AutorGünter Schmatzberger

Erlaubnis

E

Manchmal merke ich, wie meine Gründer*innen sich indirekt meine “Erlaubnis” abholen wollen für eine Entscheidung, die Sie getroffen haben.

Dabei habe ich hier nichts zu erlauben. Genauso wenig, wie ich etwas zu verbieten, zu fordern oder zu vergeben hätte. Es ist nicht mein Projekt, um das es hier geht, sondern um das Projekt meiner Gründer*innen.

Eh klar. Trotzdem bedarf es immer wieder einer Erinnerung.

Lernen zu lernen

L

Erfolgreiche Unternehmer*innen sind auch und besonders jene, die gelernt haben zu lernen. Die sich systematisch und kontinuierlich Lerngelegenheiten schaffen.

Wir glauben oft, dass jene Menschen erfolgreich sind, die viel wissen. Dabei sind es in Wahrheit jene, die ein Leben lang bereit sind, Neues zu lernen.

Wie wir lernen ist viel wichtiger als was wir wissen.

Querdenken

Q

Ja, wir wollen querdenken, wir wollen kreativ und innovativ sein. Aber wenn es dann darauf ankommt, dann kommt oft nur ein Querdenken mit angezogener Handbremse raus.

Wir wollen querdenken, aber es ist anstrengend und schwierig. Wir wollen neue Wege einschlagen, aber wir scheuen uns vor dem rauen Wind, der uns dann entgegen bläst. Wir wollen etwas Innovatives versuchen, aber wirklich Zeit und Geld dafür aufwenden? Nein, das wollen wir eher nicht.

Das ist ja auch in Ordnung so. Nur dürfen wir uns dann eben nicht wundern, wenn wir doch nur so mittelmäßig kreativ und innovativ sind wie alle anderen.

Umfeld

U

Dein Umfeld wird auf das, was du tust, reagieren.

Mitunter stehen da Beziehungen auf dem Spiel. Mitunter müssen wir zuerst Beziehungen beenden, um das zu tun, was wir eigentlich wirklich tun wollen.

Alles im Leben hat seinen Preis.

Steuern sparen

S

Peter Drucker sagt: „Nichts motiviert den modernen Menschen mehr, als eine Chance, Steuern zu sparen.“

Es erstaunt mich immer wieder, wie viel kreative (und mitunter auch kriminelle) Energie Unternehmer*innen entwickeln, wenn sie die Chance wittern, ein paar Euro an steuern zu sparen.

Es ist, als würde unser Hausverstand aussetzen. Wir sollten da wirklich auf der Hut sein.

Es schaut leichter aus

E

Es ist hart, Unternehmer*in zu werden, es ist hart, Unternehmer*in zu sein, und es ist hart, Unternehmer*in zu bleiben.

Jede Unternehmerin und jeder Unternehmer, die ein Unternehmen über mehrere Jahre führen oder geführt haben, verdienen unseren Respekt für diese Leistung.

Es ist nämlich nicht so einfach, wie es vielleicht aussieht.

Berater reden gerne

B

Wir Berater reden gerne. Das ist auch gut so, denn schließlich ist es unsere Aufgabe, unseren Kund*innen mit unserem Wissen neue Blickwinkel zu eröffnen.

Es ist allerdings heilsam, sich ab und zu zu vergegenwärtigen, dass es auch Kund*innen gibt, die uns einfach reden lassen, sich ihren Teil denken und den Herrgott einen guten Mann sein lassen.

Nicht alles, was wir sagen, wird auch Gehör finden.

Wachstum

W

Heute habe ich begriffen: Du brauchst in deinem Lifestyle Business nur dann Steuerungsinstumente (Ziele, Kennzahlen, KPI etc.), wenn du wachsen willst.

Wenn du mit dem Status Quo zufrieden bist, brauchst du keine Minute auf diese Steuerungsinstrumente verschwenden.

Andererseits: Ein Lifestyle Business, das nicht mehr wächst, das sich nicht weiterentwickelt und sich nicht verändert… Wer würde denn so ein Unternehmen haben wollen?

Weiterlernen

W

Es ist ein Drama: Sobald sie die Schule verlassen haben, hören die meisten Menschen auf zu lernen.

Jetzt, wo sie nicht mehr müssen, entscheiden sie sich dafür, sich lieber nichts mehr Neues anzueignen. Schließlich haben sie lange genug gelernt.

Das ist wirklich schade, denn gerade als Erwachsene hätten wir noch so viel Spannendes zu entdecken.

Konzeptbatzen

K

Ich finde, schlaue Konzepte gehören zu den nützlichsten Dingen auf dieser Welt. Ein gutes Konzept hilft uns, Dinge über die Welt, in der wir leben, zu sehen und zu verstehen, die uns sonst verborgen geblieben wären.

Wir sollten dabei aber niemals vergessen, dass ein Konzept nicht die Wirklichkeit ist. Ein Konzept ist eine bestimmte Sichtweise auf die Wirklichkeit, eine Vereinfachung, die auch viel weglässt. So wie auch eine Landkarte nicht die echte Welt da draußen darstellt.

Gefährlich werden Konzepte dann, wenn wir uns nicht die Mühe machen, sie wirklich zu durchschauen und wenn wir sie daraufhin mit der Wirklichkeit verwechseln. Dann werden Konzepte zu unförmigen Konzeptbatzen, die nur unser Gehirn verpicken.

Beim Masseur

B

Gestern war ich beim Masseur. Nach wenigen Handgriffen meinte er zu mir: „Du bist im Moment gerade ein bisschen im Stress, stimmt’s?“ Und ich denke mir: „Also, eigentlich ist es bei mir eh gerade recht entspannt!“

Der Fisch nimmt das Wasser auch nicht mehr wahr, in dem er schwimmt.

Wo die Freude ist

W

Markus Gull sagt: „Das ist vielleicht die erste und wichtigste Aufgabe überhaupt: Freude haben. Freude machen. Freude spüren. Freude geben.“

Richte dein Lifestyle Business dorthin aus, wo die Freude ist. Die Freude für dich und deine Kund*innen.

Dann wirst du immer richtig liegen.

Kommen und Gehen

K

Das Schöne und das Ernüchternde an meiner Arbeit als Gründungsberater: Ich sehe hoffnungsvolle Projekte entstehen, und ich sehe ehemals hoffnungsvolle Projekte wieder verschwinden.

Es ist ein Kommen und Gehen. Wie alles im Leben.