AutorGünter Schmatzberger

Status

S

Viel öfter als nicht, steht uns unser Statusdenken im Weg. “Ich kann doch nicht… Was werden die Anderen denken? Wie schaut denn das aus? Was macht das denn für einen Eindruck?”

Es ist egal, was es für einen Eindruck macht. Wenn es das Richtige ist, dann ist es das Richtige – und dann ist völlig egal, was andere Menschen darüber denken.

Abgesehen davon: Wir überschätzen maßlos, wie viele Gedanken sich Andere über uns machen. Die meisten Menschen sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um überhaupt wahrzunehmen, was in unserem Leben passiert.

Mein Äußeres

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Es gibt Menschen, die sind sehr auf ihr Äußeres bedacht. Sie legen Wert auf ihre Kleidung, sie gehen regelmäßig zum Frisör, sie leisten sich Maniküre, Pediküre und wer weiß was sonst noch, um sich und ihren Körper im besten Licht zu präsentieren.

Mir waren diese Menschen immer suspekt, weil ich sie in erster Linie für eitel gehalten habe. Eitelkeit war mir stets verdächtig, weil sie für mich mit einer inneren Unsicherheit einhergeht. Wer selbstsicher ist, so mein Gedanke, hat keinen Grund, eitel zu sein – weil ihm/ihr das Urteil anderer ja egal sein kann.

Ich beginne aber, umzudenken. Was, wenn manche Menschen deswegen so viel Wert auf ihr Äußeres legen, nicht weil ihnen wichtig ist, was andere von ihnen denken, sondern das, was sie selbst von sich denken? Was, wenn das, was oberflächlich wie Eitelkeit aussieht, in Wirklichkeit eine Form von Selbstfürsorge, Selbstliebe und Selbstachtung ist?

Wert legen auf mein Äußeres, weil ich es mir wert bin… ?

Influencer

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Die unternehmerische Leistung von (erfolgreichen) Influencer*innen wird regelmäßig unterschätzt.

Die meisten Menschen haben überhaupt keine Vorstellung davon, wie viel Arbeit es bedeutet, einen Social-Media-Kanal professionell zu betreiben. Also einer Strategie zu folgen, regelmäßig (und nicht nur bei Lust und Laune) kreativen Content zu liefern und die steigenden Qualitätserwartungen des Publikums konsistent zu erfüllen.

Ich gebe zu: Auch ich habe das lange unterschätzt und Influencer*innen ein bisschen belächelt. Ich habe mich geirrt, aber sowas von.

[Was mich eines Besseren belehrt hat: klick]

Erfolgreich geirrt

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Mit dem Erfolg ist es nicht so einfach. Erfolg ist ein zweischneidiges Schwert.

Wir denken oft, dass alles, was erfolgreich ist, auch gleichzeitig gut ist. Nach dem Motto: Der Erfolg gibt dir recht. Aber das ist nicht so, da muss man aufpassen.

Man kann nämlich auch sehr erfolgreich das Falsche machen – und keinem fällt es auf.

Ein bisschen Liebe

E

Ein bisschen Liebe bei dem, was wir Lifestyle Entrepreneure in unserem Business tun, kann einen großen Unterschied machen.

Ich bekomme bei meinen Gründungsberatungen leider auch sehr viel Liebloses zu sehen. Texte, Websites, Designs usw., die zwar ihren Zweck erfüllen, aber auch nicht viel mehr.

Ein bisschen Liebe könnte alles verändern. Dinge, die mit Liebe gemacht sind… Das ist spürbar, das ist sichtbar. Und wenn wir diese Liebe selber nicht aufbringen können, dann sind wir aufgerufen jemanden zu finden, der/die das kann.

Business braucht Leidenschaft!?

B

Es stimmt schon: Jedes Business – und ganz besonders jedes Lifestyle Business – braucht die Leidenschaft ihrer Gründer*innen, die mit Herzblut bei der Sache sind und die auch an ihre Geschäftsidee glauben, wenn es sonst keiner tut.

Aber da gibt es einen fatalen Irrtum, dem ich immer wieder begegne – nämlich dem Glauben: “Wenn ich etwas mit Leidenschaft tue, dann kommt das Geld ganz von selbst.”

Das stimmt einfach nicht. Das ist naiv. Ja, Leidenschaft ist wichtig, aber sie ist nur einer von drei essenziellen Bausteinen, die deinen Geschäftserfolg ausmachen:

  1. Leidenschaft
  2. Menschen mit Problembewusstsein, die dein Angebot gut finden.
  3. Diese Menschen müssen eine Zahlungsbereitschaft mitbringen.

Wenn nur einer dieser drei Bausteine fehlt, bricht dein Geschäftsmodell wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Besserer Tee

B

Ich trinke seit vielen Jahren viel und gerne Tee. Schwarztee vor allem, aber auch grünen.

Aber erst seit vor Tagen habe ich begonnen, mich wirklich für Tee zu interessieren. Ich habe gelernt, wo Tee herkommt, wie er verarbeitet wird, was guten Tee ausmacht und wie unterschiedlich Tee an verschiedenen Orten der Welt getrunken wird. Es ist eine faszinierende Welt, die Welt des Tees.

Daraus habe ich für mich folgenden Schluss abgeleitet: Je mehr wir über eine Sache wissen, desto weniger wurscht wird uns diese Sache. Wir geben uns nicht mehr mit dem Erstbesten zufrieden, weil wir lernen, das Gute vom Schlechten zu unterscheiden. Es ist, als würden uns die Augen geöffnet – endlich.

Zu sehen und zu verstehen, hilft uns dabei, bessere Entscheidungen zu treffen – für unser Lifestyle Business, aber auch für unser Leben insgesamt. So wertvoll!

[Tipp: Der Zauber des Tees, Dokumentation auf Youtube]

Loben

L

Wir werden alle viel zu wenig gelobt.

Es gibt wahrscheinlich kaum eine größere Freude, die man jemandem machen kann, als wenn wir jemandem beglückwünschen, danken oder loben für etwas, das er*sie getan oder gesagt oder erreicht hat.

Das gilt auch für vermeintlich sehr erfolgreiche Menschen. Wir sind alle, alle hungrig nach Anerkennung.

Intellektuelle Herausforderung

I

Die Gründung eines Lifestyle Business ist (auch) eine intellektuell spannende und anregende Aufgabe.

Es ist ein Projekt, das komplex genug ist, um den Verstand über einen längeren Zeitraum herauszufordern. Es sind Kreativität und Logik und Problemlösungskompetenz gleichermaßen gefordert. Kurz: Es macht einfach Spaß, über sein eigenes Lifestyle Business nachzudenken.

Die Gefahr dabei: Dass es beim Nachdenken darüber bleibt. Dass die vielen Gedanken und guten Ideen nie den Weg ans Licht der Umsetzung finden.

Ja, ein Lifestyle Business ist eine spannende intellektuelle Herausforderung – aber nicht nur.

Umgänglich

U

Es reicht nicht, kompetent zu sein.

Kompetenz ist eine Selbstverständlichkeit, ohne die sich ohnehin nichts abspielt. Was darüber hinaus meist den entscheidenden Unterschied macht: Ist das jemand, mit dem*der ich zusammenarbeiten mag?

Wir Lifestyle Entrepreneure gewinnen und verlieren viel Business aufgrund der Tatsache, wie umgänglich wir (nicht) sind. Einem sympathischen Menschen sieht man meist nach, wenn mal was schief geht. Aber wie lange lässt man sich einen 100 % kompetenten Menschen gefallen, der*die einem zutiefst unsympathisch ist?

Wissen teilen

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Ich erlebe es immer und immer wieder bei mir: Es fühlt sich gut an, mein Wissen mit anderen Menschen zu teilen. So gut!

Ich freue mich, wenn andere Menschen etwas, das ich sage, schreibe oder tue her nehmen und für sich selbst verwenden. Wenn sie etwas, das ich geben kann, für sich aufgreifen, weiterentwickeln und dann wieder an den*die Nächste*n weitergeben. Was für ein wunderschöner Kreislauf von Lernen und Lehren, der da entsteht!

Großzügig mit Wissen und Erfahrung umzugehen, ist in sich selbst schon die größte Belohnung.