Tag#Lebensfragen

Unbedankt

U

Viel wichtige und wertvolle Arbeit wird von Menschen gemacht, die dafür nie angemessenen Dank bekommen werden.

Dankbarkeit ist, scheint es, keine Kategorie im Business.

Wer seine Arbeit gerne tut, ohne dafür Dankbarkeit zu erwarten, erspart sich viel Enttäuschung.

Feiner Unterschied

F

Hinhören statt zuhören.

Hinschauen statt zuschauen.

Feiner Unterschied, enorme Wirkung.

Kritik

K

Kritik anzunehmen, fällt selten leicht. Aber am schwersten zu nehmen ist Kritik von Personen, die nicht das Mandat haben zu kritisieren.

Beispiel: Du wirst vom Chef kritisiert, dass du im Meeting mit einer Aussage für viel Verwirrung gesorgt hast. Er meint, das wäre unprofessionell gewesen. Gleichzeitig weißt du, dass eben dieser Chef zehn Minuten zu spät zu diesem Meeting gekommen ist. Wer war hier unprofessionell?

Auch wenn’s kränkt, auch wenn’s schwer fällt: Kritik, die von jemandem kommt, der kein Deut besser ist, brauchst du nicht annehmen. Derjenige hat kein Mandat zu kritisieren, und du solltest ihm dieses Mandat auch nicht verleihen.

Beschweren

B

Bist du bereit für ein mutiges Experiment?

Versuche, dich einen ganzen Tag nicht zu beschweren, zu jammern oder zu meckern. Nicht offen, nicht versteckt, nicht leise, nicht laut.

Nur einen Tag lang.

Ich vermute, du wirst dich wundern, wie schwer dir das fallen wird.

Optionen sind ein Geschenk

O

Ja, es ist ein Segen, viele Möglichkeiten im Leben zu haben. Ein Segen und ein Fluch.

Weil: Wenn man ein Geschenk annimmt, geht man auch eine Verpflichtung gegenüber dem Geschenk und dem Schenkenden ein. Diese Verpflichtung ist ernst zu nehmen. Jedes Geschenk hat seinen Preis.

Bereits die alten Trojaner haben diese bittere Lektion lernen müssen: Manchmal ist es besser, ein Geschenk nicht anzunehmen. Nicht jede Option muss man auch wahrnehmen.

Manchmal ist es besser zu sagen: Danke, aber nein danke.

Vorbilder

V

Egal, wen du dir als Vorbild gewählt hast: Er/Sie hatte damals keine besseren Voraussetzungen als du heute. Er/Sie hatte es nicht leichter, du hast es nicht schwerer.

Er/Sie hat einfach getan, was zu tun war und ein paar der Möglichkeiten genützt, die sich am Weg aufgetan haben. Auch er/sie hatte Schwierigkeiten, auch er/sie hatte Zweifel, auch ihm/ihr war der Erfolg nicht garantiert.

Wir sehen bei unseren Vorbildern meist nur das Blumenbeet, nicht den Spaten.

Profi oder Amateur? (4)

P

Ein Profi nutzt sein Smartphone als Werkzeug und legt es weg, wenn es ihm nicht dient.

Ein Amateur ist Sklave seines Handys.

Bist du ein Profi, oder bist du ein Amateur?

Die Verantwortung eines Hits

D

Joe Elliott, der Sänger von Def Leppard, sagt: Wenn du die Verantwortung nicht aushältst, die ein Hit mit sich bringt, dann schreib keinen!

Soll heißen: Wenn du nicht damit klar kommst, dass die Menschen deinen Hit immer und immer wieder hören wollen werden (auch 30 oder 40 Jahre später), wenn du nicht damit klar kommst, dass du deinen Hit immer und immer wieder spielen wirst müssen (auch zum tausendsten Mal), wenn du nicht damit klar kommst, dass du immer wieder an deinem Hit gemessen werden wirst (auch wenn dir deine neuen Songs viel besser gefallen)…

… dann überleg dir gut, ob du überhaupt einen Hit schreiben willst. Denn: Ein Hit ist nicht nur ein Privileg, er ist auch eine Verpflichtung den Menschen gegenüber, die deinen Song zum Hit gemacht haben.

Alles schon da

A

Du kannst davon ausgehen, dass alles, was du für den nächsten Schritt brauchst, schon jetzt – in Überfluss! – vorhanden ist.

Vielleicht noch nicht für den übernächsten, aber für den nächsten Schritt ist jetzt schon alles da.

Worauf wartest du noch?

Werte sind Entscheidungen

W

Für welchen Wert entscheidest du dich, wenn du nicht mehr komplett freie Wahl hast?

Für welchen Wert entscheidest du dich unter Druck?

Für welchen Wert entscheidest du dich in der Versuchung?

Für welchen Wert entscheidest du dich im Mangel?

Für welchen Wert entscheidest du dich, wenn keiner hinschaut?

Welchem Gott

W

Wir alle dienen einem Gott. Welchem Gott dienst du?

Dem Gott des Geldes?

Dem Gott des Prestige?

Dem Gott des Lobes?

Dem Gott der Bequemlichkeit?

Kind

K

Wäre dein achtjähriges Ich stolz auf das, was du heute tust?

Leistung

L

Wir in der Leistungsgesellschaft glauben, dass wir uns sogar unsere Schicksalsschläge verdient haben müssen.

Wir-Gefühl

W

Ein Gründer, geläutert von jahrzehntelanger Arbeit in einem dysfunktionalen Unternehmen, hat die Misere vieler Betriebe heute auf den Punkt gebracht:

Am Anfang gibt’s ein Wir-Gefühl – wenn’s um’s Geld geht, dann nicht mehr.

Sobald Geld ins Spiel kommt, ändern sich die Spielregeln. Caveat emptor.

Wie immer

W

Kleine Kinder folgen der Regel: Wenn etwas nicht ist wie immer, dann ist es falsch.

Leider tun das auch noch viele Erwachsene.

Geschenk

G

Das größte Geschenk, das man einem Menschen geben kann:

Ich sehe dich.

Ich höre dich.

Ich nehme dich ernst.

Zweifel

Z

Wenn du an etwas Bedeutendem dran bist, ist es ganz normal, dass du zu zweifeln beginnst.

Hat das wirklich so viel Potenzial, wie ich glaube? Kann ich diese Herausforderung überhaupt bewältigen? Wird das überhaupt irgendjemanden interessieren? Bin ich da nicht komplett auf dem Holzweg?

Wie gesagt: Es ist ein gutes Zeichen, wenn du zweifelst. Zweifel lassen dich genauer hinschauen, gut überlegen und mögliche Schwierigkeiten rechtzeitig erkennen.

Wichtig ist nur, dass du trotz der Zweifel weiter machst. Einen Schritt nach dem anderen.

Verschwendung

V

Verschwendung ist in deinem Business alles, was du kaufst, aber nicht verwendest.

Und alles, was du verwendet, aber dir keine Freude bereitet, verschwendet nicht nur dein Geld, sondern auch deine Lebenszeit.

Nicht zuhören

N

Es ist mir beinahe körperlich unmöglich, jemandem zuzuhören, der nicht zuhören kann.

Wirklich um Rat fragen

W

Wenn du jemanden um Rat fragst, musst du alle Schwachstellen deiner Idee offen legen, damit der Rat tatsächlich Wert für dich haben kann.

Wenn du jemanden um Rat fragst, aber in Wirklichkeit keine Kritik hören willst, sondern nur dessen Zustimmung oder Schulterklopfen haben willst, hältst du nicht nur dich selbst zum Narren, sondern auch den Menschen, der dir wertvolles Feedback geben würde, wenn du es ihm/ihr erlauben würdest.

Es braucht echten Mut, wahrhaftig um Rat zu fragen.