Etwas funktioniert nicht wie gewünscht. Warum?
- Die Idee war schlecht.
- Die Idee war gut, aber die Umsetzung war schlecht.
Meistens liegt’s nicht an der Idee.
Etwas funktioniert nicht wie gewünscht. Warum?
Meistens liegt’s nicht an der Idee.
Diesem Buch mangelt es etwas an Kohärenz, aber es ist ein Panoptikum an interessanten Perspektiven und Sichtweisen. Das Konzept der „oberen Limits” (im Original: upper limit challenge) finde ich genial und lässt sich hervorragend im Alltag beobachten. Andere Konzepte wie die “Einstein-Zeit” waren mir etwas zu steil. Der Titel ist dem Buch wenig dienlich, weil er sehr generisch ist und auf die besonderen Juwelen des Buches nicht eingeht.
(mehr …)Eine wichtige Botschaft, von Cal Newport glaubwürdig vertreten. Allerdings etwas langatmiger als nötig.
(mehr …)Ich habe schon wieder drei große Projekte gleichzeitig geplant – obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste.
Weil ich wieder mal das Gefühl habe, dass alle drei gleich wichtig sind. Weil ich wieder einmal glaube, dass alle drei gleichzeitig fertig sein müssen. Weil ich wieder einmal glaube, dass sonst alles zu langsam geht.
Das Resultat wird sein, dass ich enttäuscht bin, weil ich es doch nicht geschafft habe, alle drei Projekte gleichzeitig und gleich gut umzusetzen.
Wer hätte das gedacht.
Ö3 Frühstück bei mir, 27. September 2020
(mehr …)Nicht selten ist der Grund, warum wir bei einem Projekt nicht weiterkommen, dass wir uns (endlich) entscheiden müssten.
Aus Angst, uns falsch zu entscheiden, entscheiden wir uns lieber gar nicht. Dabei wären falsche Entscheidungen oft leicht zu korrigieren, aber der Motivationsverlust durch Nicht-Entscheiden ist uneinbringlich.
Entscheiden ist handeln. Rasch und mutig entscheiden zu können, ist ein Wettbewerbsvorteil.
Es gibt wohl kaum etwas Motivierenderes als das Gefühl, dass für das, was man denkt, sagt oder tut, bei anderen Menschen Interesse besteht.
Es ist nur bedingt erfüllend, Dinge für sich selbst zu tun. Selbst-Projekte sind schon okay, aber wirklich in die Kraft kommen wir oft erst, wenn durch unsere Projekte eine Beziehung zu anderen Menschen entsteht. Wenn wir im Anderen etwas bewirken.
Das gilt natürlich für Lehrer*innen und Berater*innen ganz besonders. Ihnen ist dieser Moment, wo sie dieses Interesse ihrer Schüler*innen bzw. Kund*innen spüren, oft mehr wert als das Geld, das sie mit ihrer Tätigkeit verdienen. (Was übrigens auch ein Grund ist, warum viele Lehrer*innen und Berater*innen schlecht bezahlt sind.)
Jedes Lifestyle Business beginnt mit dem Traum der Unternehmerin, des Unternehmers: Wir wollen etwas schaffen, das sinnvoll, wertvoll und befriedigend ist. Wir wollen unseren Traum vom eigenen Unternehmen wahr werden lassen.
Später merken wir: Wenn wir es nach viel Mühe und Arbeit tatsächlich schaffen, wenn der Traum erreicht ist, dann kann es passieren, dass wir draufkommen: “Moment, das ist doch gar nicht so toll, wie ich dachte!?!”
Diese Erkenntnis ist schmerzvoll. Aber wir müssen wissen: Wir trauern nicht dem Traum an sich nach, sondern der Romantik, die wir mit dem Traum verknüpft haben.
Wir dürfen unsere Träume auch loslassen, wenn sie uns nicht mehr glücklich machen.
[PS: Dieser Tage ist die letzte Folge meines Podcasts [Projekt: Leben] online gegangen. Passt zum Thema.]
Es ist keine kleine Leistung zu erkennen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um mit einem Projekt aufzuhören.
Es wird viel darüber gesprochen und geschrieben, wie wichtig es ist, anzufangen, vom Denken ins Handeln kommen. Das hat natürlich seine Berechtigung, aber es bedarf der Ergänzung: Genauso wichtig wie das couragierte Anfangen ist das rechtzeitige Aufhören.
Mit etwas aufzuhören, in das man viel Zeit, Energie und auch Geld investiert hat, das aber nicht mehr funktioniert, verdient immer unseren Respekt.
Dein Umfeld wird auf das, was du tust, reagieren.
Mitunter stehen da Beziehungen auf dem Spiel. Mitunter müssen wir zuerst Beziehungen beenden, um das zu tun, was wir eigentlich wirklich tun wollen.
Alles im Leben hat seinen Preis.
Wir versuchen oft, dem Leben noch ein Projekt und noch eines und noch eines abzupressen. Was passt noch alles rein von dem, was wir erledigt haben wollen, bevor unsere Zeit um ist?
Hast du dich schon mal gefragt: Nicht, was willst du vom Leben, sondern was will das Leben eigentlich von dir?
Die Antwort könnte dich überraschen.
Angenommen, du hast vor Wochen ein Telefonat für heute vereinbart, auf das du jedoch überhaupt keine Lust hast. Es ist dir unangenehm, es passt dir überhaupt nicht in den Kram, du würdest es am liebsten absagen.
Wie reagierst du?
Schaltest du dein Handy aus, tauchst unter und reagierst auch nicht auf Sprachnachrichten und eMails – in der Hoffnung, dass sich das Problem von selbst lösen wird?
Oder stehst du zu dem, was du vereinbart hast, nimmst den Anruf an, kämpfst dich tapfer durch und kannst dich danach mit Würde in den Spielgel schauen.
Was soll es sein, Selbstwürde oder Selbstsabotage? Die Wahl liegt bei dir.
Viel öfter als nicht, steht uns unser Statusdenken im Weg. “Ich kann doch nicht… Was werden die Anderen denken? Wie schaut denn das aus? Was macht das denn für einen Eindruck?”
Es ist egal, was es für einen Eindruck macht. Wenn es das Richtige ist, dann ist es das Richtige – und dann ist völlig egal, was andere Menschen darüber denken.
Abgesehen davon: Wir überschätzen maßlos, wie viele Gedanken sich Andere über uns machen. Die meisten Menschen sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um überhaupt wahrzunehmen, was in unserem Leben passiert.
Hervorragendes Buch. Ich habe es bereits zweimal gelesen.
(mehr …)Ich habe nie gelernt, Gitarre zu spielen. Ich kann Keyboard spielen, leidlich gut, aber Gitarre… leider nicht.
Und so passiert es immer wieder, dass ich jemanden sehe, der/die voll Hingabe Gitarre spielt und ich mir denke: “Ach, Gitarre spielen… das hätte ich auch gerne gelernt. Schade, dass ich es nicht kann. Aber immerhin… ich kann ja Keyboard spielen. Auch nicht schlecht.”
Es stimmt schon: Wir dürfen durchaus dankbar sein für das, was wir an Kompetenzen bisher im Leben gesammelt haben. Aber warum hier stehen bleiben? Warum nicht auch Gitarre spielen lernen? Etwa, weil es dafür zu spät wäre?
Es hat zwei Jahre gedauert, aber es war alle Mühe wert:
Dieser Tage ist mein erstes Buch erschienen. Es trägt den Titel “Highway To Hell – Die 11 größten Fehler im Projektmanagement” und handelt, man würde es kaum glauben, von genau den Fehlern, die jedes ambitionierte Projekt zu einem Höllentrip werden lassen.
Ich bin vielleicht etwas voreingenommen, aber: Das Buch ist gut.
Kommen Sie, kaufen Sie!
„Vor Kurzem ist mein Papa gestorben“, sagte letztens eine Gründerin zu mir auf meine Frage, warum sie gerade jetzt gründen möchte, nachdem sie so lange überlegt hatte.
Der Tod eines geliebten Menschen hält uns vor Augen, dass auch wir nicht ewig leben werden.
Wenn du also immer schon ein Unternehmen gründen wolltest: Worauf willst du noch warten? Fang heute an. Auch in deinem Leben wird es keine Nachspielzeit geben.
Da ist dieses Projekt… Es war lang und kräftezehrend. Endlich, nach vielen Wochen, ist das Licht am Ende sichtbar. Das Projektende ist zum greifen nah.
Natürlich ist die Versuchung groß, die letzten Meter im Projekt einfach irgendwie über die Runden zu bringen. Sich mit so wenig Anstrengung wie möglich, nur mehr das Allernotwendigste investierend, irgendwie ins Ziel retten.
Und doch sind es die letzten Meter im Projekt, die den Unterschied machen. Hier trennen sich die Profis von den Amateuren. Der Amateur lässt nach, der Profi gibt bis zur Ziellinie sein Bestes – auch wenn es schwer fällt.
Zu welcher Gruppe willst du gehören: zu den Profis, oder zu den Amateuren?
Unnütze Fragen: Wer hat daran Schuld? Wer hat das verbockt? Wem ist dieser Blödsinn eingefallen?
Nützliche Fragen: Was können wir aus diesem Schlamassel lernen? Was macht diese scheinbar verkorkste Situation für uns möglich? Wie sorgen wir gemeinsam dafür, dass uns das in Zukunft nicht mehr passiert?
Wenn wir unser Bestes gegeben haben, wenn wir uns ehrlich bemüht haben, wenn wir nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben… dann ist das Ergebnis immer das Beste, das zu diesem Zeitpunkt möglich war.
Unser Bestes ist nicht immer gleich gut, aber es ist stets das Beste, das eben diesmal möglich war.
Darum dürfen wir aufhören, uns zu quälen mit dem Grübeln darüber, ob das Ergebnis gut genug ist, ob wir es besser hätten machen können. Es ist das Beste, das möglich war. Punkt. Es wäre diesmal nicht besser gegangen, es hätte diesmal nicht besser sein können, unter keinen Umständen.
Wenn wir uns das vor Augen halten, und wenn das Ergebnis in den Augen anderer trotzdem nicht ausreichend sein sollte, dann haben wir uns nichts vorzuwerfen. Wir haben unser Bestes gegeben und können das Spielfeld erhobenen Hauptes verlassen.
Das nächste Spiel kommt bestimmt. Wir werden dann wieder die Chance haben, unser Bestes zu geben. Neues Spiel, neues Glück. Aber dieses Spiel ist abgepfiffen. Undefeated, everybody goes home.