Wenn du gerade sehr verbissen bist, wenn alles irgendwie verkrampft wirkt und dir die Leichtigkeit verloren gegangen ist, dann leg eine Pause ein.
Versuche, wieder mehr spielerisch an deine Arbeit heranzugehen.
Wenn du gerade sehr verbissen bist, wenn alles irgendwie verkrampft wirkt und dir die Leichtigkeit verloren gegangen ist, dann leg eine Pause ein.
Versuche, wieder mehr spielerisch an deine Arbeit heranzugehen.
Ich finde es total hilfreich, von jedem seiner Angebote ein Produktblatt zu erstellen.
Eine Seite, auf der übersichtlich drauf steht, was in dem Angebot inkludiert ist (und was nicht), was der Kunde als Ergebnis erwarten kann und wie viel das kosten wird.
Produktblätter schaffen Struktur und Klarheit. Nicht für unsere Kunden, sondern in erster Linie für uns selbst.
In vielen Businesses ist im Sommer weniger los. Ein Sommerloch.
Weniger Kundenanfragen, weniger Aufträge, weniger Umsatz. Das beginnt im Juni und dauert bis September.
Für viele Gründer*innen im ersten Jahr ihrer Selbständigkeit ist dieses Sommerloch sehr verunsichernd. Sie fragen sich: Warum bleiben plötzlich die Aufträge aus? Liegt es an mir? Was habe ich falsch gemacht?
Und, vor allem auch: Werden jemals wieder Aufträge rein kommen? Wird dieses Sommerloch jemals wieder zu Ende gehen?
Im ersten Jahr tut’s noch weh, im zweiten Jahr nicht mehr so sehr. Man lernt, dass hektische Betriebsamkeit im Sommerloch nichts bringt. Dann lieber entspannen und sich selbst auch eine Sommerpause gönnen.
Der Herbst wird anstrengend genug.
Im aktuellen EPU-Monitor 2021/22, den die KMU Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer erstellt hat, wurden die Motive zum Selbständigmachen abgefragt:
82 Prozent nennen mehr Unabhängigkeit als Motiv, 78 Prozent wünschen sich mehr Selbstverwirklichung und 70 Prozent flexiblere Zeiteinteilung. Für rund die Hälfte war das Erkennen einer Marktchance entscheidend für den Schritt in die Selbständigkeit.
Letzteres finde ich besonders interessant. Das bedeutet nämlich auch, dass sich rund die Hälfte der Gründer*innen selbständig macht, ohne konkrete Chancen am Markt zu sehen.
Ich bin nicht sicher, ob das gut oder schlecht ist. Jedenfalls gibt es mir zu denken.
Stell dir vor, du wärst plötzlich reich.
Was würdest du tun?
Ich liebe es, wenn ich meinen Studierenden etwas erklären kann, wenn ich vor einer Seminargruppe etwas vortragen kann.
Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen. Ich mag das theatralische Element, und ich mag die Aufmerksamkeit.
Aber ich darf mich trotzdem immer wieder fragen: Muss ich dieses Thema wirklich vortragen? Gibt es wirklich keine bessere didaktische Alternative?
Könnte ich das meine Lernenden nicht selbst erforschen lassen?
Jede Seminargruppe, jeder Fachhochschul-Jahrgang, jede Schulklasse hat eine eigene “Persönlichkeit”.
Diese Klassenpersönlichkeit wird einerseits bestimmt durch die Persönlichkeiten der einzelnen Mitglieder der Gruppe, und andererseits dadurch, wie die Mitglieder miteinander umgehen und was sie gemeinsam erschaffen.
Dein didaktisches Design, das in dem einen Jahrgang so wunderbar funktioniert hat, kann im nächsten Jahrgang komplett auseinanderfallen – eben wegen der unterschiedlichen Persönlichkeiten der beiden Gruppen.
Das darfst du beachten, und das darfst du respektieren.
Lügen machen das Leben kompliziert.
Immer und immer und immer wieder.
Dein Plan wird niemals 1:1 so aufgehen wie gedacht.
Im besten Fall sind Pläne Sprungbretter für noch bessere Ideen.
Man braucht Early Adopters nicht suchen. Sie suchen dich! Sie sind immer interessiert an Neuem, und wenn sie dich fragen „Was gibt’s Neues?“ und du hast was Neues – Bingo! Sie werden dir zuhören.
Early Adopters braucht man auch nicht nachlaufen, weil sie sich nicht verstecken. Sie sind leicht zu finden – an Orten, wo es viel Neues zu entdecken gibt (z.B. auf Messen).
Early Adopters wollen gefunden werden.
Aufwendig wird es erst mit der nächsten Gruppe, der Majority. Die zu finden und zu überzeugen, das ist aufwendige Arbeit.
Daher: Suche die Early Adopters, die gefunden werden möchten und von sich aus Interesse an etwas Neuem haben. Und dann leiste großartige Arbeit und sorge so dafür, dass die Early Adopters anderen von dir erzählen.
So schaffst du dir Schritt für Schritt, einen Menschen nach dem anderen, Zugang zur Majority.
[Danke Seth Godin für diesen Gedanken.]
Ein sicheres Zeichen, dass du dringend eine Auszeit brauchst:
Du bekommst eine e-Mail von einem deiner größten Mentoren mit der Bitte um Hilfe. Doch anstatt, dass du dich freust, dass du auch mal was zurück geben kannst, denkst du dir nur: “Oh nein, noch mehr Arbeit. Wie soll ich denn das auch noch unterbringen?”
In dem Fall brauchst du dringend Abstand, weil sich deine Prioritäten komplett verschoben haben.
Es wird Zeit, dass du dich wieder mehr um die wirklich wichtigen Dinge im Leben kümmerst.
Der Unternehmer, Investor und Business Angel Hansi Hausmann (weltberühmt in Österreich) sagt über sein BWL-Studium:
„Der Titel war irgendwie wichtig, weißt eh, wennst aus Österreich kommst ist es halt wichtig, dass du das Wirtschaftsstudium gemacht hast. Ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass ich dort so wahnsinnig viel gelernt habe. Ich habe einfach im ersten halben, dreiviertel Jahr [nach dem Studium im Job] sicher mehr gelernt als in den paar Jahren auf der Wirtschaftsuni – nämlich on the go, im Markt draußen, bei den Kunden. Man lernt vielleicht, ein bisschen diszipliniert zu lernen und zu denken im Studium. Da ist es relativ egal, was man studiert. […] Aber ein Studium insgesamt zu machen ist wahrscheinlich nicht schlecht. Ob der Inhalt jetzt so wahnsinnig wichtig war für das, was ich später gemacht habe… Da würde ich sagen, wahrscheinlich eher gar nicht. Das hätte ich alles so auch gelernt.“
Hansi Hansmann in “Frühstück bei mir”, 26. Juni 2022
BWL studiert und nichts Nützliches gelernt. Beileibe kein Einzelfall, und doch bleibt die Frage:
Wie kann das sein?
Es ist extrem umprofessionell, wenn ich etwas zusage und dann bis auf den letzten Drücker (und darüber hinaus) vor mich her schiebe.
Ich mag das nie mehr machen.
Attention (Aufmerksamkeit) kommt von tension (Spannung).
Ohne eine gewisse Spannung, ohne etwas, das unser Gegenüber ein bisschen verstört oder irritiert oder überrascht, werden wir keine Aufmerksamkeit geschenkt bekommen.
Aber es ist ein schmaler Grad: Tension, die nicht aufgelöst wird, die nur Fragezeichen hinterlässt, ist kontraproduktiv. Wenn es nämlich zu anstrengend wird, verlieren wir unser Gegenüber nämlich ebenfalls.
Aufmerksamkeit entsteht durch das richtige Maß von Spannung und Entspannung.
Der Profi-Berater führt nicht nur ein spannendes Beratungsgespräch, sondern er sagt am Ende auch nochmal: „Ich fasse zusammen: Wir haben Folgendes besprochen: …“ Oder er fragt: “Was war in unserem Gespräch heute für Sie am wertvollsten?”
Das tut er für sich selbst, aber vor allem tut er es für seine Kund*innen.
Lernen lebt von der Wiederholung.
Im Online-Coaching-Markt treiben sich viele Scharlatane herum – weltweit, und auch in Österreich.
Das Problem haben nicht nur die armen Menschen, die von diesen Coaches mit unhaltbaren Versprechen angelockt und anschließend abgezockt werden.
Das Problem hat der ganze Markt. Denn diese Scharlatane hinterlassen nur enttäuschte Kund*innen und verbrannte Erde. Sie ruinieren eine ganze Branche.
Und darunter leiden die vielen ehrlichen Coaches da draußen, die tatsächlich nur das Beste für ihre Kund*innen im Sinn hätten.
Es heißt ja: Es gibt keine Probleme. Es gibt nur Herausforderungen.
Ich sage: Nein. Es gibt (gerade im Business) zuweilen waschechte Probleme.
Und diese darf man dann auch beim Namen nennen.
Ich bin Wirtschaftspädagoge.
Auch wenn ich nie Wirtschaftspädagogik studiert habe.
Gründerin Valentina Mörz hat in einem Blog-Artikel reflektiert, worauf es in der Gründungsphase wirklich ankommt
Mach ein gutes Produkt oder Angebot. Schau, dass du bei deinen Kund*innen Top-Arbeit leistest. Und verlang einen angemessenen Preis für deine Arbeit.
Der ganze Rest lenkt dich eigentlich nur ab.