AutorGünter Schmatzberger

Üben

Ü

Natürlich müssen wir üben, wenn wir uns verbessern wollen. Aber keiner will üben!

Natürlich müssen wir uns anstrengen, wenn wir etwas Neues lernen wollen. Aber keiner will sich anstrengen!

Natürlich müssen wir nachdenken, wenn wir kreative Lösungen für unsere Probleme finden wollen. Aber keiner will lange nachdenken!

Aber: Von nichts kommt nichts. Wunder geschehen schon, aber nicht ohne Anstrengung.

Gute Karten

G

Wer gute Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht gewonnen.

Wer schlechte Karten hat, hat das Spiel noch lange nicht verloren.

Entscheidend ist, wie kompetent wir unser Spiel spielen.

Das kann ich mir nicht vorstellen

D

Dieser Satz eines Kunden ist wahrscheinlich die der größte Herausforderung für Berater*innen und Lehrer*innen.

Solange das Neue, das Andere, das Bessere nicht vorstellbar ist, kann sich auch nichts in diese Richtung bewegen.

Den Blick für das Unvorstellbare zu öffnen, ist daher schon eine große Leistung.

Wie es gelernt ist

W

Viele der Strategien, mit denen wir neue Herausforderungen angehen, verwenden wir schon seit unserer Kindheit. Unverändert.

Was wir in unserer Kindheit als erfolgreiche Strategie erfahren haben, das wenden wir auch als Erwachsene noch gerne an. Womit wir als Kind wiederholt gescheitert sind, davor scheuen wir auch als Erwachsene noch zurück.

Das Problem dabei: Wir sind keine Kinder mehr.

Zeit für ein Strategie-Update!

Die erstbeste Idee

D

Viele Unternehmer*innen geben sich mit ihrer erstbesten Idee zufrieden: Sie haben einen Einfall und setzen diesen um.

Dabei ist die erste Idee gerade mal der Startpunkt für das weitere Nachdenken. Auf die erste Idee folgt die zweite Idee, auf die zweite dann die dritte, darauf die vierte, die fünfte… und die achte ist dann vielleicht die Idee, die wirklich spannend ist, die wirklich nützlich ist, die wirklich merkbar anders ist als das, was die Mitberwerber*innen zigfach schon machen.

Es lohnt sich, zwei- oder dreimal um die Ecke zu denken, um nicht das Naheliegende mit dem Nonplusultra zu verwechseln.

Ernstfall

E

Wenn der Ernstfall eingetreten ist, müssen schnelle Lösungen her.

Kaiser ist der, der diese schnellen Lösungen liefern (oder mitunter auch nur versprechen) kann.

Es lohnt daher, deinen Kunden einen Schritt voraus zu denken.

Anschlussfähig

A

Es ist eine gute Idee, hervorragende Produkte zu schaffen, welche die hervorragenden Produkte Anderer hervorragend ergänzen.

So wird das eigene Produkt zur logischen Fortsetzung der Produkte eines Anderen. Beide Angebote werden dadurch aufgewertet. Win-Win.

Wer anschlussfähige Produkte entwickeln kann, tut sich leichter beim Vermarkten.

Risiko

R

Landläufig besteht die Meinung, als Unternehmer müsse man großen Mut zum Risiko haben.

Meiner Beobachtung nach ist das Gegenteil der Fall: Erfolgreiche Unternehmer*innen sind sehr risikoscheu. Sie versuchen, durch sorgfältiges Nachdenken, umsichtige Planung und frühzeitiges Testen jedes unnötige Risiko zu vermeiden.

Risiko ist für Amateure.

Das beste Marketing

D

Das beste Marketing überhaupt ist, konsequent und wahrnehmbar nützlich für andere zu sein.

Mehr braucht es nicht.

Aber das ist eh anspruchsvoll genug.

Digitalisierung

D

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass sich viele Lifestyle Entrepreneure daran gemacht haben, ihre Angebote zu “digitalisieren”: Trainer*innen haben Online-Kurse und Webinare entwickelt, Berater*innen bieten nun Online-Beratung an etc.

Roman Kmenta hat dazu einen spannenden Gedanken: Das Problem in der Corona-Krise ist nicht die Digitalisierung von Angeboten, die bisher face-to-face stattgefunden haben. Das Problem ist die Verschiebung in den Prioritäten der Kund*innen.

Es nützt nichts, Produkte zu digitalisieren, die momentan einfach keine Priorität bei den Kund*innen haben. Wenn’s eng wird, beschränken sie sich auf das Notwendige.

Die Herausforderung ist also in erster Linie, zum Notwendigen zu gehören – und erst in zweiter Linie die Digitalisierung.

Offene Türen

O

Eine Gründerin hat mir erzählt, dass sie vor ein paar Wochen ihre Arbeitszimmertür aufgemacht hat – und seither offen gelassen hat.

Sie hat damit symbolisch die Tür zu ihrem Business geöffnet. Die Tür ist nun offen, und die Gelegenheiten, Ideen und Kunden können nun hereinkommen.

Gehört werden

G

Eines wird mir mit jeder Beratung klarer:

Es kommt gar nicht so sehr darauf an, was ich meinen Kund*innen sage.

Es geht immer zuerst darum, wie sehr sich meine Kund*innen von mir gehört und gesehen fühlen.