Tag#Lebensfragen

Zweifel

Z

Wenn du an etwas Bedeutendem dran bist, ist es ganz normal, dass du zu zweifeln beginnst.

Hat das wirklich so viel Potenzial, wie ich glaube? Kann ich diese Herausforderung überhaupt bewältigen? Wird das überhaupt irgendjemanden interessieren? Bin ich da nicht komplett auf dem Holzweg?

Wie gesagt: Es ist ein gutes Zeichen, wenn du zweifelst. Zweifel lassen dich genauer hinschauen, gut überlegen und mögliche Schwierigkeiten rechtzeitig erkennen.

Wichtig ist nur, dass du trotz der Zweifel weiter machst. Einen Schritt nach dem anderen.

Verschwendung

V

Verschwendung ist in deinem Business alles, was du kaufst, aber nicht verwendest.

Und alles, was du verwendet, aber dir keine Freude bereitet, verschwendet nicht nur dein Geld, sondern auch deine Lebenszeit.

Nicht zuhören

N

Es ist mir beinahe körperlich unmöglich, jemandem zuzuhören, der nicht zuhören kann.

Wirklich um Rat fragen

W

Wenn du jemanden um Rat fragst, musst du alle Schwachstellen deiner Idee offen legen, damit der Rat tatsächlich Wert für dich haben kann.

Wenn du jemanden um Rat fragst, aber in Wirklichkeit keine Kritik hören willst, sondern nur dessen Zustimmung oder Schulterklopfen haben willst, hältst du nicht nur dich selbst zum Narren, sondern auch den Menschen, der dir wertvolles Feedback geben würde, wenn du es ihm/ihr erlauben würdest.

Es braucht echten Mut, wahrhaftig um Rat zu fragen.

Lügenfasten

L

Wir sind gerade in der Fastenzeit. Wie wäre es mit folgender Idee:

Versuchen wir doch mal, bis Ostern ohne Lügen auszukommen. Die Wahrheit zu sagen. Auch kein Lügen durch Weglassen. Einfach immer die Wahrheit, auch wenn es unbequem ist.

Vielleicht kommen wir drauf, dass die Wahrheit zu sagen so befreiend ist, dass wir gar nicht mehr damit aufhören wollen.

Immer

I

Es gibt nichts, das immer funktioniert.

Punkt.

Nützlich

N

Wie wäre es, wenn wir nicht mehr über richtig oder falsch diskutieren würden?

Sondern nur mehr darüber, ob es nützlich ist?

Wäre das für dich nützlich?

Angst vor der Haftung

A

Was ist, wenn ich was tue und dann schuld bin, wenn es nicht klappt?

Und diese Schuld haftet dann für immer an mir, die trage ich mit mir herum. 

Das lässt mich mitunter lieber gar nichts machen. Oder die Variante mit dem geringsten Risiko. 

Die Unwirtschaftlichkeit der Lüge

D

Wenn man alle Kosten berücksichtigt, dann ist Ehrlichkeit der einfachste und günstigste Weg. Lügen ist (langfristig) immer unwirtschaftlich.

Es sind besonders die Opportunitätskosten, welche die Lüge unwirtschaftlich machen: Wie viel mehr hätte dir Ehrlichkeit gebracht? Was versäumst du dadurch, dass du nicht ehrlich und offen warst? 

Das gilt für alle Bereiche des Lebens, im Business genauso wie in unseren intimsten Beziehungen.

Aushalten

A

Wir Menschen tun uns unglaublich schwer, Konflikte auszuhalten. Wir mögen es nicht, wenn uns jemand nicht mag.

Aber was wäre die Alternative?

Wenn wir uns selbst treu bleiben wollen, dann werden wir mitunter andere vor den Kopf stoßen.

Na und?

Büro

B

Ich habe mein Home Office umgestellt: Den Lesesessel rausgeräumt, den Schreibtisch um 90° gedreht, den Stehtisch nach hinten verschoben.

Keine großartigen Änderungen – aber was für eine Veränderung im Blickwinkel! Das Büro ist jetzt irgendwie ungewohnt, spannend, wie ein neu zu beschreibendes Blatt.

Es ist wie ein neuer Aufbruch!

Technische vs. kreative Probleme

T

Technische Probleme löst man dadurch, dass man sich hinsetzt und die Arbeit erledigt, auch wenn es mühsam ist. Beispiel: Einen Liquiditätsplan erstellen.

Kreative Probleme löst man auch durch Nachdenken, aber man kann sie nicht abarbeiten. Es ist wie ein Tanz: Man versucht dies, man versucht das, und irgendwann kommt plötzlich die Lösung. Meist dann, wenn man gar nicht damit gerechnet hat. Beispiel: Einen Slogan für sein Business entwickeln.

Wichtig ist, dass wir erkennen, wann wir ein technisches und wann ein kreatives Problem vor uns haben.

Kleinigkeiten

K

Vor einigen Monaten habe ich mir vorgenommen, jeden Tag ein Ding wegzuwerfen, das ich nicht mehr brauche. Nur ein einziges, aber dafür jeden Tag.

Durch diese kleine Gewohnheit hat sich viel verändert. Ich sehe nun viel besser und viel klarer, wo in meinem Leben sich Überflüssiges angesammelt hat. Und es fällt mir wesentlich leichter, mich davon zu trennen.

Kleinigkeiten wie diese können mächtige Veränderungen bewirken. Wir brauchen nur damit anfangen.

Unternehmer glauben

U

Wir Lifestyle Entrepreneure glauben daran, dass wir mit unserem Lifestyle Business Erfolg haben werden.

Daran zu glauben, bedeutet auch, dass immer ein Stück Restzweifel dabei ist. Und es stimmt ja auch: Wir haben keine Gewissheit. Wir wissen nicht, wann und ob sich der Erfolg einstellen wird.

Aber genau darin liegt ja die eigentliche Leistung von uns Unternehmer*innen: Weil wir nicht wissen, weil wir keine Gewissheit haben, glauben wir an unser Unternehmen.

Denn wenn der Erfolg sicher wäre, dann bräuchte es uns Unternehmer*innen nicht. Dann würden es alle machen.

Wirkungskreis

W

Es ist leicht, sich über Dinge zu beschweren, die man nicht ändern kann.

Wesentlich schwieriger ist es, darüber nachzudenken, was man aus den Möglichkeiten rausholen kann, die man hat. Also zu schauen, was im eigenen Wirkungskreis liegt, und diese Sachen dann konsequent, Schritt für Schritt zu verbessern.

Das Schwierige dabei ist nämlich, dass man für die Möglichkeiten im eigenen Wirkungskreis Verantwortung übernehmen kann – und muss. Wenn du da nichts weiter bringst, liegt es an niemand anderem außer dir.

Da ist es dann doch oft bequemer zu sagen: “Ich würde ja gerne, aber…”

Gay Hendricks: Lebe dein Leben, bevor es andere für dich tun: Mehr wagen und über sich selbst hinauswachsen (2010) 📙

G

Diesem Buch mangelt es etwas an Kohärenz, aber es ist ein Panoptikum an interessanten Perspektiven und Sichtweisen. Das Konzept der „oberen Limits” (im Original: upper limit challenge) finde ich genial und lässt sich hervorragend im Alltag beobachten. Andere Konzepte wie die “Einstein-Zeit” waren mir etwas zu steil. Der Titel ist dem Buch wenig dienlich, weil er sehr generisch ist und auf die besonderen Juwelen des Buches nicht eingeht.

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Fehler (2)

F

Ein Paradox: Es ist wichtig, dass du Fehler machst. Fehler sind gut für dich.

Weil: Menschen, die keine oder selten Fehler machen, werden nicht gemocht. Ihre Perfektion provoziert, weil sie allen anderen ihre Fehlerhaftigkeit wie einen Spiegel vorhält. Das war in der Schule schon so, und das ist in der Arbeitswelt so.

Gelegentliche Fehler machen menschlich, machen zugänglich und machen sympathisch.

Überproportional

Ü

Es gibt Handlungen, die haben einen kleinen positiven Effekt (kurzfristig), aber ein hohes Risiko, dass man langfristig überproportional hohe Kosten zu tragen hat. Beim Autofahren eine SMS zu schreiben, wäre ein Beispiel. Oder ungeschützten Sex zu haben. Kurzfristig schön, aber langfristig kann dir das dein Leben ruinieren.

Und dann gibt es Handlungen, bei denen ist es umgekehrt: Die kurzfristigen Kosten sind gering, aber die langfristigen positiven Effekte können überproportional hoch sein. Ein Buch zu lesen, wäre ein Beispiel dafür. Bücher sind sehr billig in Relation zu der Chance, wie tiefgreifend ein gutes Buch dein Leben verändern kann. Eines der Bücher, die mein Leben am stärksten (positiv) verändert haben, habe ich um ein paar Euro am Flohmarkt gekauft.

Die Konsequenz daraus? Mach keine dummen Sachen. Lies lieber ein Buch.