AutorGünter Schmatzberger

Freude am Teilen

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Es macht mir unglaubliche Freude, mein Wissen zu teilen.

Immer, wenn ich eine neue Buch-Notiz oder Podcast-Notiz veröffentliche, fühle ich mich danach irgendwie leichter – als wäre ich ein kleines Stück gewachsen. Als hätte sich mein Herz ein klein wenig weiter geöffnet. Schwer zu beschreiben.

Das, was ich gelernt habe, gehört nun nicht mehr nur mir, sondern steht auch allen anderen interessierten Menschen zur Verfügung, die sich auch dafür interessieren. Das gibt mir ein echt gutes Gefühl.

Klar, es kann sein, dass meine letzte Buch-Notiz niemals von jemand anderem aufgerufen wird. Dass sich kein Mensch dafür interessiert, was ich hier auf dieser Website blogge und poste.

Aber darum geht es nicht. Das Teilen an sich tut mir gut.

Was ich auf dieser Website teile, teile ich also nicht für Clicks, Applaus oder Anerkennung.

Ich teile aus purem Egoismus.

Internet-Vorbilder

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Es gibt so viele großartige Leute da draußen, die großartige Sachen im Internet machen: Blogger, YouTuber, Newsletter-Autoren, Podcaster und so weiter.

Immer, wenn ich einen neuen dieser großartigen Content-Künstler entdecke, denke ich mir einen Moment lang: “Oh nein. Das ist sooo gut, da reichen meine halbherzigen Versuche nie heran.” Oder: “So gut, wie die ist, werde ich nie im Leben werden.”

Es ist leicht, entmutigt zu werden angesichts der vielen tollen Vorbilder, die es da draußen gibt.

Aber nach den Momenten des Selbstzweifels versuche ich, diese Vorbilder als Ansporn zu sehen. Nicht, so zu werden, wie sie sind, sondern mein Bestes zu geben und mein eigenes Ding zu machen.

Und vielleicht, mit viel Glück, werde ich dann selbst für jemand anderen zu einem Internet-Vorbild.

Selbst-Mitgefühl

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Wir Lifestyle Entrepreneure sind sehr erfolgsorientiert. Wir wollen Erfolg haben, und wir legen uns für unser Lifestyle Business ins Zeug.

Aber manchmal ist das beste, was wir für unser Business tun können, anzuerkennen, dass wir nur Menschen sind. Wir geben unser Möglichstes, wir bleiben dran, aber wir sind fehlbar und umperfekt.

It’s not a bug, it’s a feature.

Einfache Antworten

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Natürlich sind wir alle auf der Suche nach einfachen Antworten. Das Leben ist kompliziert genug, und es wäre sehr hilfreich, wenn es zumindest da oder dort jemanden gäbe, der genau sagen könnte, was konkret zu tun ist.

Expert*innen erfüllten genau diese Aufgabe (oder sollten sie erfüllen). Sie können komplexe Sachverhalte vereinfacht darstellen und Handlungsanleitungen geben. Sie ermöglichen es, dass wir nicht alles wissen müssen, sondern uns auf das konzentrieren können, was gerade für uns wichtig ist.

Das Problem entsteht aber dann, wenn wir zwar einfache Antworten bekommen, aber auf die falschen Fragen.

Ganz einfach

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Wenn du etwas Neues anfangen möchtest – sagen wir einen Podcast -, dann bedenke Folgendes:

Du musst dir alles so organisieren, dass es möglichst einfach ist, den Podcast aufzunehmen. So einfach, dass es dir fast schon ein bisschen zu einfach vorkommt.

Nur, wenn es einfach ist, wenn es dir mühelos erscheint, ist sichergestellt, dass du den Podcast auch regelmäßig aufnehmen wirst.

Jede noch so kleine Hürde, jedes unnötige Hindernis senkt die Chance, dass du dran bleibst.

Es muss leicht gehen, oder es wird gar nicht gehen.

Selbstsabotage (2)

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Eine besonders perfide Form von Selbstsabotage, die unter Lifestyle Entrepreneuren sehr verbreitet ist, ist die Weigerung, Aufgaben zu delegieren.

Wenn wir darauf bestehen, dass nur wir selbst die Arbeit gut machen können und sonst niemand an unsere Qualitätsstandards heran kommt…

… dann erweisen wir unserem Business einen Bärendienst.

Und wenn wir denken, dass wir uns Delegation nicht leisten können, dann sind wir in die nächste Selbstsabotage-Falle getappt.

Kundenfragen

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Wenn du dir gerade schwer tust, in deinem Lifestyle Business eine unternehmerische Entscheidung zu treffen, gibt es meist eine einfache Lösung:

Frag deine Kund*innen.

Die haben meist eine verblüffend einfache Antwort prompt parat, auf die du nie gekommen wärst, auch wenn du dir noch so lang das Hirn zermarterst.

Fallschirmsprung

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Die Angst ist da am größten, wo du aus dem Flugzeug raus springst und merkst, dass du überhaupt keine Kontrolle hast.

Die Angst raubt dir förmlich den Atem.

Die Angst nimmt aber in dem Moment ab, in dem du aufhörst, um Kontrolle zu kämpfen. Wenn du dich dem Fall hingibst, du dich entspannst und zu vertrauen beginnst… dann fällst du durch die Angst hindurch.

Und du wirst sehen: Auf der anderen Seite der Angst ist… nichts.

Superstars

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Was die Superstars jeder Branche zu Superstars macht, ist die viel besprochene “Extra-Meile”.

Dieses bisschen mehr zu tun als notwendig ist es, was die Spreu vom Weizen trennt. Was den Profi zum Profi und vor allem den Superstar zum Superstar macht. Auch dann noch weiter zu machen, wenn es echt anstrengend wird. Auch dann noch ein Schäuferl draufzulegen, wenn sich die meisten denken: “Ist wurscht, das merkt eh keiner.”

Phil Collins erzählt in seiner Autobiographie, dass er sich nach jedem Genesis-Konzert im Hotelzimmer die Aufnahme des Konzerts nochmals angehört hat, um Fehler zu finden und beim nächsten Mal noch besser zu sein.

Wo andere Party machen, legt er ein Schäuferl drauf. Das macht ihn zum Superstar.

Almost nobody

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Wieder ein nützliches Konzept für Lifestyle Entrepreneure von meinem Lehrmeister Seth Godin:

Almost nobody wird meine Produkte kaufen.

Weil: Almost nobody interessiert sich für dich und das, was du zu sagen hast.

Aber: Almost nobody ist genug! Almost nobody reicht, um dir ein gutes Einkommen zu sichern.

Mach deine Arbeit für almost nobody, aber für die mach sie aus ganzem Herzen.

Wieviel Geld wird’s machen?

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Wenn du wieder mal von deinen tollen Ideen, deinen aussichtsreichen Projekten und deinen vielversprechenden Kooperationsgesprächen erzählst, stell dir selbst die Frage:

Okay, und wieviel Geld wirst du damit machen? Wie viel Umsatz springt dabei raus?

Kein Business ohne Umsatz. Gute Aussichten sind schön, aber noch schöner ist ein Zahlungseingang auf deinem Bankkonto.

Für ein gutes Gespräch kannst du dir nichts kaufen, und eine gute Idee allein füllt nicht deinen Kühlschrank.

Jeder hat Angst

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Jeder hat Angst beim Schritt in die Selbständigkeit.

Die Frage ist nur: Lässt du dich von der Angst abhalten, oder gehst du durch die Angst hindurch?

Chaos

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Wir sehen den Tag herbei, wo wir in unserem Lifestyle Business endlich alles unter Kontrolle haben. Wo alles wie am Schnürchen läuft und die To-Do-Liste abgearbeitet ist.

Dieser Tag wird, natürlich, nie kommen.

In unserem Lifestyle Business wird immer ein gewisser Grad an Chaos herrschen. Das liegt quasi in der DNA eines Lifestyle Business.

Unsere Aufgabe als Lifestyle Entrepreneure formuliert Axel Gloger so:

Mit Chaos muss man so umgehen können, dass es dennoch zu einem Ergebnis kommt.

Axel Gloger: Betriebswirtschaftsleere, S. 52

Natürlich hast du Angst

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Natürlich macht es dir Angst, dein Lifestyle Business zu gründen. 

Aber was ist die Alternative?

So weiter machen wie bisher?

Den Nipf nehmen lassen

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Das ist etwas, was mir meine Mutter als Kind oft gesagt hat. Dass ich mir leicht “den Nipf nehmen lasse”.

Was bedeutet, dass ich mich leicht entmutigen lasse. Dass ich anderen erlaube, mich in meiner Begeisterung auszubremsen und mich von guten Ideen abzubringen.

Erstaunlich, dass mir das heute, nach vielen Jahren, wieder eingefallen ist. Und da ich an Omen glaube, frage ich mich:

Wo lasse ich mir gerade heute den Nipf nehmen? Von wem? Und warum?

Zielgruppe

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Ein wichtiger Reminder von Tim Ferriss für alle Lifestyle Entrepreneure:

It’s not about the number of people who don’t get it,
it’s about the number of people who do get it.

Sei für die Menschen da, die dankbar sind dafür, das es dich gibt.

Axel Gloger: Betriebswirtschaftsleere (2016) 📙

A

Mich hat das Buch sehr inspiriert. Nicht nur, weil es meinem praktisch-pragmatischen Ansatz, BWL zu unterrichten, entsprochen – und damit bestätigt – hat. Vielmehr habe ich das Buch als Auftrag gelesen, dass ICH mich um eine „BWL für Solopreneure” kümmern muss – wenn’s sonst keiner macht.

(mehr …)

Angebot und Nachfrage

A

Es stimmt schon: Wenn es für dein Angebot keine Nachfrage gibt, dann hat dein Angebot wenig Sinn.

Aber: Wenn du gar kein Angebot machst, kann es auch keine Nachfrage geben.