Tag#LifestyleBusiness

Was machst du eigentlich?

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Den besten Freund meiner Frau kenne ich seit dreizehn Jahren.

Unlängst habe ich ihn zufällig beim Warten auf die Badner Bahn getroffen. Wir haben ein bisschen geplaudert, und dann hat er mir eine sehr mutige Frage gestellt: Sag, was machst du in deiner Selbständigkeit eigentlich genau?

Wir dürfen niemals davon ausgehen, dass die Menschen in unserem Freundeskreis eh wissen, was wir genau beruflich machen. Ja, ich wette, nicht mal in deiner Familie ist jedem glasklar, worum es in deinem Business geht.

Nur: Weil man sich ja schon so lange kennt (oder kennen sollte), trauen sich viele diese Wissenslücke nicht zuzugeben. Wie steht man denn dann da?

Was für ein Glück, wenn jemand mutig genug ist, nachzufragen.

Seth Godin: Tribes 📙

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Ein Klassiker von Seth Godin aus einer Zeit, lange bevor es Influencer gab. Immer noch hoch relevant und spannend für alle Menschen, die leader eines micromovent sind — oder werden wollen.

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Warum Verkaufen so schwer ist

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Ich glaube: Dass wir uns schwer tun beim Promoten und Verkaufen, ist (zu einem großen Teil) eine Folge unserer eigenen Unklarheit:

  • Mangelnde Klarheit über das WHY, die Mission deines Business.
  • Mangelnde Klarheit über die Zielgruppe und deren Bedürfnisse.
  • Mangelnde Klarheit über die Produkte und wie sie zusammenhängen (sich ergänzen; Produkt-Strategie).
  • Mangelnde Klarheit, was wie viel kosten muss, wie viel Umsatz du brauchst (Kalkulation).

Aus dieser Unklarheit heraus zu handeln, ist sehr schwer. Denn: Was sagst du einem potenziellen Kunden über dich und deine Angebote, wenn du diese Dinge selber nicht bombensicher weißt?

Wie sollen wir so unsere potenziellen Kunden “führen”?

Anders formuliert: In dem Moment, wo wir die notwendige (überlebenswichtige!) innere Klarheit haben, wird das Promoten und Verkaufen auch leichter.

Wohlgemerkt: Leichter. Nicht leicht. Es ist immer noch Arbeit, die uns oft unangenehm ist, vor der wir zurückscheuen (Stichwort: Angst vor Zurückweisung).

Aber ohne diese Klarheit ist die Aufgabe fast unbewältigbar.

Eine Erklärung für alles

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Ein wichtiger Reminder von Seth Godin:

When in doubt, look for the fear. Every time in every area. If you don’t understand why humans are acting the way they’re acting, look for the fear.

Keine Rückschläge mehr

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Stefan Merath sagt, für ihn gibt es keine Rückschläge (mehr). Weil es gibt als Unternehmer nur zwei Möglichkeiten:

  1. Es läuft nicht so, wie man sich das vorgestellt hätte. Was macht man dann? Man gibt sein Bestes.
  2. Es läuft genau so, wie man es sich erhofft hatte. Was macht man dann? Man gibt auch sein Bestes!

Es ist also völlig egal, wie die Situation im Außen ist, man gibt immer sein Bestes. 

Und: Wenn man immer sein Bestes gibt, wird es (irgendwann) in die richtige Richtung laufen.

Living the Dream

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Etwas ist so lange unmöglich, bis man es einfach macht.

Umkehrbar

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Wenn bei dir mal wieder eine Entscheidung ansteht, die du schon viel zu lange hinausschiebst:

Vergiss nicht, dass diese Entscheidung wahrscheinlich gar nicht so viel Gewicht hat, wie du glaubst.

Ja, mit deiner Entscheidung nimmst du eine Weichenstellung vor. Der Zug rollt dann in eine Richtung und nicht in eine andere. Aber du kannst immer wieder zurückgehen und dich um-entscheiden. Kaum etwas im Leben ist unumkehrbar.

Also: Hab den Mut, eine Weiche zu stellen – und erlaube dir, diese Entscheidung wieder rückgängig zu machen, wenn sie sich dir tatsächlich nicht dienlich sein sollte.

No biggie.

Eigenlob stinkt

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Das ist ein total hinderlicher Glaubenssatz für unser Marketing, den wir als Solopreneure dringend ablegen oder umdeuten müssen.

Es ist wichtig, dass andere Menschen wissen, was ich für tolle Ergebnisse für meine Kunden erreicht habe. Nicht, weil ich so toll bin, sondern weil es für meine Kunden toll ist.

Es ist wichtig, dass andere Menschen hören, was ich supergut kann. Nicht, weil ich ein Wunderwuzzi bin, sondern damit sie nicht bei Leuten kaufen, die nicht so viel von ihrem Handwerk verstehen.

Es ist wichtig, dass ich mir selbst bewusst bin, wo meine Stärken liegen und ich viel besser bin als Andere. Nicht, damit ich mir darauf was einbilde, sondern damit ich weiß, wo ich am meisten Wert für andere Menschen schaffen kann.

[Danke Stefanie Kneisz für diesen Gedanken.]

Nicht ein, sondern drei Projekte

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Du hast als Solopreneur in Wirklichkeit nicht ein, sondern mindestens drei Projekte gleichzeitig laufen:

  1. Dein Ding. Deine Geschäftsidee. Das, was du verwirklicht sehen willst. Dein Beitrag. Das, was du für deine Kunden anbieten, herstellen, leisten möchtest.
  2. Dein Einkommen. Die Herausforderung, dich (und deine Familie) finanziell zu erhalten. Genug Geld zu verdienen für deinen Lebensstil bzw. deine finanziellen Ziele in der Zukunft.
  3. Das Ego-Projekt. Du willst dich mit deinem Business auch selbst verwirklichen. Du willst dir Bedeutung verleihen. Du willst es deinem alten Chef zeigen oder dich in deinem Freundeskreis profilieren.

Die Herausforderung als Solopreneur besteht darin, diese drei Projekte unter einen Hut zu bringen.

Nur: Das sind vom Charakter her ganz unterschiedliche Projekte mit verschiedenen Zielen.

Das führt mitunter zu Zielkonflikten. Und du bist mittendrin statt nur dabei. Jeden einzelnen Tag.

Und das kann mit der Zeit ganz schön anstrengend werden.

Shamelessly steal good ideas!

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Die Übertragung einer guten Idee auf einen neuen Kontext ist eine hervorragende (unternehmerische) Leistung.

Es muss nicht immer der ganz große neue Wurf sein.

Köder, Fisch und Angler

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Eine alte Marketing-Weisheit lautet: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. 

Was für ein Blödsinn!

In unseren digitalen, hochkompetitiven und “lauten” Märkten gilt: Der Köder muss so gut sein, dass ihn der Angler auch selbst essen würde!

Nachdenken, entscheiden, tun

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Es gibt in deinem Business grundsätzlich drei Dinge zu tun:

  1. Nachdenken
  2. Entscheiden
  3. Umsetzen

Meine Beobachtung: Wenn du das Gefühl hast, du trittst auf der Stelle, dann hör auf, dir dein Hirn zu zermartern oder gschaftig zu sein .

Kümmere dich zuerst um die Entscheidungen, die (längst) getroffen werden wollen.

Mein Podcast ist werbefrei

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Das sagst du, so lange du glaubst, dass eh niemals irgendwer bei dir Werbung schalten würde.

Es ist leicht, sowas zu versprechen, wenn du eh nicht glaubst, dass jemals irgendjemand danach fragt.

Aber wenn dann plötzlich doch eine Werbe-Anfrage reinkommt…

Was machst du dann?

Zu wenig Arbeit

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Geoff Burch sagt: Wenn ein Solo-Business nicht rund läuft, dann ist der häufigste Grund: zu wenig Arbeit.

Gemeint ist: Zu wenig bezahlte Arbeit. Zu wenig Aufträge. Zu geringe Auslastung. Zu wenige Kunden.

Seine Lösung: Ask people to buy something.

Das fällt in die Kategorie “boring advice“, macht seinen Gedanken aber nicht weniger richtig.

Product first

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Es ist unsere Kern-Aufgabe als Unternehmer:innen, für gute Angebote am Markt zu sorgen. 

Das ist unsere Rolle in der Marktwirtschaft. Dafür sind wir da, dafür werden wir gebraucht.

Alles andere (Marketing, Finanzen, Kundenbetreuung) sind nachgelagerte (unterstützende) Tätigkeiten.

Alles beginnt (und fällt) mit unseren Produkten.

Dein Traum

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Träume sind wichtig  

Und du brauchst jemanden, der deine Träume ernst nimmt  

[Danke für diesen Gedanken Barbara Sher, die heute 90 Jahre alt geworden wäre.]

Zu viel gratis?

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Bestimmte Dinge werden bei dir gratis sein, für andere Dinge wird man bezahlen müssen, wenn man sie von dir haben will.

Es genügt, wenn du glasklar hast, was was ist.

Don’t be afraid of giving something away for free – as long as you’ve got something else to sell.

Controlling für Solopreneure

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Meine Hypothese: Die meisten Solopreneure beschäftigen sich erst mit ihren Zahlen (ihrer Liquidität, ihrem Gewinn, ihrer Kalkulation), wenn sie das Gefühl haben, es läuft nicht rund.

Das ist wie beim Arzt: Die meisten gehen erst hin, wenn sich der Schmerz nicht mehr ignorieren lässt.

Natürlich ist das nicht gescheit. Natürlich wäre es besser, sie hätten ein Controlling-System mit einfachen Kennzahlen, die ihnen rechtzeitig zeigen würden, wenn etwas in die falsche Richtung läuft.

Und so ein Controlling-System wäre auch gar nicht so schwer aufzusetzen. Das könnte ein Unternehmensberater in einer einzigen Session zusammenstellen.

Aber: So ein Angebot würde, glaube ich, kaum wer in Anspruch nehmen.

Weil: Diejenigen, die erkennen, dass Controlling wichtig ist, haben sowas eh schon. Und diejenigen, die sich mit ihren Zahlen erst beschäftigen, wenn’s gar nicht mehr anders geht, die brauchen kein Controlling, sondern eine Not-Operation.

Ernste Dinge

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Marketing hat Ernst-Charakter.

Du musst das Thema Marketing schon ernst nehmen. Die Frage, wie du mit den Menschen in Beziehung treten wirst, für die du da sein willst, ist eine der wichtigsten in deinem Business.

Die ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Frage bist du deinem Business schuldig – und letztendlich auch dir selbst.

Sonst nimmst du deine Verantwortung nicht wahr. Sonst gibst du nicht dein Bestes.