Meine Sammlung von Notizen aus verschiedenen Podcasts im Zeitraum 2018-2020, in denen James Carse interviewt wurde – auch und vor allem zu seinem Klassiker “Finite and Infinite Games”. James Carse starb am 25. September 2020.
(mehr …)Markus Gull: Dann unternimm doch was (2019) 📙
Ein dünnes, aber wunderschön gestaltetes und sehr inspirierendes Buch des “Story Dude”. “Wir gründen, was wir sein wollen” – was für ein schlauer Satz!
(mehr …)Philipp Ikrath / Bernhard Heinzlmaier: Generation EGO – die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert (2013) 📙
Ein wichtiges Buch für Lifestyle Entrepreneure der Generation Y, weil es erklärt, wie wir denken, warum wir so denken, wie wir denken und welchen Einfluss gesellschaftliche Strukturen und Trends darauf haben.
(mehr …)Stefan Klein: Der Sinn des Gebens (2010) 📙
Ein gelungenes Buch über die Vorteile des Gebens, des Vertrauens und des Miteinander im Leben.
(mehr …)Bühnen
Auch wenn du kein Schauspieler oder keine Sängerin bist, hast du als Lifestyle Entrepreneur viele Bühnen, auf denen du auftrittst.
Deine Website ist eine dieser Bühnen. Wie du dich auf auf deiner Website präsentierst, wie du sie inszenierst und welche Rolle du dir dabei auf den Leib schreibst… das alles wird von deinem Publikum wahrgenommen.
Wie geht es dir denn, wenn du an deine Website denkst? Bist du stolz auf diese Bühne und eine Performance darauf? Oder wäre es längst an der Zeit, die Requisiten abzustauben und ein aktuelleres Stück auf deinen Spielplan zu setzen?
Blindflug
Manchmal, wenn wir etwas Neues ausprobieren, ist es, als wären wir im Blindflug unterwegs. Wir haben zunächst keine Anhaltspunkte, die uns sagen würden, ob wir in die richtige Richtung unterwegs sind oder nicht.
Diese Orientierungslosigkeit ist sehr unangenehm. Wir halten Ambiguitäten, Unklarheiten und Unsicherheiten nur sehr, sehr schwer aus. Es ist nur zu verständlich, dass wir so schnell wie möglich wieder auf sicheres Terrain zurück möchten.
Das wirklich wertvolle Neue kann aber nur dann entstehen, wenn wir diesen Bildflug aushalten. Wenn wir für eine bestimmte Zeit die Kontrolle abgeben und schauen, was passiert. Das ist schwierig. Das ist unangenehm. Aber wenn es einfach wäre, würden es ja alle tun.
Gefährdet
„Gefährdet” sind nicht so sehr die komplett Unwissenden unter den Gründer*innen. Denen ist klar, dass sie Defizite in wirtschaftlichem Denken, in Marketing und Verkauf haben. Die sind meistens sehr gerne bereit, an ihrem Unwissen zu arbeiten und wissen, dass sie noch einen weiten Weg vor sich haben.
Gefährdet sind vielmehr die Halbwissenden. Zum Beispiel die BWL-Student*innen, die glauben, dass sie aus ihrem Studium eh alles Wichtige mitbekommen haben und dass ihnen keiner mehr was erzählen braucht. Die gehen dann schlampig und mit viel Arroganz an die Sache heran.
Oft ist es besser, zu wissen, dass man nichts weiß, als sein Halbwissen für der Weisheit letzten Schluss zu halten. (Gilt übrigens nicht nur für Gründer*innen. Eh klar.)
Meinung
Was braucht es, damit du deine Meinung änderst?
Reicht ein gutes Gegenargument? Oder ist es nicht vielmehr so, wenn du ehrlich bist, dass du deine Meinung sowieso nicht ändern würdest, egal welche Argumente, Beispiele und Erklärungen du zu hören bekommst?
Und wenn das so ist: Warum hältst du dich dann überhaupt noch länger mit der Frage auf?
Grantig
Wie reagierst du, wenn etwas nicht nach deinem Willen läuft? Was sind die Emotionen, die da in dir hoch kommen?
Im österreichischen Deutsch gibt es das schöne Wort „Grant“, eine Mischung aus Ärger, Wut, Trotz und Rachsucht in veränderlichen Teilen. Das Wort ist wie dafür geschaffen, meine Reaktion darauf zu beschreiben.
Darauf bin ich nicht stolz, und dennoch ist mein Grant ein Teil von mir, mit dem ich meinen Frieden finden muss.
So paradox es klingen mag: Je herzlicher ich meinen Grant willkommen heiße, desto rascher wird er sich auch wieder verabschieden.
Mühlrad
Bis ein Mühlrad in Schwung kommt, dauert es eine Weile. Das geht nicht von heute auf morgen.
Wenn das Mühlrad aber erst einmal läuft, dann wirkt es fast mühelos und spielerisch. Es schaut überhaupt nicht mehr nach Arbeit aus.
Wenn das Wasser aber plötzlich versiegt, dann passiert etwas Interessantes: Der Antrieb ist zwar weg, aber das Mühlrad läuft noch ein bisschen weiter wie zuvor – als ob nichts geschehen wäre.
Das ist eine gefährliche Illusion: Auch im Business merken wir oft erst, dass das Wasser schon lange nicht mehr fließt, wenn unser Mühlrad gänzlich zum Stehen gekommen ist.
Keiner rennt, keiner pennt
Im amerikanischen Militär gibt es angeblich den Ausdruck “no hurry, no pause”. Gemeint ist damit, dass der beste Weg zum Ziel ist, stetig weiterzugehen. Nicht zu hetzen, aber auch keine Pausen einzulegen. Mein Bruder hat das übersetzt mit: “Keiner rennt, keiner pennt”. Sehr passend.
Ich denke, dieser Gedanke kann auch für uns Lifestyle Entrepreneure sehr hilfreich sein. Unsere Lifestyle Businesses sind “long games“, die sich am besten dadurch verwirklichen lassen, wenn wir konsequent an ihnen arbeiten, ohne aber Druck aufzubauen.
Don Miguel Ruiz hat diesen Gedanken wunderschön ausgedrückt:
„Die Wahrheit ist, dass es keine Rolle spielt, wie lange es dauert. Wir haben keine Eile, aber wir dürfen auch keine Zeit verlieren.”
Plan A
Was, wenn es sowas wie einen „Plan B“ gar nicht gibt, gar nicht geben kann?
Wenn alles schief geht, wenn nichts so funktioniert wie gedacht und man sich völlig neu orientieren muss… Was, wenn auch das immer noch der Plan A für dich ist, den das Leben für dich vorgesehen hat?
Überraschungen
Das Leben ist voller Überraschungen. Fast täglich passiert etwas, mit dem wir nicht gerechnet haben. Mal ist die Überraschung gut, mal ist sie schlecht, aber immer kommt sie unerwartet.
Das ist doch eigentlich paradox: Wenn wir ständig überrascht werden, warum sind wir dann jedes Mal auf’s Neue überrascht, wenn etwas Überraschendes geschieht?
Tränen
Heute hat eine Gründerin in meiner Beratung geweint – leider nicht vor Freude.
Das kommt nicht oft vor, und es fällt mir nicht leicht, damit umzugehen. Manchmal laufen Dinge einfach schief, ohne dass jemand etwas dafür kann.
Da gibt es nichts zu richten, nichts zu beraten. Das einzige, was ich tun kann: Gemeinsam mit meiner Kundin den Schmerz aushalten.
Play to win
Die Idee von “play to win” ist (im Business) folgende: Wenn du siehst, dass du mit deiner Unternehmung keinen Erfolg haben wirst, dann musst du konsequent damit aufhören und etwas Neues versuchen.
Wenn du merkst, dass du nicht gewinnen kannst, dann hör auf zu spielen und spiel ein anderes Spiel, in dem die Chancen besser stehen.
Dabei sehe ich ein Problem: Wir Lifestyle Entrepreneure definieren meist nur sehr ungenau, was mit “Erfolg” und “gewinnen” eigentlich gemeint ist:
- Machst du dein Business nur für dich, völlig unabhängig davon, ob du damit Gewinn machst oder nicht?
- Machst du dein Business in erster Linie für andere, weil sie brauchen, was du anbietest?
- Machst du dein Business allein dafür, um damit Geld zu verdienen und Gewinn zu machen?
Klar: Je nachdem, wofür und für wen du dein Business machst, definieren sich auch “Erfolg” und “gewinnen” entsprechend.
Bei uns Lifestyle Entrepreneuren ist es aber meistens so, dass unser Business ein Mix aus allen drei Motiven ist: Wir machen das, was wir lieben, damit andere etwas davon haben und damit wir damit Geld verdienen.
Mit dieser Motiv-Verquickung sind eine Vielzahl von Problemen verbunden. Eines davon: Wie können wir jemals feststellen, ob wir “gewinnen”? Und ein weiteres: Wenn wir drauf kommen, dass wir mit unserem Lifestyle Business kein Geld verdienen… dann fällt es uns schwer, das Business loszulassen und was Neues zu versuchen – weil unser Herz dran hängt.
Vielleicht ist “play to win” auch das völlig falsche Konzept, um über Lifestyle Businesses nachzudenken. Vielleicht lässt sich ein Lifestyle Business gar nicht “gewinnen”.
Das Offensichtliche sehen (2)
Die Tatsache, dass das Offensichtliche jenen verborgen bleibt, die mit der Nase davor stehen, hat folgende Konsequenz:
Ich sehe das Offensichtliche ebenfalls nicht.
Wenn wir jemand das Offensichtliche sagen oder zeigen möchte: post at schmatzberger punkt com
Danke im Voraus!
Pascal Fintoni: Videos und Online Reputation 🎙
Martina Fuchs’ Podcast #71 vom 22. August 2019
(mehr …)Das Offensichtliche sehen
Es passiert mir in meinen Beratungen immer wieder, dass ich das – für mich – Offensichtliche ausspreche, aber damit bei meinen Gründer*innen Aha-Erlebnisse auslöse.
Was für mich offensichtlich ist, ist ihnen verborgen geblieben. Es war versteckt, aber nicht im Dunklen, sondern am helllichten Tag. Die geringe Distanz hat verhindert, dass sie das große Ganze sehen können.
Deshalb sollte man das Offensichtliche nie gering schätzen. Als Berater*in sollte man sich nie zu schade sein, das Offensichtliche auszusprechen.
Es kann nämlich gut sein, dass das Offensichtliche nicht für jeden offensichtlich ist.
Richard David Precht: Jäger, Hirten, Kritiker (2018) 📙
Hervorragendes Buch. Ich habe es bereits zweimal gelesen.
(mehr …)Schlechte Erfahrungen
Das wirklich Schlechte an schlechten Erfahrungen ist allein, wenn man nichts daraus lernt.
Wenn man aus dem ersten Mal nichts lernt, dann stehen die Chancen gut, dass es auch ein zweites Mal passiert.
[Danke Dan Sullivan für die Inspiration.]