Tag#Lehren&Lernen

Ein neues Thema

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Wenn wir innovativ sind und ein neues Thema, eine neuartige Methode oder ein noch nie da gewesenes Angebot auf einem Markt bekannt machen wollen, dann stehen wir vor einer großen Herausforderung: Wir müssen unser Thema zuerst mal erklären.

Bevor unsere Kunden kaufen können, müssen sie zuerst verstehen. Wir müssen also wie ein Lehrer unsere Kunden zuerst informieren, worum es bei unserem neuen Thema geht. Wir müssen ihnen erklären, was sie von unserer neuartigen Methode haben. Sie müssen verstehen, warum dieses noch nie da gewesene Angebot genau das ist, was sie immer schon gesucht haben.

Diese “Lehrtätigkeit” ist wahrlich keine einfache Aufgabe. Sie verlangt Überzeugung, Geduld und Durchhaltevermögen.

Umso wichtiger ist es, dass wir uns diese Aufgabe nicht schwerer machen als notwendig. Bedeutet: Dass wir unseren Kunden die Lernaufgabe nicht schwerer machen als nötig.

Beispiel: Wenn wir in Österreich ein neues Beratungsthema etablieren möchten, dann sollten wir es auf Deutsch erklären – nicht auf Englisch. Klar, viele Österreicher sprechen auch Englisch. Aber wer ein neues Thema in einer Fremdsprache erklärt, baut zwei Hürden auf: Neues Thema und fremde Sprache.

Eine Hürde zu überspringen ist schwer genug.

Wall Of Progress

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Eine Gründerin, eine junge, sehr talentierte Animation Artist, hat in ihrem Zimmer eine Wall Of Progress. Dorthin hat sie über die Jahre ihre Zeichnungen aufgehängt, quasi als Zeitreise durch ihre künstlerische Entwicklung.

Auf dieser Wall Of Progress wird in beeindruckender Weise sichtbar, wie viel sie über die Jahre dazugelernt hat und wie viel besser sie geworden ist. Aber sie macht das nicht für die Außenwelt, für ihre Kunden und Fans, sondern einzig und allein für sich selbst.

Jedes Mal, wenn sie mit ihrer Arbeit hadert und nicht zufrieden ist, wenn sie denkt, wie limitiert ihre Fähigkeiten sind, kann sie auf ihrer Wall Of Progress sehen, wie weit sie über die Jahre gekommen ist und wie viel besser sie bereits ist als am Anfang.

Wir Lifestyle Entrepreneure sind selten zufrieden mit uns und unserer Arbeit. Wir sehen das Verbesserungspotenzial (das es zweifellos gibt) oft viel deutlicher als den Fortschritt, den wir bereits gemacht haben. Damit hadern wir, und das ist schade.

Eine Wall Of Progress würde uns allen gut tun.

Lernsprung

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Nur, weil du dich im Fitness-Studio verausgabst, heißt das nicht, dass fitter geworden bist.

Nur, weil du Bewegung machst, heißt das nicht, dass du weißt, wie du deinen Körper richtig verwendest.

Der Unterschied ist ein Lernprozess: Der Weg vom “irgendwelche Dinge irgendwie tun” hin zu “die Dinge richtig tun” und “die richtigen Dinge tun”.

Dieser Unterschied ist ein Quantensprung im Lernen.

Ein gewaltiger Lernsprung.

Dankbarkeit (2)

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Eigentlich müssten wir am dankbarsten sein für jene Kunden, Projekte oder Aufträge, die besonders herausfordernd sind. Die anstrengend sind. Die mühsam sind. Weil wir dabei am meisten lernen können. Wir wachsen tatsächlich mit der Aufgabe.

Aber das ist nicht immer leicht. Weil mühsame Kunden bleiben auch dann mühsam, wenn wir viel von ihnen lernen können.

Gerade dann.

Edupreneure

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Sind Menschen, deren Business es ist zu lehren: Psychologen, Pädagogen, Philosophen, Psychotherapeuten und so weiter.

Was müssen sie wissen?

Die meisten Menschen lernen nicht gerne.

Immer wieder

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Die spannende Frage ist nicht: Wo habe ich gerade einen Fehler gemacht?

Viel besser ist die Frage: Wobei irre ich mich immer wieder?

Irritierend

I

Ein Berater ist dann wertvoll, wenn er seine Kunden irritiert. Nicht vollkommen verstört, aber wenn er zum Nachdenken anregt. Wenn der Kunde aus der Beratung raus geht und sagt: Interessant, so habe ich das noch gar nicht gesehen.

Ein Berater, der nicht ab und zu auch vor den Kopf stößt, bringt seine Kunden auch nicht wirklich weiter.

Blue Eyed

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Was ich aus dem Film Blue Eyed gelernt habe:

  1. Terror ist, wenn eine Gruppe einfach und willkürlich die Regeln ändert. Es für andere unmöglich macht, sich an die Spielregeln zu halten und “brav” zu sein. Die Anderen haben dadurch keine Chance zu gewinnen – weil die terrorisierende Gruppe gar nicht will, dass sie gewinnen. 
  2. Grausamkeit bedeutet, einen Menschen dort zu treffen, wo es ihm/ihr am meisten weh tut. Also nicht den Menschen direkt zu konfrontieren, sondern der Familie zu schaden. Wir Menschen wissen intuitiv erschütternd gut, wie wir anderen Menschen am wirkungsvollsten schaden können – weil wir selber voller Schmerzen sind. 
  3. Ich habe als Lehrer (und als Vater!) eine große Verantwortung. Als jemand, der Sprache verwendet und Worte manipulierend einsetzt, um Prozesse und Transformationen zu initiieren. 
  4. Die Diskriminierung geht immer weiter, einfach weil wir „don‘t care (enough)“. Weil es mich nicht betrifft, kümmere ich mich nicht drum. 
  5. Es ist so perfid, diskriminierte Gruppen gegeneinander aufzuwiegeln. Und so wirkungsvoll.

Auf den Punkt

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Wir verwechseln oft länger mit besser. Oder vollständig mit qualitätsvoll.

Dabei ist es oft die wertvollste Leistung überhaupt, wenn man Dinge auf den Punkt bringen kann.

Kurz, knapp, verständlich.

Heureka!

H

Es gibt für mich kaum ein beglückenderes Erlebnis als den Moment, wo ich etwas Entscheidendes begreife.

Danach ist nichts mehr wie zuvor.

Gedankenaustausch

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Es ist sehr schwierig, die Gedanken in meinem Kopf in einen anderen Kopf zu bringen.

Wenn ich will, dass ich so verstanden werde, wie ich es gemeint habe, dann muss ich versuchen, mich ganz präzise auszudrücken.

Präziser Ausdruck kommt von klaren Gedanken. Wenn der Gedanke noch nicht klar ist, dann wird auch die Formulierung nicht klar sein.

Falsche Annahmen

F

Manchmal führen falsche Annahmen trotzdem zu einen im Endeffekt positiven Ergebnis.

Dennoch wäre es besser, wenn dieses positive Ergebnis aufgrund korrekter Annahmen erreicht worden wäre.

Der Zweck heiligt nämlich nicht die Mittel.

Lernen mit Videos

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Lernen geschieht nicht, wenn wir uns ein Video ansehen (auch wenn es noch so gut gemacht ist, auch wenn es noch so “didaktisch” ist).

Lernen geschieht, wenn wir tun.

Lehr-Annahmen

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Alle Lehrer*innen müssen Annahmen treffen: Was brauchen meine Schüler*innen gerade von mir? Was ist wichtig, dass Sie über dieses Thema wissen, was nicht? Welche Storys erzähle ich, die relevant sind für sie?

Natürlich liegen wir mit diesen Annahmen manchmal daneben. Aber was wäre die Alternative? Keine Annahmen und damit keine Entscheidungen zu treffen?

Lehrer*innen, die keine Entscheidungen treffen… der Schrecken aller Schüler*innen!

Empfehlungen

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Ich kann nur empfehlen, was ich verstanden habe.

Wenn du mir nicht mit einfachen und klaren Worten sagen kannst, was du mit deinem Lifestyle Business genau machst, welche Probleme du konkret löst und welche Hilfe ich genau von dir haben kann… wie soll ich es mir dann merken?

Und wie soll ich in dem Moment, in dem ich dich weiterempfehlen könnte, in Sekundenschnelle dein Angebot korrekt abrufen, wenn ich es in Wahrheit nie ganz verstanden habe?

Es wird nicht klappen.

Indem wir zu kompliziert sind, vergeben wir uns viele Chancen.

Andere Antworten

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Glaub nicht, dass die Antworten, welche die anderen haben, elaborierter sind als deine eigenen.

Meistens plappern die anderen nur etwas nach, ohne viel darüber nachgedacht zu haben, ob das wirklich stimmt.

Die meisten haben Respekt vor einer fundierten, recherchierten und durchdachten Antwort.

Trau dich, solche Antworten zu liefern.

Muss-Wissen

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Eine der spannendsten Fragen, die man einer Lehrerin oder einem Lehrer stellen kann: Was muss ich wissen, um Erfolg zu haben?

Natürlich können wir Lehrer diese Frage nicht letztgültig beantworten. Auch wir können nicht in die Zukunft sehen und alle Erfolgsfaktoren verlässlich voraussagen.

Aber wir können (und müssen!) eines tun: Wir müssen als Experten für ein Thema definieren, was das essenzielle Wissen in diesem Thema ist. Wir müssen im Dienst unserer Schüler*innen das Muss-Wissen vom Kann-Wissen und vom Kür-Wissen unterscheiden.

Diese Unterscheidung ist eine der größten und wichtigsten Leistungen von guten Lehrern.

Lehrgeld

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Wenn wir Lifestyle Entrepreneure etwas ausprobieren, wenn wir Dinge zu verbessern versuchen, wenn wir Prozesse in unserem Lifestyle Business optimieren wollen, dann wird es immer eine gewissen Menge an Fehlinvestitionen geben.

Das gehört zum Lernen dazu. Das ist eine Form von Lehrgeld.

Wahrscheinlich ist es deshalb keine schlechte Idee, von vornherein ein „Experimentier-Budget“ einzuplanen.

Als Berater beraten werden

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Es ist immer wieder gewöhnungsbedürftig, wenn ich als Berater mich von einem anderen Berater beraten lasse. Allein schon deswegen, weil ich es nicht gewohnt bin, der Lernende und nicht der Lehrende zu sein.

Es lohnt allemal, sich öfter in diese ungewohnte Situation zu begeben und als Berater immer wieder zum Lernenden zu werden.

Diese Erfahrung ist im besten Sinn des Wortes demütigend.

Vorbilder

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Egal, wen du dir als Vorbild gewählt hast: Er/Sie hatte damals keine besseren Voraussetzungen als du heute. Er/Sie hatte es nicht leichter, du hast es nicht schwerer.

Er/Sie hat einfach getan, was zu tun war und ein paar der Möglichkeiten genützt, die sich am Weg aufgetan haben. Auch er/sie hatte Schwierigkeiten, auch er/sie hatte Zweifel, auch ihm/ihr war der Erfolg nicht garantiert.

Wir sehen bei unseren Vorbildern meist nur das Blumenbeet, nicht den Spaten.