Tag#Marketing

Fisch und Angler

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Die alte Weisheit im Marketing: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Aber, mindestens genauso wichtig für das Marketing von uns Lifestyle Entrepreneuren: Die Angel muss zum Angler passen.

Soll heißen: Wir müssen für unser Marketing die Tools, Kanäle und Medien, die zu uns passen, bewusst auswählen.

Transaktionale Beziehungen

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Wir halten es schlecht aus, wenn wir von jemandem etwas bekommen, aber nicht wissen, was er/sie dafür von uns will.

Transaktionale Beziehungen (also Beziehungen, die auf Geben und Nehmen beruhen), verstehen wir. Mit denen können wir umgehen. Wir wissen z.B., dass wir jedes Geschenk, das wir von einem Händler bekommen, auf die eine oder andere Weise wieder bezahlen werden oder bereits bezahlt haben.

Womit wir uns schwer tun, sind Beziehungen, wo die Transaktionalität nicht so klar ist. Was will jemand von uns, von dem wir was bekommen, der aber nie etwas dafür verlangt? Wie gehen wir mit jemand um, die scheinbar selbstlos gibt und gibt und gibt? Können wir ihr wirklich vertrauen?

Beziehungen, die gar keine Form von Transaktion, keine Form von Leistung und Gegenleistung ermöglichen, halten wir schlecht aus. Das sollten gerade wir Lifestyle Entrepreneure uns vor Augen halten: Es ist sehr löblich, wenn wir unseren potenziellen Kund*innen großzügig geben. Aber wenn wir dafür nie irgend etwas als Gegenleistung verlangen, werden sie früher oder später misstrauisch werden.

Nichts zu verlangen hilft niemandem.

Beratung > Verkauf

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In den Apple Stores finden keine Verkaufsgespräche statt, nur Beratungsgespräche. Die Kund*innen in den Apple Stores werden ganz bewusst nie zu einem Kauf, zu einem Zusatzkauf, zu einem Upgrade o. Ä. überredet oder gar gedrängt.

Apple Stores sind die profitabelsten Stores der Welt. (Quelle)

Pain vs. gain

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Pain-Kommunikation: Ich zeige dir, wie du etwas, das du hast, aber nicht willst, los wirst. Beispiel: Ich zeige dir, wie du miese Kund*innen los wirst. Unbelegte Hypothese: Besonders Frauen sprechen auf diese Art der Kommunikation an.

GainKommunikation: Ich zeige dir, wie du etwas bekommst, das du willst, aber nicht hast. Beispiel: Ich zeige dir, wie du nur noch mit deinen Wunschkund*innen arbeitest. Unbelegte Hypothese: Das passt besonders gut für Männer.

Wo anfangen?

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Die meisten Content-Marketer fragen sich: Wo ist meine Zielgruppe? – und erstellen dann Content danach.

Das ist unter Umständen der falsche Zugang. Wahrscheinlich ist es am Anfang besser, dort zu starten, wo du dich am wohlsten fühlt. Wenn du gerne redest, dann nimm einen Podcast auf. Wenn du gerne schreibst, dann schreib einen Blog. Wenn du gerne auf der Bühne stehst, dann nimm Youtube-Videos auf.

Das ist der Lifestyle Entrepreneur-Zugang: Er ist “egoistisch”, nicht opportunistisch – auch nicht richtiger oder falscher. Es muss zuerst für dich passen, sonst kannst du es nicht durchhalten. Du kannst “the long game” nur spielen, wenn das Spiel zu dir passt.

Was nicht heißt, dass du im Verlauf des Spieles nicht deine Kompetenzen erweitern und auch auf andere Spielfelder wechseln kannst. 

Such-basierte vs. Feed-basierte Plattformen

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Such-basierte Plattformen

  • z.B. Google, Youtube, (Podcasts, Blogs)
  • Nutzer suchen aktiv nach Inhalten, die sie interessieren.
  • Diese Plattformen sind dafür optimiert, dass gute und relevante Informationen leicht gefunden werden.
  • Reichweite bekommt, wer gute und relevante Inhalte liefert. Wobei es schon auch Werbung gibt, um Inhalte zu „pushen“.
  • Inhalte auf diesen Plattformen bleiben weiterhin auffindbar. Ein Video von vor 5 Jahren wird auf Youtube genauso leicht gefunden und genauso gerne angezeigt wie ein Video von gestern. Diese Plattformen belohnen sogar Evergreen-Content.
  • Diese Plattformen wird es auch in Zukunft geben; Menschen werden immer nach Antworten suchen.
  • Es ist für Content Creator, die „the long game“ spielen, schlau, in diese Plattformen zu investieren.

Feed-basiere Plattformen

  • z.B. Facebook, Instagram, Twitter
  • Ein Algorithmus wählt aus, welche Inhalte den Nutzern„ausgespielt“ werden. Die Nutzer haben praktisch keinen Einfluss darauf, welche Inhalte ihnen angezeigt werden und welche nicht.
  • Der Content Creator ist dem Algorithmus ebenso ausgeliefert. Sie hat „organisch“ praktisch keine Möglichkeiten, ihren Content allen Nutzern anzeigen zu lassen – nämlich nicht mal allen Nutzern, die ihre „Freunde“ sind und gesagt haben: „Ja, ich will die Inhalte dieser Person sehen!“
  • Sobald eine dieser Plattformen erfolgreich ist, gilt: Für Reichweite muss bezahlt werden.
  • Inhalte in diesen Plattformen „verschwinden“ mit der Zeit. Ein Facebook-Post von vor einem Jahr ist praktisch nicht mehr zu finden.
  • Diese Plattformen kommen und gehen – und damit auch die Inhalte und die Beziehungen, die man über diese Plattformen aufgebaut hat.
  • Es ist für Content Creator, die „the long game“ spielen, besser, diese Plattformen zu meiden – oder bewusst ihn ihre Dienste zu stellen (vgl. Cal Newport: Digitaler Minimalismus).

[Danke Jonny Watson für das Konzept.]

Märkte sind Gespräche

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Das ist die erste von 95 Thesen des Cluetrain Manifesto.

Für mich als Sprachwissenschaftler ist das ein ganz spannender Blickwinkel auf das, was wir “Marktwirtschaft” nennen. Märkte entstehen, indem echte Menschen miteinander reden. Indem sie sich füreinander interessieren und einander zuhören.

Nicht, indem jeder Anbieter versucht lauter zu schreien als der andere.

Wollen wir uns trennen?

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Folgendes Gedankenexperiment:

Du bist Trainer*in und sitzt in einem Meeting mit einem langjährigen Kunden. Aus scheinbar heiterem Himmel fragst du den Kunden: “Sagen Sie, möchten Sie nicht mal was Anderes machen? Möchten Sie nicht mal einen anderen Trainer versuchen?” Du bietest deinem Kunden also aktiv an, sich von dir zu trennen.

Verrückt? Könnte man meinen. Aber bei genauerem Hinsehen könnte das sogar eine sehr schlaue Idee sein.

Wenn der Kunde nämlich sagt: “Ja, Sie haben recht, wir wollen in Zukunft mit jemand anderem zusammenarbeiten”, dann hast du zwar den Kunden verloren, aber du hast dir seinen größtmöglichen Respekt erworben, dass du den Punkt von dir aus angesprochen hast. Du hättest diesen Kunden nämlich wahrscheinlich früher oder später sowieso verloren.

Die meisten Kunden wollen gar nicht wechseln – und doch verändert allein der Vorschlag der Trennung die Beziehung. Es ist ein bewusstes, erneuertes “Ja”, das du dir da abholst. Der Kunde entscheidet sich in diesem Moment bewusst nochmals für dich und spricht dir weiterhin sein Vertrauen aus.

Vor dieser Strategie würden wohl die allermeisten Trainer*innen zurückschrecken, weil ihnen das Risiko zu hoch ist, den Kunden tatsächlich zu verlieren. Die Kunden könnten ja sagen: “Stimmt, Sie haben recht, lassen Sie uns die Zusammenarbeit beenden.” Aber: Das wäre sowieso gekommen. So kommt man wenigstens mit Souveränität aus der Affäre. Dieses Standing, dieses Selbstbewusstsein wird nachhaltig beeindrucken.

Und: Gar nicht wenige Kunden werden nach so einer Trennung wieder zurückkommen, wenn sie draufkommen, dass der neue Kooperationspartner dieses Standing nicht hatte…

Den Markt erziehen

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Wer einen völlig neuen Markt erschließt oder ein vollkommen neues Produkt launcht, der hat Problem: Er muss den potenziellen Kunden erst einmal erklären, was das überhaupt ist und wozu das gut sein soll.

Es ist relativ leicht, ein neues Nagelstudio zu eröffnen, weil man den potenziellen Kundinnen nicht mehr erklären muss, was ein Nagelstudio ist oder tut.

Aber die Pioniere unter uns haben die wichtige und anstrengende Aufgabe, den Markt erst mal zu „unterrichten“, bevor sie verkaufen können.

Deine Kunden sind deine Zukunft

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Wieder ein sehr nützlicher Gedanke von Seth Godin für uns Lifestyle Entrepreneure: Pick your customers, pick your future.

Die Kunden, die du für dein Lifestyle Business wählst, werden deine Zukunft bestimmen. Wählst du Kunden, die gerne mit dir arbeiten und auch zahlungsbereit sind, wird deine Zukunft rosig sein.

Wählst du Kunden, die dich noch gar nicht kennen und die gar nicht wissen, dass sie das Problem haben, das du lösen willst, dann hast du dich für einen steinigen Weg entschieden.

Deine Kunden zu wählen, ist eine bewusste und wichtige Entscheidung. Du solltest sie nie dem Zufall überlassen. Schließlich steht deine eigene Zukunft auf dem Spiel.

Zu viel des Guten

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Berater und Verkäufer haben eines gemeinsam: Sie bringen sich oft um den Erfolg ihrer Arbeit, weil sie nicht aufhören zu reden.

Auch wenn der Kunde längst überzeugt ist, hören sie nicht auf, ihn überzeugen zu wollen – und machen die Sache dadurch nur schlimmer.

Es ist immer besser aufzuhören, bevor man den Erfolg wieder zerredet.

Anschlussfähig

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Es ist eine gute Idee, hervorragende Produkte zu schaffen, welche die hervorragenden Produkte Anderer hervorragend ergänzen.

So wird das eigene Produkt zur logischen Fortsetzung der Produkte eines Anderen. Beide Angebote werden dadurch aufgewertet. Win-Win.

Wer anschlussfähige Produkte entwickeln kann, tut sich leichter beim Vermarkten.