Tag#Lebensfragen

Vertrauen

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Es ist total schwer, Vertrauen in den Prozess zu haben.

Sich zurückzunehmen, sich nicht einzumischen, die Dinge nicht “verbessern” zu wollen. Sondern einfach darauf zu vertrauen, dass alles gut ist, wie es momentan ist. Dass sich Dinge entwickeln dürfen, und dieser Entwicklung Zeit und Raum zu geben.

Das betrifft die eigenen Kinder genauso wie das eigene Lifestyle Business.

Facebook

F

Facebook und ich haben Schluss gemacht. Ich habe mich von ihr getrennt.

Wir hatten schon längere Zeit eine wilde Ehe geführt, im letzten halben Jahr herrschte überhaupt Funkstille zwischen uns. Heute habe ich den Schlussstrich gezogen und mein Konto gelöscht.

Warum? Naja, wir haben uns auseinandergelebt. Die Anziehung der ersten Jahre war längst verflogen. Unsere Beziehung wurde zunehmend komplizierter. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass sich Facebook kaum mehr für das interessiert, was ich will und dass sie weit mehr von unserer Beziehung profitiert als ich.

Facebook hat mir angeboten, dass ich mir unsere Trennung noch 30 Tage lang überlegen kann, bevor sie endgültig ist. Sie hofft wahrscheinlich, dass ich reumütig zu ihr zurück gekrochen komme.

Da kann sie lange warten!

Ehrgeiz und Gier

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Ein Gedanke von Attila Dogudan, von dem es heißt, der sei ein Workaholic:

Es ist okay, viel zu arbeiten und nach immer Mehr zu streben. Es kommt allerdings darauf an, wo die Motivation dafür herkommt.

Kommt die Motivation aus dem Ehrgeiz, dann ist es gut. Dem Ehrgeiz geht es um das Spiel an sich. Es geht natürlich um das Gewinnen, aber mindestens genauso sehr um das Immer-weiter-spielen-können. Es geht um Fairness, Nachhaltigkeit und Sinn.

Kommt die Motivation jedoch aus der Gier, dann ist das ungesund. Der Gier geht es nur um das Geld. Die Gier nach Geld als Triebfeder des unternehmerischen Tuns wird früher oder später in die Sackgasse führen und verbrannte Erde zurücklassen. Game over.

Langeweile

L

Bei Kindern sagt man, dass Langeweile ganz wichtig ist, weil nur aus Langeweile Kreativität entsteht. Wenn alles strukturiert und vorgegeben ist, wie soll dann kreatives Spielen entstehen?

Bei Erwachsenen bin ich mir nicht so sicher. Ja, Freiraum schafft Platz für Neues. Etwas Abstand verbessert den Blick auf das Ganze. Ein spielerischer Zugang erweitert sicher die Lösungskompetenz.

Aber Langeweile? Ich glaube, wem als Erwachsendem oft langweilig ist, dem war als Kind zu selten langweilig.

Im Stall

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Es ist keine Kleinigkeit, dass Jesus in einem Stall geboren wurde.

Wir könnten daraus lernen, dass es auf Äußerlichkeiten nicht ankommt. Und wir könnten daraus lernen, dass es nicht um unser Ego geht.

Gerade zu Weihnachten ist eine gute Zeit, das Ego für eine Weile zur Seite zu stellen. Macht vieles leichter, für alle Beteiligten.

Voreilig

V

Den ganzen Tag lang habe ich mich geärgert über die Unfähigkeit von jemandem, von dem ich eine ganz simple schriftliche Bestätigung gebraucht hätte und der nicht fähig war, diese eindeutig und unmissverständlich auszustellen.

Bis ich am Abend, als ich in Ruhe mein Kind zu Bett brachte, darauf gekommen bin: Diese Bestätigung war perfekt ausgestellt. Das vermeintliche Missverständnis war in Wirklichkeit eine sehr nützliche Klarstellung, was ich in meinem Ärger zunächst überhaupt nicht kapiert hatte.

Es ist eine nützliche Heuristik, im Zweifelsfall davon auszugehen, dass andere sehr wohl wissen, was sie tun.

Konsequenz

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Talent ist rar. Begeisterung ist noch rarer.

Aber am aller rarsten ist Konsequenz. Das Dranbleiben an einer Idee, ohne beim ersten Gegenwind die Segel zu streichen oder bei einer längeren Durststrecke einzuknicken.

Konsequenz ist vielleicht der entscheidende Erfolgsfaktor – nicht nur, aber besonders für Lifestyle Entrepreneure.

Warten statt kaufen

W

In unsicheren Zeiten spüren wir den inneren Drang, irgendetwas zu unternehmen, um die Situation schnell wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Häufig reagieren wir mit dem Impuls, etwas zu kaufen. Wer was kauft, wer sich „ausrüstet“, hat etwas unternommen und damit nicht zuletzt auch sein Gewissen beruhigt.

Schwieriger ist es, auf Unsicherheit mit Ruhe zu reagieren. Nichts zu tun, sondern abzuwarten. Hätte aber den Vorteil, dass man kein Zeug anhäuft, das in Wirklichkeit nichts hilft.

Weglassen

W

Man glaubt es anfangs nicht: Je mehr man weglässt, je stärker man fokussiert, desto mehr geht weiter.

Man glaubt es nicht, weil man Angst hat, was zu verpassen, wenn man was weglässt.

Man glaubt es nicht… bis man es selbst erlebt hat.

I read the poets and the analysts…

I

singt Nick Cave und drückt damit auch aus, wie wir Lifestyle Entrepreneure zu unseren Ideen und Einsichten kommen.

Wir lassen uns von Büchern von Peter Drucker ebenso inspirieren wie von Büchern von Nick Hornby. Ein Song von Bob Dylan kann uns ebenso erleuchten wie eine Blogartikel von Seth Godin.

Die richtigen Ideen finden uns auf unterschiedlichste Weise. Wichtig ist nur, dass wir uns einen offenen Geist und ein offenes Herz bewahren.

Plan B

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Indem wir uns Optionen offenhalten, errichten wir uns auch Verstecke.

Natürlich klingt es vernünftig, einen “Plan B” zu haben. Aber damit schaffen wir uns gleichzeitig auch unsere Ausrede: Ich hätte ja gerne “Plan A” umgesetzt, aber leider, leider, leider… Es hat nicht geklappt, und deswegen mach eich jetzt “Plan B”.

Wenn du dir einen “Plan B” erzeugst, dann lass ihn mehr sein als ein geschäftig wirkendes Versteck, eine aufwendig formulierte Ausrede.

Gute Karten

G

Wer gute Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht gewonnen.

Wer schlechte Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht verloren.

Entscheidend ist, wie kompetent wir unser Spiel spielen.

Mut

M

Man bewundert gerne die Menschen, die den Mut haben, sich mit ihrer Gründungsidee selbständig zu machen.

Häufig übersehen wird der Mut jener Menschen, die ihre Gründungsidee wieder aufgeben, weil sie erkannt haben, dass sie nicht wie geplant funktioniert. Der Mut des Loslassens.

Ich verneige mich vor beiden.

Unter der Hand

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Was sagt es über mich, meinen Beratungsstil und die Beratungssituation insgesamt aus, wenn ich Dinge in der persönlichen Beratung sage, die ich lieber nicht verschriftlicht in einem e-Mail festgehalten haben würde?

Überraschungspaket

Ü

Heute brachte mir der Postler ein Überraschungspaket von meinem lieben Kollegen Joachim – vollgefüllt mit meinen Lieblingstees, Dragee Keksi, dunkler Schokolade und anderen süßen Freuden.

Das Paket kam völlig unerwartet als Dankeschön für einen Gefallen. Ich war ganz aus dem Häuschen und habe allen voller Freude davon erzählt.

Ein Dankeschön, wo ich es nicht erwartet habe. Eine Kleinigkeit, die keine Kleinigkeit ist. Sowas bleibt in Erinnerung. Sehr lange.

Versprechen

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Überleg dir gut, was du versprichst. Überleg es dir zweimal. Dreimal.

Niemand zwingt dich, ein Versprechen abzugeben. Niemand zwingt dich, etwas zuzusagen. Niemand zwingt dich, einen Auftrag anzunehmen.

Aber wenn du ein Versprechen gegeben hast (deinen Kunden, deiner Familie, deinem Chef), dann gilt’s. Dann bist du jemandem im Wort. Und dann solltest du alles dir Mögliche daran setzen, dieses Versprechen auch zu halten.

Endlich entscheiden

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Nicht selten ist der Grund, warum wir bei einem Projekt nicht weiterkommen, dass wir uns (endlich) entscheiden müssten.

Aus Angst, uns falsch zu entscheiden, entscheiden wir uns lieber gar nicht. Dabei wären falsche Entscheidungen oft leicht zu korrigieren, aber der Motivationsverlust durch Nicht-Entscheiden ist uneinbringlich.

Entscheiden ist handeln. Rasch und mutig entscheiden zu können, ist ein Wettbewerbsvorteil.