Tag#Marketing

Nobody wants to read your sh*t

N

Sagt Steven Pressfield. Nicht, weil die Menschen gemein zu dir sind, sondern weil sie einfach sehr viel zu tun haben.

Was zunächst furchtbar deprimierend klingt, ist bei genauerer Betrachtung sehr befreiend.

Weil: Wenn du davon ausgehst, dass grundsätzlich niemandem interessiert, was du schreibst, dann musst du dich besonders anstrengen, damit es doch jemand liest.

Du schreibst nur, was wirklich relevant ist. Du schreibst kurz, klar, verständlich. Und du fragst dich bei jedem Satz: „Ist das hilfreich für meinen Leser, oder stehle ich ihm damit nur seine wertvolle Lebenszeit?“

10x

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Der Unterschied zwischen 10% besser und 10x besser ist wie der Unterschied zwischen Tag und Nacht.

“Ein bisschen besser” holt niemanden hinterm Ofen hervor. “Ein bisschen besser” motiviert niemanden, zu deinem Angebot zu wechseln. “Ein bisschen besser” wird oft nicht mal wahr genommen.

“Gewaltig besser” ist der Weg, um Kunden klar zu machen: Mein Angebot ist nicht 08/15. Bei mir bekommst du den Unterschied, der wirklich einen Unterschied für dich machen wird.

Nützliches Statusdenken

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Statusdenken im Business zu berücksichtigen, ist extrem wichtig. Letztenendes dreht sich alles um unseren Status, unser Image in der Gruppe, unseren Platz in der Hierarchiepyramide.

Ziel wäre, das eigene Statusdenken als Solopreneur ganz zurück zu stellen und sich voll und ganz auf das Statusstreben der Kunden zu konzentrieren. Statussignale werden in dem Fall nur dann gesetzt, wenn es dem Kunden hilft.

Beispiel: Ein teuer eingerichtetes Wartezimmer bei einer Ärztin hilft dem Patienten, an die Kompetenz des Arztes und die Wirksamkeit der Behandlung zu glauben. Es dient nicht dazu, dem Ego der Ärztin zu schmeicheln.

Warteschleife

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Eine schlaue Beobachtung von Stefanie Kneisz:

Viele Unternehmer*innen warten, dass jemand reagiert. Sie warten, dass jemand auf ihre Website kommt. Alles ist vorbereitet – und sie warten.

„Mein Gott, man wird mich schon finden.“ Nein, niemand wird dich einfach so finden.

Wer wartet, verliert.

Am Markt willkommen

A

Wer am Markt willkommen ist, braucht sich keine großen Gedanken über Marketing etc. machen. Es reicht, den Stein ins Rollen zu bringen.

Wer am Markt willkommen ist, rollt seinen Stein bergab.

Über sich selbst schreiben

Ü

Ich beobachte immer wieder, wie schwer sich Gründer*innen tun, die „Über mich“-Seite ihrer Website zu schreiben.

Über sich selbst zu schreiben, ist viel schwieriger, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Wer kennt einen besser als man selbst, also wer sollte besser geeignet sein, über sich selbst zu schreiben?

Das Gegenteil ist der Fall. Selbst sehr geschickte Texter*innen tun sich zehnmal leichter, über andere zu schreiben als über sich.

Obwohl wir bereits unser gesamtes Leben mit uns verbringen, wissen wir im Grunde nichts über uns. Kein Wunder, dass wir dann auch nicht die richtigen Worte finden.

Da ist es meist besser, die „Über mich“-Seite von jemand anderen schreiben zu lassen. Das kommt unserem öffentlichen Ich viel näher als das, was wir dafür halten.

Verkaufen heißt, entscheiden helfen

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Thomas Saliger sagt: “Ein guter Verkäufer trifft für den Kunden auch mit die Entscheidung.“

Oft ist das größte (und letzte) Hindernis zwischen dem Jetzt und dem zukünftigen Erfolgserlebnis eine Entscheidung, deren Zeit nun gekommen ist.

Wer bei dieser letzten Entscheidung helfen kann, wird nie als aufdringliche Verkäuferin wahrgenommen werden.

Im Gegenteil: Die Kund*innen werden dankbar dafür sein, dass sie den Kauf ermöglicht hat.

Wertversagen

W

Ein Wort, das mir in der Früh im Halbschlaf eingefallen ist.

Es meint ein typisches Problem von Solopreneuren: Es nicht zu schaffen, in den Augen der Kund:innen ein genügend wichtiges Problem zu lösen und damit genügend Wert zu erzeugen, damit sich die Kund:innen gerne von ihrem Geld trennen.

Verkaufen

V

Unlängst in einem Podcast gehört: “Du solltest kein Unternehmen aufsetzen, wenn du nicht bereit bist, verkaufen zu lernen.”

Ich finde, da ist was dran. Es geht nämlich nicht darum, dass du verkaufen kannst, sondern darum, dass du bereit bist, es zu lernen.

Empfehlungen

E

Ich kann nur empfehlen, was ich verstanden habe.

Wenn du mir nicht mit einfachen und klaren Worten sagen kannst, was du mit deinem Lifestyle Business genau machst, welche Probleme du konkret löst und welche Hilfe ich genau von dir haben kann… wie soll ich es mir dann merken?

Und wie soll ich in dem Moment, in dem ich dich weiterempfehlen könnte, in Sekundenschnelle dein Angebot korrekt abrufen, wenn ich es in Wahrheit nie ganz verstanden habe?

Es wird nicht klappen.

Indem wir zu kompliziert sind, vergeben wir uns viele Chancen.

Andere Antworten

A

Glaub nicht, dass die Antworten, welche die anderen haben, elaborierter sind als deine eigenen.

Meistens plappern die anderen nur etwas nach, ohne viel darüber nachgedacht zu haben, ob das wirklich stimmt.

Die meisten haben Respekt vor einer fundierten, recherchierten und durchdachten Antwort.

Trau dich, solche Antworten zu liefern.

USP

U

Eine USP ist nur dann eine USP, wenn sie von den Kund*innen auch als solche erkannt wird. Die Kund*innen müssen die vermeintliche Einzigartigkeit eines Unternehmens auch als Einzigartigkeit wahrnehmen!

In Wahrheit definieren wir Lifestyle Entrepreneure also nicht selbst unsere USP, sondern unsere Kund*innen “verleihen” uns eine USP – und sei es nur, weil sie sonst niemand vergleichbaren kennen oder sie die Konkurrenzangebote noch nie ausprobiert haben.

Es kann also gut sein, dass unsere eigene Wahrnehmung unserer USP sich erheblich unterscheidet von dem, was unsere Kund*innen als USP wahrnehmen.

Die Wahrheit liegt in dem Fall aber eindeutig bei den Kund*innen!

Feig

F

Das Angebot, das du auf deiner Website präsentierst…

Die Art und Weise, wie du beschreibst, was du tust…

Die Kompromisse im Design, die du eingehst…

Warum ist das alles so, wie es ist? Ist es deswegen, weil du auf diese Art und Weise deinen Kund*innen am besten helfen kannst? Weil sie auf diese Art am besten verstehen, worum es dir geht und was deine Angebote für sie leisten können?

Oder ist es doch eher so, dass du versuchst, möglichst vielen zu gefallen, möglichst niemanden zu verstören – und du im Grunde zu feige bis auf den Punkt zu bringen, wofür du stehen würdest, wenn du keine Angst hättest?

Kaiser

K

Jedes Unternehmen hat ein Problem, das es einfach nicht gelöst bekommt.

Wenn du daher kommst und dieses Problem lösen kannst, dann bist du der Kaiser.

Social Listening

S

Habe ich kürzlich von einer Gründerin gelernt: “Social Listening” nennt man es, wenn man Social Media zur Marktforschung verwendet.

Welche Themen, Produkte und Probleme werden in Social Media besprochen? Worüber wird geredet, worüber diskutiert, worüber gestritten? Und in welchem Umfang?

Und: Mit welchem “sentiment” wird darüber geredet? Eher positiv oder eher negativ?

Social Listening finde ich spannend. Zumal ich generell meine, dass es uns Unternehmer*innen gut täte, viel mehr zuzuhören als selbst zu reden.

Fisch und Angler

F

Die alte Weisheit im Marketing: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Aber, mindestens genauso wichtig für das Marketing von uns Lifestyle Entrepreneuren: Die Angel muss zum Angler passen.

Soll heißen: Wir müssen für unser Marketing die Tools, Kanäle und Medien, die zu uns passen, bewusst auswählen.

Transaktionale Beziehungen

T

Wir halten es schlecht aus, wenn wir von jemandem etwas bekommen, aber nicht wissen, was er/sie dafür von uns will.

Transaktionale Beziehungen (also Beziehungen, die auf Geben und Nehmen beruhen), verstehen wir. Mit denen können wir umgehen. Wir wissen z.B., dass wir jedes Geschenk, das wir von einem Händler bekommen, auf die eine oder andere Weise wieder bezahlen werden oder bereits bezahlt haben.

Womit wir uns schwer tun, sind Beziehungen, wo die Transaktionalität nicht so klar ist. Was will jemand von uns, von dem wir was bekommen, der aber nie etwas dafür verlangt? Wie gehen wir mit jemand um, die scheinbar selbstlos gibt und gibt und gibt? Können wir ihr wirklich vertrauen?

Beziehungen, die gar keine Form von Transaktion, keine Form von Leistung und Gegenleistung ermöglichen, halten wir schlecht aus. Das sollten gerade wir Lifestyle Entrepreneure uns vor Augen halten: Es ist sehr löblich, wenn wir unseren potenziellen Kund*innen großzügig geben. Aber wenn wir dafür nie irgend etwas als Gegenleistung verlangen, werden sie früher oder später misstrauisch werden.

Nichts zu verlangen hilft niemandem.

Beratung > Verkauf

B

In den Apple Stores finden keine Verkaufsgespräche statt, nur Beratungsgespräche. Die Kund*innen in den Apple Stores werden ganz bewusst nie zu einem Kauf, zu einem Zusatzkauf, zu einem Upgrade o. Ä. überredet oder gar gedrängt.

Apple Stores sind die profitabelsten Stores der Welt. (Quelle)