Tag#LifestyleBusiness

Der Wert liegt im Erlebten

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Dan Sullivan sagt: Der Wert für unsere Kund*innen entsteht nur und ausschließlich und exklusiv in der user experience!

Anders formuliert: In jedem Moment, bei jeder Gelegenheit, wo meine (potenziellen) Kund*innen mich und meine Produkte erleben, habe ich die Chance, an dieser Stelle Wert für den Kund*innen zu erzeugen. 

Nochmal anders formuliert: Wert entsteht, wenn meine Kund*innen bei möglichst vielen Gelegenheiten in der Interaktion mit mir so laut wie möglich „wow“ sagen. Die Summe der Wows ist der gefühlte Gesamtwert meiner Angebote für meine Kund*innen. 

Daher: Mein Denken und Tun sollte sich darauf konzentrieren, die customer experience immer weiter zu optimieren, um den Wert meiner Angebote immer weiter zu erhöhen. 

Real artists ship

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Das ist ein Konzept von Seth Godin.

Alle Menschen haben Angst davor, sich in die Auslage zu stellen und zu sagen: Schau her, das habe ich gemacht. Was sagst du dazu? Willst du es kaufen?

Das heißt: Andere Menschen haben genau das gleiche Problem wie du. Das ist kein Defizit von dir persönlich. Sogar Seth Godin selbst hat dieses Problem.

Nur: Es ist deine Verantwortung, dieses Problem zu lösen. Das Problem ist also nicht, dass du das Problem hast, sondern dass du es nicht löst!

Erfolgreich gescheitert

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Unlängst erzählte mir ein Freund von einer herausfordernden Denkaufgabe und sagte: “Wir sind natürlich gescheitert, aber wir sind zumindest erfolgreich gescheitert.”

Ja, es gibt sie: Erfolg-reiches Scheitern und erfolg-reiche Fehler.

Gewöhn dich an diesen Gedanken. Es wird dir und deinem Business gut tun.

Die Freude kommt nicht später

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Leo Babauta hat 17 Tipps für Menschen zusammengetragen, die sich selbständig machen möchten.

Tipp Nummer 11 lautet: The joy doesn’t come later. Und ich denke, dass das ein sehr weiser Hinweis ist.

Viele Selbständige arbeiten auf ein bestimmtes Ziel hin. Wenn ich erst mal über 100.000 Euro Umsatz mache. Wenn ich erst mal fünf Mitarbeiter habe. Wenn ich erst mal zehn Kunden habe. Dann…

Was dann? Was ist dann anders als vorher? Oder, anders formuliert: Wenn du deinen Weg als Selbständige*r nicht jetzt schon als leiwand empfindest, dann wirst du auch nicht mehr Freude empfinden, wenn du dein vermeintliches Ziel erreicht hast.

Oder vielleicht schon, aber nur kurzfristig. Schau lieber, dass du jeden Tag Freude an deinem Tun hast, dann brauchst du nicht darauf warten, dass dir irgendwann der große Wurf gelingt.

Eine gute Leistung

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An manchen Tagen läuft’s nicht rund.

Kann sein, dass du nicht gut geschlafen hast. Kann sein, dass das Wetter mitspielt. Kann sein, dass dich andere Menschen irritieren. Was auch immer, ist eigentlich egal.

An solchen Tagen ist es schon eine gute Leistung, seine Aufgaben professionell über die Bühne zu bringen und dafür zu sorgen, dass die Karre nicht vollkommen auseinanderfliegt.

Für diese gute Leistung darfst du dir auch an solchen miesen Tagen auf die Schulter klopfen.

Personalverrechnung

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Im Sommer hatte ich heuer erstmals eine Ferialpraktikantin.

War eh super, aber womit ich nicht gerechnet habe: Wie viel Verwaltungsaufwand ich mir damit ins Haus geholt habe. Wie viele verschiedene Meldungen an die Sozialversicherungen ich abgeben muss. Welche Fristen ich dabei einhalten sollte. Und prompt habe ich eine Frist versäumt.

Mag schon sein, man beim ersten Mal eben Fehler macht und dass ich mich in Zukunft leichter tun würde mit den administrativen To Dos.

Aber ich lerne eher daraus: Ich werde es mir in Zukunft zweimal überlegen, ob ich mir nochmal eine Ferialpraktikantin leisten möchte.

Und wahrscheinlich geht es unzähligen anderen Ein-Personen-Unternehmen ganz gleich wie mir.

Nimm dir Zeit zum Verkaufen

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Wenn du dir schon so viel Zeit nimmst für deine Social-Media-Posts. Wenn du dir schon so viel Mühe gibst bei deinem Podcast. Wenn du schon bei jedem Webinar eine Stunde lang wirklich guten Content hergibst.

Dann nimm dir auch die Zeit, über diese Plattformen zu verkaufen.

Sprich über dein Angebot. Sprich darüber, wie man mit dir zusammenarbeiten kann. Mach dein Angebot attraktiv und schmackhaft.

Es gibt nur zwei Gründe, warum du darauf verzichten kannst:

  1. Du hast eh schon mehr als genügend Kund*innen bzw. Aufträge.
  2. Du willst gar kein Business haben, sondern ein Hobby.

Aber ansonsten gilt: Verkaufen ist im Lieferumfang eines Lifestyle Business einfach dabei.

Also nimm dir auch die Zeit dafür, verdammtnochmal.

Achtung: Verwechslungsgefahr!

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Gründer*innen tun sich oft schwer damit, folgendes auseinanderzuhalten:

  1. Das objektive Risiko
  2. Die subjektive Angst

Das ist nämlich praktisch niemals das Gleiche. Und so fürchten sie sich vor Dingen, die objektiv ein ganz geringes Risiko haben, dass sie überhaupt jemals eintreten. Und sie ignorieren völlig die größten Risikofaktoren in ihrem Business, gegen die sie sofort etwas unternehmen könnten.

Es ist eigentlich verrückt. Aber wir können besser darin werden zu unterscheiden.

Wir können es lernen.

Das Leben ist nicht unfair zu uns

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Wir Lifestyle Entrepreneure verfolgen den Traum, dass wir unser Lebensmodell und unser Geschäftsmodell in Einklang bringen. Dass sich Arbeit (meistens) nicht wie Arbeit anfühlt und unser Lifestyle Business einen Teil zu unserem Lebensglück beiträgt.

Und gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, was Seth Godin so wunderbar auf den Punkt bringt:

“So the most important thing that I would say to a professional is this:
You are not entitled to the business that you want. All you’re entitled to is understanding what is working in the market and do that.”

Seth Godin, The Freelancer Course

Wenn wir mit unserem Lifestyle Business keinen Erfolg haben sollten, dann ist das nicht, weil die Welt ungerecht ist. Sondern weil wir (noch) nicht verstanden haben, was unser Beitrag auf dem Markt wirklich sein sollte, damit wir maximal hilfreich sind.

Angebot gestohlen

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Angenommen, du kommst drauf, dass ein Mitbewerber von dir plötzlich etwas ganz Ähnliches anbietet wie du.

Wahrscheinlich wirst du dich ärgern. Du sagst dir zwar: Eigentlich ist es ja ein Kompliment, dass meine Angebote anscheinen so gut sind, dass sie es wert sind, kopiert zu werden. Aber wahrscheinlich überwiegt die Sorge, dass dir der Mitbewerber jetzt Kund*innen und Umsatz abgraben wird.

Also willst du dich abgrenzen. Du willst dich (noch) deutlicher unterscheiden.

Der erste Impuls ist oft: Das Angebot erweitern. Das Angebot verändern. Die Unterschiede im Angebot noch deutlicher herauszuarbeiten.

Das kann schon sinnvoll sein, aber wahrscheinlich ist es Zeitverschwendung.

Denn die wirkliche Unterscheidung zu deinen Mitbewerbern passiert nicht auf der Ebene der Angebote. Angebote sind austauschbar. Der wahre Unterschied entsteht aus der Ebene der Beziehungen, die du zu deinen bestehenden und zukünftigen Kund*innen aufgebaut hast.

Dein Angebot kann dir jemand klauen, aber nicht das wahre Vermögen deines Unternehmen: die persönlichen Beziehungen, die Aufmerksamkeit und das Vertrauen.

Also investiere deine Zeit lieber darin.

Kurz vor dem Aufgeben

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Ich versuche seit Monaten, einen Termin für einen Gesundheits-Check Junior für meinen Sohn auszumachen. Das ist ein Angebot der SVS, das die SVS auch heftig promotet, das aber, wie ich feststellen musste, nicht leicht zu bekommen ist.

Wie in einem Roman von Kafka werde ich von Pontius nach Pilatus geschickt. Keiner meint es böse, aber jeder kennt nur seinen kleinen Teilbereich und fühlt sich deswegen entweder nicht zuständig oder nicht legitimiert.

Ich habe mir schön öfter gedacht: Günter, lass es einfach bleiben. Es soll nicht sein. Du verschwendest damit nur deine Zeit.

Und tatsächlich ist es keine leichte Entscheidung: Soll ich dran bleiben, weil man nur dann zu was kommt, wenn man nicht aufgibt und hartnäckig bleibt? Oder wären meine Zeit und Energie sinnvoller in andere Projekte investiert?

So gesehen ist es mit dem Gesundheits-Check Junior auch nicht anders als bei jedes Lifestyle Business: Es kommt immer mal der Moment, wo sich die Sinnfrage stellt.

Von anderen abschauen

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Von Josh Kaufman kenne ich das Konzept The hidden benefit of competition.

Es geht dabei darum, dass man seine Mitbewerber am Markt als einzigartige Lernressource sehen soll. Wer sich seine Mitbewerber aufmerksam anschaut, kann sich von ihnen abschauen, was gut funktioniert und was nicht. Wer seine Mitbewerber genau beobachtet, kann feststellen, welche Fehler sie gemacht haben und kann es sich ersparen, diese Fehler ebenfalls zu machen.

Oder, wie unlängst in meinem Fall: Die Websites der Mitbewerber können eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration sein. Der Aufbau. Das Design. Die Inhalte. Die Calls to Action. Im Prinzip brauche ich für meine eigene Website nur ein “Best Of” der Websites erstellen, die mir selber auch gefallen.

Dabei geht es nicht darum, anderen die Ideen zu klauen. Es geht darum, sich von der guten Arbeit anderer inspirieren zu lassen und dann sein eigenes einzigartiges Ding daraus zu machen.

So, wie es alle Künstler seit jeher machen.

Der Held der Geschichte

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Eine fantastische Frage, die man sich selbst stellen kann, wenn man gerade nicht weiter weiß:

If you were a character in a book,
what would your readers be yelling at you to do?

Eliezer Yudkowsky

Marketing, ganz einfach

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Unlängst habe ich im Admira-Stadion ein schönes Beispiel für effektives Marketing beobachtet:

Ein kleiner lokaler Bierbrauer hat beim Eingang Flyer für seine Biere ausgeteilt.

  • Er hat überlegt, wo seine Zielgruppe zusammenkommt.
  • Er hat ein effektives und gleichzeitig preiswertes Werbemittel gewählt.
  • Er hat sich selbst hingestellt (d.h. er hat die wichtige unternehmerische Aufgabe des Marketing nicht delegiert) und ist mit potenziellen Kund*innen in eine (kurze) Interaktion gegangen.
  • Dabei hat er freundlich gelächelt.

Alles richtig gemacht. Marketing kann ja so einfach sein.

Zögerliche Werbung

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Wir Solopreneure sind oft sehr zögerlich und vorsichtig, wenn es darum geht, anderen von unseren Angeboten zu erzählen.

Wir warten recht lange zu. Wir haben Angst davor, jemanden mit unserer Werbung vor den Kopf zu stoßen. Wir wollen keinen Fehler machen, der uns dann auf den Kopf fallen könnte. Und natürlich haben wir Angst vor der Ablehnung und der Stille, wenn auf unsere Botschaft nichts zurückkommt.

Besser wäre natürlich, den Kopf ein bisschen auszuschalten und einfach zu machen. Was soll schon Schlimmes passieren in Wirklichkeit?

In 99 % der Fälle: Gar nichts. Und für das eine Prozent wird uns sicher eine gute Lösung einfallen, wenn’s dann jemals soweit ist.

Gute vs. passende Musik

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Wenn man zu zehnt auf einem Segelboot unterwegs ist und man an die Reihe kommt, die Musik auszusuchen, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Man wählt seine Lieblingsmusik. Die Musik, die man für die beste hält.
  2. Man wählt die passende Musik. Die Musik, die am besten zur Stimmung von Urlaub und Meer und Sonne und Segeln passt.

Man weiß intuitiv, welche Musik im Urlaub auf einem Segelboot passend ist (und was nicht), wenn man halbwegs empathisch ist.

Und die Chancen stehen gut, dass das eben nicht die eigene Lieblingsmusik ist.

In diesem Spannungsfeld bewegen wir Lifestyle Entrepreneure uns ebenfalls jeden Tag. Für wen machen wir das Ganze eigentlich – für uns, oder für unsere Kunden?

Die Kunst ist, den sweet spot in der Mitte dieses Spannungsfeldes zu finden: Die passende Musik, die uns selbst auch gefällt.

[Danke Martin Schmidt für diesen Gedanken.]

Hart arbeiten verlernen

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Viele Lifestyle Entrepreneure arbeiten sehr hart an ihrer Geschäftsidee. Sie sind tüchtig und tun und machen – und haben trotzdem keinen (finanziellen) Erfolg.

Manche von ihnen werden dadurch verbittert. Weil sie meinen, dass sie für ihre Anstrengung auch belohnt werden sollten. Sie sind ja so fleißig, warum bleibt der Erfolg aus? Das ist doch ungerecht!

In der Schule haben wir gelernt: Wenn wir uns nur genug anstrengen, bekommen wir gute Noten. In der Schullogik führt Anstrengung direkt zu Erfolg. Mehr Anstrengung = mehr Lob.

Nur stimmt diese Logik in der Selbständigkeit halt nicht mehr. Belohnt wird im Unternehmertum, wer für andere Menschen Probleme löst. Ob er sich dabei anstrengt oder das aus dem Ärmel schüttelt, ist vollkommen egal. Was zählt, ist einzig, wie groß das Problem ist und wie kompetent die Lösung.

Schade, dass wir das in der Schule nicht lernen. So bleibt uns nichts anderes übrig, als die Erfolgsstrategien unserer Schuljahre wieder zu verlernen und gegen nützlichere Strategien auszutauschen.

[Daily-Blogging-Kollege Gabe The Bass Player hat unlängst einen ähnlichen Gedanken gebloggt.]

Große und kleine Fortschritte

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An manchen Tagen sind die Fortschritte in deinem Lifestyle Business beachtlich. Du bist euphorisch, weil dir der große Wurf gelungen ist. Endlich den Durchbruch erzielt. Endlich das Ziel erreicht. An solchen Tagen bist du meilenweit vorwärts gekommen, und das fühlt sich soooo gut an.

An anderen Tagen sind die Fortschritte klein, fast mikroskopisch. Jeden einzelnen Meter hast du dir und deinem Business abgerungen, im Schweiße deines Angesichts. Von Euphorie keine Spur. Eher macht sich Enttäuschung und Ermüdung breit. Muss es wirklich so anstrengend sein?

Ja, das muss es. Denn ohne die vielen kleinen Fortschritte kann es auch keine großen Durchbrüche geben. Eines bedingt das andere. Mit jedem kleinen Fortschritt erhöhst du die Wahrscheinlichkeit für den nächsten großen Durchbruch.

Was wären die großen Erfolge ohne die kleinen?

Der Wert liegt im Aufhören

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Manchmal entsteht für deine Kunden der größte Wert dann, wenn du aufhörst, etwas zu tun.

Wie im Fall einer Bekannten. Sie hat gekündigt und sich in der gleichen Branche selbständig gemacht. Ihre (ehemaligen) Kunden waren heilfroh zu hören, dass sie nun direkt mit ihr zusammenarbeiten können und nicht mehr mit ihrem ehemaligen Chef, der recht ein Ungustl war.

Es lohnt sich also immer zu schauen, welchen Ballast wir abwerfen können und von welchen Hemmschuhen wir uns trennen können, damit wir noch nützlicher sind für unsere Kund*innen.