Wer gute Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht gewonnen.
Wer schlechte Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht verloren.
Entscheidend ist, wie kompetent wir unser Spiel spielen.
Wer gute Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht gewonnen.
Wer schlechte Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht verloren.
Entscheidend ist, wie kompetent wir unser Spiel spielen.
Man bewundert gerne die Menschen, die den Mut haben, sich mit ihrer Gründungsidee selbständig zu machen.
Häufig übersehen wird der Mut jener Menschen, die ihre Gründungsidee wieder aufgeben, weil sie erkannt haben, dass sie nicht wie geplant funktioniert. Der Mut des Loslassens.
Ich verneige mich vor beiden.
Was sagt es über mich, meinen Beratungsstil und die Beratungssituation insgesamt aus, wenn ich Dinge in der persönlichen Beratung sage, die ich lieber nicht verschriftlicht in einem e-Mail festgehalten haben würde?
Heute brachte mir der Postler ein Überraschungspaket von meinem lieben Kollegen Joachim – vollgefüllt mit meinen Lieblingstees, Dragee Keksi, dunkler Schokolade und anderen süßen Freuden.
Das Paket kam völlig unerwartet als Dankeschön für einen Gefallen. Ich war ganz aus dem Häuschen und habe allen voller Freude davon erzählt.
Ein Dankeschön, wo ich es nicht erwartet habe. Eine Kleinigkeit, die keine Kleinigkeit ist. Sowas bleibt in Erinnerung. Sehr lange.
Überleg dir gut, was du versprichst. Überleg es dir zweimal. Dreimal.
Niemand zwingt dich, ein Versprechen abzugeben. Niemand zwingt dich, etwas zuzusagen. Niemand zwingt dich, einen Auftrag anzunehmen.
Aber wenn du ein Versprechen gegeben hast (deinen Kunden, deiner Familie, deinem Chef), dann gilt’s. Dann bist du jemandem im Wort. Und dann solltest du alles dir Mögliche daran setzen, dieses Versprechen auch zu halten.
Nicht selten ist der Grund, warum wir bei einem Projekt nicht weiterkommen, dass wir uns (endlich) entscheiden müssten.
Aus Angst, uns falsch zu entscheiden, entscheiden wir uns lieber gar nicht. Dabei wären falsche Entscheidungen oft leicht zu korrigieren, aber der Motivationsverlust durch Nicht-Entscheiden ist uneinbringlich.
Entscheiden ist handeln. Rasch und mutig entscheiden zu können, ist ein Wettbewerbsvorteil.
Jeden Tag passieren Dinge, die wir nicht ganz verstehen.
Aber manchmal passiert etwas, das für uns so unverständlich ist, dass wir uns keinen Reim darauf machen können. Dass wir überhaupt nicht kapieren, was da gerade läuft. Dass wir nur ungläubig zuschauen können.
“Mach einfach deine Arbeit” ist auch in solchen Situationen eine gute Wahl.
Heute habe ich mich beiläufig gewundert: Gibt’s eigentlich ebay noch? Nutzt das überhaupt noch irgendwer?
Nachdem ich selbst schon ewig nichts mehr auf ebay gekauft oder versteigert habe, war meine intuitive Schlussfolgerung, dass ebay in den letzten Jahren insgesamt an Relevanz verloren haben muss. Wenn ich ebay nicht mehr nutze, dann wird das auch für den Rest der Welt gelten. Logisch!
Ein Blick auf die Unternehmenszahlen von ebay sagt jedoch, dass ebay heute größer ist denn je. Umsatz, Gewinn und Nutzerzahlen sind über die Jahre stetig gestiegen – auch ohne mich.
Es ist der klassische Denkfehler, von sich selbst auf die Allgemeinheit zu schließen. Das eigene Verhalten auf den Rest der Welt zu projizieren. Im Fall von ebay ist es mir aufgefallen, und ich habe meine Annahme bewusst hinterfragt. Aber: Wie oft bemerke ich nicht, dass meine subjektive Meinung nicht gleich die Wirklichkeit ist?
Ein religiöses Buch. Aber was Father Richard Rohr in diesem schmalen Büchlein über die zweite Lebenshälfte zu sagen hat, ist profund und regt zum Nachdenken an.
(mehr …)Wir Lifestyle Entrepreneure müssen wirklich aufpassen, wenn unser Stolz ins Spiel kommt.
Einerseits ist Stolz ein wichtiger Motivator, gerade in Krisenzeiten. Wer will schon von sich sagen lassen, dass er zu früh aufgegeben hat?
Andererseits führt Stolz auch zu Tunnelblick. Wir verlaufen uns, und wir können nicht mehr klar erkennen, was eigentlich das Beste für wäre.
Ja, wir wollen unser Gesicht nicht verlieren, aber genauso wenig ist es gut für uns, wenn uns unser Stolz im Weg steht.
Es gibt wohl kaum etwas Schöneres als das Gefühl, etwas Unangenehmes erledigt zu haben.
Aber wenn dieses Gefühl so toll ist, warum schieben wir dann diese unangenehmen Dinge so lange vor uns her – und bringen uns damit Tag für Tag, Stunde um Stunde um dieses Erfolgserlebnis?
Weil das Gefühl erst dann entsteht, wenn die Arbeit erledigt ist. Und es ist immer kurzfristig attraktiver, die Arbeit lieber nicht zu tun – zumindest nicht gleich.
Profis erledigen die Arbeit – und zwar auch dann, wenn sie lieber faul sein würden.
Eines der unproduktivsten Dinge überhaupt ist es, sich zu rechtfertigen – für Fehler, für Versäumnisse, für Entscheidungen, für Handlungen, für egal was.
Rechtfertigungen kommen immer aus einer Position der Schwäche. Man versucht, sich gegenüber anderen zu verteidigen, und legitimiert damit überhaupt erst den Angriff. Indem man mit einer Rechtfertigung reagiert, gibt man anderen Menschen ja überhaupt erst die Erlaubnis, über einen zu urteilen.
Sich nicht zu rechtfertigen wirkt souverän, sich zu rechtfertigen wirkt hilflos. Ich weiß das – und doch tappe ich immer und immer wieder in die Rechtfertigungs-Falle.
Wenn Vertrauen missbraucht wird, wenn man sich hintergangen und getäuscht fühlt, dann ist das in der Regel nicht mehr zu kitten.
Vertrauen ist ein wertvolles Gut. Es dauert lange, bis es aufgebaut ist, aber es kann innerhalb weniger Minuten, mit wenigen Sätzen oder mit wenigen Handlungen komplett und irreparabel zerstört werden.
Wir können uns nicht davor schützen, dass das Vertrauen, das wir schenken, missbraucht wird. Aber wir können, ja wir müssen verantwortungsvoll mit dem Vertrauen umgehen, das wir geschenkt bekommen.
Dafür tragen wir Verantwortung.
Es ist okay, zu einigen Dingen keine Meinung zu haben.
Nämlich dann, wenn wir nicht einmal einen Rahmen haben, der uns ermöglichen würde, uns eine Meinung zu bilden. “Keine Ahnung, keine Meinung, kein Konzept”, wie Marius Müller-Westernhagen singt.
In diesen Fällen ist es besser, ehrlich zu sagen, dass man keine Ahnung hat, als so zu tun, als wüsste man, wovon man spricht.
Jedes Lifestyle Business beginnt mit dem Traum der Unternehmerin, des Unternehmers: Wir wollen etwas schaffen, das sinnvoll, wertvoll und befriedigend ist. Wir wollen unseren Traum vom eigenen Unternehmen wahr werden lassen.
Später merken wir: Wenn wir es nach viel Mühe und Arbeit tatsächlich schaffen, wenn der Traum erreicht ist, dann kann es passieren, dass wir draufkommen: “Moment, das ist doch gar nicht so toll, wie ich dachte!?!”
Diese Erkenntnis ist schmerzvoll. Aber wir müssen wissen: Wir trauern nicht dem Traum an sich nach, sondern der Romantik, die wir mit dem Traum verknüpft haben.
Wir dürfen unsere Träume auch loslassen, wenn sie uns nicht mehr glücklich machen.
[PS: Dieser Tage ist die letzte Folge meines Podcasts [Projekt: Leben] online gegangen. Passt zum Thema.]
Es ist keine kleine Leistung zu erkennen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um mit einem Projekt aufzuhören.
Es wird viel darüber gesprochen und geschrieben, wie wichtig es ist, anzufangen, vom Denken ins Handeln kommen. Das hat natürlich seine Berechtigung, aber es bedarf der Ergänzung: Genauso wichtig wie das couragierte Anfangen ist das rechtzeitige Aufhören.
Mit etwas aufzuhören, in das man viel Zeit, Energie und auch Geld investiert hat, das aber nicht mehr funktioniert, verdient immer unseren Respekt.
Ein Freud von mir war kürzlich bei einem Konzert von Wolfgang Ambros. Auf meine Frage, wie es ihm gefallen hat, war seine Antwort: “Naja, er ist ein alter, gebrechlicher Mann, der sein Bestes versucht.”
Ich denke, das ist das positivste Feedback, das ein Künstler – und auch jeder Lifestyle Entrepreneur – bekommen kann: Im Rahmen seiner begrenzten Möglichkeiten – und für seine Fans erkennbar – das Beste gegeben zu haben.
Mehr kann man nicht verlangen. Denn: Mehr ist gar nicht möglich.
Ja, wir wollen querdenken, wir wollen kreativ und innovativ sein. Aber wenn es dann darauf ankommt, dann kommt oft nur ein Querdenken mit angezogener Handbremse raus.
Wir wollen querdenken, aber es ist anstrengend und schwierig. Wir wollen neue Wege einschlagen, aber wir scheuen uns vor dem rauen Wind, der uns dann entgegen bläst. Wir wollen etwas Innovatives versuchen, aber wirklich Zeit und Geld dafür aufwenden? Nein, das wollen wir eher nicht.
Das ist ja auch in Ordnung so. Nur dürfen wir uns dann eben nicht wundern, wenn wir doch nur so mittelmäßig kreativ und innovativ sind wie alle anderen.
Dein Umfeld wird auf das, was du tust, reagieren.
Mitunter stehen da Beziehungen auf dem Spiel. Mitunter müssen wir zuerst Beziehungen beenden, um das zu tun, was wir eigentlich wirklich tun wollen.
Alles im Leben hat seinen Preis.
Peter Drucker sagt: „Nichts motiviert den modernen Menschen mehr, als eine Chance, Steuern zu sparen.“
Es erstaunt mich immer wieder, wie viel kreative (und mitunter auch kriminelle) Energie Unternehmer*innen entwickeln, wenn sie die Chance wittern, ein paar Euro an steuern zu sparen.
Es ist, als würde unser Hausverstand aussetzen. Wir sollten da wirklich auf der Hut sein.