Ein großes Unternehmen definiert sich nicht dadurch, dass es viel Umsatz macht. Oder Gewinn. Oder dass es viele Mitarbeiter*innen hat. Oder dass es viel Venture Capital aufstellen konnte.
Ein großes Unternehmen ist groß nützlich.
Ein großes Unternehmen definiert sich nicht dadurch, dass es viel Umsatz macht. Oder Gewinn. Oder dass es viele Mitarbeiter*innen hat. Oder dass es viel Venture Capital aufstellen konnte.
Ein großes Unternehmen ist groß nützlich.
Alteingesessene Unternehmer*innen müssen lernen, dass ihr Business nicht nur Geld verdienen soll, sondern auch einen Purpose braucht.
Die Gründer*innen von heute müssen lernen, dass ein Purpose allein nicht reicht, sondern dass ihr Business auch Geld verdienen muss.
Heute habe ich wieder mal davon gesprochen, wie durchgetaktet meine FH-Studierenden sind. Dass sie mit dem Studium eigentlich einen Fulltime-Job haben. Dass viele von ihnen nebenbei noch arbeiten. Oder sich irgendwo engagieren. Oder Freifächer besuchen. Dass sie kaum Freiraum haben zum Reflektieren und zum Durchschnaufen.
Etwas später habe ich mir dann meinen Kalender für die nächsten Wochen angesehen und kleinlaut zugeben müssen: “Verstanden. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.”
Wenn du etwas mit Leidenschaft tust, musst du keinen Tag mehr in deinem Leben arbeiten.
Dieser Glaube ist naiv.
Das ganze Semester habe ich mich schon gewundert, warum ich es nicht schaffe, im Seminarraum Musik über die dortigen Lautsprecher abzuspielen.
Heute bin ich drauf gekommen, was das Problem war. Ich habe alles richtig gemacht, bis auf eine Ausnahme: Die Lautstärke war viel zu leise eingestellt. Ich hätte also nur lauter drehen brauchen, und alles wäre paletti gewesen.
Merke: Du kannst alles richtig machen, aber wenn du nicht laut genug bist, wird es nicht funktionieren.
Für mich als Lehrenden ist eine der größten Herausforderungen, meinen Studierenden zu vermitteln, dass es auf viele Fragen und Herausforderungen in der BWL keine eindeutigen Antworten gibt.
Natürlich wäre es für sie (und auch für mich) einfacher, wenn ich sagen könnte: “Seht her: Wenn ihr in diese Situation kommt, dann macht Folgendes. Damit werdet ihr immer richtig liegen, und dann wird alles gut.”
Aber so funktioniert die Welt im 21. Jahrhundert nicht. Schon gar nicht die Wirtschaftswelt.
Es wäre eine Lüge so zu tun, als wäre die Welt eindeutig. Damit würde ich meinen Studierenden langfristig keinen Gefallen tun.
Auch wenn diese ständige Uneindeutigkeit kurzfristig wahnsinnig frustrierend ist.
Als Unternehmer*in ist es deine Aufgabe, deine Angebote zu verkaufen. Punkt.
Eh klar, könnte man sagen. Tatsächlich liegt hier jedoch in vielen Solo-Businesses der Hund begraben. Die Produkte herzustellen, das ist leiwand. Aber dann herzugehen und zu sagen: “Seht her, ich hab da was gemacht. Wer will es haben?” – das erfordert Mut. Das ist unangenehm. Das ist etwas, was die meisten lieber nicht tun würden.
Aber es hilft nichts: Verkaufen gehört zum Unternehmersein dazu. Ohne Verkauf kein Umsatz, und ohne Umsatz kein Business.
Es gibt tausend verschiedene Möglichkeiten, deine Angebote an die Frau oder an den Mann zu bringen. Du hast die freie Wahl, dir davon eine auszusuchen, die am besten zu dir passt und somit deinen persönlichen Verkaufsstil zu wählen.
Du kannst dir also aussuchen, wie du es machst. Aber ob du es machst, das steht nicht zur Diskussion.
Jedenfalls dann nicht, wenn du es ernst meinst mit deinem Business.
Von nichts kommt nichts.
Wir gehen davon aus, dass es eine Zeit dauern wird, bis wir mit unserem Business Erfolg haben. Und das ist grundsätzlich auch eine vernünftige Annahme, weil meistens dauert es tatsächlich seine Zeit.
Aber: Wir sollten auch darauf vorbereitet sein, dass wir vom Start weg Erfolg haben. Für die kleine, aber nicht ausgeschlossene Chance, dass wir viral gehen. Zumindest ein bisschen vorbereitet.
Wenn dich heute wer fragen würde: “Und, was kann ich bei dir kaufen?” – Hättest du eine ganz konkrete Antwort?
Der Großteil der Menschen will nicht alleine im stillen Kämmerlein lernen – selbst, wenn das ganze Wissen gratis verfügbar wäre.
Der Großteil will ein bisschen an die Hand genommen werden, damit er die Sicherheit hat, dass er das, was er macht, auch richtig macht.
Es gibt drei Stufen von unternehmerischen Kompetenzen:
Schwächen: Jene vernachlässigten Bereiche deines Unternehmens, die potenziell dafür sorgen können, dass dein Unternehmen untergeht. Die kritischen Erfolgsfaktoren des Unternehmertums, die du einfach nicht gut genug drauf hast, um auf deinem Markt Erfolg zu haben.
Gut genug: Jene (vielen) Bereiche deines Unternehmens, die nicht perfekt laufen, aber immerhin so gut, dass sie dich und deinen Erfolg nicht behindern.
Stärken: Jene (wenigen) Bereiche, in denen du wirklich besser (und zwar viel besser) bist als andere Anbieter am Markt. Das, was dich besonders macht. Das, warum deine Kund*innen wirklich bei dir kaufen.
Empfohlen von Derek Sivers:
1. Versuche das Gegenteil dessen zu finden, was du für gut und richtig hältst.
2. Denk wirklich darüber nach. Könnte das stimmen? Was davon stimmt – und warum?
Beispiel: Lifestyle Entrepreneure sind keine richtigen Unternehmer.
Mach das 20 Minuten lang. Und dann schau, was dabei raus kommt.
Gute Konzepte – zur richtigen Zeit am richtigen Ort – erklären uns die Welt.
Sie bringen Licht in Situationen, wo Dunkel herrschte. Sie verändern den Blickwinkel in Richtung Klarsicht. Sie lösen Aha-Erlebnisse aus und wirken verlässlich gegen Verwirrung.
Gute Konzepte wirken Wunder.
Mein Lieblings-Fußballverein, Admira Wacker, muss in die 2. Liga absteigen. Der Trainer, Andreas Herzog, fand nach dem entscheidenden letzten Spiel folgende selbstkritische Worte:
Wir waren in der ersten Halbzeit einfach nicht präsent genug und das ist eigentlich das Traurige an der ganzen Geschichte. Wenn du in so einem wichtigen Spiel nach 30 Minuten im Endeffekt keine entscheidenden Zweikämpfe gewonnen hast, da kannst vorher und nachher immer reden, dich hinstellen und auf schlau tun. Aber am Platz werden die richtigen Entscheidungen getroffen oder eben die falschen und die haben wir in den letzten fünf Wochen zu viel gemacht. Jetzt sind wir dafür bestraft worden.”
Die Wahrheit liegt auf dem Platz, heißt eine alte Fußball-Weisheit.
Und das trifft auch für uns Lifestyle Entrepreneure zu: Wir können reden, was wir wollen. Entscheidend ist, was wir (nicht) entscheiden und was wir (nicht) tun.
Mick Jagger und seine Kollegen von den Rolling Stones sind Millionäre. Und trotzdem verlangen sie horrende Preise für ihre Konzerttickets.
Da lässt sich mit einigem Recht die Frage stellen: Menschen, die so reich sind, die mit ihren Fans so viel verdient haben… Sollten die nicht inzwischen gratis spielen? Haben die nicht längst genug?
Ja, das haben sie wahrscheinlich. Aber: Mick Jagger will beim Konzert nicht in lauter fade Gesichter schauen. Deswegen spielt er nicht gratis. Er will, dass nur echte Fans kommen.
Der Enthusiasmus würde einfach fehlen, wenn die Tickets gratis wären. Was nichts kostet, ist nichts wert.
Wenn die Tickets teuer sind, ist die Stimmung einfach besser.
Wir leben in einer paradoxen Welt.
Wir sollen konsumieren, denn darauf beruht unser Wirtschaftssystem. Das sichert Arbeitsplätze.
Wir dürfen aber nicht (mehr) so viel konsumieren, denn das ruiniert das Klima und das ist nicht nachhaltig.
Marianne Gronemeyer sagt, das ist ein Kennzeichen von Absurdistan – der Welt des unbegrenzten Wachstums.
Unlängst habe ich meine Studierenden gefragt, wer von ihnen weiß, wie viel ihr Papa verdient.
Die Hälfte der Studierenden hat nicht aufgezeigt.
Über Geld spricht man (in Österreich) nicht. Nicht mal innerhalb der Familie.
Es gibt Menschen, die involvieren dich in ihre Probleme allein schon durch ihr Verhalten. Du hast gar nicht die Wahl, dich rauszuhalten, du wirst durch das, was sie tun automatisch reingezogen.
Das ist eine schwierige und meist sehr belastende Situation.
Zu wissen, dass man ko-abhängig ist, ist allerdings schon der erste Schritt zur Lösung.
Viele Lifestyle Entrepreneure sind von dem Wunsch beseelt, anderen Menschen mit ihrem Lifestyle Business wirklich zu helfen. Davon, einen echten Unterschied zu machen im Leben anderer und ein Stückchen dazu beizutragen, dass die Welt insgesamt besser wird.
Dabei haben wir meist eine sehr klare Vorstellung davon, welche Probleme wir zu lösen imstande sind und um welche Probleme wir uns kümmern wollen.
Manchmal kommen wir allerdings drauf, dass die Probleme der Menschen, denen wir helfen wollen, sich deutlich von den Problemen unterscheiden, die wir glauben, dass sie haben. Deren Probleme sind gar nicht unsere Probleme!
Dann stehen wir einer schwierigen Entscheidung: Bleiben wir bei unserem Problemlösungsangebot und warten wir darauf, dass die Menschen mit den richtigen Problemen zu uns kommen? Oder tun wir, was für eine wirkliche Hilfe notwendig ist und lösen die tatsächlichen Probleme unserer Kund*innen – auch wenn wir dafür aus unserer Komfortzone raus müssen?
Wirklich zu helfen bedeutet, dass wir dort anpacken, wo unsere Hilfe gerade gebraucht wird – und nicht dort, wo es uns am besten passen würde.
Verlieb dich nicht so sehr in deine eigenen Ideen, dass du sie nicht mehr loslassen kannst.
[Danke Gordon Schönwälder für diesen Hinweis.]
Ist deine Idee interessant genug, dass andere Menschen angeregt mit dir darüber reden?
Oder ist deine Idee sogar so interessant, dass andere Menschen dafür Geld ausgeben?