Tag#LifestyleBusiness

Wie Kunden unsere Preise sehen

W

Wir Lifestyle Entrepreneure machen uns sehr, sehr, sehr viele Gedanken über unser Pricing.

Unsere Kunden nicht. Sie interessiert es am Ende nicht, ob wir mit unserer Preiskalkulation kostendeckend sind oder ob der Preis über/unter unserem errechneten Mindeststundensatz liegt.

Unsere Kunden fragen sich nur: “Ist mir das Ergebnis, das ich da bekomme, den Preis wert?“

Beschäftigungstherapie

B

Was hast du von einem Geschäftsmodell, das dich zwar mit Arbeit versorgt, aber mit zu wenig Einkommen?

[Danke Roman Kmenta für diesen Gedanken.]

Wahrscheinlich zu teuer

W

Es ist total herablassend, wenn wir von irgendeinem unserer potenziellen Kund*innen annehmen, dass er/sie sich unser hochpreisiges Angebot wohl nicht leisten können wird und wir es ihm/ihr deswegen gar nicht anbieten.

Warum glauben wir, dass wir uns erlauben können, diese Entscheidung für sie zu treffen?

Warum nehmen wir unser Gegenüber nicht einfach für voll, nennen unseren Preis und überlassen es dann ihm/ihr, ob er/sie sich das Angebot leisten möchte oder nicht?

Promotion ist Arbeit!

P

Das ist für alle so.

Ich glaube, 99% aller Lifestyle Entrepreneure würden lieber produzieren als promoten. Die meisten haben eine Scheu davor, über sich selbst und ihre Angebote zu sprechen. Deswegen werden auf Partys Cocktails serviert.

Auch Van Morrison freut sich wahrscheinlich nicht darauf, zum tausendsten Mal Moondance zu spielen. Die Frage ist: Macht er es trotzdem?

Machst du es trotzdem?

Menschliches Unternehmertum

M

Spannender Gedanke von Stephan Park:

Wie wäre es, wenn wir menschliche Wärme ins Zentrum all unserer Handlungen und all unserer Entscheidungen als Unternehmer*innen stellen würden?

Wie wäre es, wenn in unserem Business menschliche Wärme der rote Faden von allem wäre — im Content, in den Verkaufsgesprächen, in der Arbeit und in der Betreuung unserer Kunden?

Traurig sein

T

Unlängst habe ich mit einer Gründerin gesprochen, die ohne eigenes Verschulden plötzlich zwei Kunden und damit einen Großteil ihres Umsatzes verloren hat.

Neben den konkreten und ganz praktischen Tipps, wie man mit so einer Situation umgehen kann, war mir eine Botschaft ganz wichtig: Dass sie sich die Zeit nimmt und sich erlaubt, über diesen Verlust traurig zu sein.

Auch wenn wir ganz professionell sind, dürfen wir uns zugestehen, dass wir alle nur Menschen sind. Und die meisten Menschen macht es traurig, wenn sie etwas verlieren.

Und das darf auch so sein. Da müssen wir nicht drüber stehen.

Berechnend (2)

B

Erhellend, was Holger Fröhlich in brand eins über Influencer schreibt:

Wer ihnen folgt, wird per Knopfdruck Teil der Gemeinschaft (Zugehörigkeit) und erhält Liebesbekundungen (Anerkennung), da Influencer nicht müde werden zu betonen, wie großartig jeder und jede ihrer Jünger ist. Auch wenn es in Ausnahmefällen erst gemeint sein mag, wirtschaftlich förderlich ist es allemal. Als Follower muss man sich nicht um die Liebe des Idols bemühen, man verdient sie sich allein durch Folgen. Privat kann man ein Ekel bleiben, die sozialen Annehmlichkeiten gibt’s gratis. Aber eben nicht kostenlos. Schließlich sind Influencer keine Altruisten, sondern Geschäftsleute. Sie kriegen Geld dafür, likeable zu sein.

Holger Fröhlich: Nein, ich will nicht schlauer werden.
brand eins 04/2023, S. 56

Was, Influencer meinen es am Ende gar nicht (alle) ernst mit uns?

Unliebsame Aufgaben

U

Die Dinge, vor denen wir als Unternehmer*innen zurückscheuen…

Wir wünschen uns ein anderes System, eine andere Gesellschaft, wo es nicht mehr notwendig ist, diese Aufgaben zu erledigen.

Wir wünschen uns z.B. ein Bedingungsloses Grundeinkommen, weil wir hoffen, dass es dann nicht mehr notwendig ist zu lernen, selbst nützliche Produkte zu schaffen und zu verkaufen.

Wir wünschen uns damit im Grunde, dass wir unsere fundamentale Aufgabe als Unternehmer*innen an die Gesellschaft auslagern können.

Das ist naiv – und feig.

Begleitender Neid

B

Wenige Dinge sind so gewiss wie der Umstand, dass du dein Leben lang von Neid begleitet wirst.

Da ist einerseits der Neid der Anderen. Wenn dir etwas gelingt, wenn du dir was erlaubst oder wenn sich eine Investition für dich auszahlt, wirst du mit Gewissheit auf Menschen treffen, die auch wollen, was du hast. (Wohlgemerkt: nur das Ergebnis, nicht die ganze Arbeit dahinter.)

Andererseits (und viel interessanter) ist da der Neid, den du empfindest. Die Dinge, die du auch gerne hättest. Neid ist ein verlässlicher Indikator für die Dinge, die dir wichtig sind im Leben.

Das ist grundsätzlich auch okay so. Neid ist ein Teil des Lebens. Ungesund wird es nur, wenn:

  1. dein Neid in Missgunst umschlägt.
  2. du Menschen um Dinge beneidest, die eigentlich gar nicht deinen eigenen Werten entsprechen.

Neid ist ein guter Indikator, aber ein schlechter Reiseleiter.

Kein Influencer

K

Du bist Unternehmer, kein Influencer.

Deswegen brauchst du auch nicht ständig auf Social Media sein.

Auf Kante genäht

A

Über die Jahre sind in ganz vielen sozialen Systemen die Puffer weggefallen.

Das betrifft Familien ebenso wie Unternehmen, egal, wie groß oder klein sie sind. Wenn alles nach Plan läuft, geht sich alles gerade so aus. Aber wehe, es kommt etwas dazwischen. Wehe, Mama wird krank oder ein Lieferant kann nicht rechtzeitig liefern. Wenn mal etwas aus dem Ruder läuft, entgleist gleich der ganze Zug.

Das beste Mittel, um nachhaltig und gesund zu leben (als Unternehmer oder als Familienvater), wäre, nach und nach die Puffer aufzubauen: finanziell, zeitlich und energetisch.

Die Natur ist schließlich auch kein Effizienzkaiser.

Praktisch

P

Eine gute Daumenregel: Mach deine Arbeit so, dass es für dich praktisch ist.

Verschwende keine unnötige Energie.

Ohne Motivation weitergehen

O

Die spielentscheidenden Momente im Unternehmerleben kommen dann, wenn du keine Motivation hast.

Echte Profis haben gelernt, auch ohne Motivation zu performen. Und die Allerbesten unter uns schaffen es, selbst dann ihr bestes Selbst zu sein, wenn sie am wenigsten motiviert sind.

Wenn du dich auf deine Motivation verlässt, wirst du nicht dort hinkommen, wo du hin willst.

Social Media Content Strategie

S

Isabella Ošaben empfiehlt folgende Daumenregel für Social Media Content:

60% zu deiner Zielgruppe sprechen.

  • Welche Probleme hat deine Zielgruppe?
  • Und: Welche Fehler macht die Zielgruppe, um zu diesen Problemen zu kommen?

20% über deine Arbeit sprechen.

20% über dich sprechen.

Unbehagen

U

Der Grund, warum wir nicht vom Denken ins Handeln kommen, ist meistens die Angst.

Und unter Gründer*innen ganz besonders die Angst vor ehemaligen Lehrer*innen und Kolleg*innen.

Was die wohl sagen werden, wenn wir auf einmal hergehen und sagen: So, jetzt bin ich Experte für…

Größer

G

Sich selbständig zu machen ist eine große Herausforderung. 

Aber die Freude daran ist noch größer.