Tag#BWL

Hervorragende Betriebswirte

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Unser Land braucht hervorragende Betriebswirte. Nicht gute Betriebswirte, sondern hervorragende.

Die Herausforderungen unserer Zeit sind groß. Es gibt viel zu tun.

Gute, also durchschnittliche, Betriebswirte werden diese Herausforderungen nicht lösen. Gute Betriebswirte werden keinen großen Erfolg haben. Wir brauchen sehr, sehr gute Betriebswirte, weil wir sehr, sehr große Räder drehen müssen. Wir brauchen sie wie einen Bissen Brot.

Die Zukunft unserer Welt liegt maßgeblich in den Händen jener jungen Betriebswirt*innen, welche dieser Tage mit ihrem BWL-Studium beginnen.

Wir zählen auf euch!

Für BWL begeistern

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Ich möchte BWL nicht unterrichten wie vor zwanzig oder fünfzig Jahren.

Ich möchte meine Studierenden, meine Seminar-Teilnehmer*innen und meine Unternehmensgründer*innen für die BWL begeistern. Ja, das ist mein Anspruch. Begeisterung!

Ich möchte BWL lebendig machen. BWL ist praktisch und interessant, ein sehr nützliches Handwerk, mit dem man etwas erschaffen kann.

Aber, damit kein Missverständnis entsteht: Mein Anspruch ist hoch. Nicht, weil ich mir etwas auf mich einbilde, sondern weil meine Schüler*innen profundes BWL-Wissen brauchen werden wie einen Bissen Brot.

Ich wiederhole: Wer BWL bei mir lernt, wird es nicht leicht haben. Ich werde meine Schüler*innen fordern. Nicht, weil ich ein Sadist bin, sondern ihnen zuliebe.

Visionen

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Alle Visionen, die du für dein Lifestyle Business hast, sind okay. Keine Vision ist an sich besser als die andere. Keine Vision ist automatisch erfolgsversprechender. Keine Vision ist zu unrealistisch, um sie nicht wahr machen zu können.

Einziges Kriterium aus betriebswirtschaftlicher Sicht: Dein Cash Flow muss dir erlauben, deine Visionen zu verfolgen.

Solange der Cash Flow passt, also solange, bildlich gesprochen, der Blutkreislauf deines Lifestyle Business in Schwung ist, darfst du träumen so viel du willst.

Strategie

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Lifestyle Entrepreneuren mangelt es praktisch nie an Ideen. Woran es hapert, ist die Strategie.

Eine Strategie ist der Weg, wie aus einer Idee ein Umsatz-bringendes Business wird. Eine Strategie zu haben bedeutet, sich bewusst für einen Weg zu entscheiden und, ganz wichtig, über längere Zeit dabei zu bleiben – auch (und gerade dann), wenn man nicht weiß, ob dieser Weg Erfolg bringen wird.

Eine Strategie zu haben bedeutet zu fokussieren. Fokus wiederum bedeutet, zu ganz vielen (auch guten) Ideen nein zu sagen und sich auf Weniges zu konzentrieren.

Eine Strategie wird auch nicht leichtfertig geändert. Besonders nicht in Situationen, wo Angst und Stress das Kommando übernehmen. Strategien dürfen nur zu festgelegten Zeitpunkten adaptiert werden – in Ruhe, mit Besonnenheit, mit guten Gründen.

Die unternehmerische Aufgabe, eine Strategie zu entwickeln, kommt deswegen ein bisschen unsexy daher. Strategiearbeit ist anstrengend, weil es den Mut zur Entscheidung und den Willen zum Nachdenken braucht. Und weil man trotzdem nie mit Sicherheit sagen kann, ob eine Strategie funktionieren wird.

Aber gerade wir Lifestyle Entrepreneure brauchen Strategien wie einen Bissen Brot. Denn ohne Strategie wird unser Lifestyle Business nicht gelingen, kann nicht gelingen. Zu groß sind die Ablenkungen, zu vielfach unsere Möglichkeiten. Ohne Strategie ist “Ende nie”.

Wir brauchen eine Strategie also nicht deswegen, weil im BWL-Lehrbuch steht, dass Unternehmen nun mal eine Strategie haben. Oder weil der Gründungsberater sagt, wir brauchen eine.

Wir brauchen eine Strategie für unser eigenes Seelenheil. Ohne Strategie werden wir narrisch.

Caring Companies

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Die Zukunft gehört den “Caring Companies”, aber nicht in dem Sinn, wie “Caring Companies” in Harvard definiert werden. Sondern in dem Sinn, dass in Zukunft nur jene Unternehmen Erfolg haben werden, die sich wirklich um das kümmern, was sie tun.

Unternehmen, die sich wirklich um ihre Mitarbeiter kümmern. Die sie sich wirklich für ihre Mitarbeiter als Menschen interessieren und wirklich zuhören, was sie zu sagen haben.

Unternehmen, die sich wirklich um ihre Kunden kümmern. Die sie nicht nur als Umsatzbringer sehen, sondern die einzig und allein das Beste für Kunden im Blick haben, auch wenn sie dadurch (kurzfristig) auf Umsatz verzichten.

Unternehmen, die sich wirklich kümmern, was ihre Produkte der Gesundheit der Menschen und unseres Planeten antun. Die ihre Kunden nicht belügen, indem sie sich ein grünes Mäntelchen anziehen oder auf die Gesundheitsmasche setzen.

Die Zeiten, wo Unternehmen mit “Corporate Wurstigkeit” durchkommen, sind vorbei.

Return on Luck

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Spannende Einsicht von Jim Collins:

Erfolgreiche Unternehmen haben nicht mehr Glück als erfolglose. Oder öfter Glück. Oder besseres Glück.

Erfolgreiche Unternehmen verstehen es aber viel besser, aus ihren Glücksmomenten nachhaltig Kapital zu schlagen.

Entscheidend ist also nicht das Glück an sich, sondern wie der „Return on Luck“ maximiert wird.

Spielregeln

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Ein Spiel erfolgreich zu spielen ist schwierig genug, wenn die Regeln des Spiels offengelegt sind.

Noch viel schwieriger ist es, wenn die Spielregeln nicht transparent sind.

Wie z.B. in der Marktwirtschaft.

You can’t say you can’t play

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Ja, es gibt Regeln in der Marktwirtschaft, einige sehr wichtige sogar.

Aber wenn du die Regeln kennst und sie befolgst, bist du dabei! Es gibt sonst keine anderen Hürden.

Außer vielleicht etwas Mut, der dir noch fehlt.

Die Demokratisierung der BWL

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Die Vision, die BWL zu demokratisieren, begleitet und fasziniert mich seit 15 Jahren. Die Demokratisierung der BWL ist zu einem Herzensprojekt von mir geworden.

Um diese Vision zu verwirklichen, sind drei gleichermaßen wichtige Aufgaben zu erfüllen:

  1. BWL-Wissen zugänglich machen. In einer Sprache sprechen, die jeder Mensch verstehen kann. Das Wichtige vom Unwichtigen trennen, die übergreifenden Konzepte lehren, nicht die kleinkrämerischen Details. Gebrauchswissen statt Tauschwissen.
  2. BWL-Wissen relevant machen. Die Frage “Was geht mich das an?” mit überzeugenden Argumenten beantworten. Mit jedem Gespräch, mit jedem Auftritt, mit jeder Begegnung “enrollment” holen, Person um Person.
  3. Mit dem vorhandenen BWL-Wissen die Kultur verändern. Eine Bewegung schaffen von Menschen, die sich die BWL zurückholen und damit ihr Business (und ihr Leben) verbessern. Eine Bewegung von Menschen, die stolz darauf sind, die BWL verstanden zu haben und nützen zu können – und die mit ihrer Begeisterung auch andere Menschen anstecken.

BWL für Lifestyle Entrepreneure

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Wir Lifestyle Entrepreneure müssen uns die BWL zurückerobern – für unsere Zwecke!

Das gute alte Wissen des „sorgfältigen Kaufmanns”, das mehr mit Hausverstand zu tun hat als mit Wissenschaft.

BWL als Wissen mit Gebrauchswert. BWL als etwas, das uns hilft, unsere Arbeit gut zu machen.

Produktionsfaktoren

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Als Produktionsfaktoren von Dienstleistungsunternehmen werden gemeinhin genannt:

1. Arbeiskraft

2. Wissen / Know-how

Ich ergänze:

3. Enabling Spaces

4. Werkzeuge / Komponenten

Gefährliches Halbwissen

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Betriebswirtschaft ist nicht Rocket Science. Das ist gut, aber das ist auch ein Problem: Es führt dazu, dass man u.U. sehr bald sagt: Passt, habe ich verstanden, kann ich mir erklären, macht für mich Sinn.

Und so entsteht das „gefährliche Halbwissen“: Ich habe etwas verstanden, aber das, was ich verstanden habe, stimmt nicht.

Das kommt daher, dass ich das Konzept, das Problem nicht durchdrungen habe. Ich habe es nicht zu Ende gedacht. Ich bin bei der erstbesten Gelegenheit ausgestiegen und habe damit aufgehört, mich damit auseinanderzusetzen. Weil es anstrengend ist. Weil wir uns nicht mehr anstrengen wollen als unbedingt nötig. Weil das Weiterdenken unter Umständen auch zu kognitiven Dissonanzen führen würde. Weil wir es lieber einfacher haben.

Das ist, wie wenn man Gebrauchsanweisungen oder Rezepte nur oberflächlich und nicht zu Ende liest. Man glaubt, man weiß schon, was man tut, aber in Wirklichkeit reimt man sich etwas zusammen, das nur sehr oberflächlich etwas mit der ursprünglichen Idee zu tun hat.

Und so passiert es, dass wir Lifestyle Entrepreneure betriebswirtschaftliche Konzepte nicht richtig verstehen und dann jahrelang glauben, wir machen das richtige.

Menschen

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Eines dürfen wir im Business nie vergessen:

Wir sind Menschen, die etwas für Menschen machen mit Hilfe anderer Menschen.

Im Business geht es immer um Menschen.

Beratung > Verkauf

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In den Apple Stores finden keine Verkaufsgespräche statt, nur Beratungsgespräche. Die Kund*innen in den Apple Stores werden ganz bewusst nie zu einem Kauf, zu einem Zusatzkauf, zu einem Upgrade o. Ä. überredet oder gar gedrängt.

Apple Stores sind die profitabelsten Stores der Welt. (Quelle)

Kernkompetenzen und Sekundärleistungen

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Wir Lifestyle Entrepreneure haben in unserem Lifestyle Business meist eine Kernkompetenz, in der wir wirklich gut sind. Das ist in der Regel unser Produkt, unser Angebot, unsere ganz besondere Leistung. Unser Ziel ist es, mit dieser Kernkompetenz Geld zu machen.

Unsere Achillesferse sind aber die vielen Sekundärleistungen, die ein erfolgreiches Business ebenfalls leisten muss: Marketing, Vertrieb, Networking, Strategie, Entwicklung usw.

Dadurch, dass wir in den Sekundärleistungen so abfallen, bringen wir uns um die Früchte unserer Kernkompetenz.

[Danke an Daniel Wagner für das Konzept.]

Märkte, Kapitalismus, Industrialismus

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Ein großes Problem von uns Lifestyle Entrepreneuren ist, dass wir den Unterschied zwischen Märkten, Kapitalismus und Industrialismus nicht kennen. Dadurch schütten wir das Kind mit dem Bade aus.

Im Kapitalismus geht es um Freiheit und Wahlmöglichkeiten – und Märkte. Märkte kümmern sich darum, dass Bedürfnisse erkannt werden und so effektiv wie möglich befriedigt werden.

Im Industrialismus geht es um immer bessere Produktivität, um immer billigere Produkte, um die Macht über Märkte – mit allen negativen Nebeneffekten von Sklaverei über Umweltverschmutzung und Korruption bis Monopolstreben.

Wirklich freie Marktwirtschaften sind die größten Freunde von uns Lifestyle Entrepreneuren, weil sie Freiheit und Wahlmöglichkeiten ermöglichen. Aber weil wir Märkte ständig mit Industrien verwechseln, lehnen wir ab, was uns eigentlich helfen würde.

[Mehr dazu in Seth Godins brillanter Podcast-Folge]