearbeitet hätte. Die nie krank war, nie gezweifelt hat, nie einen Umweg genommen hat.
Zum Beginn des Jahres wird dieser phantomhafte Vergleich oft besonders laut. “Im Jahr 2026 sollte ich endlich…” – aber wer hat dir eigentlich eingeredet, welche Meilensteine du bis wann erreicht haben musst? Sind das wirklich deine Meilensteine, ist das wirklich deine Zeitplanung – oder jagst du einem Phantom nach?
Vergiss für einen Moment, wo du “sein solltest”. Schau dir stattdessen an, wo du tatsächlich bist. Sei einen kurzen Moment dafür dankbar, und dann entscheide, wohin du als nächstes willst.
Christian Oberndorfer sagt: Wir Solopreneure haben viele Tools. Wir haben oft einen regelrechten “Tools-Friedhof”, aber wir haben “kaum integrierte Prozesse”.
Und damit hat er leider vollkommen recht.
Vor ziemlich genau vier Jahren habe ich über ein Unternehmen gebloggt, das Krypto-Investments mit Flugblättern einsammeln wollte. Damals habe ich meine Zweifel angemeldet, ob sowas funktionieren kann.
Turns out… Hat anscheinend nicht funktioniert. Das Unternehmen scheint es nicht mehr zu geben.
Ich kann nicht sagen, dass mich das überrascht. Weil es eine immer wiederkehrende Erfahrung als Gründungsberater belegt:
Wenn im Design des Geschäftsmodells von Anfang an ein Hund drinnen ist, dann wird’s mit der Zeit nicht besser, sondern immer schlimmer.
Anfang 2025 habe ich eine Lese-Challenge ausgerufen. Einziger Teilnehmer: ich. Aufgrund des großen Erfolges möchte ich die Lese-Challenge 2026 wiederholen und lade dich (ja, DICH!) sehr herzlich ein, mitzumachen!
Die Regeln sind einfach:
Stell dir vor, 2027 um diese Zeit hast du diese 12 Bücher tatsächlich gelesen, studiert, implementiert. Ein Quantensprung für dich, dein Solo-Business und deine Kund:innen!
Zur Inspiration: Die 12 Bücher, die ich mir für 2026 vorgenommen habe:
Gilt!
Der Musiksender MTV wird eingestellt.
MTV ist damit ein weiteres Beispiel dafür, dass im Business regelmäßig das Undenkbare passiert.
Als ich ein Jugendlicher war, war MTV ein integraler Teil der Pop-Kultur. Nicht wegzudenken. Omnipräsent. Dass es MTV irgendwann nicht mehr geben könnte, weil Musikvideos im TV niemanden mehr interessieren… In den 1990er-Jahren unvorstellbar!
Joseph Schumpeters “kreative Zerstörung” hat aber auch hier wieder gnadenlos zugeschlagen. Das Gute wird vom Besseren abgelöst. MTV wurde durch YouTube, Spotify und Co. ersetzt. Und die werden ebenfalls von etwas Besserem abgelöst werden.
Auch, wenn wir uns eine Welt ohne YouTube im Jahr 2025 (noch) nicht vorstellen können.
Katharina Lewald sagt: Die Schnellen kommen weiter. Nicht die Gründlichen, nicht die Fleißigen. Die Schnellen.
Warum? Weil jedes Angebot, das du rausbringst, eigentlich ein Experiment ist. Du testest eine Hypothese am Markt. Der Markt gibt dir eine Antwort, denn Märkte sind Gespräche. Während andere noch in ihrem stillen Kämmerlein konzipieren, hat der Schnelle schon vier Hypothesen getestet, Antworten bekommen, Umsatz gemacht und weißt, was funktioniert.
Das stille Kämmerlein ist kein Labor. Das stille Kämmerlein ist ein Wartezimmer.
Der Markt ist dein Labor.
Album der Woche: KW 1 // Jänner 2026
Kontext: Herbert Grönemeyer mag ich schon sehr lang. Sein erstes Unplugged-Album habe ich rauf und runter gehört (Morgenrot! Land unter!!). Umso größer war meine Neugier auf die Fortsetzung von “Grönemeyer unplugged”, 30 Jahre später.
Playlist-Tipps: Sekundenglück // Herzhaft // Turmhoch // Unfassbarer Grund
Fazit: Hat mir sehr gut gefallen! Die Unplugged-Versionen funktionieren wunderbar als Begleitmusik zum Arbeiten und Planen. Und das trotz deutscher Texte, mit denen ich mir normalerweise schwer tue. Vielleicht liegt’s ja dran, dass man Herberts Genuschel eh nur schwer versteht. 😉 Ein super musikalischer Begleiter beim Start ins Jahr 2026. Wir sehen uns beim Konzert am 19. Februar in der Stadthalle!
Wertung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Eine Auswahl von 12 der besten Lektionen meines großen Lehrmeisters Seth Godin im Jahr 2025:
Ich habe auf diesem Blog 365 Daily Blogs (tatsächlich jeden Tag!), 22 Buchnotizen, 10 Podcast-Notizen und 6 Vortrags-Notizen veröffentlicht.
Ich habe insgesamt 2.777 Stunden geschlafen. Das sind fast 116 Tage, und damit in etwa gleich viel wie 2024.
Ich war 2024 auf 6 Konzerten, die alle miteinander sehr leiwand waren. Meine besonderen Highlights: Bruce Springsteen (Prag), Robbie Williams mit Lottery Winners (Wien), und der Überraschungs-Hit Volbeat (Wien).
Ich habe 53 Bücher gelesen, um 10 mehr als 2024. Das liegt vor allem daran, dass ich viele “Gregs Tagebücher” gelesen habe. Die gehen schnell.
Ich bin 40 mal gelaufen (2024: 57; 2023: 68). Der Abwärts-Trend hält leider an.
Ich hatte mit meiner Familie 44 Business Breakfasts, 25 Filmabende und 12 Dates.
Ich war auf keiner Hochzeit, keiner Taufe und keinem Begräbnis.
Ich habe 694 Liter schwarzen und grünen Tee getrunken, also im Schnitt knapp zwei Liter pro Tag. Der durchschnittliche Österreicher trinkt 33 Liter Tee pro Jahr (allerdings vorwiegend Früchtetee).
Ich habe 775 Podcasts gehört, also durchschnittlich 2 pro Tag. Das sind um 40 % weniger als 2024. Und das ist auch gut so. Ich geh eh immer über vor Input.
Ich habe auch heuer wieder mehr Geld für mein Auto ausgegeben als für Weiterbildung. Ist ja schon quasi Tradition. War aber 2025 auch nicht schwer, weil wir haben uns ein neues (gebrauchtes) Auto kaufen müssen. Für 2026 habe ich jedoch die große Hoffnung, dass sich das Verhältnis erstmals drehen wird.
Song des Jahres: Volbeat: Acid Rain