Das digitale Notizbuch von Günter Schmatzberger

Das Leben ist nicht unfair zu uns

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Wir Lifestyle Entrepreneure verfolgen den Traum, dass wir unser Lebensmodell und unser Geschäftsmodell in Einklang bringen. Dass sich Arbeit (meistens) nicht wie Arbeit anfühlt und unser Lifestyle Business einen Teil zu unserem Lebensglück beiträgt.

Und gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, was Seth Godin so wunderbar auf den Punkt bringt:

“So the most important thing that I would say to a professional is this:
You are not entitled to the business that you want. All you’re entitled to is understanding what is working in the market and do that.”

Seth Godin, The Freelancer Course

Wenn wir mit unserem Lifestyle Business keinen Erfolg haben sollten, dann ist das nicht, weil die Welt ungerecht ist. Sondern weil wir (noch) nicht verstanden haben, was unser Beitrag auf dem Markt wirklich sein sollte, damit wir maximal hilfreich sind.

Angebot gestohlen

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Angenommen, du kommst drauf, dass ein Mitbewerber von dir plötzlich etwas ganz Ähnliches anbietet wie du.

Wahrscheinlich wirst du dich ärgern. Du sagst dir zwar: Eigentlich ist es ja ein Kompliment, dass meine Angebote anscheinen so gut sind, dass sie es wert sind, kopiert zu werden. Aber wahrscheinlich überwiegt die Sorge, dass dir der Mitbewerber jetzt Kund*innen und Umsatz abgraben wird.

Also willst du dich abgrenzen. Du willst dich (noch) deutlicher unterscheiden.

Der erste Impuls ist oft: Das Angebot erweitern. Das Angebot verändern. Die Unterschiede im Angebot noch deutlicher herauszuarbeiten.

Das kann schon sinnvoll sein, aber wahrscheinlich ist es Zeitverschwendung.

Denn die wirkliche Unterscheidung zu deinen Mitbewerbern passiert nicht auf der Ebene der Angebote. Angebote sind austauschbar. Der wahre Unterschied entsteht aus der Ebene der Beziehungen, die du zu deinen bestehenden und zukünftigen Kund*innen aufgebaut hast.

Dein Angebot kann dir jemand klauen, aber nicht das wahre Vermögen deines Unternehmen: die persönlichen Beziehungen, die Aufmerksamkeit und das Vertrauen.

Also investiere deine Zeit lieber darin.

Eine gute Reflexion

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Eine gute Reflexion hat drei Komponenten:

  1. Der Gegenstand, der reflektiert wird. Ein bestimmter Ausschnitt, ein bestimmtes Thema, ein bestimmter Aspekt, eine bestimmte Situation. Nicht zu viel auf einmal.
  2. Die Erfahrung bzw. das Erlebnis, das damit verbunden war. Wie habe ich mich in dieser Situation gefühlt? Was hat das bei mir ausgelöst? Wie war die Auswirkung?
  3. Das Learning. Was habe ich aus dieser Situation für mein zukünftiges Leben gelernt? Was habe ich über mich selbst gelernt? Wie kann ich das, was ich gelernt habe, in Zukunft produktiv nutzen?

Mit diesem einfachen Raster kann man das Maximum aus einer Reflexionsaufgabe herausholen.

Kurz vor dem Aufgeben

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Ich versuche seit Monaten, einen Termin für einen Gesundheits-Check Junior für meinen Sohn auszumachen. Das ist ein Angebot der SVS, das die SVS auch heftig promotet, das aber, wie ich feststellen musste, nicht leicht zu bekommen ist.

Wie in einem Roman von Kafka werde ich von Pontius nach Pilatus geschickt. Keiner meint es böse, aber jeder kennt nur seinen kleinen Teilbereich und fühlt sich deswegen entweder nicht zuständig oder nicht legitimiert.

Ich habe mir schön öfter gedacht: Günter, lass es einfach bleiben. Es soll nicht sein. Du verschwendest damit nur deine Zeit.

Und tatsächlich ist es keine leichte Entscheidung: Soll ich dran bleiben, weil man nur dann zu was kommt, wenn man nicht aufgibt und hartnäckig bleibt? Oder wären meine Zeit und Energie sinnvoller in andere Projekte investiert?

So gesehen ist es mit dem Gesundheits-Check Junior auch nicht anders als bei jedes Lifestyle Business: Es kommt immer mal der Moment, wo sich die Sinnfrage stellt.

Von anderen abschauen

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Von Josh Kaufman kenne ich das Konzept The hidden benefit of competition.

Es geht dabei darum, dass man seine Mitbewerber am Markt als einzigartige Lernressource sehen soll. Wer sich seine Mitbewerber aufmerksam anschaut, kann sich von ihnen abschauen, was gut funktioniert und was nicht. Wer seine Mitbewerber genau beobachtet, kann feststellen, welche Fehler sie gemacht haben und kann es sich ersparen, diese Fehler ebenfalls zu machen.

Oder, wie unlängst in meinem Fall: Die Websites der Mitbewerber können eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration sein. Der Aufbau. Das Design. Die Inhalte. Die Calls to Action. Im Prinzip brauche ich für meine eigene Website nur ein “Best Of” der Websites erstellen, die mir selber auch gefallen.

Dabei geht es nicht darum, anderen die Ideen zu klauen. Es geht darum, sich von der guten Arbeit anderer inspirieren zu lassen und dann sein eigenes einzigartiges Ding daraus zu machen.

So, wie es alle Künstler seit jeher machen.

Noten sind absurd

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Stell dir vor, es gäbe keine Schulnoten. Jedes Kind, jede*r Studierende würde ganz individuell beurteilt werden und dadurch ganz genau wissen, wo sie ihre Stärken und wo sie ihre Schwächen hätten – und warum.

Und dann käme eines Tages jemand daher und würde sagen: “Schaut mal, wir hören auf mit dem individuellen Beurteilen. Wir machen das viel einfacher. Wir nehmen einfach Zahlen her, sagen wir fünf, und pressen dann die vollkommen unterschiedlichen Leistungen und Voraussetzungen der Kinder in eine dieser fünf Kategorien. Wir sagen ihnen nicht, was sie besser machen könnten oder worin sie besonders gut sind, wir geben ihnen einfach die Zahl und sie müssen dann selber drauf kommen, was das für sie konkret bedeutet.”

Eigentlich eine völlig absurde Idee.

Wie konnte sie sich jemals durchsetzen?

Das Häupl-Pröll-Syndrom

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Es ist großartig, wenn sich jemand über Jahre oder Jahrzehnte mit einer Disziplin, mit einem Fachgebiet, mit einem Thema beschäftigt. Und durch diese intensive Auseinandersetzung zu Meisterschaft gelangt. Meisterschaft in dem Sinn, dass es bei diesem Menschen so aussieht, als wäre es ganz, ganz leicht. Fast spielerisch. Effortless.

Matthias Strolz verdanke ich den Hinweis, dass Meisterschaft aber auch „abreifen“ kann. Nämlich dann, wenn man so lange im “G’schäft” ist, dass die Meisterschaft in Zynismus abgleitet.

Er nennt das in Anlehnung an zwei langjährige österreichische Landespolitiker das „Häupl-Pröll-Syndrom“: Beide große Meister, aber beide haben nicht rechtzeitig erkannt, wann sie abtreten sollten.

Der Held der Geschichte

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Eine fantastische Frage, die man sich selbst stellen kann, wenn man gerade nicht weiter weiß:

If you were a character in a book,
what would your readers be yelling at you to do?

Eliezer Yudkowsky

Marketing, ganz einfach

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Unlängst habe ich im Admira-Stadion ein schönes Beispiel für effektives Marketing beobachtet:

Ein kleiner lokaler Bierbrauer hat beim Eingang Flyer für seine Biere ausgeteilt.

  • Er hat überlegt, wo seine Zielgruppe zusammenkommt.
  • Er hat ein effektives und gleichzeitig preiswertes Werbemittel gewählt.
  • Er hat sich selbst hingestellt (d.h. er hat die wichtige unternehmerische Aufgabe des Marketing nicht delegiert) und ist mit potenziellen Kund*innen in eine (kurze) Interaktion gegangen.
  • Dabei hat er freundlich gelächelt.

Alles richtig gemacht. Marketing kann ja so einfach sein.

Zögerliche Werbung

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Wir Solopreneure sind oft sehr zögerlich und vorsichtig, wenn es darum geht, anderen von unseren Angeboten zu erzählen.

Wir warten recht lange zu. Wir haben Angst davor, jemanden mit unserer Werbung vor den Kopf zu stoßen. Wir wollen keinen Fehler machen, der uns dann auf den Kopf fallen könnte. Und natürlich haben wir Angst vor der Ablehnung und der Stille, wenn auf unsere Botschaft nichts zurückkommt.

Besser wäre natürlich, den Kopf ein bisschen auszuschalten und einfach zu machen. Was soll schon Schlimmes passieren in Wirklichkeit?

In 99 % der Fälle: Gar nichts. Und für das eine Prozent wird uns sicher eine gute Lösung einfallen, wenn’s dann jemals soweit ist.

Gute vs. passende Musik

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Wenn man zu zehnt auf einem Segelboot unterwegs ist und man an die Reihe kommt, die Musik auszusuchen, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Man wählt seine Lieblingsmusik. Die Musik, die man für die beste hält.
  2. Man wählt die passende Musik. Die Musik, die am besten zur Stimmung von Urlaub und Meer und Sonne und Segeln passt.

Man weiß intuitiv, welche Musik im Urlaub auf einem Segelboot passend ist (und was nicht), wenn man halbwegs empathisch ist.

Und die Chancen stehen gut, dass das eben nicht die eigene Lieblingsmusik ist.

In diesem Spannungsfeld bewegen wir Lifestyle Entrepreneure uns ebenfalls jeden Tag. Für wen machen wir das Ganze eigentlich – für uns, oder für unsere Kunden?

Die Kunst ist, den sweet spot in der Mitte dieses Spannungsfeldes zu finden: Die passende Musik, die uns selbst auch gefällt.

[Danke Martin Schmidt für diesen Gedanken.]

Eine Vorgabe

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Unlängst saß ich mal wieder auf der Tribüne bei einem Match meines Lieblingsvereins Admira Wacker.

Dabei ist mir ein Spieler der Admiraner aufgefallen, der nicht seinen besten Tag hatte. Man könnte sogar sagen, dass das Spiel völlig an ihm vorbeigelaufen ist. Ein wahnsinnig sympathischer Typ, bemüht und alles, aber in meiner Wahrnehmung hatte er keinen gewonnenen Zweikampf und keine einzige gelungene Aktion.

Beim Zuschauen ist mir die Formulierung wieder eingefallen: “Der Spieler ist eine Vorgabe.” Vorgabe in dem Sinn bedeutet Startvorteil – und zwar für den Gegner. Indem dieser Spieler für die Admira am Platz war, entstand ein Vorteil für den Gegner, weil der Spieler praktisch nicht anwesend war und die Admira quasi zu zehnt spielen musste.

Auch im Kontext der Unternehmensgründung gibt es jede Menge Vorgaben. Nämlich Gründungen, die überhaupt keinen Unterschied machen (im besten Fall) oder (im schlimmsten Fall) den Mitbewerbern sogar in die Hände spielen. Gründungen, an denen die Dynamik des Marktes völlig vorbeiläuft und die am Markt niemals Fuß fassen.

Ich sehe es als meine Aufgabe als Gründungsberater, solche Vorgaben zu verhindern, wenn ich nur irgendwie kann. Genau wie der Admira-Trainer alles versuchen wird, damit der Spieler beim nächsten Spiel wieder in seine Kraft kommt.

Ganz neue Konzepte

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Ganz neue Konzepte anzulegen im Gehirn ist anstrengend.

Dafür brauchen Lernende Zeit, Geduld und Unterstützung.

Das gilt für meine Studierenden, und das gilt für meine Gründer*innen. Und es gilt für mich selbst.

Freie Ablagefläche

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Ich habe in meinem Schlafzimmer eine Ablagefläche auf meiner Kommode.

Mir ist wichtig, dass auf dieser Ablagefläche nicht zu viel herumliegt. Idealerweise liegt gar nichts drauf. Ich mag einfach den Anblick von leerer Fläche, von freiem Platz.

Solche freien Ablageflächen sind aber unglaublich anziehend – nämlich für Menschen, die mit ihren eigenen Ablageflächen nicht auskommen. So wird meine Kommode regelmäßig gekapert und mit Dingen belegt, die gar nicht die meinen sind.

So ist es auch im Leben: Für einen Großteil des Lärms in unserem Leben sind wir selbst verantwortlich. Wir können ihn lauter oder leiser drehen.

Aber ganz still wird es nie werden. Weil wir nicht allein auf der Welt sind.

Klimaschutz

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Unlängst durfte ich lernen, dass ich (wie jede*r Österreicher*in) meine CO2-Emissionen jedes Jahrzehnt um die Hälfte reduzieren müsste, um das Pariser Klima-Ziel von “nur” 1,5 Grad Erderwärmung zu erreichen. Was, wie ich erfahren habe, praktisch eh nicht mehr realistisch ist. Aber trotzdem.

Ich nehme das ernst und gehe nicht her und sage: Naja, was soll ich schon machen? Was machen meine Emissionen schon für einen Unterschied im Vergleich zur österreichischen Industrie, und überhaupt im Vergleich zu Indien und China?

Dieser whataboutism bringt uns nicht weiter. Klimaschutz ist ein gemeinsames Projekt, und jeder muss im Rahmen seiner Verantwortung seinen Teil dazu betragen.

Ich will meinen Teil zum Klimaschutz beitragen. Mein Problem ist aber Folgendes: Ich habe keine Ahnung, wie hoch meine CO2-Emissionen aktuell gerade sind. Ich kenne meine Startlinie gar nicht. Also habe ich auch keine Vorstellung davon, was es konkret bedeutet, meine CO2-Emissionen um 50% zu reduzieren. Reicht es, dass ich kaum noch Fleisch esse? Dass ich ganz oft mit dem Zug fahre und selten mit dem Auto? Ist es okay, wenn ich einmal im Jahr in den Urlaub fliege, oder überschreite ich damit schon mein persönliches CO2-Budget? Und so weiter.

Das Ziel ist klar, Immerhin. Aber damit ein Ziel auch umsetzbar wird, braucht es einen Plan, was jeder zu tun hat und bis wann.

Ein klassisches Management-Problem.

Hart arbeiten verlernen

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Viele Lifestyle Entrepreneure arbeiten sehr hart an ihrer Geschäftsidee. Sie sind tüchtig und tun und machen – und haben trotzdem keinen (finanziellen) Erfolg.

Manche von ihnen werden dadurch verbittert. Weil sie meinen, dass sie für ihre Anstrengung auch belohnt werden sollten. Sie sind ja so fleißig, warum bleibt der Erfolg aus? Das ist doch ungerecht!

In der Schule haben wir gelernt: Wenn wir uns nur genug anstrengen, bekommen wir gute Noten. In der Schullogik führt Anstrengung direkt zu Erfolg. Mehr Anstrengung = mehr Lob.

Nur stimmt diese Logik in der Selbständigkeit halt nicht mehr. Belohnt wird im Unternehmertum, wer für andere Menschen Probleme löst. Ob er sich dabei anstrengt oder das aus dem Ärmel schüttelt, ist vollkommen egal. Was zählt, ist einzig, wie groß das Problem ist und wie kompetent die Lösung.

Schade, dass wir das in der Schule nicht lernen. So bleibt uns nichts anderes übrig, als die Erfolgsstrategien unserer Schuljahre wieder zu verlernen und gegen nützlichere Strategien auszutauschen.

[Daily-Blogging-Kollege Gabe The Bass Player hat unlängst einen ähnlichen Gedanken gebloggt.]

Was und wie

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Das Problem bei vielem, was in der institutionellen Gründungsberatung (also in Gründungsberatung von großen staatlichen oder halbstaatlichen Organisationen, in Österreich z.B. WKO, AMS, Wirtschaftsagentur, RIZ Up etc.) vermittelt wird (in Kursen, Webinaren, Beratungen etc.):

Inhaltlich ist das schon okay. Es werden relevante Informationen weitergegeben, nützliche Tipps geteilt und auf Gefahren im Gründungsprozess hingewiesen.

Aber emotional passt es nicht. Das kommt alles sehr oberlehrerhaft daher. Da ist viel “Sie müssen…”, “Sie sollten schauen, dass…”, “Versuchen Sie stattdessen,…”, “Ich würde Ihnen nicht empfehlen,…”. Es wird mit jedem Satz klargemacht, wer der Experte ist und wer der Schüler.

Ich habe da einen anderen Zugang. Ich bin Anhänger der Sichtweise, dass ein Lernprozess (und Gründungsberatung ist ein Lernprozess) ein co-creation-Prozess ist und in einem solchen nicht immer eindeutig ist, wer der Lehrer und wer der Schüler ist. Beziehungsweise, dass alle Beteiligten zu verschiedenen Zeiten diese Rollen verschieden besetzen.

Wenn man Gründungsberatung aus diesem Blickwinkel sieht, dann kommt man zu einer demütigeren Haltung. Der Gründungsberater ist nicht mehr der allwissende Experte, und der Gründer ist nicht mehr der hilflose Schüler, der möglichst viele Inhalte, Tipps und Warnungen braucht.

Unter diesem Blickwinkel sind beide auf Augenhöhe. Sie sind nicht gleichartig, aber gleichwertig (würde Jesper Juul sagen). Ich als Berater bin im besten Fall ein kompetenter Diskussionspartner. Ich kann Hinweise geben, ich kann Erfahrungen teilen, aber ich bin nicht der allwissende Wunderwuzzi, der den richtigen Weg kennt, dem es zu folgen gilt.

Ich bin davon überzeugt, dass diese demütigere Haltung einen Riesenunterschied im Gründungsberatungsprozess macht: für die Atmosphäre, für den Lernerfolg und nicht zuletzt für die Gründung als Ergebnis.

Denn: Wie > Was. In jedem Lernprozess, und auch in der Gründungsberatung.

Große und kleine Fortschritte

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An manchen Tagen sind die Fortschritte in deinem Lifestyle Business beachtlich. Du bist euphorisch, weil dir der große Wurf gelungen ist. Endlich den Durchbruch erzielt. Endlich das Ziel erreicht. An solchen Tagen bist du meilenweit vorwärts gekommen, und das fühlt sich soooo gut an.

An anderen Tagen sind die Fortschritte klein, fast mikroskopisch. Jeden einzelnen Meter hast du dir und deinem Business abgerungen, im Schweiße deines Angesichts. Von Euphorie keine Spur. Eher macht sich Enttäuschung und Ermüdung breit. Muss es wirklich so anstrengend sein?

Ja, das muss es. Denn ohne die vielen kleinen Fortschritte kann es auch keine großen Durchbrüche geben. Eines bedingt das andere. Mit jedem kleinen Fortschritt erhöhst du die Wahrscheinlichkeit für den nächsten großen Durchbruch.

Was wären die großen Erfolge ohne die kleinen?

Der Wert liegt im Aufhören

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Manchmal entsteht für deine Kunden der größte Wert dann, wenn du aufhörst, etwas zu tun.

Wie im Fall einer Bekannten. Sie hat gekündigt und sich in der gleichen Branche selbständig gemacht. Ihre (ehemaligen) Kunden waren heilfroh zu hören, dass sie nun direkt mit ihr zusammenarbeiten können und nicht mehr mit ihrem ehemaligen Chef, der recht ein Ungustl war.

Es lohnt sich also immer zu schauen, welchen Ballast wir abwerfen können und von welchen Hemmschuhen wir uns trennen können, damit wir noch nützlicher sind für unsere Kund*innen.

Antike Unternehmensberatung

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Das Buch Kohélet ist ca. 2500 Jahre alt. Und doch gibt es eine Stelle darin, die viel besser als viele moderne Ratgeber zusammenfasst, worum’s in einem Lifestyle Business (oder im Leben überhaupt) geht:

Am Morgen beginne zu säen, auch gegen Abend lass deine Hand noch nicht ruhen; denn du kannst nicht im Voraus erkennen, was Erfolg haben wird, das eine oder das andere, oder ob sogar beide zugleich zu guten Ergebnissen führen.

Koh 11,6