Tag#Lebensfragen

Blöde Idee

B

Wenn du eine gute Idee hast, und dann kommt jemand anderer und sagt: “Das ist eine blöde Idee!” – Wie reagierst du?

Sagst du: “Okay, dann lassen wir’s”, und lässt dir den Nipf nehmen?

Oder sagst du: “Ich will es aber trotzdem probieren, weil es mir wichtig ist.”

Wichtig machen

W

Wenn wir sagen, “etwas ist wichtig”, dann stimmt das meistens nicht ganz.

Was wir wirklich meinen, ist: “Ich mache mir etwas wichtig.”

Nichts ist per se wichtig, und alles, was einmal wichtig war, kann wieder unwichtig gemacht werden.

Wichtig oder interessant?

W

Wir müssen unterscheiden können, ob etwas wichtig ist oder ob es interessant ist.

Diese Unterscheidung ist besonders wichtig für Menschen mit einem starken Growth Mindset, z.B. Sensitive Strivers.

Wir glauben nämlich oft, dass alles, was wir interessant finden, auch wichtig ist. Aber das ist ein Aberglaube. Das Wenigste (im Leben, im Business) ist tatsächlich wichtig.

Das Interessante übt aber eine große Faszination auf uns aus. Und gleichzeitig ist es gut möglich, dass wir das wirklich Wichtige gar nicht soooo interessant finden.

Reichtiefe

R

Nicht alles im Leben wird besser, wenn es mehr wird.

Reichtiefe > Reichweite

In memoriam Ivica Osim

I

Über Ivica Osim, den legendären Trainer des SK Sturm, wird folgende Legende erzählt:

Als 1969 der FC Santos mit Pele in Sarajevo gastierte, um gegen eine dortige Stadtauswahl zu spielen, war Osim verletzt. Als Pele davon Wind bekam, soll er gesagt haben: „Wenn Osim nicht spielt, spiele auch ich nicht.“ Osim wurde fit gespritzt und bekam nach dem 1:1 Peles Trikot. Nicht er, sondern Brasiliens Fußballkönig soll Osim nach dem Tausch gefragt haben.

Quelle: orf.at

Sei auf deine eigene Art besonders. Sei ein echter Profi und ein guter Mensch. Dann werden sogar die Superstars nach dir fragen. 

Das ist Pull-Marketing mit Herz. 

Genug

G

Es ist gar nicht so leicht zu sagen: “Danke, ich habe genug. Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe. Ich will gar nicht mehr.”

Stell dir vor, du bist mit einer Wandergruppe unterwegs. Ihr wollt bis zum Gipfelkreuz zu marschieren. 200 Meter vor dem vermeintlichen Ziel schaust du dich um und sagst auf einmal: “Ich finde es wunderschön hier. Marschiert ihr nur weiter, aber ich bleibe da. Für mich reicht das vollkommen, ich will gar nicht mehr.”

Wie werden die anderen in der Gruppe reagieren? Werden sie sagen: “Ja, hast recht!”, oder werden sie versuchen, dich zu überreden weiter zu gehen, denn: “So kurz vor dem Ziel willst du aufgeben?”

Es ist nicht leicht, sein eigenes “Genug” zu finden.

Und es ist genauso schwer, sein “Genug” vor den Erwartungen Anderer zu verteidigen.

Feine Mischung

F

Von meinem Vater habe ich das Ruhige. Die Ernsthaftigkeit, die Beständigkeit und auch den Wunsch, gerne für mich allein zu sein.

Von meiner Mutter habe ich die Neugierde und die Abenteuerlust. Sie hat mir die Gabe mitgegeben zu erkennen, wie ich hilfreich sein kann.

Ich finde, das ist eine gute Mischung.

Fantastisch!

F

Stell dir mal vor, was alles möglich wäre, wenn du keine Angst hättest!

Metaverse

M

Ich bin zu jung, um mich nicht mehr für das Metaverse zu interessieren.

Positive Überraschung

P

Heute ist eine Lehrveranstaltung viel besser gelaufen als gedacht.

Schwer zu sagen, woran es lag. Wahrscheinlich auch egal.

Solche positiven Überraschungen sind da, um genossen zu werden – und nicht zum Zu-Tode-Analysieren.

Ein Affront

E

Es ist eine ungeheuere Provokation, wenn jemand nicht versteht, dass es für mein Problem sicher keine einfachen Lösungen geben kann.

Dass meine Situation ganz besonders ist und mit der Situation anderer Menschen niemals zu vergleichen ist.

Dass mein Fall ganz speziell ist und dass ich dafür auch ganz spezielles Mitleid verdient habe.

Eine Frechheit, wenn jemand behauptet, dass es jedem so geht wie mir.

Lieblingsfehler-Karte

L

Folgendes lohnt den Versuch:

Nimm dir eine Karteikarte. Halte sie immer griffbereit. Notiere darauf die Fehler, die du immer wieder machst. Nicht einmal, nicht zweimal, sondern laufend. Immer und immer wieder. Deine Lieblingsfehler eben.

Und dann, wenn eine Handvoll Lieblingsfehler auf dieser Karte stehen, dann zähle eins und eins zusammen. Schau, ob du Muster erkennst. Versuch zu ergründen, wie diese Fehler zusammenhängen.

In welchen Situationen bist du besonders fehleranfällig? In welchen Gemütslagen? Zu welchen Tages- und Jahreszeiten? Bei welchen Personen, in welchen Umgebungen?

Und vielleicht erkennst du dann auch Möglichkeiten, um deinen Lieblingsfehlern endlich ciao zu sagen – einem nach dem anderen.

Wirklich alles?

W

Wenn du wieder mal mit den Umständen haderst oder mit deinen Kund*innen oder mit Corona oder dem System oder was auch sonst immer…

Dann frag dich mal, ganz ehrlich:

Tust du wirklich alles, was du tun kannst, um erfolgreich zu sein?

Raum für die Angst

R

Unlängst habe ich eine Gründerin gefragt, worauf es im ersten Jahr der Selbständigkeit denn besonders ankommt.

Ihre Antwort:

Man muss an sich glauben. Das Problem ist die Angst – vor dem Scheitern. Man darf der Angst einfach nicht zu viel Raum geben.

Es bringt nichts, so zu tun, als wäre die Angst nicht da. Aber die Idee, der Angst zu sagen: Bis hier her – und nicht weiter! Das sollten wir hinbekommen.

Langsam tippen

L

Der IT-Trainer der heutigen Schulung wollte zu Demonstrationszwecken nur schnell mal irgendeinen Text eintippen. Dabei vertippte er sich mehrmals und äußerte anschließend eine große Wahrheit:

Manchmal ist langsam tippen doch schneller im Endeffekt.

Wenn du es eilig hast, dann gehe langsam. Bei den großen Dingen und bei den kleinen.

Geld macht nicht glücklich

G

Folgendes schreibt uns Naval Ravikant in unser Stammbuch:

“One on the things you learn after you make money is that money doesn’t make you happier. It takes care of your money problems, but it’s not necessarily going to put you in a place where you are in some kind of bliss all the time. In fact, there’s nothing out there that will make you happy forever.”

Naval Ravikant

Internet-Vorbilder

I

Es gibt so viele großartige Leute da draußen, die großartige Sachen im Internet machen: Blogger, YouTuber, Newsletter-Autoren, Podcaster und so weiter.

Immer, wenn ich einen neuen dieser großartigen Content-Künstler entdecke, denke ich mir einen Moment lang: “Oh nein. Das ist sooo gut, da reichen meine halbherzigen Versuche nie heran.” Oder: “So gut, wie die ist, werde ich nie im Leben werden.”

Es ist leicht, entmutigt zu werden angesichts der vielen tollen Vorbilder, die es da draußen gibt.

Aber nach den Momenten des Selbstzweifels versuche ich, diese Vorbilder als Ansporn zu sehen. Nicht, so zu werden, wie sie sind, sondern mein Bestes zu geben und mein eigenes Ding zu machen.

Und vielleicht, mit viel Glück, werde ich dann selbst für jemand anderen zu einem Internet-Vorbild.

Ganz einfach

G

Wenn du etwas Neues anfangen möchtest – sagen wir einen Podcast -, dann bedenke Folgendes:

Du musst dir alles so organisieren, dass es möglichst einfach ist, den Podcast aufzunehmen. So einfach, dass es dir fast schon ein bisschen zu einfach vorkommt.

Nur, wenn es einfach ist, wenn es dir mühelos erscheint, ist sichergestellt, dass du den Podcast auch regelmäßig aufnehmen wirst.

Jede noch so kleine Hürde, jedes unnötige Hindernis senkt die Chance, dass du dran bleibst.

Es muss leicht gehen, oder es wird gar nicht gehen.