Tag#Lebensfragen

Kuscheltiersegnung

K

Die Religionslehrerin meines Sohnes hat sich etwas Nettes einfallen lassen: Zum Welttierschutztag durften alle Kinder ihre Lieblingsstofftiere mitnehmen, und die wurden dann gesegnet.

Mir gefällt die Idee deswegen so gut, weil sie uns an etwas Wichtiges erinnert: Wir alle, ob Groß oder Klein, haben unsere Talismane. Dinge, die uns wichtig sind. Dinge, die uns heilig sind.

Es tut uns gut, unsere ganz persönlichen Heiligtümer hin und wieder zu segnen, sprich: zu würdigen.

Warum erzählt uns das niemand?

W

Wir reden den ganzen Tag über alles Mögliche.

Aber über die wirklich wichtigen Dinge im Leben sprechen wir nicht.

Was macht mich eigentlich aus?

W

Eine Gründer*in sagte unlängst zu mir:

Ich biete so viele Sachen an – aber was macht mich denn eigentlich aus?

Und damit stellt sie die wahrscheinlich schwierigste und gleichzeitig grundlegendste Frage, die man im Zeitalter des Individualismus stellen kann: Wer bin ich eigentlich? Was macht mich besonders?

Auf diese Frage lässt sich halt leider keine endgültige Antwort finden.

Jede Antwort ist eine Momentaufnahme.

Trigger

T

Es gibt Menschen, die machen mich ohne böse Absicht grantig.

Weil sie (unbewusst) die richtigen Knöpfe bei mir drücken. Weil sie durch ihre Art oder ihre Worte etwas in mir triggern.

Ich bemühe mich dann immer nach Kräften, auf diese Trigger nicht anzuspringen. Sie zwar bewusst wahrzunehmen, aber dann tief durchzuatmen und ihnen nicht nachzugeben.

Das gelingt mal besser, mal weniger.

Erste Klasse

E

Unlängst im Zug beobachtet:

Ein Papa fährt mit seinem kleinen Sohn im Railjet nach Wien, 1. Klasse. Der Kleine ist noch ein bisschen wackelig auf den Beinen. Als der Zug im Bahnhof einfährt und stehen bleibt, passiert das Unvermeidliche: Den Kleinen haut es um, er fällt auf seinen Popsch.

Der Papa sagt, nach einer Schrecksekunde: “Ah, nix passiert. Erste Klass’ fallt ma net so hart.”

Rein logisch gesehen stimmt das natürlich nicht. Man fällt auch in der zweiten Klasse nicht härter. Aber gefühlsmäßig macht es schon Sinn: In der ersten Klasse fühlt man sich ganz generell vielleicht eine Spur besser – einfach deswegen, weil es die erste Klasse ist.

Oder, wie es Marcel Reich-Ranicki ausgedrückt hat:

Geld allein macht nicht glücklich, aber wenn man unglücklich ist, ist es besser, in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn.

Angemessene Handlungen (2)

A

Manchmal geht der Schuss auch nach vorne los.

Das können wir uns mitunter nur schwer vorstellen, aber: Möglich wär’s!

Erfolg ist immer freiwillig

E

Jeder Mensch hat das Recht, lieber in seinem Problem zu verharren. Lieber in Opposition zu gehen. Lieber nichts zu tun.

Man kann niemandem zum Erfolg zwingen.

[Danke Valentina Mörz für diesen Gedanken.]

Persönlichkeitstests

P

Die Faszination von Persönlichkeitstests liegt darin, dass sie uns eine Landkarte geben, damit wir uns besser verstehen.

Endlich erklärt uns jemand, was mit uns los ist. Endlich bekommen wir eine Story dafür, warum wir sind, wie wir sind.

Und selbst, wenn diese Story unvollständig oder gar falsch ist… Es ist immerhin eine Story mehr, als wir bisher hatten.

Was ich von “Tina: What’s Love Got to Do With It?” gelernt habe

W
  1. Talent: Du brauchst Talent. Du musst wirklich gut sein und Freude haben bei dem, was du tust. Sonst hältst du nicht so lange durch, besonders nicht unter widrigen Umständen.
  2. Harte Arbeit: Du musst hart arbeiten für deinen Erfolg. Es gibt keine Abkürzungen, du musst tun, was notwendig ist. Eyes on the prize. Du musst nicht nur gute, sondern sehr gute Arbeit liefern und den Leuten geben, was sie wollen.
  3. Helfer: Du brauchst Helfer in allen Lebensbereichen, die dir den Weg ebnen. Die dir die Augen öffnen (Freundin Darlene), die dich antreiben (Ike), die dich unterstützen (Mutter) und die dir Möglichkeiten eröffnen, zu denen du allein nicht gekommen wärst (Phil Spector). Du brauchst Leute, die ihr Talent an deines anknüpfen.
  4. A Good Heart: Verliere nicht deine Menschlichkeit. Wenn sich Menschen von Mensch zu Mensch begegnen, dann fügt sich die Welt zusammen (z.B. der Hotel-Direktor, der ihr ein Zimmer gibt).

Übermotiviert

Ü

Es gibt einen Unterschied zwischen motiviert und übermotiviert.

Motivation bringt dich zum Handeln. Motivation führt zu Ergebnissen.

Übermotivation hingegen ist eine Vermeidungsstrategie. Du bist euphorisch, aber in Wirklichkeit lenkst du dich nur ab von Dingen, wo du lieber nicht hinsehen willst.

[Danke Petra Bock für den Gedanken]

Lustige Familienfeste

L

Ehrlichkeit ist der direkteste Weg, Spaß bei Familienfesten zu haben.

Schätze heben

S

Chancen und Belohnungen winken nur denjenigen, die in Zeiten von Unklarheit und Unsicherheit aktiv werden, Verantwortung übernehmen und Neues ausprobieren.

Den Passiven, den Faulen bleibt womöglich nur die neidvolle Nachsicht. 

Schatzkarte

S

Jede Krise ist eine Chance.

Es kann allerdings sein, dass diese Chance weit außerhalb deiner Komfortzone liegt. Du müsstest Anstrengung und Hirnschmalz investieren, um den Schatz zu heben.

Gibst du dir die Kraft dafür? Oder bleibst du lieber ein nasser Sack? 

Endlich mal Glück

E

Wir scheuen uns vor Veränderungen.

Nicht zuletzt auch deswegen, weil wir Angst haben, dass wir das Gute, das wir haben, durch die Veränderung zerstören und von da an alles schief geht.

Aber denk mal so: Was, wenn du nach der Veränderung endlich mal Glück hast?

Was, wenn jetzt die schwere Zeit ist und die gute nach der Veränderung kommt?

Im Gegenteil

I

Im Bereich des “Menschlichen” gibt es nichts, was es nicht gibt. Es gibt alles, und von allem auch das Gegenteil.

Allein deswegen ist es schon vollkommen sinnlos, es allen recht machen und jedem gefallen zu wollen.

Zuschauer mit Popcorn

Z

Die Zuschauer deines Lebens sitzen da oben auf der Tribüne, mit ihrem Popcorn, und schauen dir zu, wie du in der Arena stehst, kämpfst und dabei Fehler machst.

Und natürlich machst du mehr Fehler als die Zuschauer da oben. Sie haben ordentlich was zu lachen.

Deshalb brauchst du viel Mitgefühl mit dir selbst.

[Danke Veit Lindau für diesen Gedanken.]

Unerwartet

U

Es kann immer was dazwischen kommen.

Es ist wahrscheinlich gar keine schlechte Heuristik, davon auszugehen, dass etwas dazwischen kommen wird

Rolling Stones (2)

R

Unlängst waren die Rolling Stones im Happel-Stadion in Wien zu Gast. Keith Richards wird heuer 79 Jahre alt, Mick Jagger ebenfalls. Der Jüngste, Ronnie Wood, ist 75 geworden.

Da kommt schon mal die Frage auf, warum sich die Herren nicht schon längst zur Ruhe gesetzt haben und sich das Touren immer noch antun.

Keith Richards gab darauf beim Konzert die Antwort: “That’s what we do.”

Damit ist alles gesagt.

In echt

I

Als ich ein Kind war und wenn nicht wusste, ob etwas ernst gemeint ist oder nicht, habe ich gefragt: „In echt?“

Dabei ist es heute noch schwieriger als damals, das Ehrliche, Echte von der Täuschung zu unterscheiden. 

Deshalb sollten wir uns als Unternehmer bemühen, alles, was wir tun, „in echt“ zu tun: Echte Produkte, die unseren Kunden wirklich helfen. Eine echte Sprache, die erklärt und nicht vernebelt. Echte Beziehungen auf Augenhöhe und mit Respekt. 

In so einer Welt möchte ich leben. In echt.