Tag#LifestyleBusiness

Das Spiel

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Wer auf Social Media erfolgreich sein will (soll heißen: wer dort Aufmerksamkeit bekommen möchte), muss bereit sein, deren Spiel zu spielen.

Bei diesem Spiel braucht man nicht nur guten Content, den sich ein paar Leute anschauen. Es braucht viel, viel mehr. Man muss sich mit den Eigenheiten der Plattform auseinandersetzen, muss viel über dessen Vorlieben und Abneigungen lernen und seinen Content konsequent darauf abstimmen.

Was bedeutet: Das Spiel zu spielen ist viel, viel Arbeit.

Klein halten

K

Andere Menschen haben dich nicht gerne groß. Den meisten Menschen geht es besser, wenn du klein bist: nicht zu auffällig, nicht zu erfolgreich und schon gar nicht zu glücklich. Zumindest nicht glücklicher als sie.

Das geht bis in den Freundeskreis und sogar in die engste Familie hinein. Weil jede Form von Glück und Erfolg immer auch eine Provokation ist: Warum geht es dem so gut und mir nicht?

Im Anderen sehen wir, welches Potenzial wir selbst auch hätten, aber (noch) nicht ausschöpfen. Und anstatt davon motiviert zu werden, reagieren viele Menschen mit Neid und Missgunst und machen andere nieder.

Das muss allen bewusst sein, die sich selbständig machen und ganz besonders allen Lifestyle Entrepreneuren. Glaub ja nicht, dass sich jede*r in deinem Umfeld mit dir freut, wenn du mit deinem Lifestyle Business erfolgreich und glücklich bist.

Aufwendig

A

Videos sind nicht aufwendig.

Es ist dein Perfektionismus, der sie aufwendig macht!

[Danke Isabella Ošaben für diesen Gedanken.]

Die höchste Schule

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“Die wichtigste Bildungseinrichtung, die bedeutendste und höchste Schule, das sind wir selbst”, sagt Wolf Lotter.

Wir lernen nirgends sonst so schnell wie durch die eigene Erfahrung, besonders durch schmerzhafte Fehler.

Wir irren uns vorwärts. Und dafür gibt es auch keine Abkürzungen.

Expertengespräche

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Expert*innen, die aus ihrer Profession ein Business machen möchten, haben ein besonderes Problem: 

Das, worüber Expert*innen reden wollen und das, worüber ihre Kunden reden wollen, ist nicht immer das gleiche. 

Liebe und Sinn

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Spannender Gedanke von Gary Chapman:

Es ist schwer, Sinn in seinem Leben zu finden, wenn man nicht liebt und sich geliebt fühlt. Ohne Liebe verbringen (vergeuden?) wir viel Zeit damit, Sinn, Selbstwert und Sicherheit zu suchen.

Wer Sinn in seinem Business (oder in seinem Job) sucht, sucht vielleicht nach Liebe – am falschen Ort.

Waschmaschine

W

Unlängst war unsere Waschmaschine kaputt.

Ich war entschlossen, sie selbst zu reparieren. Ich bin ja ein geschickter Bursche, es gibt genügend Youtube-Videos, und so schwer kann das ja nicht sein.

Drei Reparaturstunden später musste ich mir eingestehen, dass das alles doch nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheint und dass ich wohl doch lieber einen Profi ran lassen sollte, der weiß, was er tut.

Der Profi war dann zwei Tage später im Haus. Im Endeffekt hat es ihn mehr Zeit gekostet, meine Reparaturversuche wieder zu korrigieren, als wenn ich ihn gleich gerufen hätte.

What do we learn, Palmer? What do we learn?

Lügen werden bestraft

L

Wir Entrepreneure sind nicht ehrlicher oder unehrlicher als andere Menschen.

Aber wir werden öfter und strenger bestraft als andere, wenn wir uns selbst Lügen erzählen. 

Wir spüren es nämlich sehr direkt und schmerzlich am Umsatz, der nicht reinkommt.

Freunde des Neuen

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“Das Neue braucht Freunde”, heißt es im Film Ratatouille.

Wenn wir ein neues Angebot, ein neues Produkt, eine neue Geschäftsidee in die Welt bringen wollen, dann brauchen wir genau diese Freunde, sonst wird das nix. Wir brauchen Menschen, die von Anfang an an unser Vorhaben glauben, die uns ermutigen und uns die richtige Richtung weisen.

Diese Freunde des Neuen können unsere tatsächlichen Freunde sein, aber im besten Fall sind es Kund*innen, die sich auf das Neue einlassen, die sich begeistern lassen und anderen begeistert davon erzählen.

Wir sollten unsere Energie also nicht nur darauf verwenden, das Neue in die Welt zu bringen, sondern auch ein Umfeld schaffen, wo Menschen mit dem Neuen Freundschaft schließen können.

Kein Social Media Marketing

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Wenn du kein Social-Media-Marketing machen willst, dann ist das völlig in Ordnung.

Aber dann musst du etwas Anderes machen, weil sichtbar werden musst du auf jeden Fall! 

[Danke Katharina Lewald für den Gedanken.]

Gerald Moser: Robust! (2021) 📙

G

Eine Sammlung von Vorschlägen, “wie Sie als Unternehmer unberechenbare Zeiten erfolgreich meistern”. Einige wirklich gute Gedanken, wenngleich dem Buch für mein Empfinden ein bisschen der Rote Faden fehlt.

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Schöne Worte

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Oft tun wir Lifestyle Entrepreneure uns schwer, die richtigen Worte für unsere Angebote zu finden. Wie sollen wir am besten beschreiben, was wir zu bieten haben und womit wir helfen können?

Es gibt viele Wege, sich auszudrücken, aber eine Grundregel scheint mir immer zu gelten: Je ehrlicher du bist, desto schöner werden deine Worte sein.

[Danke Nick Offerman für diesen Gedanken.]

Business mit Kindern

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Ich würde sagen: Nimm deine Kinder nicht als Ausrede, deinen Traum vom eigenen Business nicht zu realisieren.

Aber mach dein Business auch nicht für deine Kinder.

Gründerinnen müssen Haie sein

G

Meint die New Yorker Unternehmerin Sophia Sunwoo in brand eins.

Obwohl ich nachvollziehen kann, wo der Gedanke herkommt (zumal es Frauen in allen Bereichen schwerer haben als Männer, immer noch), fürchte ich, dass er in die Irre führt.

Man verändert ein Problem nicht dadurch, dass man mehr von dem macht, was das Problem eigentlich verursacht hat.

Traumerfüllung

T

Das ultimative Versprechen, mit dem man Gründer*innen ködern kann: “Mach dir keine Sorgen: Wir kümmern uns um deine Neukunden! Wir führen dich zum Schotter. Zahl uns einfach 3000 Euro im Monat, und die Sache ist geritzt!”

Die Sehnsucht, keine Akquise machen und nicht verkaufen zu müssen, ist so stark, dass man sogar das glaubt, was eigentlich zu gut ist um wahr zu sein.

Wenn der Wunsch der Vater des Gedanken ist, machen Menschen mitunter sehr dumme Sachen.

Irgendwas ist bei jedem

I

Glaub nicht, dass deine Gründung besonders herausfordernd ist. Bilde dir nicht ein, dass nur du Schwierigkeiten zu überwinden hast, die unüberwindbar erscheinen. Geh nicht davon aus, dass bei den anderen alles glatt läuft, nur bei dir nicht.

Lass dir von einem Gründungsberater sagen: Irgendwas ist bei jeder*m. Jede*r hat sein*ihr Kreuz zu tragen.

Glaub mir, du würdest mit niemandem tauschen wollen. Also schultere das Kreuz, das zu dir passt, und mach dich auf den Weg – so wie alle anderen auch.

Wozu das alles?

W

Von Simon Sinek stammt ja der Rat, immer mit dem Warum zu beginnen.

Die Frage nach dem Warum dürfen sich natürlich auch Gründer*innen stellen, wenn es darum geht, den Sinn bzw. den Purpose ihres Business herauszuarbeiten – sofern ihnen das überhaupt wichtig ist.

Die Frage nach dem Warum führt allerdings dazu, dass wir nach hehren Gründen für unser Tun suchen – und oftmals nicht wirklich fündig werden. Soooo großartig ist unser Business nun auch wieder nicht, und fundamental verbessern werden wir die Welt damit wahrscheinlich auch nicht.

Einfacher und nützlicher ist dagegen die Frage nach dem Wozu. Wozu möchtest du dein eigenes Business gründen bzw. betreiben? Was willst du damit erreichen? Wozu tust du dir das alles an?

Die Antworten darauf können vergleichsweise banal ausfallen: Weil ich genug Geld zum Leben verdienen will. Weil ich mir irgendwann einen Porsche kaufen will. Weil ich sonst keine Chance für mich am Arbeitsmarkt sehe. Weil ich nie mehr im Leben einen Chef haben will.

Diese Gründe sind vielleicht nicht gerade hochtrabend, aber sie haben einen unschlagbaren Vorteil: Sie sind ehrlich dir selbst gegenüber.

Ein guter Finanzplan

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Von meinem UGP-Kollegen Christian Janisch habe ich eine simple, aber kraftvolle Einsicht:

Ein guter Finanzplan ist die logische Folge eines guten Businessplans.

Nicht wertvoll genug

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Am interessantesten sind die Menschen, die sich dein Angebot ernsthaft angeschaut haben, die hin- und herüberlegt haben, die mit dir in Kontakt oder sogar in einem Erstgespräch waren – und am Ende doch nicht gekauft haben.

Sie müsstest du in aller Bescheidenheit fragen: Warum war ich nicht wertvoll genug für dich?

[Danke Uri Levine für diesen Gedanken.]

Die letzte Meile

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Selbst, wenn man genau weiß, was man will, und selbst, wenn man schon 95% des Weges gegangen ist…

Selbst dann ist es noch keine g’mahte Wiesn. Die letzten Meter auf dem Weg können sich für Gründer*innen und Solopreneure besonders anstrengend anfühlen – gerade dann, wenn das Ziel schon in Sichtweite ist.