Das Iron Law of the Market besagt: Ein Angebot, das nicht nützlich ist, wird vom Markt verschwinden.
Oft scheitern Angebote aber gar nicht so sehr daran, dass sie nicht nützlich wären.
Sie scheitern daran, dass sie nicht zugänglich sind.
Das Iron Law of the Market besagt: Ein Angebot, das nicht nützlich ist, wird vom Markt verschwinden.
Oft scheitern Angebote aber gar nicht so sehr daran, dass sie nicht nützlich wären.
Sie scheitern daran, dass sie nicht zugänglich sind.
Unlängst wurde ich unfreiwillig Zeuge von schlechtem Unterricht.
Ein Kind sollte den Unterschied zwischen Silben mit langen Vokalen und Silben mit kurzen Vokalen erkennen. Also: BIE-ne (langer Vokal, dann kurzer Vokal) vs. Pin-gu-in (lauter kurze Vokale).
Die Lehrerin war sehr bemüht und geduldig, das muss man ihr wirklich zugute halten. Aber das Problem war: In ihren Erklärungen haben alle Vokale gleich lang geklungen. Das Kind konnte den Unterschied zwischen den langen und den kurzen Vokalen nicht deutlich genug hören.
Mit anderen Worten: Der Kontrast zwischen den verschiedenen Möglichkeiten war nicht stark genug. Und das Ergebnis: Das Kind hat nichts gelernt, sondern bis zum Ende der Übung nur geraten. Weil es bis zum Schluss die Unterscheidung nicht hinbekommen hat. Für das Kind klang beides gleich.
So geht es übrigens auch unseren Kunden oft, wenn sie versuchen, verschiedene Angebote zu vergleichen. Es sieht nur so aus, als ob unsere Kunden sich nicht die Mühe machen wollten, sich genau zu informieren.
In Wirklichkeit bleibt auch ihnen nichts anderes übrig als zu raten, weil die Unterschiede einfach nicht deutlich genug erkennbar sind.
Die Marktwirtschaft hat eine wunderbare Eigenschaft: Jeder darf mitspielen. Du musst niemanden um Erlaubnis fragen.
Du hast ein gutes neues Angebot? Dann biete es am Markt an! Zeig es her, stell es anderen Menschen vor – und der Markt wird dich belohnen, wenn deine Idee wirklich so gut war, wie du dachtest.
Aber auf das zwanzigste Me-Too-Produkt hat aber niemand gewartet. Mit 08/15 wird der Markt dich eiskalt abservieren.
Die Aufgabe des Unternehmers ist die Innovation, sagt Joseph Schumpeter. Das Bessere. Das Passendere. Das Zugänglichere.
“Me Too” fehlt die Innovationskraft, und deswegen wird “Me too” vom Markt bestraft.
“Me too” ist als Anspruch einfach viel zu wenig.
Kennst du das? Diese eine Sache, die du schon lange machen willst, aber zu der du einfach nie kommst?
Greg McKeown hat eine einfache Lösung:
Los! Worauf wartest du noch?
Unlängst gelernt im Zoo Schmiding:
Ein Gepard hat bei der Jagd eine Erfolgsquote von 50 – 70 %. Damit ist er der erfolgreichste unter allen Raubkatzen.
Ich denke: Im Business geht es uns auch nicht viel anders wie den Raubkatzen bei der Jagd: Der Erfolgreiche hat knapp über 50 % der Zeit Erfolg.
Mehr nicht.
Eine Arbeitshypothese:
Solopreneur:innen wollen in der ersten Zeit nach ihrer Gründung nicht (mehr) beraten werden.
Sie wollen nicht (mehr) gesagt bekommen, was sie tun sollen und was nicht. Sie wollen auch nicht, dass jemand hinterfragt, was sie tun. Sie wollen es sich selbst und den anderen beweisen, dass sie es (allein) schaffen können.
Aber: Sie wollen auf dem neuen Abenteuer ihrer Selbständigkeit lernen und persönlich wachsen. Sie wollen inspiriert werden!
Als Berater habe ich in der Startphase eines Solo-Business kein Leiberl (mehr) – als Impuls-Geber allerdings schon.
Das “fragmentierte Business” ist die vielleicht größte Herausforderung für Solopreneure überhaupt.
Wir entwickeln ein leiwandes neues Produkt, aber es hängt in der Luft, weil es keine Gesamtstrategie gibt, in die es sich einordnen könnte.
Oder vielleicht gibt es sogar sowas wie eine Produkt-Strategie, aber wir scheren uns gerade nicht drum, weil wir dieses neue Produkt für so genial und revolutionär halten, dass wir es einfach machen müssen.
Die besten Solo-Businesses sind “langweilig” in dem Sinn, dass alles seinen Platz hat. Es gibt keine Lücken, und es gibt keine Irrläufer. Eines folgt logisch auf das andere. Es gibt keine Ablenkungen – nicht für die Kund:innen und nicht für den Solopreneur.
Ein gutes Solo-Business wird regelmäßig “defragmentiert” – wie eine Festplatte. Ein gutes Solo-Business ist “sauber”. Diese Sauberkeit ist aber kein Zufall, sondern zeugt von der Meisterschaft eines Solopreneurs im Vermeinden der Fragmentierungsfalle.
[Danke Monika Birkner für dieses wichtige Konzept!]
Ein Vortrag von Veit Lindau darüber, dass wir uns mehr trauen dürfen. Plakativ, stellenweise derb, aber (deshalb) auch sehr einprägsam.
(mehr …)Scham spielt eine große Rolle im Business.
Viele Solopreneur:innen, die Schwierigkeiten im Business haben, die an den Mühen der Ebene verzweifeln, gehen lieber in die Komfortzone einer Anstellung zurück, als sich für den Marsch durch die Wüste einen Lehrer/Helfer/Mentor zu suchen.
Aus Scham, sich und anderen eingestehen zu müssen, dass man es alleine nicht schafft.
Das ist sehr schade.
Unlängst beobachtet im Urlaub an einem Gasthaus bei Salzburg:
Das beste Marketing ist ein gutes Produkt. Das Essen war super, und die experience war rundum leiwand.
Ja, sie haben auch einen coolen Slogan (“Hendl With Care”). Aber der ist nicht spielentscheidend.
Das beste Marketing ist ein gutes Produkt, und die beste Werbung ist der volle Parkplatz.
Unlängst bei mir selbst beobachtet:
Selfcare ist wichtig, besonders für Solopreneur:innen. Weil wir haben ja nur uns, und wer soll denn bitte unser Business führen, wenn nicht wir selbst? Deswegen müssen wir fit und gesund sein, und dafür tragen wir selbst die Verantwortung. Wird uns ja auch immer wieder so gesagt.
Diese oft gut gemeinten Hinweise, auf Selfcare zu achten, sich nicht zu überarbeiten, rechtzeitig und regelmäßig Pausen zu machen usw., haben bei mir zu einem paradoxen Effekt geführt: Aus Sorge, dass ich sonst irgendein mögliches Burnout “übersehe”, mache ich vorsorglich Urlaub, obwohl es mir im Moment rundum gut geht.
Nichts gegen Urlaub, und nichts gegen Urlaub, wenn man nicht schon am Zahnfleisch daher geht. Alles gut. Für Urlaub gibt es keinen “falschen” Zeitpunkt.
Aber meinem eigenen Gefühl über mein derzeitiges Wohlbefinden nicht mehr zu vertrauen, ist Selfcare, die über das Ziel hinausschießt.
Ö3 Frühstück bei mir, 21. Oktober 2018
(mehr …)Beides braucht es in jeder Beziehung – und bei jeder Unternehmung.
Weisheit, um kluge Entscheidungen zu treffen.
Mut, um diese Entscheidenden umzusetzen und durchzuhalten.
[Danke für diesen schönen Gedanken, Sarah Spiekermann!]
Eine Selbständigkeit ist, wie alles im Leben, nicht vorhersehbar.
Aber sie ist gestaltbar.
In diesem Gestaltungsspielraum liegt unsere Chance für unternehmerisches Denken und Handeln.
Und diese Chance sind wir aufgerufen zu nutzen — zum Wohle unserer Kund:innen, und damit letztlich auch für unseren eigenen Erfolg.
[Danke Götz Werner für diese Gedanken.]
Wir sprechen nicht viel über die Misserfolge im Business.
Ja, es gibt die Fuckup Nights. Die sind gut und wichtig. Aber da wird über die spektakulären Misserfolge gesprochen, weil die spannend sind.
Die Mühen der Ebene jedoch, wenn scheinbar nichts weitergeht, wenn alle Bemühungen im Sand zu verlaufen scheinen, wenn die Oase des Erfolgs noch nicht mal in Sichtweite ist – darüber wird sehr selten gesprochen. Weil die Mühen der Ebene sehr unspektakulär sind. Es gibt kein Drama, das eine Schlagzeile hergeben würde.
Aber jedes Mal, wenn ich mit Lifestyle Entrepreneur:innen über die Mühen der Ebene spreche, ist sofort Kopfnicken und Zustimmung. Weil wir alle dieses Gefühl kennen.
Und trotzdem glauben wir oft, wir sind allein auf dem Weg durch die Wüste.
“Long after people forget the details, they’ll remember your kindness.” Seth Godins kurzes Büchlein ist ein Beitrag dazu, was es bedeuten könnte, in einer “Kindness Economy” zu arbeiten und zu leben. Super!
(mehr …)Lifestyle Entrepreneure streben in erster Linie nach Freiheit.
Es dreht sich immer um die Freiheit, aber in verschiedenen Formen und Ausprägungen. Freiheit und immer wieder Freiheit.
Das Streben nach größtmöglicher Freiheit ist das verbindende Element aller Lifestyle Entrepreneure, so unterschiedlich sie sonst auch sein mögen
Du brauchst dich nicht um alles kümmern. Du bist nicht für alle(s) zuständig.
Wähle weise!
Einer der schönsten Aspekte am Marketing: Es gibt ganz, ganz viele verschiedene Wege zum Erfolg.
Aber eines haben die verschiedenen Wege gemeinsam: Es muss wirklich leiwand gemacht sein, und du musst den eingeschlagenen Weg durchhalten.
Meine bittere Erkenntnis: An der ersten Voraussetzung scheitern viele Solopreneur:innen, und an der zweiten scheitert dann der Rest.
Leidenschaft und Geduld, mehr braucht es im Marketing nicht. Aber auch nicht weniger.
Eine Kundin, die dir genau sagen kann, warum dein Angebot nicht passt für sie, ist mindestens so wertvoll wie ein Kunde, für den dein Angebot passt wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge.
Wir definieren unser Business nämlich nicht nur über unsere Wunschkund:innen (= unsere Fans), sondern auch anhand der Personen, die wir niemals als unsere Kund:innen gewinnen werden (= die Fans unserer Konkurrenz).