Tag#LifestyleBusiness

Stolze Kunden

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Eine Gründerin hat mir unlängst erzählt, was ihr besonders taugt an den Workshops, die sie veranstaltet:

Dass die Teilnehmer:innen am Ende stolz darauf sind, was sie geschafft haben.

Kund:innen, die stolz nach Hause gehen, sind wahrscheinlich die beste Werbung.

AI First

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Der CEO von Shopify, Tobi Lütke, fordert seine Mitarbeiter:innen zur KI-Nutzung auf und verlangt eine Rechtfertigung, warum KI bestimmte Aufgaben nicht übernehmen kann, bevor neue Stellen besetzt werden.

Überleg dir mal kurz, ob so eine konsequente AI-First-Strategie nicht auch für dein Solo-Business eine ziemlich gute Idee sein könnte?

[Danke Martin Schmidt für diesen Hinweis – und alles Gute zum Geburtstag!]

Durchschnittlich unsichtbar

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Spannender Gedanke aus “The Dip” von Seth Godin:

Average feels safe, but it’s not. It’s invisible.

Im Gegensatz zur Schule wird Durchschnittlichkeit am Markt nicht belohnt, sondern bestraft. Wer durchschnittlich am Markt agiert, bekommt nicht auch durchschnittlich viel vom Kuchen – er bekommt gar nichts.

Wenn du auf einen Markt gehst, um safe zu spielen, dann kann es sein, dass dich der Markt mit Haut und Haaren verschluckt.

Seth Godin: The Dip (2007) 📙

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Seth Godin fordert uns auf, die besten der Welt zu werden — oder es bleiben zu lassen. Regt zum Nachdenken an, aber die Frage “Dranbleiben oder aufhören?” ist in der Praxis alles andere als eindeutig zu beantworten. 

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Der Wochenplan

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Unlängst habe ich mit meiner Frau darüber geredet, dass die Volksschule unserer Kinder viel besser ist als die Volksschule zu unserer Zeit.

Es wird viel mehr unternommen, es gibt viel mehr Abwechslung, und die Lehrerinnen bemühen sich wirklich sehr, eine förderliche Lernatmosphäre für alle Kinder zu schaffen.

Um einen Aspekt beneide ich meinen Sohn in der dritten Klasse besonders: Er arbeitet mit Wochenplänen. Die Kinder wissen, was ihre Aufgaben für die jeweilige Woche sind, und sie können sich selbst einteilen, wann sie an welchen Aufgaben arbeiten.

Ich glaube, mir als Volksschüler hätten diese Freiheit und Selbstbestimmung ur getaugt. Und es wäre vielleicht eine Möglichkeit gewesen, schon viel früher zu erkennen, dass die Selbständigkeit eine sehr geeignete berufliche Option für mich sein könnte.

Ordnung und Chaos

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In einem Lifestyle Business wechseln einander Phasen der Ordnung (Klarheit) und Phasen des Chaos ab.

Das ist ganz normal. Das geht jedem so. Denn so entwickeln sich Systeme (wie dein Lifestyle Business) weiter.

Wenn du das Gefühl hast, dass in deinem Business endlich alles auf Schiene ist, dann liegt in dieser Klarheit bereits die Saat für neue Probleme (= das nächste Chaos) begraben.

Aber das ist nichts, was du verhindern könntest Dein Lifestyle Business entwickelt sich zyklisch weiter:

Chaos → Ordnung → Chaos → Ordnung …

Der ewige Kreis.

Das Ziel vor Augen

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Admira Wacker strauchelt im Kampf um die Meisterschaft gerade etwas.

Trainer Thomas Silberberger sagt dazu: “Die Mannschaft hat Angst etwas zu verlieren, was sie noch gar nicht hat.”

So geht es auch vielen Solopreneuren, die mit ihrem Business gerade in einer schwierigen Phase sind: Wenn die Angst das Ruder übernimmt, geht die Leichtigkeit verloren.

Im Kopf baut sich ein Druck auf, der – von außen gesehen – vielleicht gar nicht nötig wäre. Aber aus Angst, das zu verlieren, was bisher den Erfolg gebracht hat, werden die Aktionen immer verkrampfter.

Das Trainerteam der Admira wird versuchen, den Spielern Druck zu nehmen und sie auf ihre Stärken zu besinnen. Es wird versuchen, “die Köpfe frei zu machen” von Sorgen über Dinge, die noch gar nicht passiert sind.

Bei guten Fußballtrainern geht es genau wie bei guten Coaches und Berater:innen oft einfach darum, dafür zu sorgen, dass sich talentierte Menschen ein bisschen weniger selbst im Weg stehen.

Der Traum trägt nicht

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“Ich folge meinem Traum, aber der trägt mich finanziell nicht.”

Das ist eine der großen, verbindenden Herausforderungen von ganz, ganz, ganz vielen Lifestyle Entrepreneur:innen.

Unglücklich im Job

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Unlängst habe ich mich mit jemandem unterhalten, der sehr unglücklich in seinem Job ist.

Der Grund: Das Unternehmen, in dem er arbeitet, serviciert die Kund:innen nicht optimal. Er hat das Gefühl, dass die Kunden oft Leistungen bekommen, die sie eigentlich gar nicht brauchen oder dass sie Leistungen verkauft bekommen, die sie aber nie abrufen.

Er findet, dass das viel besser ginge. Er findet, dass es sich auszahlen würde, die Kund:innen besser zu beraten und passendere Angebote für sie zu entwickeln. Das würde zu zufriedeneren Kund:innen führen und im Endeffekt auch zu mehr Umsatz.

Aber in seinem derzeitigen Job scheinen diese Veränderungen nicht möglich zu sein. Er leidet darunter, dass er wüsste, wie es besser ginge, sich aber in seinem Unternehmen niemand dafür zu interessieren scheint.

Was für eine wunderbare Motivation, sich selbständig zu machen und zu zeigen: Leute, ich kann es besser!

Mit Leidenschaft am Werk

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Die Welt ist voll von Apathie.

Jemand, der aus Leidenschaft handelt, weil er seinen Purpose kennt, der ragt heraus. Dem hört man gerne zu, dem folgt man gerne nach.

Dinge, die du aus Leidenschaft tust, unterscheiden dich von anderen. Die machen dich einzigartig und unterscheidbar, weil jeder Mensch für andere Dinge Leidenschaft empfindet.

Wenn man Menschen mit der gleichen Leidenschaft trifft, entsteht dadurch eine starke Verbindung. Diese Menschen teilen das gleiche Why, auch wenn das How und What vielleicht unterschiedlich sind.

Hektisches Zähneputzen

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Wenn du eine elektrische Zahnbürste hast, dann hat es keinen Sinn, wenn du mit der Zahnbürste wie wild in deinem Mund herumfuchtelst. Es reicht, wenn du ganz ruhig, aber konsequent, die Zahnbürste an jeden einzelnen Zahn hinhältst. Ein paar Sekunden lang, und dann ist der nächste Zahn dran. Bis alle Zähne durch sind.

Dein Lifestyle Business ist auch nicht viel anders als Zähneputzen.

Nichts wird besser, wenn du wie wild herumruderst.

Der strengste Chef

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Ich merke immer wieder: Mein Denken ist sehr Defizit-orientiert. Zumindest gegenüber mir selbst, bei anderen Menschen bin ich viel großzügiger.

Das hat ein paar Vorteile (z.B. treibt es mich an, besser zu werden), aber auch viele Nachteile. Einer davon: Ich kann mich über kaum was freuen, weil ich immer im Auge habe, was noch fehlt.

Die Frage ist: Will der Mitarbeiter in mir so einen Chef haben? Will ich für so jemanden arbeiten? Wer würde für so jemanden arbeiten wollen?

Kann sein, dass der Chef in mir mal zur Personalentwicklung müsste.

Der Zeit-Geld-Trade-off

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Bei vielen Lifestyle Entrepreneuren sind (Frei-)Zeit und Einkommen ein Trade-off.

Wer weniger Stunden arbeiten möchte, verzichtet auf Einkommen. Wer sein Einkommen erhöhen möchte, wird das auf Kosten der Zeit für Familie, Freunde, Hobbys etc. tun müssen.

Ja, es gibt die Leute, die von Skalierung, Automatisierung und Passivem Einkommen reden und dir weiß machen wollen, dass du damit dem Zeit-Geld-Trade-off entkommst.

Das kannst du meistens vergessen – jedenfalls in der Gründungs- und Startphase. Dein Einkommen wird (auch) ein Ergebnis deiner eingesetzten Zeit sein. Punkt.

Oder, anders formuliert: Wenn du gut verdienst, dann behalte die (persönlichen) Kosten im Auge, die du für dieses Einkommen zahlst.

Bemühen

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Ich will meinen potenziellen Kund:innen nicht auf die Nerven gehen. Ich will ihnen nichts andrehen, und ich will sie zu nichts überreden.

Aber ich werde versuchen, ihnen den Nutzen meiner Angebote so gut ich nur irgendwie kann zu erklären.

Und: Ich will mich intensiv um sie bemühen.

Betriebs-Rat gesucht

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Hinter den Kulissen meines Solo-Business tobt gerade eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem Chef in mir und dem Mitarbeiter in mir. Es geht um die kommenden Osterferien.

Der Mitarbeiter in mir hätte gerne frei. Er sagt, dass nach vielen FH-Lehrveranstaltungen und viel Arbeit in leiwand.business er sich ein paar freie Tage redlich verdient hätte. Ich habe ihn hinter vorgehaltener Hand andernfalls schon Streikdrohungen murmeln gehört.

Der Chef in mir sieht die ruhigen Tage in der Karwoche als ideale Gelegenheit, lange liegengebliebene und (tatsächlich!) sehr wichtige Projekte anzugehen. Er findet, dass mir das Faulenzen in Wirklichkeit eh keinen Spaß macht und ich mich lieber mit leiwanden Zukunftsprojekten beschäftigen sollte.

Die Diskussion ist hitzig, und aktuell gibt es noch keinen eindeutigen Favoriten. Ich verstehe beide.

Mal sehen, wer sich diesmal durchsetzen wird.

Klicktipp

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Ich mache bei einer Online-Tipprunde mit. Wir tippen jede Woche die Ergebnisse der 2. österreichischen Fußball-Bundesliga (wo mein Lieblingsverein Admira Wacker spielt).

Ich liege dort aktuell auf dem zwölften Platz von 47 Teilnehmer:innen. Das finde ich respektabel.

Mein Erfolgsgeheimnis ist einfach: Ich tippe zwar nicht besonders gut, aber ich tippe regelmäßig. Ich habe, seit ich mitspiele, noch keine einzige Runde versäumt.

Ich bin mir sicher, dass hinter mir viele Mitspieler:innen liegen, die viel bessere Tipps abgeben als ich. Aber ich sammle jede Runde meine Pünktchen, während sie in manchen Runden vergessen zu tippen und gar keine Punkte bekommen.

Mit Beharrlichkeit kann man einiges an fehlender Kompetenz wettmachen.

A Complete Unknown

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Aus dem Film “A Complete Unknown” über den jungen Bob Dylan habe ich mir folgenden Satz mitgenommen:

Du kannst schön sein oder hässlich,
aber du darfst nicht durchschnittlich sein.

Wenn man den Film mit einem Satz zusammenfassen wollte, wenn man das “Theme” dieses Films auf den Punkt bringen wollte, dann wäre es wohl das.

Zu zweit

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Zu zweit zu gründen hat viele Vorteile, aber es hat auch einige Nachteile.

Welche Vorteile und welche Nachteile es konkret hat, kann ich dir aber leider nicht sagen. Das hängt nämlich von deiner Persönlichkeit und der deines Business-Partners ab.

Aber eines kann ich dir versichern: Du musst deinen Business-Partner wirklich, wirklich mögen.

Sonst wird das nix.