Das digitale Notizbuch von Günter Schmatzberger

Lieblingsangebote

L

Was sind deine drei Lieblingsangebote aus deinem Portfolio?

Und warum sind das deine Lieblingsangebote?

  • Weil sie dir Spaß machen?
  • Weil sie deinen Kunden Spaß machen?
  • Weil du so am leichtesten Geld verdienst?
  • Weil du so am aufwendigsten Geld verdienst?
  • Weil das Angebot so ausgeklügelt ist?
  • Weil du es immer schon gemacht hast?
  • Weil es bequem ist?

Aberglaube

A

Aberglaube ist weit verbreitet, auch im Business.

Aberglaube ist zum Bespiel: “Ich muss nur ein gutes Produkt entwickeln, dann werde ich auch Erfolg haben.” Oder, eine Variante davon: “Qualität setzt sich früher oder später durch.”

Das gefährliche am Aberglauben und warum er so schwer zu erkennen ist: Es ist nicht so, als würden diese Aussagen nie stimmen. Natürlich gibt es Bespiele dafür, wie jemand ein Produkt entwickelt hat, das ihm quasi aus den Händen gerissen wurde und das ihn blitzartig reich gemacht hat.

Der Aberglaube ist zu glauben, dass das immer so ist.

Einlassen

E

Als Gründungsberater kann ich niemanden vor den Folgen bewahren, die das eigene Unternehmen mit sich bringt. Nicht vor den guten, und nicht vor den schlechten.

Aber ich kann dazu beitragen, dass meine Gründer*innen ein bisschen besser erkennen, worauf sie sich einlassen.

Bequem

B

Wir Menschen sind unglaublich bequem.

Viele Produkte ließen sich mit wenigen Zutaten, ohne viel Know-How und in kurzer Zeit selbst herstellen. Aber auch dieser geringe Aufwand ist uns schon zu viel. Dann doch lieber kaufen.

Wir Menschen sind unglaublich bequem. Denk daran, wenn du dein Lifestyle Business designst.

Edupreneure

E

Sind Menschen, deren Business es ist zu lehren: Psychologen, Pädagogen, Philosophen, Psychotherapeuten und so weiter.

Was müssen sie wissen?

Die meisten Menschen lernen nicht gerne.

Immer wieder

I

Die spannende Frage ist nicht: Wo habe ich gerade einen Fehler gemacht?

Viel besser ist die Frage: Wobei irre ich mich immer wieder?

Irritierend

I

Ein Berater ist dann wertvoll, wenn er seine Kunden irritiert. Nicht vollkommen verstört, aber wenn er zum Nachdenken anregt. Wenn der Kunde aus der Beratung raus geht und sagt: Interessant, so habe ich das noch gar nicht gesehen.

Ein Berater, der nicht ab und zu auch vor den Kopf stößt, bringt seine Kunden auch nicht wirklich weiter.

Erlaubnis (2)

E

Es gibt niemanden, der dir die Erlaubnis geben könnte, dass du dein Lifestyle Business aufbaust – ganz nach deinen eigenen Vorstellungen und Vorlieben.

Niemanden, außer dich selbst.

Was erlaubst du dir?

Schlüsselfrage

S

“Wie kann ich das Leben meiner Kunden leichter machen?”

Das ist die Schlüsselfrage.

Die Antworten darauf sind deine Wegweiser zum Erfolg.

Blue Eyed

B

Was ich aus dem Film Blue Eyed gelernt habe:

  1. Terror ist, wenn eine Gruppe einfach und willkürlich die Regeln ändert. Es für andere unmöglich macht, sich an die Spielregeln zu halten und “brav” zu sein. Die Anderen haben dadurch keine Chance zu gewinnen – weil die terrorisierende Gruppe gar nicht will, dass sie gewinnen. 
  2. Grausamkeit bedeutet, einen Menschen dort zu treffen, wo es ihm/ihr am meisten weh tut. Also nicht den Menschen direkt zu konfrontieren, sondern der Familie zu schaden. Wir Menschen wissen intuitiv erschütternd gut, wie wir anderen Menschen am wirkungsvollsten schaden können – weil wir selber voller Schmerzen sind. 
  3. Ich habe als Lehrer (und als Vater!) eine große Verantwortung. Als jemand, der Sprache verwendet und Worte manipulierend einsetzt, um Prozesse und Transformationen zu initiieren. 
  4. Die Diskriminierung geht immer weiter, einfach weil wir „don‘t care (enough)“. Weil es mich nicht betrifft, kümmere ich mich nicht drum. 
  5. Es ist so perfid, diskriminierte Gruppen gegeneinander aufzuwiegeln. Und so wirkungsvoll.

Wackelpudding

W

Derek Sivers sagt: Man kann sich die Welt vorstellen wie einen riesigen Wackelpudding an Gleichgültigkeit (“apathy”). Man braucht ein wirklich sehr scharfes Messer, um durch diesen Pudding zu schneiden.

Das bedeutet für uns Lifestyle Entrepreneure: Wir müssen wirklich auffallen und “memorable” sein, um gegen den den Wackelpudding der Gleichgültigkeit anzukommen.

Die Menschen sind nicht deswegen gleichgültig uns gegenüber, weil sie boshaft sind. Sie haben einfach sehr, sehr viel Anderes zu tun.

Entscheidungshilfen

E

Der Sinn von mentalen Modellen und Konzepten ist, dabei zu helfen, bessere Entscheidungen treffen zu können.

Denn ich beobachte: Nicht getroffene Entscheidungen sind das größte Hindernis für Solopreneure.

Nachhaltig nützlich

N

Um wirklich nachhaltig nützlich zu sein, müssen wir zuerst denken, dann handeln.

Was uns spontan einfällt, was impulsiv aus uns raus kommt, was uns intuitiv als Lösung erscheint, ist nicht immer hilfreich.

Besser gesagt: Es ist in den seltensten Fällen per se hilfreich.

Spielregeln

S

Ein Spiel erfolgreich zu spielen ist schwierig genug, wenn die Regeln des Spiels offengelegt sind.

Noch viel schwieriger ist es, wenn die Spielregeln nicht transparent sind.

Wie z.B. in der Marktwirtschaft.

Kategorien

K

In dem Moment, wo eine Kategorie eröffnet wird, finden Zuteilungen und Ausschlüsse statt.

Mit einer Zuordnung bzw. einem Ausschluss werden immer auch Möglichkeiten und Ressourcen eröffnet bzw. verwehrt.

Das Problem ist also nicht die Zuordnung zu einer Kategorie an sich, sondern die Eigenschaften und v.a. die Folgen (und die Ungleichheiten), die durch eine Zuordnung quasi automatisch ausgelöst werden.

Zwischenmenschlich

Z

Heute hatte ich drei Beratungsgespräche. In keinem einzigen davon war fachliche Beratung notwendig. Und doch war ich in allen drei hilfreich.

Mindestens ebenso wichtig wie Fachkompetenz ist das Vermögen, einem Menschen als Mensch zu begegnen. Ihn von sich erzählen zu lassen. Zuzuhören, ohne zu unterbrechen. Aufzuhören, wenn alles gesagt ist.

Dafür haben die meisten Menschen ohnehin viel zu selten Gelegenheit.

Zu viel

Z

Manchmal verschlimmbessern wir eine an sich gute Idee, indem wir zu viel in sie hineinpacken wollen.

Es ist ja schön, wenn wir viele Ideen haben. Es ist gut, wenn wir viele Interessen haben und viel können. Aber wir müssen beachten, dass jede Idee, jede Fähigkeit und jedes Interesse den Platz bekommt, wo sie hingehören.

Wo sie sich entfalten können, ohne sich gegenseitig auf die Zehen zu treten.

You can’t say you can’t play

Y

Ja, es gibt Regeln in der Marktwirtschaft, einige sehr wichtige sogar.

Aber wenn du die Regeln kennst und sie befolgst, bist du dabei! Es gibt sonst keine anderen Hürden.

Außer vielleicht etwas Mut, der dir noch fehlt.

Nicht nur überleben

N

“I don’t want to just survive”, sagte eine Gründerin unlängst zu mir auf die Frage, was Sie von Ihrer Selbständigkeit erwartet.

Nicht nur überleben. Nicht nur “gerade so” jedes Monat genug verdienen. Nicht nur für Sozialversicherung und Finanzamt arbeiten.

Sie will sich auch was ansparen. Sie will sich auch mal was leisten können. Sie will auch finanziell Erfolg haben.

Das ist ein legitimer und unterstützenswerter Anspruch. Nun geht es darum, diesen Wunsch in eine Strategie umzuwandeln, um diesen Anspruch auch Schritt für Schritt zu erreichen.

Drei Stimmen

D

Jeder Solopreneur hat diese Stimmen im Kopf: Facharbeiter, Manager und Unternehmer.

Diese drei Stimmen “entwerten” sich gegenseitig: Wenn der Facharbeiter am Werk ist, meckern der Unternehmer und der Manager – und umgekehrt.

Es braucht – wie im echten Unternehmen – Arbeitsteilung. Solopreneure erreichen das durch Timeblocking und Ortswechsel.