Tag#LifestyleBusiness

Köder, Fisch und Angler

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Eine alte Marketing-Weisheit lautet: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. 

Was für ein Blödsinn!

In unseren digitalen, hochkompetitiven und “lauten” Märkten gilt: Der Köder muss so gut sein, dass ihn der Angler auch selbst essen würde!

Nachdenken, entscheiden, tun

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Es gibt in deinem Business grundsätzlich drei Dinge zu tun:

  1. Nachdenken
  2. Entscheiden
  3. Umsetzen

Meine Beobachtung: Wenn du das Gefühl hast, du trittst auf der Stelle, dann hör auf, dir dein Hirn zu zermartern oder gschaftig zu sein .

Kümmere dich zuerst um die Entscheidungen, die (längst) getroffen werden wollen.

Mein Podcast ist werbefrei

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Das sagst du, so lange du glaubst, dass eh niemals irgendwer bei dir Werbung schalten würde.

Es ist leicht, sowas zu versprechen, wenn du eh nicht glaubst, dass jemals irgendjemand danach fragt.

Aber wenn dann plötzlich doch eine Werbe-Anfrage reinkommt…

Was machst du dann?

Zu wenig Arbeit

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Geoff Burch sagt: Wenn ein Solo-Business nicht rund läuft, dann ist der häufigste Grund: zu wenig Arbeit.

Gemeint ist: Zu wenig bezahlte Arbeit. Zu wenig Aufträge. Zu geringe Auslastung. Zu wenige Kunden.

Seine Lösung: Ask people to buy something.

Das fällt in die Kategorie “boring advice“, macht seinen Gedanken aber nicht weniger richtig.

Product first

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Es ist unsere Kern-Aufgabe als Unternehmer:innen, für gute Angebote am Markt zu sorgen. 

Das ist unsere Rolle in der Marktwirtschaft. Dafür sind wir da, dafür werden wir gebraucht.

Alles andere (Marketing, Finanzen, Kundenbetreuung) sind nachgelagerte (unterstützende) Tätigkeiten.

Alles beginnt (und fällt) mit unseren Produkten.

Dein Traum

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Träume sind wichtig  

Und du brauchst jemanden, der deine Träume ernst nimmt  

[Danke für diesen Gedanken Barbara Sher, die heute 90 Jahre alt geworden wäre.]

Zu viel gratis?

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Bestimmte Dinge werden bei dir gratis sein, für andere Dinge wird man bezahlen müssen, wenn man sie von dir haben will.

Es genügt, wenn du glasklar hast, was was ist.

Don’t be afraid of giving something away for free – as long as you’ve got something else to sell.

Controlling für Solopreneure

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Meine Hypothese: Die meisten Solopreneure beschäftigen sich erst mit ihren Zahlen (ihrer Liquidität, ihrem Gewinn, ihrer Kalkulation), wenn sie das Gefühl haben, es läuft nicht rund.

Das ist wie beim Arzt: Die meisten gehen erst hin, wenn sich der Schmerz nicht mehr ignorieren lässt.

Natürlich ist das nicht gescheit. Natürlich wäre es besser, sie hätten ein Controlling-System mit einfachen Kennzahlen, die ihnen rechtzeitig zeigen würden, wenn etwas in die falsche Richtung läuft.

Und so ein Controlling-System wäre auch gar nicht so schwer aufzusetzen. Das könnte ein Unternehmensberater in einer einzigen Session zusammenstellen.

Aber: So ein Angebot würde, glaube ich, kaum wer in Anspruch nehmen.

Weil: Diejenigen, die erkennen, dass Controlling wichtig ist, haben sowas eh schon. Und diejenigen, die sich mit ihren Zahlen erst beschäftigen, wenn’s gar nicht mehr anders geht, die brauchen kein Controlling, sondern eine Not-Operation.

Ernste Dinge

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Marketing hat Ernst-Charakter.

Du musst das Thema Marketing schon ernst nehmen. Die Frage, wie du mit den Menschen in Beziehung treten wirst, für die du da sein willst, ist eine der wichtigsten in deinem Business.

Die ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Frage bist du deinem Business schuldig – und letztendlich auch dir selbst.

Sonst nimmst du deine Verantwortung nicht wahr. Sonst gibst du nicht dein Bestes. 

Digitale Schmerzen

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Es gibt sehr viele Menschen da draußen, die leiden. Es sind echte Schmerzen, die sie auf sich nehmen in ihrer Arbeit, in ihrem Business, in ihren Beziehungen, in ihrem Leben.

Diese Schmerzen kannst du wahrnehmen. Und wenn du spürst, dass dir einige dieser Schmerzen nicht wurscht sind, sondern sie dein Herz berühren – dann darfst du dich fragen, ob du die Kompetenz hast und die Kraft aufbringen willst, diese Schmerzen zu lindern,

Aber Achtung: Du kannst nicht alle Schmerzen der Menschen auf eine Schultern nehmen. Das ist auch gar nicht notwendig. Fokussiere auf die, die dich wirklich berühren.

Und dann mach ein Business draus oder auch nicht – auf jeden Fall wirst du Purpose spüren.

Die Erkenntnisse liegen auf der Straße

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Es gibt nichts Besseres, als mit seinen Kunden in ein offenes, absichtsloses Gespräch zu kommen.

Meistens haben die Kunden nämlich was zu sagen, das für uns ziemlich interessant wäre. Aber sie wollen gefragt werden. Sie drängen uns ihre Beobachtungen, ihre guten Tipps oder kleinen Verstimmungen nicht auf.

Wenn wir es schaffen, ihnen offen und ehrlich zuzuhören, ohne gleich alles persönlich zu nehmen, dann hätten wir uns eine reichhaltige Quelle an insights erschlossen.

Aber leider… Wir führen solche Gespräche oft lieber nicht. Weil wir Angst vor der Antwort haben. Weil wir etwas hören könnten, das wir gar nicht hören wollen. Weil dadurch kurzfristig unsere Laune vergällt sein könnte.

Ewig schade um den Schatz an Erkenntnissen, der in solchen Gesprächen liegen würde.

Keine Wirkung ohne Klarheit

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Wovon ich fest überzeugt bin:

Marketing ist eine komplette Zeitverschwendung, wenn dir die innere Klarheit fehlt, was du mit deinem Business eigentlich erreichen willst.

Formel-1-Fahrer

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Wenn ein Rennfahrer bei einem Rennen mitfährt, dann wird er sich denken: Ich will heute gewinnen! Selbst, wenn er in der letzten Startreihe steht.

Ich glaube, keiner der Fahrer tritt an, um einfach nur dabei zu sein. Um eine ruhige Kugel zu schieben. Um halbwegs unbeschadet durchs Rennen zu kommen.

Auch, wenn nur einer der Sieger sein kann, haben trotzdem alle den Anspruch: Ich fahre, um zu gewinnen.

Jeder will gewinnen. Bis das Rennen vorbei ist.

Und genau mit diesem Anspruch sollten wir auch an unser Solo-Business herangehen: Mitspielen, um zu gewinnen.

It might not work

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Jede wichtige Arbeit might not work. Seth Godin meint sogar: Je bedeutender die Aufgabe, desto mehr kann schief gehen.

Die wirklich wertvollen Tätigkeiten (im Business, im Leben) sind die, denen ein gewisses Risiko innewohnt, dass sie (total) schief gehen können..

Für die sichere Bank hast du wenig Lohn zu erwarten.

Orientierungslos

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Es ist essenziell wichtig, dass du ganz genau weißt, was du von deinem Business willst (Stichwort: Innere Positionierung).

Sonst schleudert dir der Markt alle möglichen Ideen um die Ohren. 

Und du irrst hilflos herum wie im November-Nebel.

Lifestyle-Teilzeit

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Verlässlich wie ein Uhrwerk kommt sie immer wieder – die Diskussion über Menschen, die “nur” Teilzeit arbeiten.

Heuer lautet die Überschrift „Lifestyle-Teilzeit”. Der Begriff ist polemisch und unterstellt:

  • dass jemand bewusst weniger arbeitet, obwohl er oder sie könnte,
  • nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Komfortgründen (z. B. für mehr Freizeit, Reisen, Hobbys, Balance).

Der Gedanke dahinter: Wenn viele Menschen freiwillig weniger arbeiten („Lifestyle-Teilzeit“), zahlen sie auch weniger in das Sozial- und Pensionssystem ein – profitieren aber weiterhin voll davon. Das empfindet z.B. die Landeshauptfrau von Niederösterreich als nicht fair gegenüber denjenigen, die voll arbeiten und mehr einzahlen.

Aus dieser Sicht ist Vollzeitbeschäftigung “richtige” Arbeit und Teilzeit “weniger wert” oder gar “Trittbrettfahrerei”. Das ist problematisch, weil:

  • immer mehr Menschen berechtigterweise eine bessere Balance zwischen Arbeit und Leben suchen (Stichwort: New Work, Sinnsuche, mentale Gesundheit)
  • viele strukturelle Probleme (z. B. mangelnde Kinderbetreuung, schlechte Arbeitsbedingungen) hinter Teilzeit stecken, die damit ignoriert werden
  • und es sich in einigen Branchen gar nicht “auszahlt”, mehr Stunden zu arbeiten, weil das höhere Gehalt durch Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer weitgehend aufgefressen wird.

Plus: Zum Lebensmodell vieler Solopreneure, Gründer:innen oder Kreativer gehörte es, bewusst in reduzierteren, selbstbestimmteren Arbeitsformen leben – oft mit viel Eigenverantwortung, aber eben auch mit viel weniger Sicherheit. Diese unternehmerische Entscheidung scheint mir bei der „Lifestyle-Teilzeit“-Diskussion überhaupt nicht mitbedacht.

Aber was mich am meisten stört: Statt dass Politiker:innen ihre Verantwortung wahrnehmen und ernsthaft über eine Anpassung des Sozial- und Pensionssystems reden, wird die Verantwortung zur Rettung des Sozialstaats auf die Bevölkerung geschoben. Dieses Muster, die Einzelnen als Schuldige hinzustellen, anstatt an den wirklich großen Hebeln anzusetzen, finde ich immer wieder – und es ist extrem zynisch.

Ich bleibe ein Lifestyle Entrepreneur, und ich bin stolz darauf, dass ich mein Lebensmodell nicht meinem Geschäftsmodell unterordnen muss. Ich erkläre der Frau Landeshauptfrau auch gerne, warum wir mit “Lifestyle Entrepreneurship” als Gesellschaftsmodell weiter kommen würden als mit dem irrigen Ziel, ganz Österreich in Vollzeitbeschäftigung zu bekommen.

Ich fürchte aber, dass sie meine Argumente nicht wirklich interessieren.

Arbeitsam

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Bruce Springsteen sagt über sich selbst: “I’m a better man when I’m working,”

Ich glaube, das gilt auch für mich. Es ist ein guter Tag, wenn ich das Gefühl habe, dass ich was geschafft habe.

“I feel like I’ve got plenty of work left in me”, sagt Springsteen weiter. Wäre schön, wenn ich mit 74 das auch sagen könnte.

Das würde nämlich bedeuten, dass ich bis ans Ende meiner Tage gute Tage haben werde.